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Hive - Handicap-Variante

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Ulrich Roth

Hive - Handicap-Variante

Beitragvon Ulrich Roth » 10. November 2002, 20:38

¡Hola!

Feines, vielleicht sogar großes Spiel!

[i](Ob es für die "Hall of Fame" reicht, wird sich m.E. daran entscheiden, auf welcher Bandbreite sich mit der Zeit tendenziell spaßtötende Eröffnungs- und Strategie-Routinen herauskristallisieren und einschleifen werden, und insbesondere, ob sich ein störend starker Anzugsvorteil nachweisen lässt.)[/i]

Aber "Hive" gehört, trotz allen putzigen Gekrabbels, halt mal wieder zu der Kategorie Spiele, deren Qualität zwar allerseits anerkannt wird, die aber bei einem bestimmten - und nicht eben seltenen! - Spielertyp schon nach wenigen Probepartien das "liegt mir nicht so..., können wir nicht was anderes...?"-Syndrom auslöst. :roll:
Und der Grund dafür ist auch klar: Der Anfänger wird gegen einen auch nur ansatzweise erfahrenen Spieler kein Land sehen, und - schlimmer, da kaum durch Üben behebbar - der strategisch/taktisch signifikant begabtere Spieler wird sich so gut wie immer durchsetzen.

Daher: Wohl dem (glückfreien 2-Personen-Strategie-)Spiel, das eine Handicap-Variante hat! :wink:
(Go und Gipf sind hier übrigens vorbildliche Beispiele.)

Hier mein Vorschlag (schon ein paarmal getestet, und hat Spaß gemacht):

In der ersten Partie "Experte vs Nullschnaller" werden alle (zehn) Figuren des Experten bis auf die Königin umgedreht, gemischt und als Stapel bereitgelegt. Immer wenn der Experte eine neue (Nicht-Königin-)Figur ins Spiel bringen will, bedient er sich von diesem Stapel.
Sobald der Nullschnaller erstmals gewonnen hat, wird sein Handicap entsprechend angepasst:
Nun werden die umgedrehten Figuren des Experten in zwei Stapel geteilt. Stapel A enthält 8 Figuren, Stapel B die restlichen zwei. Der Experte zieht seine neu einzusetzenden Figuren zunächst von Stapel A, bis dieser aufgebraucht ist. Dann darf er die restlichen Figuren in Stapel B umdrehen und normal (d.h. mit freier Figurenwahl wie im Standardspiel) weiterspielen.
Je nach Spielausgang wird nach jeder Partie die Größe von Stapel A verkleinert oder wieder vergrößert. Somit haben Experte und Nullschnaller stets etwa gleiche Gewinnchancen.

Kommentare erbeten!
Ulrich

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Hive - Handicap-Variante

Beitragvon Braz » 11. November 2002, 00:31

Hallo Ulrich,

hmm zwar nicht schlecht deine Variante jedoch glaube ich, daß es nicht soo stark auf die Anfangsformation ankommt als daß es durch diese variable Aufstellung ins Gewicht fallen würde....denn das Spiel zieht sich doch schon über mehrere Züge (ob experte oder nullschnaller). Sicher ist die Anfangsformation wichtig, aber ob das nun soo ein großes Handikap für den Experten darstellt, wenn er variabel seine Figuren zieht...?
hmmm kA .......denn der Nullschnaller wird doch spätestens eh nach dem -sagen wir einmal- 3. Zug ins Schwimmen kommen - spätestens dann, wenn die Ameisen ins Spiel kommen .... ..wie gesagt..die Variante habe ich noch nicht ausprobiert...sollte ich aber mal, vielleicht habe ich ja auch unrecht ;)

Gruß
Braz

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Ulrich Roth

Re: Hive - Handicap-Variante

Beitragvon Ulrich Roth » 11. November 2002, 00:55

Hallo Braz,

> hmm zwar nicht schlecht deine Variante jedoch glaube ich, daß
> es nicht soo stark auf die Anfangsformation ankommt als daß
> es durch diese variable Aufstellung ins Gewicht fallen
> würde

Momentchen - es geht keineswegs nur um eine "variable Aufstellung" in der "Anfangsformation", sondern um die (Un-)Freiheit, die neu einzusetzenden Figuren frei wählen zu können. Im Extremfall verliert der Experte diese Freiheit völlig, und das ist schon ein gewaltiger Nachteil...

> ....denn das Spiel zieht sich doch schon über mehrere
> Züge (ob experte oder nullschnaller). Sicher ist die
> Anfangsformation wichtig, aber ob das nun soo ein großes
> Handikap für den Experten darstellt, wenn er variabel seine
> Figuren zieht...?

Siehe oben.

> hmmm kA .......denn der Nullschnaller wird doch spätestens eh
> nach dem -sagen wir einmal- 3. Zug ins Schwimmen kommen -
> spätestens dann, wenn die Ameisen ins Spiel kommen .... ..

Der Nullschnaller schwimmt - per Definition - von Anfang bis Ende. :razz:
Der Experte kriegt aber meist nicht die Figur auf die Hand, die er gerade am liebsten setzen würde. Er muss sein Vorgehen also ständig diesem Missstand anpassen, worin übrigens m.E. für ihn eine spielerische Herausforderung liegt, die er im Standardspiel so nicht erfahren würde. :))

> wie gesagt..die Variante habe ich noch nicht ausprobiert...sollte
> ich aber mal, vielleicht habe ich ja auch unrecht ;)

Ja, such dir ein geeignetes Opfer und probier's mal aus! :wink:
Viel Spaß dabei wünscht
Ulrich


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