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Frage zum Urheberrecht

Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren
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Schmagauke
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Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Schmagauke » 18. Januar 2008, 01:21

Hallo.

Ich bastel seit einiger Zeit an einem Strategiespiel und freue mich über meine Fortschritte und darüber, wie so etwas sich verselbständigen kann.

Nun ist mir vorhin irgendwann klar geworden, daß mein Spiel mittlerweile in ein paar Punkten dem Spiel "Kings&Things" ähnelt.
Zwar nur sehr wenig und im großen und ganzen gesehen wieder überhaupt nicht, aber da ich beabsichtige, das Spiel fertig zu entwickeln und Verlagen vorzustellen, möchte ich von vornherein auf Nummer sicher gehen.

Wo bekomme ich Informationen zu dem Thema her?
Gibt es überhaupt allgemeine Infos, oder ist das immer eine Sache des Einzelfalls?
Ab wann hat man überhaupt eine Idee "geklaut"?
usw usf


Ich habe zwar nix aus "Kings&Things" geklaut, aber vorhin (nach über einem Monat Arbeit...) ist mir aufgefallen, daß mir das bei der ein oder anderen Kleinigkeit schon unterstellt werden könnte, daher bitte ich hier um Hilfe bzw Rat.

Vielen Dank schon im Vorraus,
MfG
Schmagauke

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Andreas Last

Re: Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Andreas Last » 18. Januar 2008, 01:57

Am Ende könnte so ziemlich alles irgendwo geklaut sein. Das meiste hat es schon mal in irgendeiner ähnlichen Form irgendwo gegeben.

Ich denke, du brauchst dir da keine Sorgen zu machen. Ähnlichkeiten kann man immer finden. Das hat nichts zu sagen. Lies dir einfach mal diese Rezi zu Cuba durch: http://www.hall9000.de/php/rezi.php?rezi=3390
Und da meckert auch keiner ;-)

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raccoon
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Beiträge: 804

Re: Frage zum Urheberrecht - Spielgefühl

Beitragvon raccoon » 18. Januar 2008, 11:37

Hallo Schmagauke,

Andreas hat ja schon geschrieben, dass Teilelemente sich immer ähneln können, was an für sich kein Problem darstellt.

In der Literatur und auch von manchen Spieleautoren wird etwas schwammig vom "Spielgefühl" gesprochen, das trotz gleicher/ähnlicher Mechanismen ein anderes sein kann, und wenn unterm Strich ein anderes Spielgefühl entsteht, so handelt es sich doch um ein neue Spiel - auch wenn Du in Deinem Spiel den Mörderwaschbär aus K&T geklaut haben solltest ;) .

Gruß

raccoon

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Peter Gustav Bartschat

Re: Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 18. Januar 2008, 13:14

Hallo, lieber Schmagauke,

wie weit geht die Ähnlichkeit denn?

Ist das so etwas wie "Junge trifft Mädchen", wobei sich "Romeo und Julia" und "Der letzte Mohikaner" ähneln?

Oder eher so etwas wie "Die ganze Menschheit wurde durch einen Virus in Monster verwandelt, nur ein normaler Mensch lebt noch in New York, fährt tagsüber allein durch die menschenleere Stadt und forscht nachts in seinem verbarrikadierten Haus an einem Gegenmittel, bis er plötzlich doch noch auf andere normale Menschen trifft, mit denen er aber nach der langen Einsamkeit nicht mehr so gut zurecht kommt", wobei sich "Der Omega Mann" und "I Am Legend" ähneln?

Irgendwo dazwischen liegt die Grenze, die ein eigenständiges Werk von einer Neubearbeitung unterscheidet - aber wo sie genau liegt, darüber wird bisweilen teuer und lange vor Gericht gestritten.

Wenn du tatsächlich nach ersten Informationen suchst und bisher noch nicht selbst recherchiert hast, empfehle ich dir einen Blick in die Wikipedia unter dem Stichwort "Urheberrecht", dort findest du auch Hinweise auf weiterführende und vertiefende Literatur.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Schmagauke
Brettspieler
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Re: Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Schmagauke » 19. Januar 2008, 11:39

Danke schonmal für die Antworten.
Das Spielgefühl dürfte ein vollkommen anderes werden, in der Hinsicht wird es keinerlei Ähnlichkeit mehr haben.

Die Ähnlichkeiten sind eigentlich nur:
-Wird auch auf Hexfeldern gespielt.
-Die Spielzugabfolge ähnelt sich.
-Das Ziel des Spiels (baue XY).

Die Spielzugabfolge ähnelt sich allerdings sehr.
Was sich aber zwangsläufig so entwickelt, da eine andere Reihenfolge der einzelnen Phasen keinen Sinn ergäbe :)

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Peter Gustav Bartschat

Re: Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 19. Januar 2008, 13:52

Hallo, lieber Schmagauke,

wenn ich dich recht verstehe, dann liegen die stärksten Parallelen in der Reihenfolge, in der die Spieler in ihrem Zug bestimmte Aktionen ausführen können.

Die Benutzung von sechseckigen Feldern und die Zielsetzung, etwas zu bauen, kann man vermutlich außer Acht lassen: Das ist eher "spielerische Grammatik" (etwa so, wie "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" und "Der Schatz im Silbersee" dieselben Interpunktionsregeln verwenden).

Jetzt ist mein Tipp an dich: Durchdenke nicht nur die Reihenfolge der Aktionen in deinem Spielzug gründlich, sondern das Möglichkeiten der Spieler, ihr Ziel zu erreichen, insgesamt. Ich glaube gern, dass eine andere Reihenfolge eventuell nicht sinnvoll ist: Wenn man einen Produktionsprozess simuliert, dann muss man halt bestimmte Schritte in einer bestimmten Reihenfolge ausführen.

Aber: Vielleicht kannst du diesen Aspekt ja PRINZIPELL anders lösen, in dem du damit experimentierst, irgend etwas einfach wegzulassen.

Ein Beispiel: "Through the Ages" hat einige Parallelen zu "Advanced Civilization" - aber durch die Entscheidung, in einem Kultur-Entwicklungs-Spiel erstmals die bis dahin immer übliche Landkarte als Spielfläche wegfallen zu lassen, sind die Spiele doch sehr unterschiedlich geworden.

Vielleich gibt es ja eine Möglichkeit, einen Aspekt, der dir bisher immer wichtig erschien, doch zu streichen, wodurch sich der Zwang zur Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge im Umgang damit erledigen würde?

Das nur als allgemeine Überlegung: Mehr kann man ohne Detailkenntnis nicht darüber sagen.

Sicher ist nur eines: Wo es keine Parallelen gibt, da kann es auch keine Probleme mit dem Urheberrecht geben.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Schmagauke
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Re: Frage zum Urheberrecht

Beitragvon Schmagauke » 19. Januar 2008, 14:52

Reduzieren kann ich nicht weiter.
Ich habe schon etliche Dinge geändert und weggelassen (schon bevor mir Ähnlichkeiten aufgefallen sind).
U.a. deswegen, weil das Spiel sonst etwas viel auf einmal wäre. Ich habe quasi Ideen rausgenommen, die nochmal für 1-2 Erweiterungen reichen würden.

Die 1. Phase ist gleich:
Ereignisse.
Wenn man Ereignisse einsetzt, die eine ganze Spielrunde beeinflussen sollen, muß man sie zwangsweise als erste Phase einsetzen.

Die 2. Phase ist ähnlich:
Man bekommt eine Art Einkommen. Klar, soll man in der Runde irgendwelche Aktionen machen können, braucht man dafür vorher Gold/Aktien/Holz/ein-Pfund-Gehacktes oder was auch immer im jeweiligen Spiel benötigt wird, es ist schwierig, an so etwas herum zu ändern.

Andererseits...
...hast Du mich gerade auf eine Idee gebracht :)
Ich könnte da tatsächlich etwas ändern, das gäbe den Spielern einen weiteren Aspekt, den es jede Runde zu berücksichtigen gilt, immerhin wird es ja ein Strategiespiel.

Danke erstmal, durch Deine Antwort bin ich soeben auf eine prima Idee gekommen, die werde ich jetzt mal durchdenken :)

MfG
der Schmagauke


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