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18xx-Spiele

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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peer

18xx-Spiele

Beitragvon peer » 30. September 2002, 14:51

Hi,
zwei Fragen an die 18xx-Kenner:
1.) Ich liebe diese Spiele! Aber sie sind natürlich recht lang und daher kann man (oder ich zumindest) nur selten spielen (Zeit- und Personalgründe), gibt es eine 18xx-Variante oder Szenario mit einer übersichtlicheren Spieldauer und ähnlichem Spielspass (und demselben Spielgefühl natürlich) wie die "vollen" 18xx?

2.) Ein Freund erzählt mir immer von der Ungarn-Variante - Ist sie gut oder nur kompliziert? Eure Meinungen?

3.) Stimmen die Gerüchte, dass das Indien-18xx wieder aufgelegt werden soll?

ciao,
Peer (hat zuletzt 1842 gespielt)

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Ronald Novicky

Re: 18xx-Spiele

Beitragvon Ronald Novicky » 30. September 2002, 15:26

peer schrieb:
> 1.) Ich liebe diese Spiele! Aber sie sind natürlich recht
> lang und daher kann man (oder ich zumindest) nur selten
> spielen (Zeit- und Personalgründe), gibt es eine
> 18xx-Variante oder Szenario mit einer übersichtlicheren
> Spieldauer und ähnlichem Spielspass (und demselben
> Spielgefühl natürlich) wie die "vollen" 18xx?
Tom Schöps' POWER RAILS ist eine 18xx Variante (basierend auf 1830) mit 10 verschiedenen Spielplänen, spielbar ab 2 Personen unter 3 Stunden (Regelkenntnisse und Erfahrung vorausgesetzt). Das Ding kriegst Du nur von ihm persönlich (ab besten in Essen fragen!). Vorsicht, er nimmt aber dafür ca. 100 Euro. Ausschneiden (und teilweise via Farbkopierer/Scanner) vergrössern musst Du selber :-)
Besser sind da die Mark Derrick Designs (18AL und 18GA, sowie 1851produziert von Chris Lawson).

>
> 2.) Ein Freund erzählt mir immer von der Ungarn-Variante -
> Ist sie gut oder nur kompliziert? Eure Meinungen?
Ich kenne nur Österreich-Ungarn (1837) von Lonny Orgler. Ist aber eher was längeres und für mehr als 4 Spieler.


> 3.) Stimmen die Gerüchte, dass das Indien-18xx wieder
> aufgelegt werden soll?
Habe ich von F.T. persönlich gehört. Allerdings, bei seinem Speed und seinen vorhaben (1825 Unit 2 und 183? (Irland)) wird's wohl noch dauern :-)

lg
Ronald.

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Helmut ohley

Re: 18xx-Spiele

Beitragvon Helmut ohley » 30. September 2002, 15:49

Hallo,
1835 ist eines der schnellsten, besten und kürzesten Spiele,
mit Lemmis Programm und der Einstellung Blitz dauert es gerade mal 1,5 Std. bei 3 Spielern. Ansonsten sind die Spiele von Mark Derick zügig zu spielen (finde aber daß dabei der Reiz der "grossen Spiele" nicht voll rüberkommt . 1837 Österreich-Ungarn ist ein sehr schönes Spiel aber wie schon gesagt eher von der langen Sorte.
Ciao
Helmut (der 1853 Indien nicht wirklich empfehlen kann)

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Michele Tucci

Re: 18xx-Spiele

Beitragvon Michele Tucci » 30. September 2002, 17:22


Hi,

was ist "Lemmis Programm" und wo kann man es beziehen?

Ciao
Michele

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peer

Re: 18xx-Spiele - Nachfrage

Beitragvon peer » 30. September 2002, 20:06

Hi,
danke erstmal für die Antwort! 1851 werde ich mal auf meine "Wenn Geld da ist"-Liste schreiben (Powerrails ist mir zu teuer). :-)

Ich habe wohl etwas ungeschickt formuliert - die zweite Frage hatte nichts mit der ersten zu tun. Ich will -unabhängig von der Spieldauer nd so- einfach eine Einschätzung von 1837 (ist doch das mit den Kohlezügen?). Ist es gut oder nur kompliziert? Das ist ja immer so ein bisschen die Frage, aber hier soll der (regel-) Aufwand sehr hoch sein - Lohnt er sich?

ciao,
Peer

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Ernst Knauth

Re: Lummerland

Beitragvon Ernst Knauth » 30. September 2002, 20:38

peer schrieb:
> zwei Fragen an die 18xx-Kenner:
> 1.) Ich liebe diese Spiele! Aber sie sind natürlich recht
> lang und daher kann man (oder ich zumindest) nur selten
> spielen (Zeit- und Personalgründe), gibt es eine
> 18xx-Variante oder Szenario mit einer übersichtlicheren
> Spieldauer und ähnlichem Spielspass (und demselben
> Spielgefühl natürlich) wie die "vollen" 18xx?

Da kommt mir doch sofort "Lummerland" in den Sinn. :-)
Leider musste ich feststellen, daß ich da Material dafür gar nicht habe.
Daher gleich die Frage, ob mir jemand gute Kopien zuschicken kann (natürlich gegen Kostenerstattung).

"Lummerland" ist, wenn ich mich recht erinnere, das kleinste 18xx überhaupt.
Ich glaube, es besteht nur aus 7 Plättchen und 2 Gesellschaften.
Wer kann es genauer beschreiben?

Gruss

Ernst

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Ronald Novicky

Re: Lummerland

Beitragvon Ronald Novicky » 1. Oktober 2002, 06:44

Ernst Knauth schrieb:
> "Lummerland" ist, wenn ich mich recht erinnere, das kleinste
> 18xx überhaupt.
> Ich glaube, es besteht nur aus 7 Plättchen und 2
> Gesellschaften.
> Wer kann es genauer beschreiben?
>
Lummerlands Plan ist 12 Hexes gross, die Tiles von 1830 werden verwendet (bis auf die Spezialtiles (B, NY), wenn ich mich recht erinnere). Das Spiel hat nur 2 Gesellschaften (+1e private). Auf dem Plan sind 2 grosse und zwei kleine Städte, sowie eine 00-Stadt.
Ich halte es aber eher für einen Gag, als für ein Spiel :-) Plan, Regeln und selbstgebastelte Aktien (BMP, DOC, XLS) kann ich gerne per eMail verteilen, wenn jemand daran interessiert ist.

Generell sind die 18xx Regeln zwar komplex, aber nicht kompliziert, sobald man einmal den Mechanismus kapiert hat. 1835 hat den Vorteil, dass es ein 'Beispielheft' beiliegen hat, in welchem die ersten paar Spielrunden nachgestellt wurden. Schätze, das hilft einem Anfänger. Besser ist es freilich, sind einmal in eine erfahrene Gruppe einzuklinken und sich das Spiel erklären zu lassen. Danach sollte es eigentlich keine Probleme mehr geben.

lg
Ronald.

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Helmut Ohley

Re: 18xx-Spiele

Beitragvon Helmut Ohley » 1. Oktober 2002, 08:09

Hallo,
Lemmi ist Dirk Clemens und er hat ein Verwaltungsprogramm für 18xx Spiele geschrieben. Spielt man mit dem Programm braucht man höchstens noch 50% der normalen Spielzeit. Allerdings will die Bedienung erst gelernt sein.
Näheres erfährst du unter:

www.fernuni-hagen.de/FTB/dc

Falls du Fragen dazu hast kannst du mich gerne an-mailen.
Ciao
Helmut

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Minivarianten

Beitragvon Ralf Arnemann » 1. Oktober 2002, 13:28

Lummerland ist wirklich die Minimallösung und eher als Gag zu verstehen.
Daneben gibt es noch Trinidad, Sizilien und die Pfalz-Variante, die alle drei mit recht wenig Gesellschaften (3-5) und überschaubarem Zeitbedarf zu spielen sind.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: 18xx-Spiele - Nachfrage

Beitragvon Ralf Arnemann » 1. Oktober 2002, 13:30

> Ich will -unabhängig von der Spieldauer nd so- einfach eine
> Einschätzung von 1837 (ist doch das mit den Kohlezügen?).
Genau das.

> Ist es gut oder nur kompliziert?
Im Prinzip beides.
Es ist schon Jahre her, daß ich es selber gespielt habe. Aber ich weiß, daß es bei durchaus verwöhnten 18xx-Freaks immer wieder mal auf den Tisch kommt - da scheint schon was drinzustecken.

Es scheint allerdings ein Problem mit der Bewertung der Vorbahnen zu geben, die sind offenbar zu stark für den Preis.

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Helmut Ohley

Re: 18xx-Spiele - Nachfrage

Beitragvon Helmut Ohley » 1. Oktober 2002, 14:07

Ob es ein Problem mit den Vorbahnen gibt, darüber streiten sich die Gelehrten,
hier gibt es einen versuch dieses Problem zu beheben.

home.netsurf.de/adam.romoth/18xx/18xxrest

Egal wie, 1837 ist ein schönes 18xx und noch zu haben.

Ciao
Helmut

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: 18xx-Spiele - Nachfrage

Beitragvon Werner Bär » 2. Oktober 2002, 18:52

> Ich will -unabhängig von
> der Spieldauer nd so- einfach eine Einschätzung von 1837 (ist
> doch das mit den Kohlezügen?).

Ja.

> Ist es gut oder nur
> kompliziert? Das ist ja immer so ein bisschen die Frage, aber
> hier soll der (regel-) Aufwand sehr hoch sein - Lohnt er sich?

Der Regelaufwand ist nicht soo hoch - die 1837-Regeln haben die 1835-Regeln (erste Auflage) als Vorlage genommen, die Änderungen sind kursiv gedruckt.

1837 ist im wesentlichen ein Bau-Spiel, weniger ein Aktien-Spiel. Wir hatten Partien, bei denen nicht mehr als 3-5 Aktien im gesamten Spielverlauf wieder verkauft wurden.

Es hat insgesamt 21 (!) bauende Kleinbahnen, die vor den 'grossen' Aktiengesellschaften ins Spiel kommen. Damit hat jeder von Anfang an etwas zu tun. Ausserdem wird durch diese Bahnen soviel Gesellschafts-Vermögen produziert, so dass man keine Angst haben muss, eine Pleite-Gesellschaft zu erben.

Zur Zeit ist es bei unseren 18xx-Spielern auf Platz 2 der Beliebtheit (nach 1870, was wiederum ein ganz anderes Spielgefühl hat)

Werner.


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