Beitragvon Günter Cornett » 4. April 2003, 11:58
Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Hallo Holger, hallo Günter,
>
> meine Erfahrungen sind da ganz anders. Ich habe zu Beginn
> auch einen Glücksfaktor, wenn ich verdeckte Plättchen zum
> direkten Einspielen benutze. Das Rubeln am Ende verhindert
> eine Denkorgie gegen Ende des Spiels, weil eben ein Halbzug
> Rückstand nicht gleich den Sieg kostet. Auch wird durch das
> Rubeln die Situation aufgelöst, dass zwei Depeschen
> gleichzeitig abgeliefert werden.
>
> Ansonsten wunder ich mich, dass hier soviel über das Rubeln
> geschrieben wird. Es gehört wahrlich keine große Kreativität
> dazu, es aus dem Spiel zu lassen.
Hallo Wolfgang,
Holger und ich haben uns keinesfalls generell gegen Glücksfaktoren ausgesprochen.
Ich finde, dass das Rubeln keine so gute Lösung ist, sehe aber auch - wie ich in meinem obigen Beitrag schreibe - den Grund, weshalb es eingeführt wurde (und wüßte so spontan keine Alternative).
> Und da du, Günter, es mit PP und Clans vergleichst, auch dazu
> ein Wort. PP ist ein Topspiel und hat mit dem
> Haltestellenaufdecken einen nicht unerheblich Glücksfaktor.
Das Haltestellenaufdecken geschieht aber während des ganzen Spieles. Es ist kein Glücksfaktor der nur oder vor allem bei Spielende auftritt. Gegen Spielende wird er kleiner, da man sich manche Haltestelle merken kann und zudem noch ein Farbplättchen hat, das die anderen nicht kennen.
> Der funktioniert gut und ist für mich völlig anders als der
> in KdZ.
Ich nannte Paris, Paris ja auch als positives Beispiel dafür, wie man einen Glücksfaktor gekonnt in ein taktisches Spiel einbaut.
> Bei Clans ist der einzige Glücksfaktor, welche Farbe ich
> zugelost bekomme. Ich spiele Clans unheimlich gern (haben
Auch Clans hatte ich als positives Beispiel genannt, wo auch gegen Spielende Königsmachereffekte dadurch verhindert werden, dass man nicht weiss, welche Farbe nicht im Spiel ist
> Clans-Turnier am 21.6.). Ich habe aber einige Male erlebt,
> dass Neulinge mit der großen Auswahl an Zügen zu Beginn des
> Spiels ihre Probleme haben.
Jo, da binich mitunter auch etwas irritiert ;-)
> Wolfgang (fragt sich bei jeder Diskussion um Glücksfaktoren,
> warum Spieler, die den nicht mögen, moderne Spiele wollen und
> nicht auf Klassiker wie Schach, GO, Dame etc zurückgreifen).
Die Antwort ist einfach:
Die Diskussion geht hier nicht um Glücksfaktoren ansich. Der Punkt ist eher, die richtige Mischung von Glück und Taktik zu finden. Auch Holger schrieb doch:
**Nichts gegen Glückspiele, ich bin auch begeisterter Can´t Stop Spieler, auch Formula De bei der es auf die richtige Mischung aus Glück und Strategie ankommt ist eines meiner Lieblingsspiele.**
Es gibt eben innzwischen ein breites Spiele-Spektrum zwischen Schach und Lotto.;-)
Gruß, Günter