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[Angespielt] Finca

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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El Grande
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[Angespielt] Finca

Beitragvon El Grande » 21. Juli 2010, 21:05

Finca

finca.jpg



Autor: Ralf zur Linde / Wolfgang Sentker
Verlag: Hans im Glück
Spieler: 2-4
Dauer: 45 min
Alter: 10+
Grafik: Franz Vohwinkel
Jahrgang: 2009

Wie gefällt es euch und warum? Was ist gut, was schlecht? Findet ihr die SpieLama-Rezension mit einer 4/6 gerechtfertigt?



Mein Meinung zu Finca:

Als ich die Rezension von Ben sah war ich erst einmal überrascht. Die echt richtig schöne Gestaltung (Früchte, Spielplan, Plättchen) hat mich vollkommen darüber weggetäuscht, dass das Thema zugegebenermaßen etwas aufgesetzt ist. Doch da ich es von selbst nicht gemerkt hätte, - und ich habe es schon öfter gespielt - werte ich das mal nicht als negativ. Die Bunte Täuschung hat funktioniert ;)

Trotzdem gebe ich dem Spiel nur 4/6 Punkte, da ich auch die Schwäche der Glücksabhängigkeit sehe oder vielmehr in der geringen Planbarkeit. Jeder Spieler kann jeden Plan mit einem Zug über den Haufen werfen. Sprich, man kann oft erst richtig planen wenn man an der Reihe ist.
Dies führte bei uns häufig zu Grübelattacken.

Weiter artet das Spiel am Ende, gerade wenn man es so taktisch wie möglich spielen möchte, in eine blöde Rechnerei aus.
Ich finde hier bräuchte es entweder eine Siegpunktleiste (Kramerleiste wie ich lernen durfte) oder die Regel, dass die Spieler ihre Punkte einfach verdeckt ablegen und am Ende ausgewertet wird. Bei zweiterem würde es natürlich dann mit den Sonderplättchen schwierig und das gesamte Spiel würde nicht mehr so funktionieren wie es konzipiert ist. Denn wie soll man den Gegner stören oder ihm gezielt zuvorkommen, wenn man nicht weiß welche Plättchen er bereits hat.

Wenn man aber sehen kann was der Gegner hat, geht zwangsläufig die Rechnerei los. Hierbei kann bedacht werden, welche Punkte man dem Gegner noch wegschnappen kann, oder ob man das Spiel beendet oder nicht. Wär ja doof zu beenden, wenn man gerade hinten liegt etc. :D
Da die Summen dann doch ganz schön ansteigen, wird das Rechnen anstrengend. Gerade bei 3 oder 4 Spielern.

Absolut Genial, ja GENIAL, finde ich den Windradmechanismus. So einfach und doch so tief. Hier gilt es nämlich nicht nur zu überlegen welcher Zug für mich der günstigste ist, sondern auch welche Vorteile der Gegner davon hat. Ben hat recht, dass es dann beim Doppelzug wirklich extrem schwierig ist, die optimale Nutzung zu finden. Da kann schon mal der Kopf rauchen. Das Plättchen weglassen finde ich ne gute Idee. Bei Fortgeschrittenen jedoch kann man es schon hinzuziehen.

Ich denke das Spiel sollte mit einem guten Schuss Intuition und weniger Strategie angegangen werden. Dann verspricht es kurzweiligen, flüssigen Spielspaß.
Zuletzt geändert von SpieLama am 29. April 2014, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Sven K.
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RE: Finca

Beitragvon Sven K. » 29. April 2011, 15:43

Ich hatte die Tage das Vergnügen FINCA spielen zu können. Mein Fazit ist, dass es ein schönes, leichtes Familienspiel mit sehr schönen Komponenten ist. Wer auch gerne "leichtere" Kost mag, findet bei FINCA eine schönes Abwechslung zu den sonst üblichen Spielemechanismen.

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RE: Finca

Beitragvon El Grande » 22. August 2011, 08:29

Finca ist bei uns derzeit ein Dauerbrenner und von daher hat sich meine Meinung ein wenig geändert. Je öfter ich es spiele umso mehr Möglichkeiten entdecke ich auf das Spiel Einfluss zu nehmen. Meine Gewinnquote liegt derzeit bei über 60 %. Und das zeigt schon, das der Glücksfaktor nicht so hoch ist, wie ich anfangs dachte. Vor allem das richtige Timing und der Blick auf die Auslagen der Gegner (gerade auch wenn es um die Wertungsplättchen der Finca geht) spielt eine große Rolle.

Die Rechnerei die ich anfangs kritisierte macht für mich jetzt irgendwie den Reiz aus und wenn die Spieler ihre Plättchen ordentlich auslegen (am besten sortiert in Reihen) reicht oft schon ein Blick um meine Punkte mit denen des Gegners zu vergleichen.

Würde das Spiel jetzt mit 5/6 einstufen.

(Nur so als Nachtrag meinerseits)
Zuletzt geändert von El Grande am 22. August 2011, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.

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RE: Finca

Beitragvon lueg » 23. August 2011, 09:41

Erfreulich zu sehen, dass sich Meinungen und Ansichten zu einem Spiel auch mal ändern können.
Danke Basti für den Mut und die Mühe, uns einen solchen Nachtrag zukommen zu lassen.
Zuletzt geändert von lueg am 23. August 2011, 09:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [Angespielt] Finca

Beitragvon SpieLama » 13. Februar 2018, 22:58

Franjos will das 2009 erschienene Spiel Finca neu aufgelegen. Das Kickstarter-Projekt läuft bis zum 14. März 2018. Ihr findet es unter https://www.kickstarter.com/projects/85 ... ts?lang=de.

franjos hat geschrieben:Die ursprüngliche Ausgabe (vom Hans im Glück-Verlag) zeichnete sich auch durch ein außergewöhnlich schönes Spielmaterial aus: alle Früchte waren aus Holz gefertigt. Wenn das Kickstarter-Projekt alle seine Stretch-Goals erreicht, wird es bei der Ausstattung noch einmal eine Verbesserung geben. Das Kickstarter-Projekt läuft bis zum 14. März 2018. Bis dahin können Interessierte das Spiel per Crowdfunding unterstützen.

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Re: [Angespielt] Finca

Beitragvon Axel Bungart » 19. Februar 2018, 16:38

Ich bin vor allem überrascht, dass Finca jetzt in der Spieleschmiede erneut aufgelegt werden soll. Und das völlig unverändert. Also Entwicklungskosten Null, Risikobereitschaft Null. Kann dem nichts abgewinnen.
Gruß
Axel

Heute schon im www.reich-der-spiele.de gestöbert?

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Re: [Angespielt] Finca

Beitragvon franjos-FJH » 27. Februar 2018, 12:05

Axel Bungart hat geschrieben:Ich bin vor allem überrascht, dass Finca jetzt in der Spieleschmiede erneut aufgelegt werden soll. Und das völlig unverändert. Also Entwicklungskosten Null, Risikobereitschaft Null. Kann dem nichts abgewinnen.

Nicht in der Spieleschmiede sondern bei Kickstarter. Aber ja, über Crowdfunding.
Völlig unverändert nein, wenn die Stretch-Goals erreicht werden. Entwicklungskosten Null --> nein. Risikobereitschaft Null --> nein. Ohne Risikobereitschaft geht sowas nur, wenn man im Vorfeld einen Abnehmer hat, der einem so ein Projekt komplett vorfinanziert und auch die Abnahme garantiert. Dann ist aber ein Crowdfunding überflüssig.

Franz-Josef Herbst, franjos


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