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Spiel des Jahres 2015

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SpieLama
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Spiel des Jahres 2015

Beitragvon SpieLama » 18. Mai 2015, 12:25

Die Jury hat gesprochen, hier die nominierten und empfohlenen Spiele.



Spiel des Jahres 2015: Nominierungsliste

The Game
  • Begründung der Jury: Dieser Minimalismus begeistert! Mit rund 100 Karten und wenigen Regeln erschafft Autor Steffen Benndorf eine spannungsgeladene Atmosphäre, die niemanden abschweifen lässt. Im Gegenteil: Die Zwänge beim Ablegen der Karten schicken die Spieler in ein Wechselbad der Gefühle. Verzweiflung, Ärger, Freude, triumphaler Jubel – alles ist dabei. Doch vor allem die Einschränkungen in der Verständigung machen „The Game“ zu einer Herausforderung, die nie langweilig wird.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/a ... /the-game/
  • https://www.youtube.com/watch?v=9TagvvAiWTU


Machi Koro
  • Begründung der Jury: Wer hat die beste Vision für seine aufblühende Metropole? Bei „Machi Koro“ treffen die Spieler quasi an jeder Straßenecke Entscheidungen mit politischer und wirtschaftlicher Tragweite. So muss Stadtplanung aussehen! Egal ob Industrie, Restaurants oder Landwirtschaft – die Zahl der strategischen Möglichkeiten ist groß und reicht von friedlich bis rabiat. Da ist für jeden Charakter etwas dabei. Besonders empfehlenswert ist die Variante „Komme, was wolle“.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/a ... achi-koro/
  • ]https://www.youtube.com/watch?v=F3WqCMTUHac

Colt Express
  • Begründung der Jury: Ein Spiel wie eine Westernparodie! Fast schon in Slapstick-Manier verlieren die Banditen die sicher geglaubte Beute in Schlägereien oder sie ballern einfach ins Nichts. Wer gerade noch darüber feixt, anderen Gaunern die Absichten vermasselt zu haben, tappt schon bald selbst in einen Hinterhalt. Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz. Lok und Waggons als dreidimensionaler Spielplan machen „Colt Express“ zudem zu einem echten Hingucker.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/a ... t-express/
  • https://www.youtube.com/watch?v=qKMi1H6lKJA




Spiel des Jahres 2015: Empfehlungsliste

Simsala… Bumm?
  • Begründung der Jury: Abschlussprüfung des Magiestudiums: Einen Drachen herbeirufen, ein Geisterwesen beschwören oder die Konkurrenz mit Gewittern und Feuerbällen beeindrucken – das geforderte Repertoire bei „Simsala… Bumm?“ umfasst acht Zaubersprüche. Nur welcher ist gerade dran? Das geben für jeden Spieler fünf persönliche Spruchsteine vor. Von den eigenen sieht man jedoch nur die Rückseiten. Hinweise erhalten die Prüflinge, indem sie deduktiv Schlüsse ziehen aus den sichtbaren gegnerischen Steinen, bereits gesprochenen Zaubern und dem Verhalten der Mitspieler. Wer einen falschen Zauber ausspricht, verliert Lebenspunkte. Wer richtig liegt, gewinnt Leben zurück oder schadet anderen. Wahre Könner räumen alle eigenen Steine ab, um in der Summe der Rundenwertungen schnell auf die magische Zahl Acht zu kommen.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/n ... sala-bumm/

Vollmondnacht
  • Begründung der Jury: Werwölfe sind im Dorf. Nur hinter welcher Fassade verstecken sie sich? Das herauszufinden ist Aufgabe im kommunikativen Bluff- und Partyspiel „Vollmondnacht“. Zu Beginn wird jedem Mitspieler geheim ein Charakter zugelost. Dann bricht die Nacht herein, in der alle die Augen schließen. Ein Moderator oder die zugehörige App wecken zwischendurch einige Dorfbewohner auf. Personen wie Räuber, Unruhestifterin oder Seherin sorgen für Chaos oder erhalten Infos. Graut der Morgen, kennt längst nicht mehr jeder Charakter seine eigene Identität. Nun wird diskutiert, geblufft, geflunkert und spekuliert. Werwölfe wollen von sich ablenken, Dorfbewohner die Werwölfe entlarven. In der finalen Abstimmung stirbt ein Charakter. Trifft es einen Werwolf, triumphiert das Dorf. Ansonsten heulen die Werwölfe.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/a ... werwoelfe/
  • ]https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eV7yKPVRlsQ

Loony Quest
  • Begründung der Jury: Wie ein Videospiel kommt „Loony Quest" mit seinen schrillen Farben, verrückten Landschaften und witzigen Figuren daher – nur eben ohne irgendwelche Elektronik. Was Mario und Sonic also vormachen, das können jetzt auch die Spieler ausprobieren! Gerüstet mit Stift und durchsichtiger Folie gilt es, den idealen Weg quer durchs Level zum Ziel zu finden. Mauern, Bomben oder verrückte Loonies zu berühren ist schlecht, Münzen und Bonusplättchen hingegen gut. Nur wer unter Zeitdruck mit ruhiger Hand seinen Pfad präzise auf die Folie zeichnet, während er das Level in der Tischmitte anschaut, der wird mit Erfahrungspunkten belohnt. Vorsicht ist vor allem geboten, wenn im letzten Level jeder Welt der Endboss wartet und ausgerechnet dann die Mitspieler ihre fiesesten Streiche spielen...
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/n ... ony-quest/
  • ]https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=l8XkzMdKLXM

Patchwork
  • Begründung der Jury: Jetzt wird’s bunt: Bei „Patchwork“ gestalten zwei Spieler jeweils eine Decke aus Stoffresten, Flicken und Knöpfen – frei nach der Technik, die der Titel vorgibt. Ist das Kunst? Auch. Aber in erster Linie streben die Schneider an, aus den Stoffplättchen in vielen unterschiedlichen Formen und Größen die vorgegebene Fläche zu füllen. Dieses Puzzle erfordert taktisches Gespür, denn die Wahl eines Flickens beeinflusst die Zugfolge und auch die Flicken-Auswahl, die dem Konkurrenten als Nächstes zur Verfügung steht. Zudem müssen die Stoffreste bezahlt werden. Die Währung sind Knöpfe. Je mehr Knöpfe auf den bereits eingearbeiteten Plättchen abgebildet sind, desto mehr werden als Einkommen ausgezahlt. Wer am Ende die meisten Knöpfe erwirtschaftet hat, gewinnt diesen pfiffigen Nähwettstreit.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/n ... patchwork/
  • https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ufjyDBFKa0c

Cacao
  • Begründung der Jury: „Frucht der Götter“ nennt man die Kakaofrucht, weil sie für die Azteken so immens kostbar war, dass mit ihren Bohnen sogar bezahlt wurde. Die Spieler besiedeln in „Cacao“ mit ihrem Stamm einen unbekannten Urwald. Hier legen sie Plantagen an, verkaufen die Ernte, graben aber auch nach Gold und schöpfen Wasser für ihr Dorf. Mächtige Stufentempel und Sonnenkultstätten bringen am Ende Punkte und die Gunst der Götter. Reihum legen die Spieler immer ein Arbeiterplättchen an den Urwald an und nutzen anschließend die angrenzenden Felder. Ein schachbrettartiges Muster mit ständig wachsenden Möglichkeiten entsteht. Schnelle Züge, zartbittere Entscheidungen und langfristiger Planungsgenuss halten sich in diesem Taktikspiel mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil wunderbar die Waage.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/n ... ele/cacao/
  • https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HRkd6XqaJ-I

Ugo!
  • Begründung der Jury: Der König wünscht Erträge. Damit das gelingt, müssen die Spieler beim Kartenspiel „Ugo!“ die richtigen Stiche in der richtigen Reihenfolge machen. In fünf Farben gibt es Zahlen von null bis acht. Mit zehn Karten davon beginnt jeder Spieler einen Durchgang. Wer kann, muss die ausgespielte Farbe bedienen. Den Stich erhält aber derjenige, der unabhängig von der Farbe die höchste Zahl beisteuert. Die erhaltenen Karten sortiert er nun nach Farben auf seine Ländereien. Karten aus vorherigen Stichen werden überdeckt. Welch Schadenfreude, wenn jemand eine Null auf eine Acht legen muss, denn: Jede bewirtschaftete Länderei ist so viele Punkte wert, wie die oberste Karte am Ende anzeigt. Wer in den Stichen allerdings zu wenig Bauern anheuert, kassiert in diesem raffinierten Stichspiel gehörig Minuspunkte.
  • Fotos und Anleitung: http://gesellschaftsspiele.spielen.de/n ... piele/ugo/
Zuletzt geändert von SpieLama am 29. Mai 2015, 08:40, insgesamt 1-mal geändert.

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BGBandit
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon BGBandit » 18. Mai 2015, 14:45

Allein wenn ich "The Game" nominiert sehe, weiss ich, warum mir dieser Preis seit Jahren sowas von egal ist... -,-

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HDScurox
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon HDScurox » 18. Mai 2015, 14:49

The Game wurde vielfach sehr positiv aufgenommen, so auch bei uns.
Rezensent und verantworlicher bei SpieLama und
Boardgamejunkies.de Dein Webmagazin mit Rezensionen, News und vielem mehr! Besuch uns doch Mal!

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BGBandit
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon BGBandit » 18. Mai 2015, 15:07

2008 hat es ja auch irgendwie Keltis geschafft *gg

Da krieg ich jetzt noch Geierpelle hehe

Dann lieber sowas wie Camel up oder Dominion

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Oonalaily » 18. Mai 2015, 15:13

Ich bin eigentlich zufrieden mit den Nominierungen, allerdings hätte ich persönlich gerne Loony Quest auf der Liste gesehen, da ich die Spielidee sehr innovativ finde.
Ich würde mich über Colt Express als Spiel des Jahres freuen.

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Lukas
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Lukas » 18. Mai 2015, 15:20

Hätte nicht gedacht, dass es The Game unter die Nominierten schafft. Sehr ähnlich zu Hanabi und auch von der Grafik nicht wirklich ein Hingucker für die ganze Familie. Machi Koro finde ich super. Tolles Verhältnis von Preis und Leistung, bzw. Schachtelgröße und Spieltiefe. Könnte ich mir sehr gut als Gewinner vorstellen. Colt Express habe ich noch nicht gespielt, aber nach dem was ich so gehört habe, glaube ich, dass es die besten Chancen hat um zu gewinnen. Ich hätte lieber Patchwork und Cacao anstelle von The Game und Colt Express auf der Nominierungsliste gesehen.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Riche » 18. Mai 2015, 17:02

Ich bin eindeutig für Colt Express, da es einfach das beste Spiel der dreien ist. Machi Koro hat mir nicht wirklich gefallen, da es dann doch viel zu einfach war.
Und The Game ist für den Preis eventuell zu nah an Hanabi und vom Artwork auch nicht so passend. Außerdem würde ich mir das nicht unbedingt kaufen.. ich kanns ja auch mit meinen 6 nimmt Karten ohne Umdenken nachspielen...

Von Ugo habe ich bisher noch nie was gehört. Hätte mich über Black Fleet gefreut. Auch wäre Evolution ganz schön gewesen, war aber wohl vom Einstieg her etwas zwischen den Preisen. Patchwork finde ich klasse und finde es sehr gut, dass es auf die Empfehlungsliste gekommen ist.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Lorion42 » 18. Mai 2015, 17:47

Ich muss sagen, dass bei mir bei Colt Express nach einer Partie bereits die Luft draußen war... hat Spaß gemacht, aber wenn das Spiel nicht Lust macht, dass man es nochmal spielt, sollte es mMn nicht Spiel des Jahres werden. Außerdem hat Robo Rally den selben Mechanismus schon spannender umgesetzt. Das wirklich außergewöhnliche hier ist die Aufmachung. Nominierung geht ok, halte ich persönlich aber für das schwächste von den dreien.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Harry2017 » 18. Mai 2015, 18:11

Ugo dachte ich eigentlich wäre vor dem Zeitraum/eher für das letzte Jahr gewesen...Schade - Machi Koro und The Game hätte ich mit Cacao und Loony Quest getauscht...Naja ich drück Colt Express die Daumen, setze mein Geld aber auf Machi Koro

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Der Siedler
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Der Siedler » 18. Mai 2015, 19:17

Gibt es etwa schon britische Buchmacher, die Wetten auf den Ausgang des Spiel des Jahres annehmen? :D
Montagabend in der Bude - Jeden Montagabend neu!

Ganz aktuell: Bericht #213 vom 11.12.2019 - Diesmal neudabei: Imhotep

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon SpieLama » 19. Mai 2015, 09:28

Mein Senf zum Thema.
[video=youtube]https://www.youtube.com/watch?v=VYcZmU9nap8[/video]

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Florian-SpieLama
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Florian-SpieLama » 20. Mai 2015, 02:39

Ich muss ja sagen ich find "The Game" irgendwie echt schwach und es beinahe schon frech, dass es nominiert ist. Das kommt mir vor, als solle das beste Computerspiel des Jahres nominiert werden und nominiert ist GTA V und Snake von einen Nokia 3210.

Ich würde mir sonst kein Urteil über ein Spiel erlauben, was ich noch nicht gespielt habe, ausser Tendenzen, wie: das sieht interessant aus! Aber bei The Game find ich Material und Idee so substanzlos, dass es für andere Autoren und Redakteure ein Schlag ins Gesicht gleichkommen muss, wenn sie gegen dieses Spiel verlieren. Die Idee ist mMn wenig anderes als Solitär nur mit mehreren. Entscheidungen sind recht offensichtlich und wenn sie dass nicht sind, gibt es sie nicht, weil dann ist es reine Glückssache, ob ein grosser Sprung nochmal abgefangen werden kann bzw. ich meinen Mitspielern ihren Zug nicht versaut habe. Gerade Solo ist es reines Kartenglück.
Ausserdem soll der Preis doch Nichtspielern zeigen, was alles in Brett- Karten- und Gesellschaftsspielen steckt, wenn man Monopoly und schlechte Lizenzprodukte beiseite tut. Und dann bietet man einen Stapel durchnummerierte Karten. Ich käm mir veräppelt vor und denke da hätte ich auch ein Mensch ärgere dich nicht kaufen können. Es scheint ja so, als wurde sich nichtmal Mühe beim Namen gegeben.
Bisher jeder dem ich vom Spiel erzählt hat runzelte mit der Stirn und fragte, ob das mein ernst sei, oder man sagte mir wie lächerlich das denn ist mit sowas Geld zu machen.
Ich will nicht die Daseins-Berechtigung des Spiels per se angreifen/anzweifeln, aber als nominierter für diesen Preis stößt es mir schon sehr sauer auf.

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BGBandit
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon BGBandit » 20. Mai 2015, 05:14

Florian hat geschrieben:Ich muss ja sagen ich find "The Game" irgendwie echt schwach und es beinahe schon frech, dass es nominiert ist. Das kommt mir vor, als solle das beste Computerspiel des Jahres nominiert werden und nominiert ist GTA V und Snake von einen Nokia 3210.

Ich würde mir sonst kein Urteil über ein Spiel erlauben, was ich noch nicht gespielt habe, ausser Tendenzen, wie: das sieht interessant aus! Aber bei The Game find ich Material und Idee so substanzlos, dass es für andere Autoren und Redakteure ein Schlag ins Gesicht gleichkommen muss, wenn sie gegen dieses Spiel verlieren. Die Idee ist mMn wenig anderes als Solitär nur mit mehreren. Entscheidungen sind recht offensichtlich und wenn sie dass nicht sind, gibt es sie nicht, weil dann ist es reine Glückssache, ob ein grosser Sprung nochmal abgefangen werden kann bzw. ich meinen Mitspielern ihren Zug nicht versaut habe. Gerade Solo ist es reines Kartenglück.
Ausserdem soll der Preis doch Nichtspielern zeigen, was alles in Brett- Karten- und Gesellschaftsspielen steckt, wenn man Monopoly und schlechte Lizenzprodukte beiseite tut. Und dann bietet man einen Stapel durchnummerierte Karten. Ich käm mir veräppelt vor und denke da hätte ich auch ein Mensch ärgere dich nicht kaufen können. Es scheint ja so, als wurde sich nichtmal Mühe beim Namen gegeben.
Bisher jeder dem ich vom Spiel erzählt hat runzelte mit der Stirn und fragte, ob das mein ernst sei, oder man sagte mir wie lächerlich das denn ist mit sowas Geld zu machen.
Ich will nicht die Daseins-Berechtigung des Spiels per se angreifen/anzweifeln, aber als nominierter für diesen Preis stößt es mir schon sehr sauer auf.


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Thygra
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Thygra » 20. Mai 2015, 11:59

Florian hat geschrieben:Ich würde mir sonst kein Urteil über ein Spiel erlauben, was ich noch nicht gespielt habe, ausser Tendenzen, wie: das sieht interessant aus! Aber bei The Game find ich Material und Idee so substanzlos, dass es für andere Autoren und Redakteure ein Schlag ins Gesicht gleichkommen muss, wenn sie gegen dieses Spiel verlieren.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin auch Redakteur, und ich finde The Game ein großartiges Spiel - auch wenn ich persönlich eine andere Artwork bevorzugt hätte. Aber spielerisch vermag es zu fesseln, wie ich schon in vielen unterschiedlichen Runden feststellen konnte, auch auf Spielertreffen von Vielspielern. Natürlich gibt es auch Menschen, die es nicht mögen, aber in der Summe ist die Nominierung durchaus berechtigt, wenn die Jury-Mitglieder dieselben Erfahrungen wie ich gemacht haben.
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Florian-SpieLama
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Florian-SpieLama » 20. Mai 2015, 12:34

Das mit dem Schlag ins Gesicht, bezog sich darauf, dass ich denke bei nicht wenigen Spielen war/ist der Aufwand für Autoren und Redakteuren ungleich höher, als bei einem durchnummerierten Kartenstapel und ich sage: "Leg die Zahlen in die richtige Reihenfolge." Ich finde so ein Preis, sollte doch auch eine Belohnung für die Arbeit die dahinter steckt sein. Natürlich können viele das Spiel toll finden und Spass haben beim Spielen. Aber es sollte doch auch um einen Mehrwert für die Brettspielwelt gehen. Wenn ich mir die Oscars ansehe wird da total drauf gepfiffen, was sich die Masse anschaut und Millionen einspielt. Sondern es geht um den künstlerischen Anspruch und das Handwerk was dahinter steckt. Avengers gucken alle, nominiert wird 12 years a slave. Und so finde ich sollte hier auch nicht als EINZIGES Kriterium gelten: Finden alle toll zu spielen. Sonst müsste doch jedes Jahr Monopoly, Risiko und Trivial Pursuit nominiert werden, weil die am meisten gespielt werden und jeder zweite auf der Strasse sagt, dass er eins davon ganz toll findet.

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Samonuske
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Samonuske » 20. Mai 2015, 13:00

Florian hat geschrieben:Ich muss ja sagen ich find "The Game" irgendwie echt schwach und es beinahe schon frech, dass es nominiert ist. Das kommt mir vor, als solle das beste Computerspiel des Jahres nominiert werden und nominiert ist GTA V und Snake von einen Nokia 3210.





Wie du schon selber sagst, es kommt einem vor wie beim Videospielepreis, da werden die besten Games aussotiert.
Nur weil sie entweder ab 18 sind oder nicht zu dem Preis/Titel passen.
Kenne kaum jemand der das Spiel an sich wirklich Top findet, in meinem Umfeld und auch mehr dahin geklatscht empfindet.
Aber naja , solche Dinge muss man als normal sterblicher nicht verstehen.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon widow_s_cruse » 20. Mai 2015, 13:12

Hallo Florian,

Florian hat geschrieben:Aber es sollte doch auch um einen Mehrwert für die Brettspielwelt gehen.


Nein - die Aufgabe der Auszeichnung ist, ein Tor IN die Spielewelt zu sein. Will also eine Hilfe und Wegweiser für alle Außenstehenden sein. Vielspieler-Interessen haben keine Relevanz (deren persönlichen Meinungen zur Auszeichnung irritieren nur). Vielleicht setzt Du Dich mal intensiver mit den Vereinszielen auseinander.
Liebe Grüße
Nils
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Ronny
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Ronny » 20. Mai 2015, 13:39

Ich hab zwei von dreien nicht gespielt. Aber zu Colt Express kann ich nur sagen... "Gefällt mir gar nicht!".
Okay, dass Spiel soll nicht ernst genommen werden und einfach nur witzig sein. Aber für mich ist einfach so vieles Schlecht umgesetzt...

1. 3D Zug ist ja schön, aber wenn man nicht gerade kleine Kinderfinger hat, ist es eine Qual die Figuren zu bewegen und die Chips aufzunehmen.
2. Mit Karten seinen Zug programmieren ist eine gute Idee, ist bei dem Spiel aber reines Glück (vor allem wenn man nicht Startspieler ist). Ich hatte so viele Runden, in denen kein einziger Spieler das bekam, was er eigentlich geplant hatte. Ähnlich vom Prinzip, aber tausend mal besser zu spielen Lords of Xidit. Da kann ein anderer Spieler durchaus schneller sein, aber es wird nicht so chaotisch, weil man keine Mitspieler umhauen kann und kein Sheriff unberechenbar rumläuft.
3. Die Charakterfähigkeiten sind mehr als unausgeglichen. Vor allem die Dame, welche nicht beschossen wird, wenn es ein anderes Ziel neben ihr gibt. Das ist unheimlich stark, weil gerade die Patronenkarten vom Gegner sind extrem nervig. Werde ich also nicht beschossen, bekomme ich auch die nervigen Karten nicht.
4. Der Frustfaktor ist extrem hoch. Bin ich der Spieler, welcher ständig beschossen wird, ist mein Spiel schon früh komplett im Eimer.

Für mich waren die 3 mal, die ich das Spiel gespielt habe (immer mit mindestens 4 Personen) eine totale Enttäuschung. Nach all den positiven Bewertungen anderer Spieler, hatte ich einfach mehr erwartet als reines Chaos im Mini-Fummel-Format.

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Florian-SpieLama
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Florian-SpieLama » 20. Mai 2015, 17:13

widow_s_cruse hat geschrieben:Hallo Florian,

Florian hat geschrieben:Aber es sollte doch auch um einen Mehrwert für die Brettspielwelt gehen.


Nein - die Aufgabe der Auszeichnung ist, ein Tor IN die Spielewelt zu sein. Will also eine Hilfe und Wegweiser für alle Außenstehenden sein. Vielspieler-Interessen haben keine Relevanz (deren persönlichen Meinungen zur Auszeichnung irritieren nur). Vielleicht setzt Du Dich mal intensiver mit den Vereinszielen auseinander.


Das ist mir durchaus bewusst. Ich hätte es nur nicht als REINES Anliegen betrachtet. Aber auch dazu schrieb ich:

Ausserdem soll der Preis doch Nichtspielern zeigen, was alles in Brett- Karten- und Gesellschaftsspielen steckt, wenn man Monopoly und schlechte Lizenzprodukte beiseite tut. Und dann bietet man einen Stapel durchnummerierte Karten. Ich käm mir veräppelt vor und denke da hätte ich auch ein Mensch ärgere dich nicht kaufen können. Es scheint ja so, als wurde sich nichtmal Mühe beim Namen gegeben.


Und auch diese Reaktionen:

Bisher jeder dem ich vom Spiel erzählt hat runzelte mit der Stirn und fragte, ob das mein ernst sei, oder man sagte mir wie lächerlich das denn ist mit sowas Geld zu machen.


wurden nicht von Leuten aus meiner Spielgruppe getätigt, sondern von Nicht- und Wenig-Spielern aus der Familie und dem Freundeskreis, ergo die Zielgruppe, da diese Leute, wenn ich ihnen mal ein Spiel alle 3 Monate zeige und mit ihnen Spiele, sehr begeistert sind und gerne Spielen. Also keine generellen Brettspielhasser.

Also wenn der Preis ein Tor IN die Brettspielwelt werden soll, dann sollte er doch auch begeistern und Lust auf mehr machen und zeigen, was diese Brettspielwelt alles dolles kann. Wenn ich da einen Stapel durchnummerierte Karten kriege und das ein Preisträger ist, also im Verständnis der Leute die sich nicht auskennen und nicht in der Szene sind, also auch nicht die Vereinsziele lesen, das Beste was die Szene/Branche zu bieten hat. Das wirkt dann doch eher lächerlich. Ich glaube daher kommt auch das Artwork von dem Spiel. Das ist der Versuch, dass ganze spannend aussehen zu lassen und für Jugendliche interessant zu gestalten. "Oh da ist ein Totenkopf drauf, das könnte gruselig/spannend sein". Und dann legt man Zahlenkarten in der richtigen Reihenfolge aneinander. Glückwunsch du kannst zählen. Für mich wäre das die Enttäuschung des Jahrhunderts und hätte mich im Leben nicht neugierig auf die Brettspielwelt gemacht. Und die Kommentare meiner Nicht- und Wenigspieler-Freunde unterstützen und unterschreiben diese Einschätzung. Und da sind Familienväter, Frauen und jugendlich Geeks beigewesen. Also ein breites Spektrum.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Thygra » 20. Mai 2015, 17:39

Ronny hat geschrieben:2. Mit Karten seinen Zug programmieren ist eine gute Idee, ist bei dem Spiel aber reines Glück (vor allem wenn man nicht Startspieler ist).

Reines Glück ist es sicher nicht. Wer ein gutes Gedächtnis hat, kann schon einiges planen und beeinflussen. Chaos bringen nur die Tunnelrunden. Und selbst dann kann man manchmal in der Folgerunde nach dem Tunnel aufgrund der sichtbaren Folgeaktionen erahnen, was diese Spieler im Tunnel gespielt haben.

In den letzten beiden Partien, in denen ich dabei war, hat es immer jemand durch cleveres Spiel geschafft, den Geldkoffer von der Lok zu holen. Das war in beiden Fällen kein Glück.

3. Die Charakterfähigkeiten sind mehr als unausgeglichen. Vor allem die Dame, welche nicht beschossen wird, wenn es ein anderes Ziel neben ihr gibt. Das ist unheimlich stark, weil gerade die Patronenkarten vom Gegner sind extrem nervig. Werde ich also nicht beschossen, bekomme ich auch die nervigen Karten nicht.

Das hilft aber nichts, wenn man nicht vermeiden kann, irgendwann alleine zu sein. In meiner letzten Partie hatte sich Belle nach 2 Runden bereits 5 Kugeln gefangen ...

Man kann aber doch auch einfach ohne die Sonderfähigkeiten spielen, wenn man sie nicht mag ...

4. Der Frustfaktor ist extrem hoch. Bin ich der Spieler, welcher ständig beschossen wird, ist mein Spiel schon früh komplett im Eimer.

Dann opfere ich halt mal die erste Kartenrunde, um 3 neue Karten zu ziehen, und schon habe ich eine bessere Auswahl.
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Ideenlos » 20. Mai 2015, 18:13

Florian hat geschrieben:

Ich würde mir sonst kein Urteil über ein Spiel erlauben, was ich noch nicht gespielt habe


Finde ich gut, warum änderst du es hier? Das Spiel hört sich unspektakulär an - für mich fühlt es sich aber absolut nicht so an. Es übt einen großen Reiz auf mich aus und hat bis jetzt auch all meinen Mitspielern immer sehr gut gefallen.
Und ins Segment des Familienspiels passt es perfekt: Schnell erklärt, in fast jedem Alter spielbar und der Strategieteil ist nicht sooo hoch...

Schlag ins Gesicht, weil es nur Karten sind, die man von 100 runter- bzw raufzählen muss? Ja, aber da muss man auch erstmal drauf kommen. Und dann lieber ein ein einfaches Spiel ohne viel Schnickschnack, das mich packt als ein total aufwendiges Spiel, das am Ende aber kein Spaß mehr macht. Weniger ist halt manchmal mehr. ;)

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Florian-SpieLama » 20. Mai 2015, 18:29

Ich änder das hier, weil meine Kritikpunkte sich nicht auf Spielgefühl und Spielspass beziehen, sondern auf Aussenwirkung u.a. Daher brauch ich keine Spielerfahrung, weil es an den anderen Sachen nichts ändert. Dass es Spass macht kann sein, vielen macht auch Uno spass. Dadurch wird es nicht unbedingt ein würdiger Preisträger. Aber dazu hab ich auch schon oben was geschrieben.

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Ronny » 20. Mai 2015, 18:34

Thygra hat geschrieben:Reines Glück ist es sicher nicht. Wer ein gutes Gedächtnis hat, kann schon einiges planen und beeinflussen. Chaos bringen nur die Tunnelrunden. Und selbst dann kann man manchmal in der Folgerunde nach dem Tunnel aufgrund der sichtbaren Folgeaktionen erahnen, was diese Spieler im Tunnel gespielt haben.

In den letzten beiden Partien, in denen ich dabei war, hat es immer jemand durch cleveres Spiel geschafft, den Geldkoffer von der Lok zu holen. Das war in beiden Fällen kein Glück.


Also ich habe es immer in einer Gruppe mit absoluten Vielspielern gespielt, welche normalerweise gerne im Voraus ihre Züge Plan und Gegner einschätzen. Leider hat keiner von uns es geschafft, seine Züge so zu planen, dass am Ende kein Chaos ausgebrochen ist. Natürlich kann man durchaus mal etwas aufheben, oder bewegt sich in einen anderen Waggon beziehungsweise auf das Dach. Aber vor allem wenn es um den Geldkoffer geht, wird es Chaotisch, sobald mehr als einer ihn nehmen will. Setzt ein Gegenspieler dann noch den Sheriff ein, ist es am Ende irgendwie Glück.
Mag sein, dass andere Spieler andere Erfahrung machen, aber das war halt mein Eindruck vom Spiel.

Das hilft aber nichts, wenn man nicht vermeiden kann, irgendwann alleine zu sein. In meiner letzten Partie hatte sich Belle nach 2 Runden bereits 5 Kugeln gefangen ...

Man kann aber doch auch einfach ohne die Sonderfähigkeiten spielen, wenn man sie nicht mag ...


Ich denke, wenn Spezialfähigkeiten im Spiel vorhanden sind, sollten diese auch funktionieren und ausgeglichen sein. Natürlich kann ich sie weglassen, aber Das macht diesen Punkt ja nicht besser.

Dann opfere ich halt mal die erste Kartenrunde, um drei neue Karten zu ziehen, und schon habe ich eine bessere Auswahl.


Hab ich erst mal genug Patronen Karten kassiert, reicht einmal nachziehen nicht wirklich aus. Hab ich dann noch Pech, ziehe ich genau die Karten, welche ich gerade nicht gebrauchen kann. Daher ist hier für mich einfach zu viel Glück im Spiel.


Aber das ist natürlich alles nur mein persönlicher Eindruck und ist geprägt durch meine Vorlieben. ;)

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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon Thygra » 20. Mai 2015, 18:51

Ronny hat geschrieben:Ich denke, wenn Spezialfähigkeiten im Spiel vorhanden sind, sollten diese auch funktionieren und ausgeglichen sein. Natürlich kann ich sie weglassen, aber Das macht diesen Punkt ja nicht besser.


Ja, natürlich. Das hatte ich nicht hinreichend ausgeführt. Ich halte die Fähigkeiten nicht für unausgeglichen. Minimale Unterschiede gibt es natürlich, aber die machen nicht viel aus.

Meine beiden letzten Partien hat (in unterschiedlicher Besetzung) jeweils Tuco gewonnen, und zwar ohne seine eigene Fähigkeit auch nur einmal eingesetzt zu haben. Somit scheint keine andere Fähigkeit zu stark gewesen zu sein in diesen Partien.
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RE: Spiel des Jahres 2015

Beitragvon BGBandit » 20. Mai 2015, 19:47

Unabhängig davon, ob einem The Game vom Spiel her jetzt gefällt oder nicht, hat Florian aber in einem Punkt durchaus recht:

Zahlenkartenspiele gibt es doch zuhauf: Uno, 6 nimmt, Hornochsen usw...

Hanabi konnte ich noch verstehen, weil dieser "Karten falsch rum halten und Kommunizieren ohne Kommunizieren" Mechanismus neu war, und zwar für JEDES Genre.

Aber ist The Game jetzt dann nicht einfach nur ein weiteres Zahlenkartenspiel? Meinetwegen für einige ein Gutes und für Andere ein Schlechtes, aber was bringt es an Mehrwert? Der Mechanisnmus ist spätestens seit Hanabi nicht mehr neu und so ein SdJ soll doch Lust auf Mehr machen? Sollte man nicht auch von einer 0815 Wenigspieler-Familie verlangen/erwarten können, dass sie von ganz allein auf die Idee kommt The Game zu kaufen, wenn ihnen Hanabi oder 6 nimmt schon gefallen hat? Und wenn die Spieleschachtel von der Grafik her nicht ansprechend genug ist, dass The Game ohne Pöppel darauf auskommt, hat der Verlag mit seinem mutigen Schritt, mal keine schreiend bunte Grafik zu nutzen, eben ins Klo gegriffen.


Und wenn ich ABSOLUT GAR KEINE Ahnung von Spielen habe, greife ich, noch bevor ich zu einem SdJ schiele, lieber zu einem Klassiker, den jeder kennt. Also Siedler, Monopoly oder eben 6 nimmt. Da kauft man nicht die Katze im Sack. Wenn ich dann ein 6 nimmt total super und toll finde, gucke ich im Spieleregal meistens von alleine nach, welche ähnlichen, kleinen Schachteln da noch stehen. Und da wäre ja auch och Hanabi, das hat sogar Pöppel. Reicht denn eins nicht?

Von daher würde es m.M.n. eher Sinn machen, jetzt wieder ein Brettspiel (oder Kartenspiel mit Brettspielcharakter) zum SdJ machen. Zumindest solange kein kleines Kartenspiel mit absolut neuem Mechanismus unter den Nominierten ist.


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