Beitragvon claus » 3. November 2003, 16:34
> Ich nehme aber mal an, daß sie nicht die Preise für Spiele herunter setzen, die >sich für den Normalpreis noch ebensogut verkauft hätten. Das ist der übliche >Preiskampf, auf dem unser Wirtschaftssystem nun mal beruht.
Nein, ich glaube eher, daß das der überall gegenwärtige Ausverkauf ist, weil in unserem Wirtschaftssystem gerade überhaupt nicht mehr rund läuft.
Die wenigsten von uns geben noch ihr Geld für entbehrliche Dinge aus.
Den Verlagen geht es nicht gut, weil das Gros der Käufer ausbleiben.
Wenn die verblieben Käufer erst kaufen, wenn der Verlag nichts mehr dran verdienen kann (Schnäppchen), wird es eng.
Klar wird jetzt jeder sahen, warum sollte ich mehr zahlen, wenn ich es später billiger bekommen kann. Aber man sollte sich dann auch über die Konsequenzen bewußt sein.
Ähnliches Beispiel. Man läßt sich erstmal im Fachgeschäft beraten und kauft es dann aber billiger im Internet oder bei einer großen Kette.
Dann gibt es halt irgendwann keinen Fachgeschäft mehr.
Funktionoert heute – aber nicht mehr morgen.
>> Beispiel Queen-Games:
>> Jeder weiß, daß es auf der nächsten Messe alles billiger gibt
>> und kauft sich die Spiele auch erst dann.
>> Machen die nur schlechte Spiele?
>Sicher nicht. Und ich denke, daß viele Leute die Spiele, die sie wirklich >interessieren auch bei QUEEN sofort kaufen. Alhambra habe ich auch gekauft, >sobald ich es bei einem Händler gesehen habe.
Und warum kaufen die anderen es dann lieber billiger auf der folgenden Messe?
Das Spiel des Jahre zählt übrigens zu den Spielen, die nach dem Hauptpreis einen sofortigen Preisverfall erleben (das liegt einerseits an den Händlern, anderseits an den Produktionskosten). Wenn man so will also ein sofortiges Schnäppchen ;-)