Beitragvon Marc Wickel » 1. Dezember 2002, 13:16
Ich kann mal erzählen wie es bei unserem Darmstädter Spieltreff lief (war aber aber nicht von Anfang an (19paarundachzig) dabei
> Betrachten könnte man die Aspekte
> Räumlichkeiten,
Private Räume kosten keine Miete, aber es immer ein paar Leute, die man nicht in seiner Wohnung haben will und die man normalerweise nie einladen würde (wie Friedemann auch schon schrieb).
Kneipen wollen meistens ihre Getränke und Speisen verkaufen, das ist nicht immer billig und ev. für Schüler und Studenten ev. nicht immer bezahlbar.
Wir sind in einem Gemeinschaftsraumes eines Studentenwohhnheims und die Miete wird auf die Spieler umgelegt (1 Euro/Abend). Allerdings kann man Vereinsmitglied beim "Spielekreis Darmstadt" werden (16 Euro/Jahr) und dann ist der Spieletreff kostenlos.
Eventuell kann man sich auch eine Kirchengemeinde oder so wenden, die an einem Spieletreff interesse haben, weil er "ihr" Angebot ausweitet ohne dass sie viel Organisationsarbeit damit haben.
Oder einen Spieleladen, klar. Wenn da kein Platz oder Interesse ist, kann man dort aber auf den Spieltreff aufmerksam machen.
> das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,
Muss man anfangs immer machen ev. kann man nach und nach eine Spieltreff-eigene Spielesammlung anlegen.
> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)
Kann ja nach oben offen sein. Allerdings sollte man bei regem Zulauf nicht zu schnell daran denken eine größere Lokalität zu suchen, denn das Spieleraufkommen kann über die Jahre doch sehr schwanken. Das war bei uns der Fall, es gab in den besten Zeiten 20 Spieler pro Abend, aber ein paar Jahre später halt nur 4-5. Schwund findet statt, denn Studenten werden Diplomierte und ziehen weg, andere Heiraten, gründen Familien etc
Damit kommt man auch zum nächsten Punkt: Durchhalten, auch wenn nur die 4-5 Spieler kommen. Inzwischen sind wir wieder 7-12, das reicht schon für zwei Spielerunden. Aber einen geschlossenen Spieletreff wiederbeleben ist schwerer als ihn aufrechtzuerhalten.
Und damit die Leute kommen, braucht es einen regelmässigen Termin, ich denke 1x im Monat sollte es schon sein (und das zu einem fixen Termin, 1. Mittwoch im Monat etc.)
Wir haben auch mal "Werbewochen" gemacht, um neue Spieler anzusprechen (ist aber schon ein paar Jahre her). Dazu wurde ein Themenabend gemacht und diser mit Flugblättern und kleinen Aushängen beworben. Der Vorteil war, dass dann viele "Neue" auf einmal kommen und nicht einzeln. Und in der "Meute" fühlt man sich vielleicht nicht so unsicher, wie wenn man alleine kommt und die Spieler gerade so Spezial- bzw. Freak ;-) -Spiele wie "Titan" oder "Civi" spielen.
Dann gibt seit 1994 1x jährlich eine größeres Spielefest "Darmstadt spielt" (600-800 Spieler, Eltern, Kinder, Erwachsene) aber regen Zulauf zu den Spieletreffs hat das nicht gebracht.