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Schachfigur im Sommerloch ausgegraben

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Günter Cornett

Schachfigur im Sommerloch ausgegraben

Beitragvon Günter Cornett » 31. Juli 2002, 12:28

Aktuelles schrieb:

> Bei Ausgrabungen im südlichen Albanien wurde vor zwei Wochen
> eine Schachfigur entdeckt. Sie wird auf das 6. Jahrhundert
> nach Christus datiert und ist damit älter als die anderen
> bisher in Europa entdeckten Figuren. Welche Auswirkungen das
> auf die Schachgeschichte hat, lesen Sie auf ...

Also wenn man von einer einzigen Figur auf ein ganzes Spiel schliessen kann: Für mich kann es genauso gut die Königsfigur aus 'El Grande' sein...

Wenn schon Schach dann ein Turm aus einem frühen Steck-Schachspiel. Einfach mal umdrehen das ganze! (Dass Theorien auf wackligen Füssen stehen, kann ich ja verstehen, aber Schachfiguren ?). Ist doch logisch, dass es sich um ein Reiseschach handeln muss, welches die Reisenden wieder mitgenommen haben. Sonst wären auch noch andere Figuren gefunden worden.

Jetzt kann Erich von Däniken wiedermal ne Lücke in seiner Theorie schliessen: Was taten die Astronauten-Götter, die aus purer Langeweile auf die erde kamen,um Pyramiden zu bauen, während der langen langweiligen Reise hierher ? Natürlich Schachspielen ! Dass man in der Schwerelosigkeit ein Steckschachspiel braucht, versteht sich auch von selbst (verschont mich mit künstlicher Gravitation, liebe Trekkies)

Und was für göttliche Flüche müssen das auf der Rückreise gewesen sein, als die Götter merkten, dass eine Figur fehlte...


Aber vielleicht ist die ganze Aufregung um das erste Schachspiel auf europäischem Boden übertrieben, und es handelt sich bei der ausgegrabenen Figur doch nur um einen einfachen Startspielerstein...

Gruß, Günter

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Brigitta Lindemann

Re: Schachfigur im Sommerloch ausgegraben

Beitragvon Brigitta Lindemann » 1. August 2002, 23:20

und damit dürfte an der Gründungslegende des Klosters Tegernsee vielleicht doch was Wahres dran sein: Zwei Vettern spielten Schach miteinander. Einer verlor und brachte den Sieger um. Der Vater des Getöteten gründete daraufhin das Kloster Tegernsee im Jahr 746. Somit wäre das Schachspiel viel früher in Europa bekannt gewesen, als der Spiegelartikel behauptet.
Brigitta

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Günter Cornett

Re: Schachfigur im Sommerloch ausgegraben

Beitragvon Günter Cornett » 2. August 2002, 14:42

Brigitta Lindemann schrieb:
>
> und damit dürfte an der Gründungslegende des Klosters
> Tegernsee vielleicht doch was Wahres dran sein: Zwei Vettern
> spielten Schach miteinander. Einer verlor und brachte den
> Sieger um. Der Vater des Getöteten gründete daraufhin das
> Kloster Tegernsee im Jahr 746. Somit wäre das Schachspiel
> viel früher in Europa bekannt gewesen, als der Spiegelartikel
> behauptet.

Wenn der eine den anderen tatsächlich mit einem Schachbrett erschlagen haben sollte (wie es in der Sage heisst), so ist dieses regelwidrige Mattsetzen IMHO gearde ein Beweis dafür, dass sie Schach zumindest nicht regelkonform gespielt haben. Damit handelte es sich um ein anderes Spiel.

Aber vermutlich waren sie auch nicht zu zweit sondern zu viert und spielten nicht Schach sondern Mönch-ärgere-dich-nicht.

Und was sich an einem bayerischen See abspielt (bzw. abgespielt haben soll) ist doch noch etwas anderes als 'in Europa bekannt'. ;-)

Gruß, Günter


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