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Hellas Eindrücke?

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Julian

Hellas Eindrücke?

Beitragvon Julian » 9. Dezember 2002, 08:55

Hallo
Habe gestern zum ersten Mal mein neu erworbenes Spiel Hellas ausprobiert. Ich muß sagen es ist ganz ok. Hatte aber irgendwie das Gefühl das nur ein Spiel für zwischendurch ist. So richtig warm bin ich noch nicht geworden. Würde ganz gerne ein paar Endrücke von euch wissen?? :-) Wie fandet ihr das Spiel bis jetzt?

Grüße Julian

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Erhard Portner

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Erhard Portner » 9. Dezember 2002, 09:18

Julian schrieb:
>
> Hallo
> Habe gestern zum ersten Mal mein neu erworbenes Spiel Hellas
> ausprobiert. Ich muß sagen es ist ganz ok. Hatte aber
> irgendwie das Gefühl das nur ein Spiel für zwischendurch ist.
> So richtig warm bin ich noch nicht geworden. Würde ganz gerne
> ein paar Endrücke von euch wissen?? :-) Wie fandet ihr das
> Spiel bis jetzt?


Da ich meinen "Portner 2002" an "Hellas" vergeben habe, halte ich "Hellas" für ein sehr gutes und ausgesprochen spannendes Spiel :-). Man sollte allerdings mehrere Partien spielen, um den besonderen Reiz des Spieles voll zu erschließen.

Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Michael Andersch

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Michael Andersch » 9. Dezember 2002, 09:21

Hallo Julian,

In meinen Partien ergab sich tendenziell meist folgendes Bild:

- Beide rüsten auf (vorher versucht man möglichst die Tempelmehrheit zu erreichen, um dabei schneller als der Mitspieler zu sein)
- Beide kloppen sich
- Beide rüsten wieder auf
-...

Der Punkt Seefahrt kam eigentlich nur dann zum Tragen wenn
a) ich vollst. aufgerüstet war
b) es angriffstechnisch grade nichts zu holen gab.

Das hinterließ bei mir irgendwie ein unbefriedigendes Gefühl und den Wunsch, die Angriffsmöglichkeiten irgendwie zu schwächen. Und meine Regelauslegung war ein kleiner Schritt in diese Richtung.
Ich hatte auch schon überlegt, dass ein Angriff über Land auch nur mit mindestens einem Griechen mehr erfolgreich sein sollte, hab's dann aber gelassen weil ich eher ungern auf diese Art in ein Spiel eingreife. Lieber spiele ich ein anderes Spiel, von dem ich den Eindruck habe, dass es funktioniert.
Denn diesen Eindruck habe ich von Hellas derzeit nur sehr begrenzt - allerdings habe ich wie gesagt bisher erst 4 Partien gespielt und davon 3 gegen den gleichen Gegner.

Fazit: Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwie (anderer Gegner, Inputs von Euch) an den Reizen von Hellas teilhaben könnte. Ansonsten werde ich Hellas wahrscheinlich nicht mehr oft anrühren (was ich allerdings doch irgendwie sehr schade fände).

VG,
Micha

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Julian

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Julian » 9. Dezember 2002, 09:25

Damit kein anderer Gedanke aufkommt, ich finde Hellas auch sehr gut! Nur irgendwie hat es bei mir, genau wie bei Michael auch eine unbefriedigten Eindruck hinterlassen.
Weitere Meinungen bitte :-)

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Bernd Menzel

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Bernd Menzel » 9. Dezember 2002, 09:43

Habe es bisher 3-4 mal gespielt, werde es aber nur noch spielen, wenn ich dazu gezwungen werde. Mit anderen Worten: Mir persönlich macht es keinen Spaß.
Vielleicht haben wir aber auch was falsch gemacht. Wie dem auch sei, was mir PERSÖNLICH daran nicht gefallen hat:
1) Kein passendes Entdeckerkärtchen gezogen - Pech gehabt, Zug verloren. Wenn das zweimal passiert und der Gegner aggressiv spielt ... vergiß es.
2) Die vielen Sonderkarten, die ein Spieler auf der Hand haben kann (max. 3 von jeder Sorte also insgesamt 9!!) machen meiner Meinung nach ein Planen fast unmöglich, weil Dein Gegner immer irgendeine Karte aus dem Hut zaubert.
3) Wir hatten zwei Partien, in denen ein Spieler sich ab den 3. Zug nur noch verzweifelt gewehrt hat. Er stand immer mit dem Rücken zur Wand und konnte nur noch reagieren. Hmm, vergleichbar war das damit, wenn Du zu zweit Risiko Spielst und Dein Gegner würfelt nur fünfen und sechsen. Frustrierend

Aber wie Eingangs erwähnt, das ist eine persönliche Meinung/Erfahrung. Ich kenne auch Leute, die von Hellas total begeistert sind.

Bernd

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Benjamin Spicher

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Benjamin Spicher » 9. Dezember 2002, 09:44

Sonderkarten: Maximal 7 oder max. 3 von jeder Karte.

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Benjamin Spicher

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Benjamin Spicher » 9. Dezember 2002, 09:45

"Karte" sollte Farbe heissen

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Michael Andersch

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Michael Andersch » 9. Dezember 2002, 09:47

Bernd Menzel schrieb:

> 2) Die vielen Sonderkarten, die ein Spieler auf der Hand
> haben kann (max. 3 von jeder Sorte also insgesamt 9!!)

Halt! Von jeder Sorte maximal 3 , insgesamt aber maximal 7!
(Ändert zwar nicht soviel, aber immerhin)

> 3) Wir hatten zwei Partien, in denen ein Spieler sich ab den
> 3. Zug nur noch verzweifelt gewehrt hat. Er stand immer mit
> dem Rücken zur Wand und konnte nur noch reagieren.

Kommt mir sehr bekannt vor. Einer haut drauf, der andere schlägt zurück und kommt damit aber dennoch nie in die Offensive, sondern erreicht maximal einen "Gleichstand". BTW: Ein ähnliches Phänomen habe ich auch bei dem an sich netten "Zwergenziehen" (Asmodee) erlebt.

VG,
Micha

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Bernd Menzel

Re: Zwergenziehen

Beitragvon Bernd Menzel » 9. Dezember 2002, 10:36

Michael Andersch schrieb:
> Kommt mir sehr bekannt vor. Einer haut drauf, der andere
> schlägt zurück und kommt damit aber dennoch nie in die
> Offensive, sondern erreicht maximal einen "Gleichstand". BTW:
> Ein ähnliches Phänomen habe ich auch bei dem an sich netten
> "Zwergenziehen" (Asmodee) erlebt.

Stimmt, jetzt wo Du's sagst, kann ich das eigentlich vom Zwergenziehen auch bestätigen.

Bernd

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Karsten

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Karsten » 9. Dezember 2002, 16:35

Hallo,

mein erster, sehr positiver Eindruck, war der, daß ich es vom Spielgefühl mit einem Mix von etwas Kahuna und etwas RISIKO zu tun habe. Vom Kahuna das schnelle Wechseln von Situationen und Stellungen und vom RISIKO das aggressive Angreifen und Erobern.

Bis dann...
Karsten

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ralf rechmann

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon ralf rechmann » 10. Dezember 2002, 00:16

> So richtig warm bin ich noch nicht geworden. Würde ganz gerne
> ein paar Endrücke von euch wissen?? :-) Wie fandet ihr das
> Spiel bis jetzt?

Bin letztes Wochenende dazu gekommen das Spiel auch das erste Mal zu spielen. Es ist auf jeden Fall sehr kriegerisch und Gegnergerichtet - du musst ständig Angriffe kontern und selbst versuchen dabei mehr Landflächen zu besetzen. Manchmal hilft auch die Flucht nach vorne, um mittels Seefahrt neue Landflächen ins Spiel zu bringen. Letztendlich entscheidet aber die bessere Kartenhand das Spiel, da diese viele Sonderaktionen und damit den ausschlaggebenden Vorteil bringen - zB. doppelte Seefahrt und damit die Chance direkt zwei neue Landflächen zu bekommen. Mir hats Spass gemacht, obwohl ich nach einem harten Kopf-an-Kopf Duell knapp verloren habe.

Wer allerdings die Aktionskarten in deren Verteilung und Anwendung besser kennt, der wird auf lange Sicht auch einen Vorteil haben. Bei der ersten Partie ist es eher ein stochern im Dunkeln, da man sich kaum alle Kartenarten merken kann (sollte man sich vor dem Spiel durchlesen!) und somit immer wieder ueberrascht ist, was die für ein mehr an Möglichkeiten bieten.

Fazit: Konfliktreiches Spiel ungefähr in der Schwierigkeit von Babal anzusiedeln. Wer Landnahmespiele gut findet, dem erwartet hier ein schöner Vertreter des Genres. Die Griechenpoeppel fallen nur zu leicht um - mein Gegenüber hatte einige Probleme damit - kann aber auch an der vorgerückten Uhrzeit gelegen haben! :-)

Bye
Ralf R

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Ralf

Re: Hellas Eindrücke?

Beitragvon Ralf » 17. Dezember 2002, 13:01

Hallo, haben nun einige Spiele hinter uns und können die Nachteile die einige geschildert haben nachvollziehen. Wir haben mal versucht wie folgt zu spielen :
Nur 1 Aktion : Also entweder Grieche oder Schiff oder Karte. Angriff über Wasser prinzipiell nur mit der Karte : Greife Stadt an, zu der keine Nachbarschaft besteht.
Muss anmerken, dass wir vom zweiten Spiel daß mein Bekannter hat, diese Karten( Angriff auf Stadt ohne Nachbarschaft) zusätzlich in dem anderen Spiel verwenden, damit diese Möglichkeit öfter gegeben ist.
Fazit ist, dass nicht soviele Karten( vor allem zu Beginn) im Spiel sind sowie ins Spiel kommen und der Ablauf flüssiger wird. Man verbraucht nicht die Kartenstapel bis zum Ende und somit weiss man weder welche im Spiel sind, und planen kann man dann ja auch besser.
Durch weniger mögliche Aktionen pro Spieler spielt es sich wesentlicher schneller für beide. Ich hör schon die Kritiker..probierts doch erst mal aus.

Gruß
Ralf

PS : Am liebsten ist mir dennoch zur Zeit RISK 2210 A.D.


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