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[Angespielt] Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist da passiert?)

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Kyula
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[Angespielt] Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist da passiert?)

Beitragvon Kyula » 4. November 2015, 04:18

Die Meinungen zu Hengist sind ja leider nicht mal durchwachsen sondern Mehrheitlich negativ. Ich habe bisher eine Person gefunden, die meinte ihr würde das Spiel Spaß machen, die meisten Kommentare die ich gelesen habe sehen in etwa so aus: Auf der Messe gekauft, 2-3 gespielt, danach ungläubig verkauft.

Ich habe das Spiel mittlerweile auch ausprobieren können. Vor der Messe wusste ich gar nichts darüber, außer dass es ein neues kleines Zweipersonenspiel von Uwe Rosenberg ist. Jetzt fragt man sich, wie sowas passieren kann.
Ich habe dazu natürlich ein Video gedreht:
https://www.youtube.com/watch?v=Z6CyJaBQe2M

Die Kommentare auf Boardgamegeek zu dem Spiel gehen mehrheitlich in eine ähnliche Richtung: https://boardgamegeek.com/video/82355/h ... nttauschun

Habt ihr es schon gespielt? Wie fandet ihr es?
Falls es euch Spaß gemacht hat: Was genau fandet ihr daran spaßig und unterhaltsam?
Mich würden da echt weitere Meinungen interessieren.
Zuletzt geändert von Kyula am 5. November 2015, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.

Sascha 36

Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon Sascha 36 » 4. November 2015, 09:44

Vielleicht ist Hengist ein Rosenberg Spiel was einfach nicht für die typischen Rosenberg Vielspieler gemacht ist, sondern eher sogar jüngeres Publikum ansprechen soll. Könnte mir vorstellen das das in die Gold Ahoi Richtung geht, was ich bis heute nicht gut finde.
Das die Look Out Leute einfach ein Spiel auf den Markt schmeißen welches sie selber nicht gut finden und dabei nur auf den berühmten Autoren Namen setzen kann ich mir nicht vorstellen.
Frag doch mal im Lookout Forum was die zu dem Spiel sagen?

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Greifwin
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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon Greifwin » 4. November 2015, 11:23

Als schlecht würde ich Hengist nicht bezeichnen. Es ist einfach nicht das, was man sonst so von Rosenberg gewöhnt ist - wie Sascha schon richtig sagte. Habe es die Tage hier über das Forum bezogen, da meine Freundin es haben wollte (auf Grund der Erfahrung Patchwork) und ich es auf der Messe leider vergessen hatte..

Wir haben Sonntag die ersten Partien gespielt und es macht Spaß. Die Mechanismen sind recht "simpel" und unkompliziert, man kann es grundsätzlich in zwei Minuten erklären und los spielen, sag ich mal. Gibt aber auch durchaus taktische Überlegungen (im weitesten Sinne), grade durch die Entdeckungskarten und die Mechanik die dran hängt.
Es ist aber auf jeden Fall einfacher gestrickt als andere Rosenbergtitel und wenn man mit der falschen Erwartung rangeht, kann man vermutlich nur enttäuscht werden. Für zwischendurch ist es auf jeden Fall nicht verkehrt, wird in der Sammlung bleiben und eine Abwechslung zu Patchwork sein. :)

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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon Foamheart » 4. November 2015, 11:59

Nach eigener Auskunft hatte Uwe Rosenberg das Spiel fast 15 Jahre in der Schublade. Er hält es selbst für kein typisches Uwe-Rosenberg-Spiel. Es scheint sich um einen Lückenfüller zu handeln, weil "Ein Fest für Odin" länger brauchte.

Siehe das Dice-Tower-Interview von Jason Levine mit Uwe: https://www.youtube.com/watch?v=vswmuhw ... u.be&t=684

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ode.
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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon ode. » 4. November 2015, 13:01

Lückenfüller ist vielleicht falsch ausgedrückt. Es ist eben ein Spiel und es passt in die 2er-Reihe von Lookout. Es ist vielleicht aufgefallen, dass sich Lookout immer mehr auch in die Familienspiele-Ecke begibt. Es ist kein Zufall, dass die 2er-Reihe ähnlich konzipiert ist wie die von Kosmos damals. Gold Ahoi, Hengist, Trambahn, Patchwork... Alles leichtere Familienspielkost. Dazwischen dann etwas anspruchsvollere Spiele wie das Agricola-2er und Le Havre-2er.

Es kann ja allein deshalb ein Lückenfüller für das nicht fertig gewordene Odin-Spiel sein, weil eben jenes Spiel bei einem ganz anderen Verlag erscheint. Es ist vielleicht ein Lückenfüller für Uwe Roseenbergs Ludographie... Aber es ist sicher auch kein Lückenfüller, weil es nicht möglich wäre ein Spiel innerhalb weniger Wochen fertig zu machen, weil man gemerkt hat, dass OdinsDingen nicht fertig wurde...

Insofern: Nicht so viel bei denken. Spiel mögen oder auch nicht. Fertig.

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Der Siedler
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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon Der Siedler » 4. November 2015, 13:26

Für "Spiel mögen oder auch nicht" bräuchte man keine Spielerezensenten, und dieses Forum noch viel weniger. Es ist ja hier nicht so, dass Kyula das Spiel einfach keinen Spaß macht, sondern dass er sich nichtmal im Geringsten vorstellen kann, wie das Spiel überhaupt irgendjemandem Spaß machen kann! Das ist dann doch schon ein Punkt, über den man mal diskutieren dürfen sollte.
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Ganz aktuell: Bericht #72 vom 26.4. - Mal wieder gespielt: Die Staufer

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Kein toller Heng(i)st

Beitragvon zuspieler » 4. November 2015, 14:27

Guido Heinecke ist von dem Spiel ebenfalls nicht begeistert.

Guido Heinecke hat geschrieben:Habe ich nicht irgendwo mal geschrieben, dass ich nur die guten Spiele - quasi als Empfehlung - rezensiere? Dass ein schlechtes Spiel schon allein durch Nichtbeachtung abgestraft wird? Falsch. Ich hab nämlich Hengist gespielt.

Den kompletten Artikel finden Interessierte unter http://de.trictrac.net/news/kein-toller-heng-i-st.

Stefan Stadler
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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist das passiert?)

Beitragvon Stefan Stadler » 4. November 2015, 15:14

Hallo,

es ist doch ganz einfach: Spiele sind Geschmacksache. Auch beim beliebtesten Spiel gibt es garantiert irgendwo einen Spieler, dem es keinen Spaß macht. Genauso auch umgekehrt. Die Frage "Wie KANN dieses Spiel jemandem Spaß machen?" ist also eigentlich Quatsch: Ich kenne viele, denen das Spiel Spaß gemacht hat und immer noch gefällt. Aber über was sollte man da diskutieren? Haben die Spieler etwa etwas falsch gemacht, wenn Ihnen das Spiel gefällt? Oder diejenigen, die das Spiel nicht mögen, keine Ahnung? Natürlich keines von beiden, es gibt eben Fans für unterschiedliche Spielarten, auch für ganz einfache Kartenspiele mit einem relativ hohen Glücksanteil.
Guido gehört leider nicht dazu, ebenso einige Spieler aus den diversen Foren. Damit kann ich leben. Schließlich treffen sich eher "Experten" in den Foren. Unter den "Gelegenheitsspielern" (aber auch unter "Vielspielern") gibt es viele, die "Hengist" mögen.
Probiert es selbst aus, dann könnt ihr ja sehen, ob das Spiel euren Geschmack trifft - oder eben nicht.

Herzliche Grüße,

Stefan Stadler
Lookout Spiele

Guido Heinecke
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Re: Hengist reimt sich auf M....? (oder: Was ist da passiert?)

Beitragvon Guido Heinecke » 5. November 2015, 15:56

Danke für den Link, Sebastian. Ich freue mich immer, wenn mehr als die üblichen 25 vorbeischauen.
:-)


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