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Unlauterer Wettbewerb?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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arne

Unlauterer Wettbewerb?

Beitragvon arne » 23. Juni 2002, 18:07

Hallo!

Es wuerde es mich mal interessieren was ihr davon haltet,
wenn Journalisten gleichzeitig als Redakteure fuer einen Verlag arbeiten und in Spielezeitschriften Konkurrenzspiele bewerten.
Aktuelles Beispiel:
Herr Conrad, der neuerdings fuer die Spielbox schreibt und fuer Winning Moves als Redakteur tätig ist.

Gruss
Arne

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peer

Re: Unlauterer Wettbewerb? - Nein

Beitragvon peer » 23. Juni 2002, 19:09

Hi,
Cristward Conrad hat bislang für die Pöppel Revue geschrieben und ich mochte seine Artikel eigentlich immer gerne. Ok. Das beantwortet deine Frage nicht ;-)

Also: Solange er nicht seine eigenen Spiele bewertet, finde ich das völlig in Ordnung. Auch ein Spieleerfinder hat eine Meinung. Zudem dürfte es nur eine Handvoll Erfinder geben, die tatsächlich von ihrer Tätigkeit Spiele erfinden Leben können. Um so besser, wenn sie ein Beruf aus dem Umfeld gefunden haben.

Ich vermute du siehst den Interessenkonflikt darin, dass er Spiele von anderen Autoren bewertet und extra schlecht machen könnte, damit man seine Spiele kauft. Aber ich sehe da keine Gefahr und zwar aus folgenden Gründen:

I Es besteht keine direkte Konkurennz- Spiele sind keine Waschmaschinen. Er hätte nichts davon ein Spiel schlechter zu bewerten, denn es ist ja nicht so dass man denkt: "Oh Siedler ist schlecht, dann kauf ich mir Vino". Also kein Grudn für ihn ein Spiel schlechter zu bewerten

II Die Spieleszene ist imho sehr kollegial - es sind halt Spieler und die sind i.A. fair. Was man im Forum oder bei Spielemessen mitkriegt, versuchen sich Autoren gegenseitig zu unterstützen und zu helfen - vom harten Konkurremzkampf ist da nix zu spüren.

In sofern sehe ich da keine Probleme. Eher im Gegenteil: Conrad wird eher in der Lage sein, sich in den Autor hineinzufühlen...

ciao,
Peer

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Gustav der Bär

Re: Unlauterer Wettbewerb? Wo denn? Bei Rezensionenen? Diesind doch kein Wettbewerb.

Beitragvon Gustav der Bär » 23. Juni 2002, 23:46

Ich finde das völlig in Ordnung: Von einem Journalisten, der in der Spielebranche tätig ist, kann man einen wesentlich höhere Sachkenntnis im Fachbereich "Spiele" erwarten, als von einem Journalisten, der sich (zum Beispiel) ausschließlich für Boxenluder in Formel-1-Rennen interessiert. Mein Kommentar. Weiter so!

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Frank Gartner
Kennerspieler
Beiträge: 257

Ach was!

Beitragvon Frank Gartner » 24. Juni 2002, 10:40

> Aktuelles Beispiel:
> Herr Conrad, der neuerdings fuer die Spielbox schreibt und
> fuer Winning Moves als Redakteur tätig ist.

Hallo Arne,

ich gehe davon aus, dass er über genügend Sachverstand verfügt und diese Dinge entsprechend trennen kann.
Ich gehe ebenfalls davon aus, dass er über keine Spiele schreibt, bei welchen er selbst mitgewirkt hat.

Wenn sich jemand durch seine Position bzw. Kontakte zu bestimmten Verlagen/Autoren beeinflussen lässt, fällt das über kurz oder lang ohnehin auf.
Wenn man die Szene länger beobachtet merkt man auch, dass einige Kritiker Verlags- oder Autoren-lastig rezensieren und das obwohl sie keine redaktionellen Mitglieder dieses Verlags sind.

That´s live.

Grüße,
Frank


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