Anzeige

Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren
Benutzeravatar
JonTheDon

Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon JonTheDon » 10. Juli 2007, 08:33

Hallo,

ich hab mal eine Frage: Ich habe mir ein Spiel ausgedacht und würde gern wissen, ob ich die Idee irgendwie sichern muss, bevor ich mein Konzept an einen Verlag sende.

Wenn ja, wie macht man das und welche Kosten entstehen dabei?

Ihr seht, ich bin ein absoluter Neuling - die Fragen sind bestimmt schon oft gestellt worden.

Trotzdem liebe Grüße und vielen Dank

Jon

Benutzeravatar
Andreas Last

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Andreas Last » 10. Juli 2007, 08:42

Moin Jon,
ja, jeder Neuling macht sich genau diese Gedanken. Mir ging es nicht anders :-) Die Verlage gehen mit Eingesendeten Ideen im Allgemeinen sehr diskret um. Sie können es sich auch gar nicht leisten, Autoren zu verprellen. Was meinst du, wie schnell das hier publik würde ;-) Der Verlag würde sich damit nur selber das Wasser abgraben, weil dann alle anderen Autoren diesen Verlag auch meiden würden.

Ich hab bisher nur positive Erfahrungen gemacht, was die Sicherheit meiner eingesandten Spiele angeht, ohne dass ich irgendwelche Schutzvorkehrungen hätte treffen müssen. Wenn dir eine Maßnahme aber trotzdem lieber ist, kannst du dein Spiel bei einem Notar hinterlegen, was allerdings Kosten verursachen wird, oder dir selber per Einschreiben zuschicken und ungeöffnet lagern. Du bekommst dann ja einen Zettel, auf dem das Datum steht, an dem du das Einschreiben abgesendet oder empfangen hast, ganz genau weiß ich das jetzt nicht. Und sollte es zu einem Streitfall kommen, könntest du dann das Einschreiben unter entsprechender Aufsicht öffnen und so mit dem vorgelegten Datum beweisen, wann du das Spiel erfunden hast.

Aber wie gesagt, an sich sollte das alles unnötig sein.

Andreas

Benutzeravatar
Günter Cornett

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Günter Cornett » 10. Juli 2007, 10:03

Andreas Last schrieb:
>
> Moin Jon,
> ja, jeder Neuling macht sich genau diese Gedanken. Mir ging
> es nicht anders :-) Die Verlage gehen mit Eingesendeten Ideen
> im Allgemeinen sehr diskret um. Sie können es sich auch gar
> nicht leisten, Autoren zu verprellen. Was meinst du, wie
> schnell das hier publik würde ;-) Der Verlag würde sich damit

Kommt drauf an. Ganz so naiv wäre ich nicht mehr: http://www.spielbox.de/php/aktuell.php4?anz_id=1444
Und da gab es auch mal einen - recht unbekannten - Verlag, der sich von Autoren die Veröffentlichung hat finanzieren lassen, ohne dass die Veröffentlichung erfolgt ist. Wenn man das erfährt, die Betroffenen sich aber nicht trauen, dazu zu stehen, kann man auch nicht mal so einen Namen posten.

Zudem: wenn man im Forum postet, Verlag XY hat das Urheberecht verletzt, muss man das auch beweisen können, sonst ist solch ein beitrag - zu recht - schnell wieder gelöscht.

Allerdings habe ich auch keine Bedenken, ein Spiel an einen Verlag zu schicken, ohne mich vorher abzusichern. Wenn man das trotzdem machen will, gibt es z.B. folgende Möglichkeiten:

- Hinterlegung beim deutschen Spielearchiv
http://www.deutsches-spiele-archiv.de/ (bitte vorher mailen wegen der konkreten Konditionen. Weitere mögliche Stellen: Bayerisches Spielearchiv, österreichisches Spielemuseum, in den Niederlande gibt es glaube ich auch eine Stelle zur Hinterlegung. Die Kosten sind maximal zweistellig (und damit wohl etwas billiger als eine Hinterlegung beim Notar.

- Teilnahme an Spieleautorenwettbewerben
- Präsentation auf Spieleautorentreffen
(falls Geheimhaltung nicht so wichtig ist)


> verursachen wird, oder dir selber per Einschreiben zuschicken
> und ungeöffnet lagern. Du bekommst dann ja einen Zettel, auf
> dem das Datum steht, an dem du das Einschreiben abgesendet
> oder empfangen hast, ganz genau weiß ich das jetzt nicht. Und
> sollte es zu einem Streitfall kommen, könntest du dann das
> Einschreiben unter entsprechender Aufsicht öffnen und so mit
> dem vorgelegten Datum beweisen, wann du das Spiel erfunden
> hast.

Es dürfte dann schwer zu beweisen sein, wann du den Umschlag zugeklebt hast. ;-)
Er muss also an allen möglichen Öffnungsstellen einen Poststempel haben, besser: versiegelt sein.
Und du kannst den Brief nur einmal öffnen, mußt also die Öffnung wieder dokumentieren.

Kurz gesagt: Wenn es dir wichtig ist, du dann besser schlafen kannst, hinterlege das Spiel bei einem Spielearchiv oder Notar. Post wäre mir zu unsicher.

Gruß, Günter

Benutzeravatar
andreas schröter
Spielkind
Beiträge: 5

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon andreas schröter » 10. Juli 2007, 12:24

Hallo,
ich habe die Spielregeln für eines meiner Spiele noteriell hinterlegt. Das hat mich 30 Euro gekostet. Wäre aber für mehrere Spiele auf einmal auch nicht teurer geworden. Für meinen Notar wäre es (nach eigener Aussage) nur schwierig gewesen einen Prototypen bis 70 Jahre nach meinem Tod :cry: zu archivieren. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Veröffentlichung in der Zeitschrift "Spiel und Autor".
Hab ich auch schon zweimal gemacht. Die Kosten liegen (soweit ich mich erinnere) aber auch im zweistelligen Bereich.Um Geld zu sparen, "veröffentliche" ich die Regeln zu meinen neueren Spielen auf meiner Website und hoffe damit (bin mir aber nicht sicher) ausreichenden Urheberrechtsschutz zu haben.
Ich glaube, ich bin in den letzten Jahren in Bezug auf Ideenklau etwas gelassener geworden,diese Furcht ist, glaube ich typisch für Neulinge (ist jetzt nicht abwertend gemeint).Mein größtes Problem ist, dass ich einfach nicht genügend Zeit finde, permanent allen möglichen Verlagen meine Prototypen aufzudrängeln. Ich habe mal in einer Statistik gelesen, dass nur jeder hundertste aller eingesandten Prototypen als Spiel (und dann noch zum Teil stark redaktionell bearbeitet) veröffentlicht wird. Damit will ich Dir aber auf keinen Fall den Mut nehmen! :)))
Viele Grüße von Andreas

Benutzeravatar
JonTheDon

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon JonTheDon » 10. Juli 2007, 12:49

Also, weiter mit den blauäugigen Fragen:

Hab jetzt heute morgen einem Verlag eine Anfrage geschickt, ob ich ihm das Spiel per mail vorstellen kann und noch immer keine Antwort bekommen. :sad:

Bestimmt haut ihr euch schon alle auf die Schenkel vor Lachen, aber andererseits wart ihr doch auch aufgeregt, als ihr euer erstes Spiel an den Mann bringen wolltet, oder?

Gibt's also Tips, wie man das am Besten machen kann oder welchen Verlagen ich ein Spiel vorstellen kann und dabei auch noch mit einer Antwort rechnen kann?

Danke im Voraus

Jon

Benutzeravatar
Andreas Last

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Andreas Last » 10. Juli 2007, 12:53

Moin Jon,
mit einer Antwort auf deine Mail kannst du je nach Verlag noch bis zu ein paar Monaten warten. Du darfst nicht denken, dass da in eienm stillen Kämmerlein eni Mensch sitzt, der den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als auf deine Mail zu warten, damit er die dann sofort beantworten kann. Klingt jetzt ein wenig hart, aber so schnell kannst du wirklich keine Reaktion erwarten. Wenn in den nächsten Tagen etwas zurück kommt, ist das schon schnell. Hab also etwas Geduld. Menies Wissens bevorzugen die meisten Verlage einen Erstkontakt per Mail.

Andreas

Benutzeravatar
Günter Cornett

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Günter Cornett » 10. Juli 2007, 13:02

JonTheDon schrieb:
>
> Also, weiter mit den blauäugigen Fragen:
>
> Hab jetzt heute morgen einem Verlag eine Anfrage geschickt,
> ob ich ihm das Spiel per mail vorstellen kann und noch immer
> keine Antwort bekommen. :sad:

Hast du es denn an die Abteilung 'Wir warten auf Spielevorschläge von JonTheDon' geschickt? Zudem bedenke, dass in der JonTheDon-Abteilung während der Urlaubszeit nur 7 Leute arbeiten. :grin:


> Bestimmt haut ihr euch schon alle auf die Schenkel vor
> Lachen, aber andererseits wart ihr doch auch aufgeregt, als

Nein, keinesfalls :))
Würde mir nie einfallen :P

> ihr euer erstes Spiel an den Mann bringen wolltet, oder?
>
> Gibt's also Tips, wie man das am Besten machen kann oder
> welchen Verlagen ich ein Spiel vorstellen kann und dabei auch
> noch mit einer Antwort rechnen kann?

http://www.spieleautorenseite.de/verlage/index.html

Generell sollte man bei Emailanfragen nicht mit einer Antwort am selben Tag rechnen. Bei Spieleverlagen schon gar nicht. Wenn's gut läuft braucht es schon ein paar Tage. Bedenke bitte auch: Spieleverlage erhalten einige hundert bis über tausend Spielevorschläge im Jahr.

Gruß, Günter

Benutzeravatar
f-p-p-m
Kennerspieler
Beiträge: 420

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon f-p-p-m » 11. Juli 2007, 17:20

Es kann und wird eine ganze Weile dauern,bis Du von einem Verlag eine Antwort bekommst. Sollte dann die Spielregel zur Einsicht angefordert werden wird es noch etwas länger dauern bis dann endlich ein Prototyp angefordert wird. Die Testphase des Prototypen kann dann mal locker bis zu 10 Monaten dauern ( zumindest war das bei mir so ).

Geduld ist das oberste Gebot und am besten nicht zwischendurch ständig nach dem Stand der Dinge fragen, sondern einfach abwarten, drängeln könnte die Herrschaften nur nerven.

Und hier mal drei ( etwas überspitzt dargestellte ) Gründe, aus denen ein Spiel abgelehnt werden könnte ( mir so passiert ):

1. Ein Spieler könnte in Führung gehen.
2. Wenn sich ein Spieler zu dumm anstellt kommt er nicht mehr weiter.
3. Fahren Züge immer auf Schienen oder dürfen sie auch mal woanders lang ?

Spiele erfinden ist schon ein hartes Brot :grin:

Benutzeravatar
Kai Borschinsky
Kennerspieler
Beiträge: 154

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Kai Borschinsky » 12. Juli 2007, 10:22

generell kann man natürlich einen der genannten Wege gehen. Meine Erfahrung: Im Normalfall hat es nur mehr oder minder viel Geld gekostet und würde im Zweifel dennoch nicht als Beweis ausreichen.
Es ist schwer nachzuweisen, dass niemand anders eine identische Idee haben konnte.
Außerdem müßte man das vor Gericht auskämpfen, was noch mal viel Geld kostet. (Und für beide Seiten ein gewisses Risiko bedeutet.)

Andererseits muss ich mal sagen, dass ich mit keinem Verlag einen Vertrag über mein Spiel abschleßen würde, dem nicht nicht vertraue, dass er mit meinen Sachen ordentlich umgeht. Ohne Vertrauensbasis wird das für beide äußerst unbefriedigend.

Und aus meiner Redakteurserfahrung muss ich mal sagen, dass der kommunizierten Absicherungsgrad leider meist umgekehrt proportional zur Tauglichkeit des Spiels ist. Was zumindest für mich bedeutet, dass ich Vorschläge, die mit Notar oder ähnlichem drohen, deutlich wenige Aufmerksamkeit widme. Es ist eben auch nicht damit zu rechnen, dass später eine gute Zusammenarbeit zustande kommt, wenn man gleich initial das Gefühl hat, der Autor hält einen erst einmal für einen Dieb und Betrüger, dem man mit juristischen Keulen drohen müsse.

JonTheDon schrieb:

> Hab jetzt heute morgen einem Verlag eine Anfrage geschickt,
> ob ich ihm das Spiel per mail vorstellen kann und noch immer
> keine Antwort bekommen. :sad:

Versetze dich mal in den Redakteur hinein. Was meinst du, macht derden ganzen Tag über? Vor seinem Rechner harren und auf neue Vorschläge warten?
Es ist gerade Hauptferienzeit. Du hast gute Chancen, dass der zuständige Redakteur gerade im Urlaub ist. Im Moment is auch nicht gerade die Zeit, wo Verlage intensiv nach neuen Ideen suchen. Gerade ist eher die Phase, wo sie Ideen umsetzen.
Es ist normal, dass Antworten ein paar Tage bis Wochen dauern können. Es ist einfach so, dass die wenigsten Spielverlage wirklich viel Personal haben. Noch dazu erwartest du sicher, keine Standard-Absage zu erhalten, sondern dass sich da jemand mit auseinander setzt und überlegt, ob es vielleicht interessent sein könnte. Je mehr Aufmerksamkeit du erwartest, desto mehr mußt du damit rechnen, dass so was auf einen passenden Moment verschoben wird. Wenn Zeit ist.

> Gibt's also Tips, wie man das am Besten machen kann oder
> welchen Verlagen ich ein Spiel vorstellen kann und dabei auch
> noch mit einer Antwort rechnen kann?

Du kannst bei jedem Verlag mit einer Antwort rechnen. Du kannst bei fast keinem mit einer positiven Antwort rechnen. Nicht weil denen deine Nase nicht paßt, sondern weil von 100 Einsendungen vielleicht 1 veröffentlicht wird. (Wovon sich ca. 40 als Madini-und weiter 50 als Gänsespiel-Varianten herausstellen.) Du erhöhst deine Chancen immens, wenn du dir einfach anschaust, ob dein Spiel wirklich zu dem Verlag paßt. Und du erhöhst deine Chancen, wenn das Spiel vorher bereits auf Herz und Nieren getestet worden ist und zwar nicht nur von deinen Freunden und deiner Familie, sondern auch von Leuten, dir nicht mit Kritik sparen. Du erhöhst deine Chacnen immens, wenn du noch dazu einen bestimmten Markeingtrend triffst. Wenn grad überall Sudoku-Klone gesucht werden, dann haben solche Spiele halt deutlich bessere Chancen. ;)

Benutzeravatar
Heinrich Glumpler

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Heinrich Glumpler » 12. Juli 2007, 10:46

Hi,

JonTheDon schrieb:
>
> Also, weiter mit den blauäugigen Fragen:
>
> Hab jetzt heute morgen einem Verlag eine Anfrage geschickt,
> ob ich ihm das Spiel per mail vorstellen kann und noch immer
> keine Antwort bekommen. :sad:

ups - ich dachte, alle würden dich missverstehen (immerhin hast du "blauäugig" geschrieben). Ich dachte ernsthaft, du hättest dich bei dem ":sad:" vertippt.

Genug der Häme ;-) - ich hab schon ein wenig Erfahrung mit Verlagen und - ohne jetzt weiter drüber nachzudenken - kalkuliere ich etwa einen Monat für die Beantwortung einer solchen Anfrage ein.

Wenn bis dahin nix passiert ist, frag ich noch mal nach und hake es nach dem zweiten Monat ab, wenn wieder nix kommt.

Grüße
Heinrich

P.S.: Die Smilies sind immer noch etwas merkwürdig:

Test:
Ich bin stinkig: :-((
Ich bin traurig: :-(
Ich lache lauthals: :-))

Benutzeravatar
Günter Cornett

Re: Spielidee - sichern vor Einsendung bei Verlag?

Beitragvon Günter Cornett » 12. Juli 2007, 11:55

Kai Borschinsky schrieb:
>
> generell kann man natürlich einen der genannten Wege gehen.
> Meine Erfahrung: Im Normalfall hat es nur mehr oder minder
> viel Geld gekostet und würde im Zweifel dennoch nicht als
> Beweis ausreichen.

Eine Hinterlegung bei einem Notar sollte als Beweis ausreichen, dass das Spiel zu einem bestimmten Zeitung in dieser Form existierte. Ob eine Hinterlegung bei einem der Spielearchive unanfechtbar ist, weiss ich nicht, aber ich denke, das tut es genauso gut.

> Es ist schwer nachzuweisen, dass niemand anders eine
> identische Idee haben konnte.

Ideen sind nicht schützbar. Wir reden hier von Spielen. ;-)

Wenn man nachweisen kann, dass man zum Zeitpunt x der Urheber des Spieles ist, braucht man nicht nachzuweisen, dass ein anderer nicht ein gleiches Spiel schaffen könnte.

Wenn es so trivial ist, dass jeder drauf kommt, hat es wohl keine ausreichende Schöpfungshöhe. Wenn es nicht trivial ist, dann muss der andere beweisen, dass es sich um eine Doppelschöpfung handelt. Das ist der Sinn einer solchen Hinterlegung (sowie des Copyrightzeichens + Jahreszahl bei Büchern).

> Außerdem müßte man das vor Gericht auskämpfen, was noch mal
> viel Geld kostet. (Und für beide Seiten ein gewisses Risiko
> bedeutet.)

Ja, Urheberrechtsstreitigkeit sind teuer. Eine Hinterlegung in einem Spielearchiv kann einen solchen Rechtsstreit überflüssig machen.

> Andererseits muss ich mal sagen, dass ich mit keinem Verlag
> einen Vertrag über mein Spiel abschleßen würde, dem nicht
> nicht vertraue, dass er mit meinen Sachen ordentlich umgeht.
> Ohne Vertrauensbasis wird das für beide äußerst unbefriedigend.

Wenn ein neuer Autor einen Verlag nicht kennt, woher soll denn das Vertrauen kommen? Es ist in anderen durchaus so, dass Urheberechtsverletzungen an der Tagesordnung sind.

> Und aus meiner Redakteurserfahrung muss ich mal sagen, dass
> der kommunizierten Absicherungsgrad leider meist umgekehrt
> proportional zur Tauglichkeit des Spiels ist. Was zumindest
> für mich bedeutet, dass ich Vorschläge, die mit Notar oder
> ähnlichem drohen, deutlich wenige Aufmerksamkeit widme. Es

Jo, ist nachvollziehbar. Ich habe da auch schon Merkwürdigkeiten erlebt, soll durch halb Deutschland fahren, um mir das Spiel im Wert von Millionen anschauen.

Nun, solche Fälle verweise ich dann - wohl erfolglos - u.a. an das Forum bzw. an Spieletestgruppen vorort.


> ist eben auch nicht damit zu rechnen, dass später eine gute
> Zusammenarbeit zustande kommt, wenn man gleich initial das
> Gefühl hat, der Autor hält einen erst einmal für einen Dieb
> und Betrüger, dem man mit juristischen Keulen drohen müsse.

Der Autor ist unsicher, weiß es nicht. Es geht schließlich auch um Geld. Und dass es bei der Fülle der Verlage keinen Verlag gäbe, der Autoren bewusst über den Tisch zieht, kann ich auch nicht guten Gewissens behaupten. Man schützt sich dagegen, in dem man Kontakt zu anderen Autoren sucht, 'dumme' Fragen im Forum stellt oder als SAZ-Mitglied sich an die AG Vertrag wendet.

Es sind jedenfalls nicht wenige Autoren, die sich Gedanken darüber machen: was passiert mit meinem Spielevorschlag, wenn ich einem Verlag mein Werk anvertraue. Das da viel Unsicherheit vor allem bei neuen Autoren dabei ist, liegt in der Natur der sache. Ebenso dass es Redakteure verständlicherweise annervt, immer wieder mit Mißtrauen konfrontiert zu werden. Aber das gehört zu ihrem Job.

Gruß, Günter


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 18 Gäste