Beitragvon Andreas Epplée » 26. Oktober 2003, 12:30
Jost Schwider schrieb:
> OK, du hast "imho" geschrieben (im deutschen übrigens
> "m.E."),
Nein, im Deutschen "meiner unmaßgeblichen Meinung nach", mit allen Konnotationen ;-)
> Kennst du Knizias (übrigens wunderbare) Spielesammlung "Neue
> Spiele im alten Rom"?
Klar, es gibt wenig von R.K, was nicht bei mir im Regal steht...
>Dort werden viele kurze Spiele
> vorgestellt, alle quasi auf das Wesentliche Element
> reduziert.
Ich kenne eigentlich kein Spiel von ihm, bei dem das nicht so wäre (wunderbares Beispiel aus der neuesten Produktion: "Atlanteon" von Fantasy Flight Games)...
Schaut man sich dann Knizias "Produktionen" an, so
> meint man, dass er sich einfach nur aus diesem Fundus
> bedient, neu zusammenstellt, ein Thema draufsetzt und voila!
> ;-)
Tja, da musst Du noch ein bisschen genauer hinschauen. Jede kleine Variation in seinen Veröffentlichungen bringt etwas Neues/Anderes, dass die Veröffentlichung lohnt (Abgesehen natürlich von reinen Themenwechseln, wie beim "Star Wars"-Kartenspiel oder jetzt bei "Einfach tierisch". Aber selbst das ist völlig gerechtfertigt, entweder weil die vergangene Zeit eine Neuherausgabe sinnvoll macht, oder weil das Ursprungsthema/-grafik o.ä. noch nicht optimal oder nicht erfolgreich waren (ist "Zirkus Flohkati" wirklich ein Kinderspiel???, oder auch "Vegas" und "Maginor"), oder auch weil z.B. eine neue Lizenz neue Interessenten gewinnen könnte (in dieser Hinsicht sind die amerikanischen Neu- oder Erweiterungsausgaben der letzten Jahre wirklich irre: was für Welten liegen z.B. zwischen "Grand National Derby" und "Galaxy: The dark ages"... Faszinierend, wie die Amerikaner selbst aus einem reinrassigen abstrakten Spiel wie "Atlanteon" versuchen, ein Fantasy-Abenteuer zu machen! Leider ist es wohl etwas zu "trocken" für die Kosmos-Zweier-Reihe oder auch Goldsieber, außerdem haben die schon "Isis und Osiris...) Aus einem "Fundus" bedient sich jeder Autor, und sei es aus dem seiner bisherigen Spielerfahrung. Aber die spezifisch Kniziasche "Wiederverwertung" können wir gern an konkreten Beispielen diskutieren (genauso wie ihre Unterschiede zu der anderer Autoren ;-)).
> Ich finde die Bandbreite seiner Spiele "Barbarossa", "Siedler
> von Catan", "Städte & Ritter" (jawohl! m.E. ein eigenes Spiel
> ;-) ), "Adel Verpflichtet" (von mir aus! :-D ), "Löwenherz",
> "Sternenschiff", ... und jetzt auch "Anno 1503" schon sehr
> beeindruckend!
Wenn Du "Anno" weglässt, Dich bei "Siedler", "S&R" und "Sternenschiff" für eins entscheidest und noch z.B. "Vernissage", "Entdecker" und Spiele wie "Ritter von der Haselnuss" oder "Gnadenlos" dazu nimmst bin ich der Letzte, der Dir nicht zustimmen würde :-))
Als nächstes müssten wir wohl aber erstmal über "Attika" sprechen (das Spiel, dass Teuber mit "Anno" nicht liefern konnte oder wollte ;-)) Sa-gen-haft!
Viele Grüße
Andreas