Beitragvon Günter Cornett » 3. Dezember 2002, 15:00
Ulrich Roth schrieb:
>
> Hallo Günter,
>
> > ich finde es einfacher, wenn man sich kein virtuelles
> > Hex-Koordinatensystem vorstellen muss.
>
> Koordinatensystem? Man muss doch lediglich die Stellung nach
> Lesemanier überfliegen und die - maximal drei - gleichen
> Figuren im Geiste durchnummerieren. Geht ruckzuck!
Ja, aber es ist eine unnnötige Übersetzung.
Stell dir mal vor, du würdest es blind spielen.
Was wäre einfacher zu merken ?
> > Unterschiedliche Regeln beim Ziehen und Einsetzen/Ameise
> > finde ich ebenfalls nicht so gut.
>
> Die unterschiedlichen Regeln beim Ziehen sind nun mal
> spielimmanent. Da die Züge von Q. B und G viel einfacher zu
> beschreiben sind als die von A und S, sollte eine ökonomische
> Notation diesen Umstand ausnutzen.
Unterschiedliche Regeln müssen nicht zu einer unterschiedlichen Notation führen. Ökonmisch ist IMHO, wenn man die selbe Regel für alle Figuren verwenden kann.
> Was das Einsetzen betrifft, so ist sowohl die Spielregel als
> auch mein Notationsvorschlag 100% einheitlich.
Ich sehe keine Differenzen zwischen Spielregel und Notation. Mangelnde Einheitlichkeit ist für mich, dass Züge unterschiedlich
dargestellt werden.
> > Besser wäre, man kann sich die Züge gleich bildlich
> vorstellen:
> > jede Figur erhält eine eigene Kennung (die auch auf den
> > Spielsteinen angebracht werden sollte):
>
> Arrgh - da würde aber die Ästhetik schwer aufheulen! :eek:
Ich bin eher Praktiker als Ästeht ;-)
> Vorstellen könnte ich mir allenfalls, mir ein Spiel speziell
> für Korrespondenz zu basteln; aber muss dieser Aufwand
> wirklich sein? Und wie viele Spieler würden ihn treiben wollen?
>
> > Anstatt der Richtungen 1-6 und oben und unten würde ich eine
> > Uhr verwenden.
>
> Hier scheint mir ein Missverständnis vorzuliegen. Bei meinen
> Richtungen gibt es kein oben und unten.
Du sprichst aber von 'oben' und 'unten'. Finde ich auch hilfreich.
> Die sechs (nicht
> zwölf!) möglichen Richtungen werden durchnummeriert, S1 sitzt
> auf 4, S2 auf 1.
Ich weiss schon, dass es 6 Richtungen sind.Die Uhr habe ich vorgeschlagen, weil ihr Bild schon im Kopf verankert ist. Wenn man bildhaft denkt, braucht man sich nicht überlegen, ist 'oben' nun die 1 oder 6.
Man kann sich dann auch besser Züge überlegen, wenn man nicht vorm 'Brett' sitzt.
> > Spieler 1 sitzt auf Position 12, Spieler 2 auf 6.
>
> Sollte das nicht - wenn schon - umgekehrt sein? Mir scheint
> es intuitiver, sich die "Uhr" aus Sicht von S1 vorzustellen.
Ja, hast recht.
> > Die Notation wäre dann immer einheitlich, anschaulich und
> > passt besser zum Spiel, wo die Steine nicht in einem
> > Koordinatensystem sondern immer in Bezug zu anderen Steinen
> > gesetzt werden:
>
> Ist doch auch ganz meine Rede... :wink:
Ja,deine Rede, aber deine Taten, äh Vorschläge ... ;-)
> > AA-q8
> > Ameise zwei (von Spieler 1) zieht zur Königin (von Spieler2)
> > auf 8 Uhr (bzw. wird dort eingesetzt).
>
> Den Asterisk * kann man sich in der Tat notfalls schenken.
> In meiner Notation wäre dieser Zug ohne Asterisk
> A2-q5
> (wobei aus der Nummerierung der A, angesichts der Tatsache,
> dass sich bislang nur eine im Spiel befindet, automatisch das
> Neueinsetzen hervorgeht)
> und mit Asterisk
> *A-q5
> Eigentlich gefällt mir letzteres besser. Wenn ich mir das
> Nachspielen einer Partie anhand Notation vorstelle,
> signalisiert der * sofort, wohin man greifen muss.
Das stimmt.
Was mir an A2-q5 (bei einem Zug im Laufe des Spieles) nicht gefällt ist die unterschiedliche Funktionder Zahlen: 2 meint den Spielstein, 5 die Richtung.
> > Der einzige Nachteil ist, dass man für die 10 und die 12 zwei
> > Stellen braucht, aber ich halte das für anschaulicher
> > (notfalls liesse sich die 12 als 0, die 10 'römisch' als x
> > darstellen ).
>
> Hmm... Der Mensch ist zwar an das Durchnummerieren von 360º
> mit 12 Zahlen gewöhnt, aber ich denke, die Nummerierung 1-6
> (für die _6_ Richtungen!) kann man sehr schnell lernen. Das
> Problem mit den doppelten Stellen entsteht so gar nicht erst.
Es ist ein Punkt mehr, den man extra für dieses Spiel lernen muss.
> > Man kann seinen Viechern natürlich auch Namen geben, die mit
> > dem entsprechenden Anfangsbuchstaben anfangen.
>
> Du meinst wie Amalie, Anneliese und Alf für die Ameisen, usw.?
> Hört sich nach viel Spaß an - aber leider:
> - großer Schreibaufwand
drei bis vier Buchstaben pro Name sollten ausreichen.
Man könnte die beiden Parteien nach Männer- und Frauennamen unterscheiden:
Abel, Alf, Arno, - Anne, Anja, Anke
> - wenn man nicht im Verlauf des Spiels den Überblick
> verlieren will, wer wer ist, muss man wohl die Namen auf die
> Figuren schreiben! :eek:
das muss man leider auch bei A AA AAA
(oder kürzer: A A: A!)
[Als Nachteil sehe ich, dass man für die zweite Spinne ein 'SS' auf den Spielstein schreiben muss. Bei der Notation wäre mir das egal, aber auf dem Spielstein sieht das für mich doch etwas komisch aus (vielleicht besser 'Sp' und 'sp' für spider - aber das wäre eine andere Diskussion, die wir hier jetzt nicht führen brauchen)]
> Grüße,
> Ulrich
tschüs,Günter