Beitragvon Christiane F. » 23. Januar 2003, 23:42
hi hans-peter (und alle anderen),
zum thema 'maenner und frauen und spielen' hab ich mir schon so oft den mund verbrannt, dass ich hier jetzt lieber auf eine ausfuehrliche stellungnahme verzichte. die 'aelteren' forumsleser erinnern sich vielleicht noch an einen thread im sommer 2001, in dem ich mich ziemlich weit aus dem fenster gelehnt habe und dafuer ja so einen auf die muetze gekriegt habe . . .
nur soviel: ich denke schon, dass es geschlechtsspezifische unterschiede gibt beim spielen (im statistischen mittel gesehn). ich glaube aber, dass die sich nicht darin aeussern, wer welches spiel oefter gewinnt, sondern eher darin, wer welches spiel bevorzugt.
von mir kann ich sagen, dass ich ganz klar spiele mit thema bevorzuge (typisch frau!), und abstrakte spiele lassen mich voellig kalt. schach sowieso (wo ist da der spassfaktor? nur abstrakt denken tu ich in meinem beruf zur genuege), aber auch die (eigentlich ja sehr schoenen) spiele vom projekt gipf lassen mich voellig kalt. was die gewinnhaeufigkeit anbelangt, so reden wir besser net drueber . . .
irgendwo weiter oben (bettina war das glaub ich) wurde gesagt, dass gewinnhaeufigkeit oft auch mit spielhaeufigkeit und zeit fuers spielen zusammenhaengt (nicht nur, aber auch). dem wuerde ich mich uneingeschraenkt anschliessen. und ich kann mir schon gut vorstellen (achtung! vorurteil!), dass maenner mehr zeit mit spielen verbringen als frauen, aus diversen gruenden.
was das buch anbelangt: ich habe es auch gelesen, und einiges von dem, was da als typisch maennlich oder typisch weiblich beschrieben wird, habe ich durchaus wiedererkannt. die begruendungen fuer diese verhaltensweisen sind allerdings in vielen faellen zwar vordergruendig einleuchtend, aber doch eher zweifelhaft. wobei sich nicht leugnen laesst, dass es biologische unterschiede zwischen dem maennlichen und dem weiblichen gehirn gibt.
wobei halt auch hier gilt, dass das ganze im statistischen mittel betrachtet werden muss, und es immer ausschlaege in die eine und die andere richtung gibt. und auch die praegung durch die umwelt waehrend der kinderzeit ist nicht zu vernachlaessigen, worauf rolf ja auch schon hingewiesen hat.
geschlechtsspezifische gruesse,
christiane
(geht jetzt ganz typisch weiblich in die kueche und kocht sich was).