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Way out west - unfair !

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus N.

Way out west - unfair !

Beitragvon Markus N. » 26. November 2002, 14:41

Hallo,
wir haben letzte Woche Way out West gespielt!
Wäre ja ein netter Spieleabend geworden, wenn ich nicht die letzen 3 Runden Zuschauer gewesen wäre. Ein Freund hat meine Bank überfallen, durfte dann mit drei Würfeln werfen und ich mußte 15 Dollar löhnen. Damit war ich für den Rest des Spiels pleite. War somit fast immer letzter, in der Spielerreihenfolge, konnte nichts mehr kaufen und wurde immer schwächer.
Und alles nur, weil im Kampf der schwächere beginnt, danach aber immer im Wechsel geschossen wird. Würde den nächsten Angriff der dann Schwächere beginnen, wäre die Geschichte schon fairer! Außerdem ist der Banküberfall viel zu stark und vor allem zu teuer!
Was für Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Gereizte Grüße
Markus

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ferdi

Re: Way out west - unfair !

Beitragvon ferdi » 28. November 2002, 00:26

Hi Markus,
wenn ich etwas hasse (sorry, ist nicht persönlich gemeint, ich kenne dich ja auch gar nicht) ist es dieses Gemäkel über "Unfairness" und "Unausgeglichenheit".
Spiel ist Spiel, lass dir mal das Wort auf der Zunge zergehen, "ausgeglichen" wäre es, wenn Du mit drei oder vier deiner Klons am Tisch sitzen würdest, wie langweilig ...!
Wer nicht verlieren kann, sollte nicht spielen, oder sich auf Denksport wie Schach oder Go beschränken - nein, lieber nicht, denn das ist nicht "ausgeglichen", denn einer ist vielleicht schlau und der andere doof, das wäre doch unfair ...

Nimm's leicht, nimm's spielerisch, oder laß es sein
Ferdi
Unfair ist es, wenn jemand sich (unberechtigterweise) benachteiligt fühlt oder die "beleidigte Lebwerwurst" spielt, weil er verliert, und damit den anderen den Spielspaß verdirbt.

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Roman Pelek

Jetzt mal genug

Beitragvon Roman Pelek » 28. November 2002, 03:33

Moin Ferdi,

ferdi schrieb:

> wenn ich etwas hasse (sorry, ist nicht persönlich gemeint,
> ich kenne dich ja auch gar nicht) ist es dieses Gemäkel über
> "Unfairness" und "Unausgeglichenheit".

Na und? Andere empfinden das vielleicht auch anders. Hast Du ein Problem mit verschiedenen Geschmäckern oder (Spiel-)Erfahrungen?

> Spiel ist Spiel, lass dir mal das Wort auf der Zunge
> zergehen, "ausgeglichen" wäre es, wenn Du mit drei oder vier
> deiner Klons am Tisch sitzen würdest, wie langweilig ...!

Das ist in meinen Augen eine arge, bewusst irreführende Vereinfachung des Sachverhalts. Ein Spiel als "unfair" zu empfinden heißt ja nicht, dass ein "faires"/"ausgeglichenes" Spiel notwenigerweise "Klone" erfordert.

> Wer nicht verlieren kann, sollte nicht spielen, oder sich auf
> Denksport wie Schach oder Go beschränken - nein, lieber

Huldigen wir nun nicht etwas übereifrig der Polemik?

> nicht, denn das ist nicht "ausgeglichen", denn einer ist
> vielleicht schlau und der andere doof, das wäre doch unfair ...

Das Leben ist nicht fair, aber mitunter schön, wie schon Lou Reed zu sagen pflegte. Spiele ebenso. Das muss doch niemanden davon abhalten, seine persönlichen Empfindungen zu einem Spiel zu äußern, oder? Wenn jemand ein Spiel unfair findet, dann ist das so. Wenn jemand ein Spiel oder eine Regel beschissen findet, dann ist das so. Man mag dazu anders stehen, aber dann kann man das ja wohl auch sachlich äußern, oder, Ferdi?

> Nimm's leicht, nimm's spielerisch, oder laß es sein
> Ferdi

Das habe ich besonders gerne, wenn gewisse Personen anderen implizit den Mund verbieten oder die eigene Meinung aufdrängen möchten. Hast Du das wirklich nötig, Ferdi?

> Unfair ist es, wenn jemand sich (unberechtigterweise)
> benachteiligt fühlt oder die "beleidigte Lebwerwurst" spielt,
> weil er verliert, und damit den anderen den Spielspaß verdirbt.

Unfair ist es für mich vielmehr, wenn sich gewisse Regelschreiber (unberechtigterweise) benachteiligt fühlen oder die "beleidigte Leberwurst" spielen, weil das Spiel respektive die deutsche Regel oder notfalls auch Kritik, die sie dazu geschrieben haben, nicht euphorisch aufgenommen wird. Das hat so ein wenig das Flair verletzter Eitelkeit, zumal Du ja auch darauf pochst, die besten Spielregeln von allen zu schreiben und nebenbei ganz unaufällig die Spiele, zu denen Du regeltechnisch zu Gange warst, in den Himmel zu loben. Ein Martin Wallace oder ein Glenn Drover werden es Dir danken, auch wenn sie nie die Regellücken zu Gesicht bekommt, die Du fabrizierst.

Kurzum: es ist in Ordnung, wenn Du Dein übersteigertes Selbstwertgefühl innerhalb der Szene präsentierst, mit gleichwertigen Partnern. Als Sauerei empfinde ich es allerdings, wenn Du Deine Profilneurosen auf unbedarfte Personen ausweitest. Markus hat mehr als Recht, seine eigene Meinung zu äußern. Und wenn Du es diesbezüglich mit der Meinungsfreiheit anders hältst als ich, können wir uns gerne auch in der Öffentlichkeit darüber streiten.

Ciao,
Roman

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Matthias Staber

Re: Jetzt mal genug (AoS)

Beitragvon Matthias Staber » 28. November 2002, 09:29

Mal ganz was anderes: Der Paragraph über "Einkommensminderung" scheint in der deutschen Regel zu "Age of Steam" ein wenig missraten zu sein, oder täusche ich mich? Und: In der englischen Regel kostet nur das Ersetzen von Gleisen mit "complex crossing tiles" 3 $, das Ersetzen von Gleisen mit "complex coexisting tiles" jedoch nur 2 $. In der deutschen Regel ist das irgendwie anders. Hm.

Matthias

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Brigitte

Re: Jetzt mal genug

Beitragvon Brigitte » 28. November 2002, 10:02

Hallo Roman,

könntest du diesen heftigen Angriff bitte einmal erläutern?

> Unfair ist es für mich vielmehr, wenn sich gewisse
> Regelschreiber (unberechtigterweise) benachteiligt fühlen
> oder die "beleidigte Leberwurst" spielen, weil das Spiel
> respektive die deutsche Regel oder notfalls auch Kritik, die
> sie dazu geschrieben haben, nicht euphorisch aufgenommen
> wird. Das hat so ein wenig das Flair verletzter Eitelkeit,
> zumal Du ja auch darauf pochst, die besten Spielregeln von
> allen zu schreiben und nebenbei ganz unaufällig die Spiele,
> zu denen Du regeltechnisch zu Gange warst, in den Himmel zu
> loben. Ein Martin Wallace oder ein Glenn Drover werden es Dir
> danken, auch wenn sie nie die Regellücken zu Gesicht bekommt,
> die Du fabrizierst.

Wo steht das, was du vorwirfst im Ausgangsposting

> Kurzum: es ist in Ordnung, wenn Du Dein übersteigertes
> Selbstwertgefühl innerhalb der Szene präsentierst, mit
> gleichwertigen Partnern. Als Sauerei empfinde ich es
> allerdings, wenn Du Deine Profilneurosen auf unbedarfte
> Personen ausweitest. Markus hat mehr als Recht, seine eigene
> Meinung zu äußern. Und wenn Du es diesbezüglich mit der
> Meinungsfreiheit anders hältst als ich, können wir uns gerne
> auch in der Öffentlichkeit darüber streiten.
>
> Ciao,
> Roman

oder seid ihr privat aneinandergeraten, und jetzt geht es hier weiter?

Brigitte

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Lukas Merlach
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Beiträge: 193

Re: Way out west - unfair !

Beitragvon Lukas Merlach » 28. November 2002, 12:06

falls doch noch jemand die Sache sachlich diskutieren will:

> unfair
kann ja sein. - Andererseits sind die Spiele, bei denen die Letzten immer bevorteilt werden (obwohl stark in Mode) auch nicht so toll. - Da sind alle gleichauf und in der letzten Runde gewinnt dann halt irgend jemand...

> Außerdem ist der Banküberfall viel zu stark und
> vor allem zu teuer!
das sicher nicht!
resp. wenn es so ist, dann kauf einfach keine Bank :-)

Gruss Lukas

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peer

Re: Jetzt mal genug

Beitragvon peer » 28. November 2002, 12:07

Hi,
Roman bezieht sich darauf, dass sich hinter "Ferdi" Ferdinand Köther verbirgt, der die Regeln der Warfrog-Spiele ins deutsche übersetzt (zumindest bei den letzten Spielen).
Damit ist er natürlich nicht gerade objektiv und ich finde es schon etwas daneben, wenn er jemand dermassen anfährt, der ein Spiel, an dem er (wenn auch nur rudimentär) beteiligt ist, nicht gut findet. Vor allem weil er sich für Nichteingeweihte nicht einmal als der regelübersetzer zu erkennen gibt.
Wenn sich andere Verleger oder Autoren hier bei konstruktiver Kritik (und dabei handelte es sich bei Markus Anfrage) zur Wort melden, so geschieht das doch etwas seriöser als dies hier geschehen ist. Der hier verwendete Tonfall war mehr in Richtung "Wer das Spiel doof findet, hat keine Ahnung vom Spielen" -und damit daneben. Insbesondere da hier ja klar mangelnde Neutralität vorliegt...
ciao
Peer (musste nach Romans Posting auch erst recherchieren, wer sich hinter Ferdi verbirgt)

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peer

Re: Way out west - unfair !

Beitragvon peer » 28. November 2002, 12:10

Hi,
ich kenne das Spiel nicht, in der Pöppel Revue wurde das Spiel jedoch besprochen und Matthias Hardel kam zu dem Schluß:
"Uter dem Strichj ist es wohl so, dass Way out west funktionierenden kann, aber sehr leicht aus dem Ruder läuft. Setzt man Gewalt nur extrem geziehlt (...) ein, mag sich ein ungewöhnliches Wirtschaftsspiel ergebn, wenn auch ein sehr fragiles. Mindestens einer ist fast immer der Arsch"
Also deckt sich seine Einschätzung mit deiner ein wenig.
ciao,
Peer

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cristinus
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Beiträge: 348

Re: Jetzt mal genug

Beitragvon cristinus » 28. November 2002, 13:26

Hi Roman und Ferdi,

zu diesem Thema ein kleiner Beitrag von mir. Vor einigen Wochen las ich auf der Homepage der Hall9000 die Rezension zum Spiel "Maginor" von Reiner Knizia (veröffentlicht von Fantasy Flight Games) . Rezensent: Ferdi Köther. Aufgrund der doch sehr ansprechenden Bewertung, beschloss ich, mir das Spiel zu kaufen. Gesagt, getan, nach dem Erwerb des Spiels studiere ich heute nun die Regeln von "Maginor". Was lese ich am Ende der deutschen Regeln: Deutsche Übersetzung: Ferdinand Köther. Wenn ich mal aus meiner Berufserfahrung als Übersetzer sprechen darf: Ich habe in meiner Tätigkeit noch nie erlebt, dass ein Übersetzer die Publikation die er übersetzte, irgendwo selbst rezensierte! In der Spielebranche ist das scheinbar kein Tabu. Lieber Ferdinand, vielleicht solltest du die Dinge doch ein wenig trennen! Verstehe mich bitte recht, mein Beitrag ist keine Kritik an deiner Arbeit, weder die Rezension noch deine Regelübersetzung stehen hier auf dem Prüfstand. Jedoch ist die Produktion dieser beiden Zieltexte seitens ein und derselben Person - meiner Meinung nach - nicht korrekt. Denn, lieber Ferdinand, woher willst du den in deiner Rezension die nötige Distanz zu dem Spiel hernehmen? Schließlich bist du ja mit ein "Vater" dieses "Kindes".

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Jost Schwider

Unfair vs. Gerecht - Ausgleich?

Beitragvon Jost Schwider » 28. November 2002, 16:24

"Lukas Merlach" hat am 28.11.2002 geschrieben:

>> unfair
> kann ja sein.

Ohne das konkrete Spiel zu kennen, muss man natürlich unterscheiden:
Unfair im Sinne von "egal wie man spielt, es gewinnt der Glücklichere" ist m.E. nicht erwünscht.
Unfair im Sinne von "der 'Bessere' hat größere Chancen auf den Sieg" ist OK.
Ich nenne sowas dann auch gerne "gerecht". :-))

> Andererseits sind die Spiele, bei denen die
> Letzten immer bevorteilt werden (obwohl stark in Mode) auch
> nicht so toll.

100% ACK!

Da kommt alles auf die letzte Runde an, also gewinnt dann doch nur der Glücklichere, was ja (s.o.) ziemlich "unfair" ist! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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peer

Re: Unfair vs. Gerecht - Ausgleich?

Beitragvon peer » 28. November 2002, 16:33

Hi,
Jost Schwider schrieb:
">
> > Andererseits sind die Spiele, bei denen die
> > Letzten immer bevorteilt werden (obwohl stark in Mode) auch
> > nicht so toll.
>
> 100% ACK!
>
> Da kommt alles auf die letzte Runde an, also gewinnt dann
> doch nur der Glücklichere, was ja (s.o.) ziemlich "unfair"
> ist! ;-)

Hm, sicherlich so extrem stimmts. Aber ein Spiel, bei dem man keine oder nur sehr geringe Chancen hat, eine Vorsprung des Führenden wieder aufzuholen ist auch langweilig. Wenn ich nach 1/3 des Spiels keine Chance mehr sehe, noch was zu reissen, machts mir keinen Spaß...
(Das war jetzt nicht auf WoW bezogen, sondern generell...)
ciao,
Peer

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Ernst Knauth

Re: Spiel-Spass

Beitragvon Ernst Knauth » 28. November 2002, 17:02

peer schrieb:
>
> Hm, sicherlich so extrem stimmts. Aber ein Spiel, bei dem man
> keine oder nur sehr geringe Chancen hat, eine Vorsprung des
> Führenden wieder aufzuholen ist auch langweilig. Wenn ich
> nach 1/3 des Spiels keine Chance mehr sehe, noch was zu
> reissen, machts mir keinen Spaß...

Wo steht denn geschrieben, daß ein Spiel nur dann Spass machen kann, wenn man es auch gewinnen kann?

Für mich ist ein Spiel erst dann richtig gut, wenn es genügend Elemente (jeglicher Art) beinhaltet, die auch dann noch ausreichend Spielspass bieten, wenn man keine echte Sieg-Chance mehr hat.

Ansonsten hätte ich zum Beispiel bei meinen weit über 50 Advanced Civilization Partien nur bei jeder 7. bis 8. Partie Spass haben können, und dann wären es aus genau diesem Grund niemals 50 oder mehr Partien geworden (und mir wäre eine Menge Spass entgangen).

Und ich denke, ich könnte noch eine ganze Menge weiterer Beispiele anführen ...

Gruss

Ernst

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Ernst Knauth

Re: Jetzt mal genug

Beitragvon Ernst Knauth » 28. November 2002, 17:14

peer schrieb:

> Roman bezieht sich darauf, dass sich hinter "Ferdi" Ferdinand
> Köther verbirgt, der die Regeln der Warfrog-Spiele ins
> deutsche übersetzt (zumindest bei den letzten Spielen).
< ... >
> Peer (musste nach Romans Posting auch erst recherchieren, wer
> sich hinter Ferdi verbirgt)

Das bestätigt mich mal wieder in meiner Meinung, daß besser unter vollem Namen gepostet werden sollte (wie z.B. auch beim GHS-Forum und bei ConsimWorld üblich).

Gruss

Ernst

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Roman Pelek

Nicht privat

Beitragvon Roman Pelek » 28. November 2002, 18:42

Hi Brigitte,

>oder seid ihr privat aneinandergeraten, und jetzt geht es hier weiter?<

Nein, nicht im Geringsten. Gibt hier keinerlei private Hintergründe.

Ciao,
Roman

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ferdi

Re: Way out west - unfair !

Beitragvon ferdi » 28. November 2002, 23:14

Hallo alle,
als eher seltener Besucher dieser Seiten bin ich überrascht und entsetzt, welche teils heftigen Reaktionen mein harmloser Beitrag hervorgerufen hat und welch dämliche Leute es gibt.
Besonders Roman hat sich durch seine unsachlichen, ungerechtfertigten und persönlichen Angriffe für jede weitere Diskussion disqualifiziert, wer anderen übersteigertes Selbstwertgefühl vorwirft, sollte erst mal an seine eigene Nase packen, das sind nämlich die Leute, die meinen, ihren Senf überall dazu geben zu müssen und offensichtlich auch nicht richtig lesen können.
Es geht absolut nicht um WOW, ein eher schwaches Spiel von Warfrog, und ich bin der letzte, der jemandem vorschreiben will, welches Spiel er gut oder Sch... findet (und auch völlig unabhängig davon, ob ich die Regeln übersetzt habe oder nicht, und dabei versucht, Regellücken zu schließen, was oft nicht einfach ist, ohne das Spiel gespielt zu haben, weil es noch nicht verfügbar ist - Regellücken schaffe ich ganz sicher nicht, das nur nebenbei, hat aber auch gar nichts mit dem Thema zu tun).
Es geht um den Begriff "Spiel", der meiner Meinung nach Chancenungleichheit impliziert, und wer ein bestimmtes Spiel halt nicht mag, der läßt es eben sein - so einfach war die "message". Irgendwelche Probleme?
Ein paar Zeitgenossen haben's offensichtlich verstanden, das ist auch schön zu wissen.
Ferdi

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peer

Re: Spiel-Spass

Beitragvon peer » 28. November 2002, 23:50

Hi,
Ernst Knauth schrieb:
>> Wo steht denn geschrieben, daß ein Spiel nur dann Spass
> machen kann, wenn man es auch gewinnen kann?
>
> Für mich ist ein Spiel erst dann richtig gut, wenn es
> genügend Elemente (jeglicher Art) beinhaltet, die auch dann
> noch ausreichend Spielspass bieten, wenn man keine echte
> Sieg-Chance mehr hat.
>
Ok. Da hast du nicht unrecht.
Andererseits gibt es eine Reihe von Spielen, wo es durchaus was ausmacht, wenn man raus ist. Besonders schade ist dies, wenn das Spiel eigentlich nicht schlecht ist. Ich erinner mich an meine erste Capitol-Runde in der letzten Runde war bereits von anfang an klar, dass ich letzter sein werde (Kannte das Spiel nicht - meine Mitspieler auch nicht - und hatte sicherlich einige Fehler gemacht). Das ich die vier Runden keine wirkliche Begeisterung mehr entwickelt habe, ist wohl jedem klar.
Gut, hier lags an mir. Aber wenn es - wie bei Markus Beispiel an einem Würfelwurf hing, ist es imho kein Beispiel eines guten Spieles (Zumindest wenn das Spiel länger als 30 Minuten dauert - meine Schmerzgrenze für glücksbetonte Spiele).
Wenn solche Situationen vorkommen, man das Spiel aber grundsätzlich nicht schlecht findet ist das schade - und man kann sich ruhig vergewissern, ob das die Regel ist bzw. wie man das ändern könnte.
Und genau das hat Markus gemacht und noch nicht allzu viele konstruktive Antworten darauf erhalten (ausser - spiele was anderes ;-) )
ciao,
Peer

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Jost Schwider

RE: Unfair vs. Gerecht - Ausgleich?

Beitragvon Jost Schwider » 29. November 2002, 08:37

"peer" hat am 28.11.2002 geschrieben:

>> Da kommt alles auf die letzte Runde an, also gewinnt dann
>> doch nur der Glücklichere, was ja (s.o.) ziemlich "unfair"
>> ist! ;-)
>
> Hm, sicherlich so extrem stimmts. Aber ein Spiel, bei dem
> man keine oder nur sehr geringe Chancen hat, eine Vorsprung
> des Führenden wieder aufzuholen ist auch langweilig.

Heir die beiden üblichen Lösungen:
1. Spiel abbrechen, und ein neues beginnen.
2. Rangliste einführen, so dass man auch noch um einen zweiten/dritten Platz kämpft, bzw. bei einer Punkte-Wertung (wer sagt da Kramerleisten-kompatibel? ;-) ) ebendiese aufsummiert.

> (Das war jetzt nicht auf WoW bezogen, sondern generell...)

Viele Grüße
Jost aus Soest (dito, da WoW noch nie gespielt)

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Jost Schwider

RE: Spiel-Spass

Beitragvon Jost Schwider » 29. November 2002, 08:37

"Ernst Knauth" hat am 28.11.2002 geschrieben:

> Wo steht denn geschrieben, daß ein Spiel nur dann Spass
> machen kann, wenn man es auch gewinnen kann?

Ein Spiel macht einfach [i]mehr[/i] Spaß, wenn man zumindest die eigenen Siegchancen beeinflußen kann!

> Ansonsten hätte ich zum Beispiel bei meinen weit über 50
> Advanced Civilization Partien nur bei jeder 7. bis 8.
> Partie Spass haben können, und dann wären es aus genau
> diesem Grund niemals 50 oder mehr Partien geworden (und mir
> wäre eine Menge Spass entgangen).

Hier kannst du auch [i]sinnvoll[/i] mitspielen. Bei anderen Spielen rackert man sich ab... und zuletzt gewinnt dann - aufgrund von Regeln mit Ausgleichs-Mechanismen - doch nur der Glücklichere. :-/

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Ernst Knauth

RE: Spiel-Spass

Beitragvon Ernst Knauth » 29. November 2002, 08:59

Jost Schwider schrieb:
>
> Hier kannst du auch [i]sinnvoll[/i] mitspielen. Bei anderen
> Spielen rackert man sich ab... und zuletzt gewinnt dann -
> aufgrund von Regeln mit Ausgleichs-Mechanismen - doch nur der
> Glücklichere. :-/

Genau so sehe ich das auch. Deshalb versuche ich ja, in der Hauptsache solche [i]"sinnvolleren"[/i] Spiele zu spielen und mir unnötige Frusterlebnisse bei [i]"sinnlosen"[/i] und [i]"unsinnigen"[/i] Spielen zu ersparen. :-)

Gruss

Ernst

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Franz-Benno Delonge

Deplazierte Töne

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 29. November 2002, 09:38

Lieber Ferdinand,
ich bin ziemlich entsetzt. Bisher verbinde ich mit deinem Namen interessante, pfiffige Spielkritiken - und hier nun so ein niveauloses, beleidigendes Geschreibsel. Was soll das?
Deine erste Antwort auf Markus war definitiv nicht "harmlos", sondern unsachlich und überheblich; da stimme ich Roman voll und ganz zu. Und über deinen zweiten Beitrag kann man gar nicht mehr ernsthaft diskutieren.
Tut mir leid.
Benno

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Heinrich Glumpler

RE: Unfair vs. Gerecht - (Mechanismus)

Beitragvon Heinrich Glumpler » 29. November 2002, 10:26

Hi,

manchmal (insbesondere beim Spieldesign) besteht die Lösung darin, die "Siegpunkte" einfach zu verbergen. Das hat dann den Effekt, dass man erst am Ende erfährt, wo man steht, was natürlich bitter sein kann - aber manchmal auch überraschend - "Hä?! Ich bin erster?!" - wenn das bei einem Spiel allerdings ständig passiert, würde ich es wieder unter "zufällig" einordnen.

Gruesze
Heinrich

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peer

Re: Way out west - unfair !

Beitragvon peer » 29. November 2002, 12:42

Hi,
ferdi schrieb:
> > Selbstwertgefühl vorwirft, sollte erst mal an seine eigene
> Nase packen, das sind nämlich die Leute, die meinen, ihren
> Senf überall dazu geben zu müssen und offensichtlich auch
> nicht richtig lesen können.

Gucken wir mal, wer nicht lesen kann oder wer sich nicht ausdrücken kannn... ;-)

> Es geht um den Begriff "Spiel", der meiner Meinung nach
> Chancenungleichheit impliziert, und wer ein bestimmtes Spiel
> halt nicht mag, der läßt es eben sein - so einfach war die
> "message". Irgendwelche Probleme?

Mmmh, Ja! Du schriebst u.a. in deinem ersten Posting

-wenn ich etwas hasse (...) ist es dieses Gemäkel über "Unfairness" und "Unausgeglichenheit".
-Wer nicht verlieren kann, sollte nicht spielen
-Nimm's leicht, nimm's spielerisch, oder laß es sein
-(...) oder die "beleidigte Lebwerwurst" spielt, weil er verliert, und damit den anderen den Spielspaß verdirbt

1. Hilft das Markus nicht weiter
2. Ist es schon etwas überheblich eine Frage nach einem Fehler in einem Spiel damit gleichzusetzen man wäre beilidigt, weil man nicht gewonnen hätte. Ich meine nicht, dass Markus hier gepostet hat, weil er eine beleidigte Leberwurst ist, was du aber hier gleichsetzt.
3. Hand aufs Herz: Das du mit oben stehenden Aussagen sagen wolltest, dass man WoW mögen kannn oder auch nicht nehm ich dir nicht ab.
4. Hätte man dieselbe Message auch weniger polmisch abfassen können.

Diskutieren kann man sicherlich über Unausgeglichenheit bei Spielen - aber bitte in einem eigenen Thread und in anderer Form. So fühlt sivch Markuzs wahrscheinlich verarscht, da auf seine konkreten Fragen nicht im mindesten Bezug genommen wurde.

ciao,
Peer

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Jost Schwider

RE: Unfair vs. Gerecht (Mechanismus)

Beitragvon Jost Schwider » 2. Dezember 2002, 08:50

"Heinrich Glumpler" hat am 29.11.2002 geschrieben:

> manchmal (insbesondere beim Spieldesign) besteht die Lösung
> darin, die "Siegpunkte" einfach zu verbergen.

So habe ich es eigentlich am Liebsten: Man muss dann mehr aus dem Bauch raus entscheiden, wer der Führende ist. :-D

> "Hä?! Ich bin erster?!" -
> wenn das bei einem Spiel allerdings ständig passiert,
> würde ich es wieder unter "zufällig" einordnen.

...oder ein Spieler stellt sich absichtlich dumm. ;-)

BTW: Bei Puerto Rico (verdeckte Punktezählung) passiert es relativ häufig, dass man über die Schluß-Platzierungen erstaunt ist. Legt es nur an den oft knappen Ergebnissen, oder steckt da System hinter?

Viele Grüße
Jost aus Soest (kennt seine sich dumm stellenden Pappenheimer)

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Tom

Tatütata!

Beitragvon Tom » 2. Dezember 2002, 15:21

Atwort an alle außer Markus und die, die sich sachlich mit seiner Frage befasst haben: Das Forum könnte so informativ sein, wenn nicht ständig die Forumspolizei mit lautem Tatütata um die Ecke käme...ehrlich, was ich zuerst lustig fand, finde ich langsam mehr als nervend.
Damit Leute, die hier weniger präsent sind und keine persönlichen Animositäten hegen (wie ich), immer wieder gerne hereinschauen, wäre es wünschenswert, sich auf Aussagen über Spiele zu konzentrieren. Oder ihr wollt bewusst vergraulen.
Schönen Gruß, Tom

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Michael Andersch

[OT] Tatütata!

Beitragvon Michael Andersch » 2. Dezember 2002, 15:42

Hallo Tom,

> Das Forum könnte so informativ
> sein, wenn nicht ständig die Forumspolizei mit lautem
> Tatütata um die Ecke käme

M.E. ist das Forum sehr informativ, so wie es ist.
Wen bezeichnest Du denn in diesem konkreten Thread als Forumspolizei? Ferdi, der einen Beitrag den er für unpassend hielt entsprechend beantwortet hat? Oder Roman, der Ferdis Ausdrucksweise als deplatziert empfand und dies auch deutlich zum Ausdruck gebracht hat?

> ...wäre es wünschenswert, sich auf Aussagen über
> Spiele zu konzentrieren.

Im Prinzip ja. Andererseits weckt Spielen halt auch Emotionen (mal positiv, mal negativ), und die werden z.T. hier halt auch rausgelassen. Was ist daran so schlimm, solange die Form einigermaßen im Rahmen bleibt und die absolute OT-Menge nicht überhand nimmt?
Du hast Dich doch mit Deinem Posting auch nicht nur auf's Spiel als solches konzentriert...

> Oder ihr wollt bewusst vergraulen.

Das mit Sicherheit nicht. Vielleicht fiel Romans Antwort gerade auch deshalb so heftig aus, weil er befürchtet hatte, dass Ferdis Posting genau diese Wirkung haben könnte und er entsprechend gegensteuern wollte?

VG,
Micha


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