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Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

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Christian Hildenbrand

Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Christian Hildenbrand » 16. Mai 2003, 14:04

Hallihallo !

Ich kam gestern in den Genuß, zum ersten Mal "Alhambra" zu spielen. Hier ein kleiner Bericht und mein Eindruck:

Also, ich fand es nicht sooo berauschend. Damit war ich aber auch der einzige am Tisch.

Mein Kritikpunkt:

Es entscheidet sich im Prinzip schon vor der ersten Wertung, wer am Ende vorne liegen wird, und wer keine Chance mehr hat, ins Titelrennen einzugreifen. Das zumindest war meine Meinung nach der ersten Partie. Diese deckt sich nicht im geringsten mit der Meinung der anderen, aber die waren auch nicht von Anfang an abgeschlagen.

Kurz der Hintergrund rein regeltechnisch, der meine Kritik betrifft:
Die zu kaufenden Stadtplättchen haben unterschiedliche Werte. Diese sind aber nur beim Einkaufen, nciht mehr bei der Wertung wichtig. Bei der Wertugn kommt es nur darauf an, wieviele Plättchen in der Stadt sind. Somit hat derjenige, der es nicht schafft, in den ersten Runden bis zur ersten Wertung das ein oder andere billige Plättchen zu ergattern, gegenüber denen, die es geschafft haben, einen entscheidenden Nachteil, denn er bleibt auf der Punkteleiste zurück.
Was einmal in der Stadt liegt, liegt. Somit bekommt jemand, der die meisten Plättchen einer Art (6 verschiedene Arten) in seiner Stadt liegen hat, zumeist die Maximal-Punkte nicht nur in der ersten Wertung, sondern auch in den beiden darauf folgenden (war bei uns einfach so).

Ja, es kann jeder selbst dafür sorgen, daß er derjenige ist, der diesen Vorteil des frühen Führenden für sich beanspruchen darf. Aber es sind zu viele Zufälle, die dafür sorgen, daß man nicht ausgebootet wird in den ersten Runden. So hat derjenige, der niedrige Scheine bekommt zu Beginn (werden an jeden ausgeteilt, bis Wert von über 20 - kann also mit 3 Scheinen schon passieren, aber auch erst mit 7 oder 8) einen Vorteil, weil er gleich eher passend bezahlen kann. Passend bezahlen heißt "noch mal dran". Somit kommen zuerst die billigen Plättchen raus, teurere dafür hin. Die anderen Spieler sind schon 1-2 Plättchen im Rückstand.

4 verschiedene Geldsorten, die jeweils nur für das spezielle Plättchen an dem entsprechenden Platz verwendet werden können ... das heißt, plane ich ein klein wenig darauf hin, ein bestimmtes Plättchen zu bekommen (und das Geld auf der Hand ist nun mal sehr begrenzt), muß ich darauf hoffen, daß in den beiden Runden, in denen ich Geld nachziehe und dann eben den Kauf tätigen will, kein anderer Spieler auf die Idee kommt, mir genau dieses Plättchen vor der Nase wegzuschnappen. Das nächste, das dann da liegt, paßt entweder von der Stadtmauer her nicht, ist ein Teil, für das ich eh keine Punkte mehr bekommen werde, weil zu wenig von dem Plättchentyp in meiner Stadt sind, oder es ist die Kleinigkeit teurer als das vorherige Plättchen, das ich eigentlich kaufen wollte, jetzt aber 1-2 Geld zu wenig habe. 2 Möglichkeiten: wieder Geld nachziehen, wieder hoffen, dann vielleicht mal Glück haben. Oder aber ich konzentriere mich auf ein anderes Plättchen, das mit einer anderen Geldfarbe bezahlt wird ... und gehe da eventuell genauso baden wie mit meinem vorherigen Vorhaben. Schuppsdiwupps bin ich so weit abgeschlagen, weil die anderen alle günstig und schnell bauen, daß ich selbst keine Chance mehr habe, ins Spiel einzugreifen, und das nach dem ersten Drittel des Spiels.

Vielleicht lag es an der Tatsache, daß wir zu 5t gespielt haben. Ich würde das Spiel gerne noch mal zu dritt oder viert spielen, vielleicht ist dann diese zu sehr vom Glück bestimmte Situation entschärfter. Schaun mer mal.

Das war mein Eindruck. Ich will jetzt nicht als schlechter Verlierer rüberkommen, es ist einfach nur eine Sache, die mir während dem Spiel schon aufgefallen war und gerne wissen will, ob ich der einzige bin, der diese Erfahrung gemacht hat.

Ach ja, irgendwo anders wurden die Mauern mal angesprochen. Ich war zufällig derjenige, der die meisten Punkte durch Mauern hatte, zumindest bei der 2. und 3. Wertung ... aber dennoch war ich etwa 70 Punkte hinter dem 1., 55 hinter dem 2. und zwischen 20 und 30 hinter den anderen beiden Mitspielern (wenn ich es noch halbwegs richtig in Erinnerung hatte).

Nachdenkliche Grüße !

Ciao, Christian (... weiß, warum er es nicht auf seine persönliche Auswahlliste genommen hat ...)

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Kathrin Nos
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Glueckselement bei Alhambra

Beitragvon Kathrin Nos » 16. Mai 2003, 14:27

Hallo Christian,

"Christian Hildenbrand" hat am 16.05.2003 geschrieben:
> Also, ich fand es nicht sooo berauschend. Damit war ich
> aber auch der einzige am Tisch.

Um es vorwegzunehmen: Mir hat Alhambra sehr gut gefallen!

> Mein Kritikpunkt:
>
> Es entscheidet sich im Prinzip schon vor der ersten
> Wertung, wer am Ende vorne liegen wird, und wer keine
> Chance mehr hat, ins Titelrennen einzugreifen. Das
> zumindest war meine Meinung nach der ersten Partie. Diese
> deckt sich nicht im geringsten mit der Meinung der anderen,
> aber die waren auch nicht von Anfang an abgeschlagen.

Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. In der zweiten und in der dritten Wertung werden jeweils deutlich mehr Punkte vergeben als in der ersten Wertung, so dass sich durchaus grössere Verschiebungen ergeben können.

> Kurz der Hintergrund rein regeltechnisch, der meine Kritik
> betrifft:
> Die zu kaufenden Stadtplättchen haben unterschiedliche
> Werte. Diese sind aber nur beim Einkaufen, nciht mehr bei
> der Wertung wichtig. Bei der Wertugn kommt es nur darauf
> an, wieviele Plättchen in der Stadt sind. Somit hat
> derjenige, der es nicht schafft, in den ersten Runden bis
> zur ersten Wertung das ein oder andere billige Plättchen zu
> ergattern, gegenüber denen, die es geschafft haben, einen
> entscheidenden Nachteil, denn er bleibt auf der
> Punkteleiste zurück.

Klar: Durch das zufällige Nachziehen sowohl der Gebäude als auch der Geldscheine ist ein Glückselement im Spiel. Und je mehr Leute mitspielen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau dann ein Gebäude oder ein Geldschein aufgedeckt wird, den ich gerne hätte, aber schon von jemand anderem genommen wurde bis ich dran bin.

Gerade bei Alhambra - im Vergleich zu seinen Vorgängern Al Capone und Stimmt So! - sind aber zwei Mechanismen eingeführt worden, die dies abmildern.

Zum einen kann man verschiedene Geldscheine im Gesamtwert bis zu 5 nehmen. Das bringt einen grossen Vorteil, weil es einem mit kleinen Geldscheinen besser möglich ist, passend zu bezahlen und damit einen weiteren Zug machen zu können.

Das andere betrifft die Verteilung der Mauern im Verhältnis zum Preis: Die billigeren Gebäude einer Sorte besitzen mehr Mauern. Das ist wiederum eine zweischneidige Komponente: Ein Plättchen mit drei Mauerteilen kann meine Mauer gleich tüchtig verlängern. Andererseits behindert es mich beim weiteren Ausbau.

> Was einmal in der Stadt liegt, liegt. Somit bekommt jemand,
> der die meisten Plättchen einer Art (6 verschiedene Arten)
> in seiner Stadt liegen hat, zumeist die Maximal-Punkte
> nicht nur in der ersten Wertung, sondern auch in den beiden
> darauf folgenden (war bei uns einfach so).

Kommt auf die Konstellation an. Wenn jemand es schnell schafft, irgendwo die absolute Mehrheit zu erhalten, ist es sicher so. Hier schlägt eben evt. auch das oben erwähnte Glückselement durch.

Andererseits müssen die anderen auch aufpassen. Möglicherweise lohnt es sich mal, unpassend zu bezahlen, um zu verhindern, dass jemand die klare Mehrheit erhält?

> Ja, es kann jeder selbst dafür sorgen, daß er derjenige
> ist, der diesen Vorteil des frühen Führenden für sich
> beanspruchen darf. Aber es sind zu viele Zufälle, die dafür
> sorgen, daß man nicht ausgebootet wird in den ersten
> Runden.

Wir haben auch die beiden Vorgänger Al Capone und Stimmt So! gespielt (die beiden sind weitgehend identisch, erst bei Alhambra gibt es die schon erwähnten Neuerungen - wir besitzen leider nicht die db-Ausgabe Al Capone, sondern nur das nicht so schön aufgemachte Stimmt So!). Meiner Meinung und auch Erfahrung nach war es hier eher so wie Du beschreibst. Die Neuerungen bei Alhambra (Mauern, Bauregeln, Nachziehregeln für das Geld) sorgen m.E. hier für mehr Ausgleich. Mal abgesehen, dass ich es auch ästhetisch viel schöner finde als Stimmt So! (Al Capone ist da für mich ausser Konkurrenz - ich mag die db-Spiele einfach!!)

> So hat derjenige, der niedrige Scheine bekommt zu
> Beginn (werden an jeden ausgeteilt, bis Wert von über 20 -
> kann also mit 3 Scheinen schon passieren, aber auch erst
> mit 7 oder 8) einen Vorteil, weil er gleich eher passend
> bezahlen kann. Passend bezahlen heißt "noch mal dran".
> Somit kommen zuerst die billigen Plättchen raus, teurere
> dafür hin. Die anderen Spieler sind schon 1-2 Plättchen im
> Rückstand.

Wie gesagt: Wer billige Gebäude kauft, bekommt auf Dauer wegen der Mauern Schwierigkeiten, seine Alhambra weiter auszubauen.

> Vielleicht lag es an der Tatsache, daß wir zu 5t gespielt
> haben. Ich würde das Spiel gerne noch mal zu dritt oder
> viert spielen, vielleicht ist dann diese zu sehr vom Glück
> bestimmte Situation entschärfter. Schaun mer mal.

Das kann sein. Es ist halt wie z.B. auch bei Carcassonne: Man ist insgesamt weniger häufig an der Reihe.

Es funktioniert übrigens auch zu zweit sehr schön :-)

Alles Gute und ein schönes und spielerisches Wochenende wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Michael Weber

Re: Glueckselement bei Alhambra

Beitragvon Michael Weber » 16. Mai 2003, 15:23

> Wie gesagt: Wer billige Gebäude kauft, bekommt auf Dauer
> wegen der Mauern Schwierigkeiten, seine Alhambra weiter
> auszubauen.


Das kann ich nur bestätigen. Bei unseren bisherigen Spielen war genau das das Problem für die am Anfang Führenden. Die hatten zwar viele Plättchen, sich aber auch so zugebaut, dass sie Mühe hatten, die Alhambra zu erweitern. Das bedeutet: Man muss Einreißen oder Austauschen und da kann locker jemand, der hinten liegt, aufschließen.

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Gregor Breckle
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Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Gregor Breckle » 16. Mai 2003, 15:45

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Hallihallo !

... Hallöchen,

> Also, ich fand es nicht sooo berauschend. Damit war ich aber
> auch der einzige am Tisch.

Das stimmt so nicht ganz. So toll fand ich es auch nicht, auch wenn ich die 70 Punkte vor Dir war ;-) (das hat vielleicht im ersten Rausch die Sinne getrügt). Ich habe heute schon mal jemandem von der gestrigen Partie geschrieben und dabei auch ähnliches angesprochen.
Ich denke, daß die Glückskomponente von daher relativ groß ist, daß derjenige, der häufig passend zahlen kann, weil er halt das Glück mit den Plättchen bzw. dem Geld hat, am meisten vom Spiel hat. Dieser bekommt ein Gebäude und Geld zum weitermachen.
Des weiteren gibt es dann dafür aus dieser ebenfalls ersten Partie eher noch zuwenige Regulationsmechanismen. Geld ziehen hilft nicht aus dem Dilemma und wenn das bereits vorhandene Geld nicht zu den Plättchen paßt, ist es halt Essig.

Ich denke zwar, daß es durchaus noch möglich ist, aufzuholen, aber nur mit ordentlich Glück. Für mich drängt sich hier ein Vergleich mit Transamerica ein bißchen auf. Wenn ich halt nun mal nach Boston muß und alle anderen im Süden sind, habe ich auch Pech, und wenn mir das drei Runden hintereinander passiert, kann man bei Transamerica gewinnen ebenfalls abschreiben.

So, daß war mein Kommentar hierzu.

Viele Grüße

Gregor (bei dem es Alhambra bisher wohl auch weder auf die Auswahl- noch auf die Einkaufsliste schaffen würde, der aber eh immer noch Schwierigkeiten hat, einer 10er-Liste für Bennos Umfrage zusammenzubekommen, insbesondere, da einige Neuheiten immer noch aufs Ausprobieren warten - uff, der war aber lan :-) )

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Tanja Sepke

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Tanja Sepke » 16. Mai 2003, 15:53

die Kritikpunkte wurden im Spiel zu sechst bei uns auch laut (hallo Jost ;-)...)....

Ich habe die Kritikpunkte als nicht so schlimm empfunden, obwohl ich auch nicht gewonnen habe.

Zu Zweit macht [b]uns [/b] Alhambra sehr viel Spaß :-) , und ich denke, auch zu dritt oder viert funktioniert es richtig gut. Es entstehen keine zu langen Wartezeiten und der Einfluß steigt.....probier´s doch einfach mal mit weniger Mitspielern.

Grüße aus Soest
Tanja

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peer

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon peer » 16. Mai 2003, 15:58

Hi,
also mir gefaällt Alhambra ganz gut, aber bei weitem nicht "genial". Nettes Spiel eben...
Ich würde unterschreiben, dass Alhambra einen Glücksfaktor hat: Wer nämlich immer passend zahlen kann, hat einfach einen Vorteil. Zwar ist man durch geschickte Kartenwahl seines Glückes Schmied, aber der Zufallsfaktor lässt sich nicht leugnen.
Allerdings denke ich nicht, dass eine Führung bzw. ein Rückstand sich nicht mehr aufholen liesse. Jedenfalls sparchen meine Partien bislang eine andere Sprache. Gerade bei der ersten Wertung punktet ja oft derjenige als Führender der überhaupt ein entsprechendes Plättchen hat. Überhaupt sagt die erste Wertung sehr wenig aus und ist macht am Ende höchstens mal einen Platz aus. Wenns knapp wird...

Ansonsten zum Sparen: Ist wie bei Atlantic Star. Ich habe mir angewöhnt, bei mehr als 3 Spielern gar nicht auf die Auslage zu schielen, wenn ich nicht dran bin. Man ärgert sich nur. Und trotzdem liefs bislang nicht schlecht für mich (immer unter den ersten Drei von 5)... :-D

ciao
Peer

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Jürgen W.

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jürgen W. » 16. Mai 2003, 16:23

Hallo, Christian,

ich stimme dir weitestgehend zu. Man wird ganz schön stark gespielt in Alhambra. Zu viele Zufälle regieren das Spiel: Farben + Höhe der aktuellen Geldscheine, Farbe, Höhe und Mauernanordnung der aktuellen Plättchen: Das alles _gezielt_ unter einen Hut zu bringen, ist eigentlich gar nicht möglich, sondern das Spiel bezieht seinen (einzigen?!) Reiz daraus, dann, wenn man dran ist, eben das beste aus der momentanen Auslage zu machen.

Dafür finde ich´s aber auf der anderen Seite doch um einiges zu kompliziert (all die vielen Farben und Formen der Mauern), so dass ich auch nicht die Familien das Spiel mit wirklicher Begeisterung spielen sehe.
Dass es also so häufig als SdJ-Tipp genannt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Das gibt´s doch Besseres dieses Jahr.

Viele Grüße Jürgen

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Gabi Goldschmidt

Re: Glueckselement bei Alhambra

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 16. Mai 2003, 17:53

Michael Weber schrieb:
>
Das bedeutet: Man muss Einreißen oder Austauschen und da kann locker jemand, der hinten liegt, aufschließen.


Habe ich in der Regel etwas überlesen?
Ich dachte immer, Plättchen, die nicht in der Reserve liegen, sondern in die Alhambra eingebaut wurden, müssen bis zum Spielende genau dort liegenbleiben ??

Ciao Gabi

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Kathrin Nos
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Umbau der Alhambra

Beitragvon Kathrin Nos » 16. Mai 2003, 18:01

Hallo Gabi,

"Gabi Goldschmidt" hat am 16.05.2003 geschrieben:
> Habe ich in der Regel etwas überlesen?
> Ich dachte immer, Plättchen, die nicht in der Reserve
> liegen, sondern in die Alhambra eingebaut wurden, müssen
> bis zum Spielende genau dort liegenbleiben ??

Nein. Die Regel erlaubt folgende Umbauten (siehe übrigens http://www.spielbox.de/spielarchiv/kmw/alhambrar.php4 - dort kann man die Spielregel als .pdf lesen):

[i]Zum Umbau Ihrer Alhambra stehen Ihnen drei Möglichkeiten offen:

-> Ein Gebäudeplättchen von Ihrem Reservefeld an Ihre Alhambra anbauen.

-> Ein Gebäudeteil Ihrer Alhambra abbauen und in Ihr Reservefeld legen.

-> Ein Gebäudeteil vom Reservefeld gegen eines von Ihrer Alhambra austauschen. Dabei muss das neue Gebäudeplättchen exakt an die freigewordene Position in der Alhambra gelegt werden.[/i]

Damit braucht man aber z.B. zwei Aktionen, um ein Gebäudeteil umzusetzen: Erst abbauen und in die Reserve legen, und beim nächsten Mal wieder einsetzen.

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Wolfgang Ditt

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 16. Mai 2003, 18:29

Hallo,

im ersten Spiel dachte ich auch, der Glücksfaktor wäre hoch. Bis zu vier Spielern ist er das nicht und Aufholen ist sehr gut möglich.

Hier die Rezension der Pöppelkiste:
http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/gutespiele/2003/alhambra/alhambra.htm

Wolfgang

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Jost Schwider

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jost Schwider » 16. Mai 2003, 20:24

"Christian Hildenbrand" hat am 16.05.2003 geschrieben:

> Also, ich fand es nicht sooo berauschend. Damit war ich
> aber auch der einzige am Tisch.

Wir waren wenigstens zu zweit (zugegeben: von sechs).
>
> Es entscheidet sich im Prinzip schon vor der ersten
> Wertung, wer am Ende vorne liegen wird, und wer keine
> Chance mehr hat, ins Titelrennen einzugreifen. Das
> zumindest war meine Meinung nach der ersten Partie.

Ganz so krass würde ich es nicht sehen. Aber wer in der ersten Runde die besten Chancen bekommt, ist nur noch schwer einzuholen.

> Die zu kaufenden Stadtplättchen haben unterschiedliche
> Werte. Diese sind aber nur beim Einkaufen, nciht mehr bei
> der Wertung wichtig. Bei der Wertugn kommt es nur darauf
> an, wieviele Plättchen in der Stadt sind. Somit hat
> derjenige, der es nicht schafft, in den ersten Runden bis
> zur ersten Wertung das ein oder andere billige Plättchen zu
> ergattern, gegenüber denen, die es geschafft haben, einen
> entscheidenden Nachteil, denn er bleibt auf der
> Punkteleiste zurück.

100% ACK.
Tatsächlich war es in unserer Runde so, dass ich noch gar kein Plättchen kaufen konnte (geschweige denn passend), als schon die erste Wertung über uns hereinbrach...

> Was einmal in der Stadt liegt, liegt. Somit bekommt jemand,
> der die meisten Plättchen einer Art (6 verschiedene Arten)
> in seiner Stadt liegen hat, zumeist die Maximal-Punkte
> nicht nur in der ersten Wertung, sondern auch in den beiden
> darauf folgenden (war bei uns einfach so).

Zumindest hat er die besten Chancen dazu.

> Passend bezahlen heißt "noch mal dran".
> Somit kommen zuerst die billigen Plättchen raus, teurere
> dafür hin. Die anderen Spieler sind schon 1-2 Plättchen im
> Rückstand.

Yapp.

Bei uns hat mit Abstand derjenige gewonnen, der hinter dem Pechvogel des Abends gesessen hat. So blieb für ihn immer reichlich leckeres liegen.

> Ciao, Christian (... weiß, warum er es nicht auf seine
> persönliche Auswahlliste genommen hat ...)

Viele Grüße
Jost aus Soest (dito)
http://www.ggrz-hagen.nrw.de/js-andalus.htm - [i]Alhambra und mehr[/i]

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Jost Schwider

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jost Schwider » 16. Mai 2003, 20:25

"Tanja Sepke" hat am 16.05.2003 geschrieben:

> die Kritikpunkte wurden im Spiel zu sechst bei uns auch
> laut (hallo Jost ;-)...)....

Hallo wach... Wie ich? :-D

> Ich habe die Kritikpunkte als nicht so schlimm empfunden,
> obwohl ich auch nicht gewonnen habe.

Du hast ja auch hinter dem genialsten Spieler der Runde gesessen, der trotz des Pechs, hinter dem Glückspilz zu sitzen ("Huch, passt ja schon wieder!"), immerhin noch dritter wurde.

> Zu Zweit macht [b]uns [/b] Alhambra sehr viel Spaß :-) ,

Das kann ich mir sehr gut vorstellen.

> und ich denke, auch zu dritt oder viert funktioniert es
> richtig gut.

Es wird so ähnlich wie bei "6 Nimmt" oder auch "Drunter & Drüber" sein: Zu zweit ist es "gerecht" zu vielen (bestenfalls!) einfach nur ein Fun-Spiel...

Viele Grüße
Jost aus Soest (mag die echte Alhambra)
http://www.ggrz-hagen.nrw.de/js-andalus.htm - [i]Alhambra und mehr[/i]

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Michael Andersch

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Michael Andersch » 16. Mai 2003, 21:28

Hallo Christian,

Deine Meinung kann ich größtenteils nachvollziehen. Auch ich finde das Spiel maximal "nett", aber nicht mehr.
Ich habe jeweils eine Partie zu dritt, viert und fünft hinter mir, und ebenso wie bei Showmanager / Atlantic Star steigt der Glücksfaktor mit der Spielerzahl - weswegen ich es allerhöchstens zu viert, besser nur zu dritt spielen würde.

Auch in meinen Partien war es so, dass die Positionen nicht sehr häufig gewechselt haben - allerdings wundert mich dies, denn theoretisch sollten die ansteigenden Punkte ein Aufholen doch ermöglichen. Das war aber auch bei uns nicht der Fall.

Viele Grüße,
Micha

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Manfred Stenzel

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Manfred Stenzel » 16. Mai 2003, 22:27

Ich muss sagen, dass uns das Spiel sehr gut gefallen hat. Wir haben es einige Male zu dritt gespielt (in verschiedenen Besetzungen) und alle Beteiligten hatten Spaß daran. Ich finde es eine gelungene Mischung aus Kombination und Glück, da man Plättchen, die auf den ersten Blick nicht optimal anzulegen sind, später im Spiel sehr gut gebrauchen kann. Sobald man eine Möglichkeit gefunden hat, sich die Stadt an irgendeiner Seite offen zu lassen, sodaß man immer weiterbauen kann, hat man gute Möglichkeiten, die wertvollsten Prioritäten zu erreichen. Man muß schon ein bißchen darauf achten, was die Mitspieler so sammeln und hat sehr wohl die Möglichkeit, sich interessante Varianten zurecht zu legen.
Das Spiel zu dritt erscheint mir ideal, ich kann mir vorstellen, dass bei fünf Personen der Reiz etwas verloren geht.
Die einfachen Regeln ermöglichen einen raschen Spieleinstieg und das ist auch ein großer Vorteil. Das Spiel erhebt sicherlich keinen Anspruch auf hohe Komplexibilität, soll es aber auch nicht. Seine Position als flottes, abwechslungsreiches Familienspiel erfüllt es aber mit Bravour. Meiner Meinung nach eines der besten Spiel dieses Jahrgangs.

Manfred

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HBS

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon HBS » 16. Mai 2003, 23:49

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Hallihallo !

Moin, Moin!

> Ich kam gestern in den Genuß, zum ersten Mal "Alhambra" zu
> spielen. Hier ein kleiner Bericht und mein Eindruck:
>
> Also, ich fand es nicht sooo berauschend. Damit war ich aber
> auch der einzige am Tisch.

woher Du uns allen gleich einen "Rausch" unterstellen möchtest, ist mir etwas unklar... :-? - ich hatte nach der Partie eher den Eindruck, daß wir es alle ganz nett aber jetzt nicht supertoll fanden. Persönlich fand die Partie auf jeden Fall interessant, weil ich auf Alhambra neugierig gewesen war... aber "interessant" ist eben auch etwas anderes als "berauschend". Ach ja... ich gebe ja zu, ich fand es auch "hübsch"... was aber noch etwas anderes ist und wobei ich mit meiner Meinung wohl eher alleine dastand...

Zu Deinen Kritikpunkten, besonders dem, der "Glücksabhängigkeit":

natürlich ist ein gewisser Glücksfaktor bei dem Nachzugprinzip der Karten und Plättchen, gleichzeitig glaube ich auch, daß sich gerade das taktische Element, mit dem man dagegen etwas ansteuern kann, uns allen eben gestern nicht gleich von Anfang an erschlossen hat. Ein Merkmal dafür war für mich, daß Ihr (oder zumindest zwei von Euch...) ziemlich erstaunt wart, als ich gegen Spielende deutlich anfing, die Plättchen der einzelnen Sorten zu zählen - was ganz klare taktische Überlegungen zum Hintergrund hatte. (was lohnt noch zu kaufen? wo kann ich noch Punkte bekommen? wo sind die Mehrheiten eindeutig verteilt?)

zu Deiner Kritik, das Ergebnis des Spieles entschiede sich schon vor der ersten Wertung:

das kann ich gerade nach der gestrigen Partie nicht so richtig nachvollziehen. Wenn ich mich richtig erinnere, lagen wir nach der ersten Wertung gerade mal einen Punkt auseinander und hatten beide gemeinsam die wenigsten Plättchen. Bei der zweiten Wertung kam ich zwar Punktemäßig schon besser weg als Du, hatte aber die wenigsten Plättchen, die ich allerdings - natürlich mit etwas Glück, denn nur war ausliegt kann gekauft werden - aus strategischen Überlegungen gekauft hatte... (welche Sorte hat noch niemand/haben noch nicht viele?)

Bei beiden Wertungen hatte ich noch gar kein besonderes Gefühl über das Ausgang des Spieles bzw. sah es noch in keiner Weise als entschieden an... und trotz einer eindeutigen "Parklastigkeit" bei Gregor hatte ich eher den Eindruck, daß diese "Monokultur" ihn im Endeffekt zu viele Punkte kosten würde. Petras "Taktik" sah mir da eindeutig besser aus - allerdings ging sie (und auch da kommt wohl wieder das Kartenglück ins Spiel) nicht auf.

Wie Du siehst, haben wir sehr unterschiedliche Eindrücke von der Partie - ein klassischer Fall von "noch mal probieren", oder? ;-)

Gruß,
Hanna
(die weiß, daß Christian _nicht_ nach Gregor dran ist... obwohl sie sich nicht sicher ist, ob sie nicht vielleicht nach Petra... ;-) :-P )

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Attila
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Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Attila » 18. Mai 2003, 19:58

Hiho,

Ich finde nicht das Alhambra soo vom glück bestimmt wird - ob ein Gebäude "billig" oder "teuer" ist, spielt imho keine grosse Rolle, denn man kann sich das Geld ja einfach nehmen. Man muss doch im Grunde seine Geldhand so flexibal wie möglich gestalten, so das man nicht so sehr davon abhängig ist, was aufgelegt wird - man muss halt "passend" Zahlen können ! Und das kann man besser wenn man vernünftig Geld gesammelt hat - nicht nur die "hohen" Scheine !

Wohl etwas "unglück" kann einem passieren (zumindest empfindet man das so), wenn eigentlich gute Gebäude ausliegen, aber bevor man dran kommt alle futsch sind und durch dann Gebäude da liegen die man nicht kaufen kann oder will.

Die "kraut-und-rüben"-Stragegie (immer kaufen wenn es passt) ist gezieltem kaufen von Gebäuden (manchmal auch "unpassend") deutlich überlegen - das war zumindest bei uns so ! - Mehrheiten bilden und die Mauer'n ausbauen ! Wenn natürlich 4 Leute am Tisch sitzen und immer kaufen, wenn sie können, ist das ganz ein wenig witzlos und ziemlich zufällig ! :-)

Atti

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Attila
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RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Attila » 18. Mai 2003, 20:34

Jost Schwider schrieb:

> Tatsächlich war es in unserer Runde so, dass ich noch gar
> kein Plättchen kaufen konnte (geschweige denn passend), als
> schon die erste Wertung über uns hereinbrach...

Und ihr habt ganz bestimmt Alhambra gespielt ? :-)
Das kann doch im grunde gar nicht sein ! - Es werden doch bestimmt 5 oder 10 Runden gespielt bevor die erste Wertung überhaupt kommen kann ! - Ich weiss jetzt nicht genau die Anzahl der Karten.
In welcher Runde kam die Wertung denn ? In der ersten oder was ?

> > in seiner Stadt liegen hat, zumeist die Maximal-Punkte
> > nicht nur in der ersten Wertung, sondern auch in den beiden
> > darauf folgenden (war bei uns einfach so).
> Zumindest hat er die besten Chancen dazu.

Das ist ja auch sinn der Sache ! Da spielt man doch auch drauf !
Wenn kein anderer gezielt einem anderen die Punkte streitig machen will, dann liegt das nicht an "glück" oder "unglück", sondern an den Mitspielern ! - Angenommen Spieler A führt und Spieler B kann mit einem Turm, der offen ausliegt Spieler A die Mehrheit der Türme streitig zu machen. Ich bin dran und kann den Turm "passend" bezahlen, habe aber selber einen grossen Rückstand an Türmen. Ich wäre ja verdammt Schwarz im Geischt, wenn ich nur um "passend" zu zahlen den Turm nehme ! - Da muss ich mich nicht wundern ! Man muss schon aufpassen wer was hat und die Anzahl der Plättchen steht nicht umsonst auf der Reservekarte drauf - das ist wichtig !

> Bei uns hat mit Abstand derjenige gewonnen, der hinter dem
> Pechvogel des Abends gesessen hat. So blieb für ihn immer
> reichlich leckeres liegen.

Das hört sich danach an, als ob alle ziemlich planlos gespielt haben ! - So nach der Devise "wenn's passt, dann kauf ich" ! - Wenn man so Puerto Rico spielt, dann ist es auch ziemlich sinnlos !

Ich muss zugeben, Alhambra ist eines der Spiele, welche man mehrmals spielen muss, damit man erstmal begreift wie man das Spiel beeinfluss kann und wie man gezielt vorgehen kann !

Atti

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Jürgen W.

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jürgen W. » 19. Mai 2003, 01:22

Manfred Stenzel schrieb:
Die einfachen Regeln ermöglichen einen raschen Spieleinstieg
> und das ist auch ein großer Vorteil. Das Spiel erhebt
> sicherlich keinen Anspruch auf hohe Komplexibilität, soll es
> aber auch nicht. Seine Position als flottes,
> abwechslungsreiches Familienspiel

Der eine (= Attila) schreibt, man muss es häufiger spielen, um´s zu verstehen, der andere (= du) schreibt, dass es ein abwechlungsreiches _Familien_spiel ist - passt das zusammen??

Grüße.
Jürgen

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hannes

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon hannes » 19. Mai 2003, 02:06

Hallo Jürgen

> Der eine (= Attila) schreibt, man muss es häufiger spielen,
> um´s zu verstehen,

Attila sagt sinngemäss, dass man es schon ein paar Mal spielen muss, bis man es gut spielt, bis man versteht, wie man es gewinnen kann.

> der andere (= du) schreibt, dass es ein
> abwechlungsreiches _Familien_spiel ist - passt das zusammen??

Alhambra ist ein Familienspiel, weil die Regeln nicht sehr kompliziert sind.

Ich finde, das passt ohne Weiteres zusammen.

Ich finde, dass Alhambra auch nicht mehr vom Glück abhängt als etwa Siedler von Catan.

Und ich finde, dass Alhambra auf die Auswahlliste der 3 Nominierten kommen sollte.

hannes

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Attila
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Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Attila » 19. Mai 2003, 10:38

hannes schrieb:

> Attila sagt sinngemäss, dass man es schon ein paar Mal
> spielen muss, bis man es gut spielt, bis man versteht, wie
> man es gewinnen kann.

So war es gemeint ! :-)
Der Zugmechanismus ist zugegeben sehr einfach, aber verführt in den ersten Spielen doch arg zur "Schnapp was du kannst"-Mentalität ! - Nach ein oder zwei Spielen (wenn es keiner kennt) wird irgendein Spieler feststellen das dies irgendwie nicht der Weissheit letzter Schluss sein kann (vorallem, weil man absolut davon abhängig ist was man für Karten bekommt und welche Plättchen ausgelegt werden). Und wenn der erste Anfängt gezielt zu kaufen, dann sollten die anderen sich langsam wundern wieso der auch immer gewinnt ! :-)

> Und ich finde, dass Alhambra auf die Auswahlliste der 3
> Nominierten kommen sollte.

Ich denke auch das Alhambra gute Chance haben müsste.

Atti

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Stephan Zimmermann

Re: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Stephan Zimmermann » 19. Mai 2003, 13:57

Hi Leute,

Klar ist Alhambra sehr stark glücksabhängig. Na und! Es macht (trotzdem) Spass!


Attila schrieb:

> Die "kraut-und-rüben"-Stragegie (immer kaufen wenn es passt)
> ist gezieltem kaufen von Gebäuden (manchmal auch
> "unpassend") deutlich überlegen - das war zumindest bei uns
> so !

Bei uns auch (Spiel zu viert).
Insbesondere, was soll das gezielt kaufen? Im Spiel zu viert bringt
fast jedes Gebäude Punkte (weil sich in fast keiner Sorte ein deutlicher
Vorsprung entwickelte).

Gezielt hab ich nur Gebäude gekauft, die gößere Mauern verbinden oder
teure ohne Mauern um den Baubereich nicht zu klein werden zu lassen.


> natürlich 4 Leute am Tisch sitzen und immer kaufen, wenn sie
> können, ist das ganz ein wenig witzlos und ziemlich zufällig
> ! :-)

Das ist aber so. Im Prinzip wir immer gekauft, wenn man es passend hat.
Außnahme: man kann das Teil gar nicht gebrauchen oder man überzahlt,
weil es ein wichtiges Teil ist.


Wie man allerdings bei dem Spiel 70 Punkte Rückstand auf irgendwen haben kann ist mit vollkommen schleierhaft. Typisches Ergebnis beim Viererspiel
bei uns: Erster 100-110, Letzter 80-90


Grüße, Stephan

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Jost Schwider

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jost Schwider » 19. Mai 2003, 15:14

"Attila" hat am 18.05.2003 geschrieben:

> Jost Schwider schrieb:
>
>> Tatsächlich war es in unserer Runde so, dass ich noch gar
>> kein Plättchen kaufen konnte (geschweige denn passend), als
>> schon die erste Wertung über uns hereinbrach...
>
> Und ihr habt ganz bestimmt Alhambra gespielt ? :-)
> Das kann doch im grunde gar nicht sein ! - Es werden doch
> bestimmt 5 oder 10 Runden gespielt bevor die erste Wertung
> überhaupt kommen kann ! - Ich weiss jetzt nicht genau die
> Anzahl der Karten.
> In welcher Runde kam die Wertung denn ? In der ersten oder
> was ?

In der zweiten Runde. Wir waren 6 Spieler und ich saß natürlich an Position 6... :-/

>>> in seiner Stadt liegen hat, zumeist die Maximal-Punkte
>>> nicht nur in der ersten Wertung, sondern auch in den beiden
>>> darauf folgenden (war bei uns einfach so).
>>
>> Zumindest hat er die besten Chancen dazu.
>
> Das ist ja auch sinn der Sache ! Da spielt man doch auch
> drauf !

:-O Wo ist hier [i]dein[/i] Argument? :-?

Du unterstützt also meine Meinung, dass ein Spieler, der bei der ersten Wertung (m.E. zufällig) in Führung liegt, es viel leichter hat, auch bei den anderen Wertungen mit "seinen" Farben zu punkten.

> Wenn kein anderer gezielt einem anderen die Punkte streitig
> machen will, dann liegt das nicht an "glück" oder
> "unglück", sondern an den Mitspielern !

Und das bezweifle ich gerade! Wenn man dran ist, kann man nur dann etwas sinnvolles machen, wenn gerade zufällig die richtige Gebäudeart (es gibt 6 verschiedene) bei der richtigen Währung (es gibt 4 verschiedene) liegt, zum richtigen Zeitpunkt (d.h. man hat bereits genug von der notwenigen Farbe gesammelt).

>> Bei uns hat mit Abstand derjenige gewonnen, der hinter dem
>> Pechvogel des Abends gesessen hat. So blieb für ihn immer
>> reichlich leckeres liegen.
>
> Das hört sich danach an, als ob alle ziemlich planlos
> gespielt haben !

Nochmal: Beide Spieler [i]konnten[/i] gar nicht anders spielen!

> Wenn man so Puerto Rico spielt, dann ist es
> auch ziemlich sinnlos !

Bei PR ist man niemals schon nach zwei Runden hoffnungslos aus dem Spiel.

> Ich muss zugeben, Alhambra ist eines der Spiele, welche man
> mehrmals spielen muss, damit man erstmal begreift wie man
> das Spiel beeinfluss kann und wie man gezielt vorgehen kann

M.E. ist Alhambra ein Spiel wie Adel Verpflichtet: Man kann als Mitspieler auch einen simplem Automaten verwenden, der dann im Durchschnitt genauso gut wie jeder andere "echte" Spieler agiert.

Viele Grüße
Jost aus Soest (müßte Alhambra mal zu maximal dritt ausprobieren)
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Jost Schwider

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Jost Schwider » 19. Mai 2003, 15:14

"Michael Andersch" hat am 16.05.2003 geschrieben:

> Deine Meinung kann ich größtenteils nachvollziehen. Auch
> ich finde das Spiel maximal "nett", aber nicht mehr.

100% ACK! (Genau mein Fazit!)

> Ich habe jeweils eine Partie zu dritt, viert und fünft
> hinter mir, und ebenso wie bei Showmanager / Atlantic Star
> steigt der Glücksfaktor mit der Spielerzahl - weswegen ich
> es allerhöchstens zu viert, besser nur zu dritt spielen
> würde.

Wobei andere Spiele zu mehreren Spielern wenigstens noch eine Fun-Komponente haben und deutlich schneller zu spielen sind (etwa "6 Nimmt!" oder "Drunter & Drüber").

> Auch in meinen Partien war es so, dass die Positionen nicht
> sehr häufig gewechselt haben - allerdings wundert mich
> dies, denn theoretisch sollten die ansteigenden Punkte ein
> Aufholen doch ermöglichen. Das war aber auch bei uns nicht
> der Fall.

Warum wundern? Um aufholen zu können, muss erstmal eine Mehrheit überwunden werden. Wenn also ein Spieler in der ersten Wertung auch nur eine Gebäude einer Farbe hat (also geschenkte da zufällige Mehrheit), so müßte ein anderer Spieler bis zur nächsten Wertung zwei mehr als dieser kaufen. Die entsprechend notwendige Konstellation (passendes Gebäude mit passender Währung zum passenden Zeitpunkt) kommt aber eben nicht so häufig vor.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Frank Biesgen

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Frank Biesgen » 19. Mai 2003, 15:19

Jost Schwider schrieb:

> M.E. ist Alhambra ein Spiel wie Adel Verpflichtet: Man kann
> als Mitspieler auch einen simplem Automaten verwenden, der
> dann im Durchschnitt genauso gut wie jeder andere "echte"
> Spieler agiert.

Hey, Du bezeichnest Adel Verpflichtet ja als Spiel - bist Du krank? :lol:

Gruß FBI (findet Alhambra und AV gut)

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Alhambra - sehr vom Glück abhängig ?!

Beitragvon Attila » 19. Mai 2003, 16:14

Jost Schwider schrieb:

> In der zweiten Runde. Wir waren 6 Spieler und ich saß
> natürlich an Position 6... :-/

Äh - irgendwas habt ihr falsch gespielt ! - Ich wage es zu behaupten (ohne es gerade verifizieren zu können), das es nicht möglich ist das in der zweiten Runde eine Wertung kommt !

> > Das ist ja auch sinn der Sache ! Da spielt man doch auch
> > drauf !
> :-O Wo ist hier [i]dein[/i] Argument? :-?

Ich verstehe erhlich gesagt nicht dein Argument. Es ist doch LOGISCH das jemand, der in den Vorrunden schon gut gesammelt hat (eine Gebäudeart) in dieser Gebäudeart irgendwie einen Vorteil hat ! - Alles andere wäre ziemlicher unsinn !

> Du unterstützt also meine Meinung, dass ein Spieler, der bei
> der ersten Wertung (m.E. zufällig) in Führung liegt, es viel
> leichter hat, auch bei den anderen Wertungen mit "seinen"
> Farben zu punkten.

Nein ! - Ich unterstütze die Meinung das jemand der in einer Gebäudeart mehr hat als die anderen es leichter hat mit dieser Gebäudeart zu "Punkten" - es ist völlig egal wo er Platziert ist !

> Und das bezweifle ich gerade! Wenn man dran ist, kann man nur
> dann etwas sinnvolles machen, wenn gerade zufällig die
> richtige Gebäudeart (es gibt 6 verschiedene) bei der
> richtigen Währung (es gibt 4 verschiedene) liegt, zum
> richtigen Zeitpunkt (d.h. man hat bereits genug von der
> notwenigen Farbe gesammelt).

Nein, spielt das Spiel einfach noch ein oder zwei mal und versucht es zu begreifen ! :-)

> Nochmal: Beide Spieler [i]konnten[/i] gar nicht anders spielen!

Doch, das konnten sie mit sicherheit !

> > Wenn man so Puerto Rico spielt, dann ist es
> > auch ziemlich sinnlos !
> Bei PR ist man niemals schon nach zwei Runden hoffnungslos
> aus dem Spiel.

a) Das ist man bei Alhambra auch nicht !
b) Wenn man 2 Runden schlecht spielt, ist man das sehr wohl bei PR !

> M.E. ist Alhambra ein Spiel wie Adel Verpflichtet: Man kann
> als Mitspieler auch einen simplem Automaten verwenden, der
> dann im Durchschnitt genauso gut wie jeder andere "echte"
> Spieler agiert.

Dann spielst du definitiv mit den falschen Leuten ! :-)
EIn "guter" Alhambraspieler zieht deine "Automaten" in 99 von 100 fällen über den Tisch !

Ich hab ein wenig das Gefühl als ob ihr irgendwas verkehrt gespielt habt !

Atti


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