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RF: Wallenstein

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Dieter Niehoff

RF: Wallenstein

Beitragvon Dieter Niehoff » 31. Juli 2002, 10:47

Zwar habe ich WALLENSTEIN schon häufig gespielt, aber eine Sache bleibt mir unklar: Und zwar geht es um die

"Revolte im Winter"

Wie werden diese Revolte abgespielt? Ich denke, lt. Spielerreihenfolge, oder? Und noch wichtiger die Frage: Was geschieht mit den herausgefallenen Armeen, die nicht an der Revolte beteiligt sind. Also die Armeen der Mitspieler. Lt. Regel müssen diese doch beiseite gelegt werden um beim nächsten Kampf, also z. B. bei der evtl. folgenden Revolte eines Mitspielers, wieder in den Turm geworfen zu werden, oder? Wenn das so gespielt wird, dann haben die Spieler am Ende der Reihenfolge stets einen kleinen, aber sehr vorteilhaften Haufen von Armeen, die durch die Revolten der vorherigen Mitspieler mit aus dem Turm plumpsten. Daher wird ein Spieler am Ende der Reihenfolge wohl so gut wie nie seine Revolten im Winter verlieren.
Das wiederum kann doch nicht Sinn der Sache sein, oder?

Bei der vorletzten Partie WALLENSTEIN waren die Revolten im Winter spielentscheidend (Getreideverlust: 6 !!). Und wirklich: Bis dahin lagen alle drei Spieler ganz eng beienander. Verloren hat dann der Startspieler. Der letzte in der Spielerreihenfokge freute sich über ein halbes Dutzend herausgefallenber Armeen, die es ihm leicht machten, alles revoltieren zu überstehen.

Je länger ich über diese Sache nachdenke, deste eher glaube ich, das wir hier einen Fehler gemacht haben.

Dieter Niehoff

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Kathrin Nos
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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Kathrin Nos » 31. Juli 2002, 11:07

Hallo Dieter,

ich habe Wallenstein bisher nur einmal gespielt (ist ein heisser Kandidat für eine Anschaffung, aber wahrscheinlich erst auf der Spiel in Essen), deshalb bin ich mir auch nicht so sehr sicher ob meiner Antwort.

Dieter Niehoff schrieb:
> Wie werden diese Revolte abgespielt? Ich denke, lt.
> Spielerreihenfolge, oder?

Das weiss ich eben nicht. In unserer Partie war ich auch nicht diejenige, die die Regeln gelesen hat.

> Und noch wichtiger die Frage: Was
> geschieht mit den herausgefallenen Armeen, die nicht an der
> Revolte beteiligt sind. (...)
> Wenn das so gespielt wird, dann haben die Spieler am
> Ende der Reihenfolge stets einen kleinen, aber sehr
> vorteilhaften Haufen von Armeen, die durch die Revolten der
> vorherigen Mitspieler mit aus dem Turm plumpsten. Daher wird
> ein Spieler am Ende der Reihenfolge wohl so gut wie nie seine
> Revolten im Winter verlieren.
> Das wiederum kann doch nicht Sinn der Sache sein, oder?

Das wiederum verstehe ich nicht. Die Gesamtanzahl der Armeen im Turm verändert sich doch nicht? :-? Der einzige denkbare Vorteil hier wäre doch, dass die Spieler, die weiter hinten in der Reihenfogle sitzen, in diesem Fall eine Information darüber erhalten, wie viele ihrer Armeen noch im Turm sind (falls sie das nicht sowieso genauestens im Gedächtnis haben ;-) ). Ist es nicht der Witz mit dem Würfelturm, dass Armeen etwa mit gleicher Wahrscheinlichkeit im Turm hängenbleiben wie durchfallen bzw. wieder zum Vorschein kommen?

> Bei der vorletzten Partie WALLENSTEIN waren die Revolten im
> Winter spielentscheidend (Getreideverlust: 6 !!). Und
> wirklich: Bis dahin lagen alle drei Spieler ganz eng
> beienander. Verloren hat dann der Startspieler. Der letzte in
> der Spielerreihenfokge freute sich über ein halbes Dutzend
> herausgefallenber Armeen, die es ihm leicht machten, alles
> revoltieren zu überstehen.

Aber was genau macht es nun leichter, durch herausgefallene Armeen die Revolte zu überstehen? Das Verhältnis von revoltierenden zu eigenen Armeen hat sich doch durch das Herausfallen auch nicht geändert. Auch beim Ausführen der Revolte, also beim Armeen-in-den-Würfelturm-Schmeissen, können ja weitere Bauernarmeen zum Vorschein kommen, die davor eine oder mehrere Runden im Würfelturm geschlummert haben!

Aber vielleicht liege ich jetzt auch total falsch und habe irgendwas nicht richtig verstanden?

Anyway,
alles Gute und viel Spass mit Wallenstein :-) wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Michael Andersch

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Michael Andersch » 31. Juli 2002, 11:11

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Wie werden diese Revolte abgespielt? Ich denke, lt.
> Spielerreihenfolge, oder?

Haben wir so gemacht. Ist aber eigentlich egal.

> Und noch wichtiger die Frage: Was
> geschieht mit den herausgefallenen Armeen, die nicht an der
> Revolte beteiligt sind. Also die Armeen der Mitspieler. Lt.
> Regel müssen diese doch beiseite gelegt werden um beim
> nächsten Kampf, also z. B. bei der evtl. folgenden Revolte
> eines Mitspielers, wieder in den Turm geworfen zu werden,
> oder?

Ja. Aber sie werden nicht erst bei dessen Kampf hineingeworfen, sondern beim NÄCHSTEN Kampf, egal, ob die entsprechenden Spieler daran beteiligt sind.
Oder anders:
Bei jedem Kampf werden alle die Armeen in den Turm geworfen, die die beteiligten Parteien (Spieler oder Neutrale) gem. Regelvorgabe oder nach eigenem Ermessen in den Kampf schicken wollen/müssen PLUS ALLE Armeen, die sich gerade so in der Schale tümmeln, egal wem die gehören. Als Resultat zählen allerdings nur die anschliessend herauspurzelnden Armeen in den Farben der beteiligten Spieler (sowie die "Grünen", falls die ggf. zufällig mal motiviert sein sollten ein Land mitzuverteidigen), sie werden aus der Schale herausgenommen. Der ganze Rest bleibt liegen und wartet in der Schale auf den nächsten Kampf.

Somit ist es eigentlich völlig egal, in welcher Reihenfolge man die Winterrevolten abhandelt.

Viele Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Arne Hoffmann » 31. Juli 2002, 12:11

Moin Dieter!

Ihr habt keinen Fehler gemacht. Die Revolten werden in der Spielreihenfolge gespielt, die im Herbst ermittelt worden war (steht so in der Anleitung). Ferner wandern alle Kloetzchen immer wieder mit in den Turm (so sie vorher nicht an den Kaempfen beteiligt waren)

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Zwar habe ich WALLENSTEIN schon häufig gespielt, aber eine
> Sache bleibt mir unklar: Und zwar geht es um die
>
[ "Revolte im Winter" ]
> Daher wird
> ein Spieler am Ende der Reihenfolge wohl so gut wie nie seine
> Revolten im Winter verlieren.

Das stimmt nicht. Wie Kathrin schon sagte, aendert sich ja die Anzahl der eigenen, im Turm befindlichen, Armeen nicht. Die Spieler haben evtl. nur eine bessere Ahnung, wieviele es denn sind. Ausserdem spricht gegen Deine These, dass von den vorhergehenden Spielern hineingeworfene gruene Kloetzchen im Turm haengen bleiben koennen und evtl. die Bauernarmeen in spaeteren Revolten verstaerken (was es den nachfolgenden Spielern wieder schwerer machen wuerde).

Tschoe,

- Arne - (immer noch von Wallenstein begeistert)

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Dieter Niehoff

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Dieter Niehoff » 31. Juli 2002, 15:09

Entweder habe ich ein Brett vorm Kopf - oder ich bin immer noch die (Wahrscheinlichkeits-)Mathe-Nulpe, die ich vor unzähligen Jahren auf der Handelsschule schon war.

Mein erster Wallenstein-Glaubenssatz zum Problem wäre:
Wenn ich oben mehr eigene Klotze reinwerfen kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, das unten auch mehr eigene wieder herauskommen.

Mein zweiter Wallenstein-Glaubenssatz:
Die Steine , die im Turm drin bleiben, bleiben mit nicht unerheblicher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft eher im Turm liegen, als das sie mit anderen hineingeworfenen Steinen mit hinausplumpsen. Will sagen: Die sich bewegenden Steine (also die reingeworfenen Steine) kommen zum Ende des Spiels (und die Revolten sind bekanntlich im 2. Jahr das Ende des Spiels) eher wieder heraus, als die sich zuvor verkannteten und liegengebliebenen Steine.

Oder habe ich vielleicht unrecht? (was mir sogar wesentlich lieber wäre)

Dieter Niehoff
(ein bekennender Wallenstein Fan!!)

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Rainer Fieseler

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Rainer Fieseler » 31. Juli 2002, 15:37

Hi Dieter,
>Wenn ich oben mehr eigene Klotze reinwerfen kann, dann ist die >Wahrscheinlichkeit größer, das unten auch mehr eigene wieder herauskommen
Natürlich, aber bezogen auf dein Problem bedeutet das nichts. Denn es werden ja alle Steine in der Schale bei jedem Kampf wieder mit in den Turm geworfen und können da auch wieder drin bleiben, so dass der Letzte nicht unbedingt mehr Steine zum Hineinwerfen hat.
>Die sich bewegenden Steine (also die reingeworfenen Steine) kommen zum Ende des Spiels (und die Revolten sind bekanntlich im 2. Jahr das Ende des Spiels) eher wieder heraus, als die sich zuvor verkannteten und liegengebliebenen Steine.
Mag sein, ich habe bisher keine Tests diesbezüglich durchgeführt. Aber im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, dass der Würfelturm schon wirklich hervorargend konstruiert ist; bei den unerwarteten Ergebnissen, die es in meinen bisherigen Partien gab (sowohl was drinblieb, als auch was rauskam). Ich glaube nicht, dass der Sieg wirklich von der Rehenfolge bei den Revolten abhägt. Und wenn wenn es tatsächlich doch so sein sollte, musst du halt so spielen, dass es nicht zu Revolten kommt. Das hast du doch weitgehend selbst in der Hand).

gruß rainer (der glaubt, dass man sich bei einer WALLENSTEIN-Niederlage nicht mit Pech beim "Würfeln" rausreden kann)

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Arne Hoffmann

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Arne Hoffmann » 31. Juli 2002, 16:42

Moin again!

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Entweder habe ich ein Brett vorm Kopf - oder ich bin immer
> noch die (Wahrscheinlichkeits-)Mathe-Nulpe, die ich vor
> unzähligen Jahren auf der Handelsschule schon war.

Ich bin warscheinlichkeitstechnisch auch nicht gerade das As :-) Aber hier geht es mehr um Gefuehl, als um Wahrscheinlichkeit, da es recht schwierig sein wird, die genauen Wahrscheinlichkeiten berechnen zu koennen.

> Mein erster Wallenstein-Glaubenssatz zum Problem wäre:
> Wenn ich oben mehr eigene Klotze reinwerfen kann, dann ist
> die Wahrscheinlichkeit größer, das unten auch mehr eigene
> wieder herauskommen.

Das mag vom Glauben her stimmen, belegbar wird es kaum sein :-))

> Mein zweiter Wallenstein-Glaubenssatz:
> Die Steine , die im Turm drin bleiben, bleiben mit nicht
> unerheblicher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft eher im Turm
> liegen, als das sie mit anderen hineingeworfenen Steinen mit
> hinausplumpsen.

Ist dies nicht dieselbe Aussage, wie Dein erster Glaubenssatz? :-? Halt nur andersherum aufgezogen.

> Oder habe ich vielleicht unrecht? (was mir sogar wesentlich
> lieber wäre)

Das werden wir nicht belegen koennen. Das Herausfallen der Kloetzchen haengt von so vielen Faktoren ab, dass man das wohl schlecht wird auch nur annaehern koennen.

> Dieter Niehoff
> (ein bekennender Wallenstein Fan!!)

Darauf kommt es doch nur an :-))

Tschoe,

- Arne -

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Attila
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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 31. Juli 2002, 17:39

Dieter Niehoff schrieb:

> Wie werden diese Revolte abgespielt?

In Spielreihefolger. Die Länder nach Wahl des Spielers.

> Spielerreihenfolge, oder? Und noch wichtiger die Frage: Was
> geschieht mit den herausgefallenen Armeen, die nicht an der
> Revolte beteiligt sind. Also die Armeen der Mitspieler.

Nichts, die bleiben in der Schale liegen und werden wieder in den Turm geworfen.

> oder? Wenn das so gespielt wird, dann haben die Spieler am
> Ende der Reihenfolge stets einen kleinen, aber sehr
> vorteilhaften Haufen von Armeen, die durch die Revolten der
> vorherigen Mitspieler mit aus dem Turm plumpsten.

Nö, haben sie nicht, denn die Anzahl der Armeen sind gleich ! Ob sie jetzt in der Schale liegen oder noch im Turm sind, macht keinen Unterschied !
Einen Unterschied dagegen machen jedoch die Bauern im Turm. Wenn viele Kämpfe stattfinden, werden auch viele Bauern aus dem Turm rauskommen und die heben sich ja mit den des entsprechenden Spielers auf !

> ein Spieler am Ende der Reihenfolge wohl so gut wie nie seine
> Revolten im Winter verlieren.

Na, das hängt davon ab wieviele Steine er im Turm (incl Schale) hat, und nicht davon wieviele in der Schale sind !

> Das wiederum kann doch nicht Sinn der Sache sein, oder?

Ich sehe da kein Problem drinne - denn es können genausogut kaum Grüne rauskommen bei den vorspielern und wenn man dran ist, kommen sie geballt !

> beienander. Verloren hat dann der Startspieler. Der letzte in
> der Spielerreihenfokge freute sich über ein halbes Dutzend
> herausgefallenber Armeen, die es ihm leicht machten, alles
> revoltieren zu überstehen.

Aber "das halbe dutzend" war doch schon vorher im Turm ! - Entscheidend ist, das sie rauskommen wenn man dran ist. Ich hab auch schonmal 12 Truppen reingeworfen und es sind nur 5 davon rausgekullert.

> Je länger ich über diese Sache nachdenke, deste eher glaube
> ich, das wir hier einen Fehler gemacht haben.

Nein, ihr habt richtig gespielt ! Ich sehe da auch keinen Nachteil. Genauso kann der Startspieler glück haben, wenn keine grünen im Turm sind (was man ja ungefäühr weiss) und die Grünen die er reinwirft bleiben hängen, dann hat der nachfolgende Spieler schon schlechtere Chancen !
So ist es nunmal mit dem Turm - schon das ganze Spiel - nicht nur bei den Aufständen !

Atti

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Attila
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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 31. Juli 2002, 17:43

Kathrin Nos schrieb:

> ;-) ). Ist es nicht der Witz mit dem Würfelturm, dass Armeen
> etwa mit gleicher Wahrscheinlichkeit im Turm hängenbleiben
> wie durchfallen bzw. wieder zum Vorschein kommen?

So würde ich vermuten.

Atti

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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 31. Juli 2002, 17:53

Dieter Niehoff schrieb:

> Wenn ich oben mehr eigene Klotze reinwerfen kann, dann ist
> die Wahrscheinlichkeit größer, das unten auch mehr eigene
> wieder herauskommen.

Jupp !

> Die Steine , die im Turm drin bleiben, bleiben mit nicht
> unerheblicher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft eher im Turm
> liegen, als das sie mit anderen hineingeworfenen Steinen mit
> hinausplumpsen.

Nö ! - Alle meine Spiele haben das Gegenteil gezeigt ! Je höher die Anzahl der Truppen im Turm (meiner Farbe), desso grösser die Wahrscheinlichkeit das auch welche rauskommen. Ich habe zwar nicht Buchgeführt, aber alles was im Turm hängenbleibt, kommt auch wieder raus - zumindest fast ! :-) Gegen Ende des Spiels ist das nicht mehr so ganz gegeben ! :-)


> eher wieder heraus, als die sich zuvor verkannteten und
> liegengebliebenen Steine.

Nach meiner Erfahrung gibt es nur vereinzelt diese "verkanteten" Steine die nie rauskommen !

Man kann ja auch ein Ritual draus machen wie man die Steine in den Turm wirft ! :-)

Atti

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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 31. Juli 2002, 18:03

Rainer Fieseler schrieb:

> gruß rainer (der glaubt, dass man sich bei einer
> WALLENSTEIN-Niederlage nicht mit Pech beim "Würfeln"
> rausreden kann)

Natuerlich gibt es sowas ! - Wenn 2 Leute Kopf an Kopf im Rennen sind und beim einen bleiben am Ende des Spiels - sozusagen im letzem Kampf - 6 Leute hängen und er verliert das Land und beim anderen läuft alles "planmässig", dann sehe ich da nicht gerade die überlegene Strategie drinn die der zweite Spieler hat.
So ist es nunmal in Spiele wo es einen Glücksfaktor gibt. Das gute an Wallenstein finde, ich aber das man so nicht zu einem "plötzlichen" Sieg kommen kann - es ist halt nicht so ausschlaggebend ! Die Grundlage für den Sieg wird in den ersten beiden Jahren gelegt. Wer dort nicht vernünftig spielt, kann auch mit einem Glücksgriff am Ende nicht gewinnen !

Atti

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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 31. Juli 2002, 18:05

Arne Hoffmann schrieb:

> :-) Aber hier geht es mehr um Gefuehl, als um
> Wahrscheinlichkeit, da es recht schwierig sein wird, die
> genauen Wahrscheinlichkeiten berechnen zu koennen.

Och, das ist nicht so schwierig. Man muss sich nur mal die Mühe machen eine Testreihe zu machen. Selbst mit recht kurzen Testreihen bekommt man schon ziemlich genaue Ergebnisse !

Atti

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Arne Hoffmann

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Arne Hoffmann » 31. Juli 2002, 19:25

Moin Attila!

Attila schrieb:
>
> Arne Hoffmann schrieb:
>
> > :-) Aber hier geht es mehr um Gefuehl, als um
> > Wahrscheinlichkeit, da es recht schwierig sein wird, die
> > genauen Wahrscheinlichkeiten berechnen zu koennen.
>
> Och, das ist nicht so schwierig. Man muss sich nur mal die
> Mühe machen eine Testreihe zu machen. Selbst mit recht kurzen
> Testreihen bekommt man schon ziemlich genaue Ergebnisse !

Wie Du aber schon selber sagst, sind das nur Testreihen.... Weit weg von Berechnungen. Sie können mir höchstens ein Gefühl geben. Außerdem müßte man nachhalten, wie man in den Turm wirft, Winkel, Geschwindigkeit, etc... Gut, das ist jetzt Erbsenzählerei... :-))

Letztendlich bleibt die Frage nach dem Nutzen :-) Ist doch auch nicht schlecht, wenn die Mitspieler ihre Erfolgswahrscheinlichkeiten unterschiedlich einstufen und sich somit evtl. anders verhalten als man selbst. Kann das Spiel nur interessanter machen.

Tschö,

- Arne - (versucht jetzt, aus Krabben und Paprika nen Abendessen zu improvisieren)

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Dieter Niehoff

Recht hat der Arne

Beitragvon Dieter Niehoff » 31. Juli 2002, 21:33

Arne Hoffmann schrieb:

>
> Darauf kommt es doch nur an

Das stimmt ............

Und daher ist mein Problem nur eine Kleinigkeit, die auch mir die Freude an diesem phantastischen Spiel um nix gemildert hat :-))

Dieter
(der sich fragt, warum denn niemand sich zu meinem "wirklichen FRISCHFLEISCH Problem" meldet.........)

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Dieter Niehoff

Der Steine-Reinwerfer

Beitragvon Dieter Niehoff » 31. Juli 2002, 21:36

Attila schrieb:

> Man kann ja auch ein Ritual draus machen wie man die Steine
> in den Turm wirft ! :-)

Und daher gibt es bei uns schon ab der ersten Partie den offiziellen Job des Wallenstein-Steine-Reinwerfers. Und diese verantwortungsvolle Arbeit wird nur dem Beliebtesten am Tisch übertragen;-)

Dieter

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Frank Biesgen

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Frank Biesgen » 1. August 2002, 12:15

Attila schrieb:

> Die Grundlage für den Sieg wird in den
> ersten beiden Jahren gelegt.

...nun, bei einem Spiel, das laut Regeln über 2 Jahre gespielt wird, wäre alles andere auch mehr als verwunderlich. :)

Oder habt ihr als Variante mal länger gespielt? Würde mich auch interessieren...

Gruß FBI

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Attila
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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 1. August 2002, 18:42

Frank Biesgen schrieb:

> > Die Grundlage für den Sieg wird in den
> > ersten beiden Jahren gelegt.
> ...nun, bei einem Spiel, das laut Regeln über 2 Jahre
> gespielt wird, wäre alles andere auch mehr als verwunderlich.
> :)

Was ich sagen will: Ein "Lucky-Punch" in Aussichtsloser Situation ist hier nicht möglich - in anderen Spielen soll es sowas ja geben. Man rackert sich ab und spielt und spielt und am Ende Gewinnt sowieso immer der, der in der Letzen Runde glück hatte.

> Oder habt ihr als Variante mal länger gespielt? Würde mich
> auch interessieren...

Nö, leider wollte noch keiner mit mir eine schöne taktische Variante austesten ! :-)

Atti

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Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Attila » 1. August 2002, 18:48

Arne Hoffmann schrieb:

> > Mühe machen eine Testreihe zu machen. Selbst mit recht kurzen
> > Testreihen bekommt man schon ziemlich genaue Ergebnisse !
> Wie Du aber schon selber sagst, sind das nur Testreihen....
> Weit weg von Berechnungen.

Wieso ? - Wenn ich eine Testreihe habe, dann kann ich daran die Wahrscheinlichkeiten bestimmen. Sie mögen zwar nicht auf den Prozentpunkt genau sein, aber um auszurechnen mit welcher Wahrscheinlichkeit ich einen Kampf gewinne, reicht das noch !

> Gefühl geben. Außerdem müßte man nachhalten, wie man in den
> Turm wirft, Winkel, Geschwindigkeit, etc... Gut, das ist
> jetzt Erbsenzählerei... :-))

? - Ich zähle einfach die Klötze durch, dann weiss ich wieviele im Turm sind !

> Erfolgswahrscheinlichkeiten unterschiedlich einstufen und
> sich somit evtl. anders verhalten als man selbst. Kann das
> Spiel nur interessanter machen.

Auf jedenfall ! - Andererseits gehört das überschlagen von Wahrscheinlichkeiten aber auch zum Handwerkszeug eines jeden Hobby-Strategen ! :-)
Wenn ich weiss, das ich nur 30% habe, das irgendwas nicht klappt, dann darf ich mich nicht beschweren wenn es nicht klappt ! - Und das tun viele aber (vermutlich weil sie nicht wusste wie schlecht ihre Chancen standen) ! :-)

Atti

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Re: Der Steine-Reinwerfer

Beitragvon Attila » 1. August 2002, 18:51

Dieter Niehoff schrieb:

> Und daher gibt es bei uns schon ab der ersten Partie den
> offiziellen Job des Wallenstein-Steine-Reinwerfers. Und diese
> verantwortungsvolle Arbeit wird nur dem Beliebtesten am Tisch
> übertragen;-)

Ist hier auch nicht anders, aber bei den wirklich WICHTIGEN Sachen, nehm ich die Sache dann selber in die Hand ! :-) Wenn ich weiss das viele von meinen im Turm sind, dann hau ich die was schwungvoller rein :-)

Würfel wären mir aber weitaus lieber, weil die Kämpfe dann taktischer wären !

Atti

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Arne Hoffmann

Re: RF: Wallenstein

Beitragvon Arne Hoffmann » 1. August 2002, 22:18

Attila schrieb:
> > Wie Du aber schon selber sagst, sind das nur Testreihen....
> > Weit weg von Berechnungen.
>
> Wieso ? - Wenn ich eine Testreihe habe, dann kann ich daran
> die Wahrscheinlichkeiten bestimmen. Sie mögen zwar nicht auf
> den Prozentpunkt genau sein, aber um auszurechnen mit welcher
> Wahrscheinlichkeit ich einen Kampf gewinne, reicht das noch !

Nun, wie ich schon sagte - sie können einem ein Gefühl vermitteln, nicht mehr und nicht weniger. Wie nah das an dem wirklichen Zustand liegt, kann man halt nicht berechnen (wage ich jetzt mal zu behaupten). Aber bei Wahrscheinlichkeiten ist das ja eh immer eine schwammige Sache - sie liefern einem nichts handfestes (außer bei Wahrscheinlichkeit 1 oder o ;-) ).

> > Gefühl geben. Außerdem müßte man nachhalten, wie man in den
> > Turm wirft, Winkel, Geschwindigkeit, etc... Gut, das ist
> > jetzt Erbsenzählerei... :-))
>
> ? - Ich zähle einfach die Klötze durch, dann weiss ich
> wieviele im Turm sind !

Mit Erbsenzählerei meinte ich jetzt nicht die Klötzchen. Vielmehr, daß man für zuverlässige Testreihen nachvollziehbare Bedingungn schaffen muß. Ich denke mal, daß es schon eine goßen Einfluß hat, ob ich die Würfel einfach von meiner Handfläche in den Turm rutschen lasse, oder ob ich sie mit Schmackes darein pfeffer :-)

> Auf jedenfall ! - Andererseits gehört das überschlagen von
> Wahrscheinlichkeiten aber auch zum Handwerkszeug eines jeden
> Hobby-Strategen ! :-)

Stimmt auch - das macht solche Spiele ja gerade interessant. Aber man sollte auch sehen, daß man nicht zuviel mit in seine Rechnung einbezieht. So denke ich, daß es bei Wallenstein ausreicht, eine grobe Übersicht über die Anzahl der am Kampf beteiligten Klötzchen zu haben. Nicht, ob sich die Mehrzahl vorher im Turm befindet oder mit hineingeworfen wird.

> Wenn ich weiss, das ich nur 30% habe, das irgendwas nicht
> klappt, dann darf ich mich nicht beschweren wenn es nicht
> klappt ! - Und das tun viele aber (vermutlich weil sie nicht
> wusste wie schlecht ihre Chancen standen) ! :-)

Murphy spielt eh gegen einen :-D

Tschö,

- Arne -


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