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Ravensburger Streichliste

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 3. November 2003, 18:24

>Im Regal stehen viele schöne Spiele. Daneben ein großer Stapel mit >Sonderangeboten.
>Die Spiele im Regal kosten in der Regel 20 - 30 Euro. Die Sonderangebote
>5 - 10 Euro. Was wird es sich wohl nehmen?

Genau so ist es leider.
Die Verlage verkaufen die Neuheiten an die Läden. Dann bleiben sie liegen
und die Läden bestellen nicht mehr nach.
Also bleibt dem Verlag nichts anderes übrig als wieder Neuheiten zu produzieren, die auch nur ein einmal an die Läden verkauft werden können, usw.
So wird sich eine Lebensdauer für ein Spiel von einem Jahr etablieren.

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Klaus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Klaus » 3. November 2003, 18:28

Wo finde ich denn die aktuellen Streichlisten?

Viele Grüße

Klaus

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KMW

Re: Ravensburger Streichliste + Bernd

Beitragvon KMW » 3. November 2003, 19:06

Die Ravensburger Streichliste haben auch wir per Newsletter von der SpielWiese erhalten. Da uns die "Beobachtungsliste" aber nach einem internen Papier aussah, wie sich inzwischen ja auch bestätigt hat, haben wir sie nicht veröffentlicht. Wir warten auf ein Statement der Pressestelle.

Noch eine Bitte an Bernd und Bernd (den von heute, 13:06 ohne eMail-Adresse und den von 14:56 mit eMail-Adresse): Ihr seid offenbar zwei verschiedene Leute, vielleicht könnt Ihr den Anfangsbuchstaben Eures Nachnamens an Euern "Bernd" hängen, damit man Euch unterscheiden kann? Danke!

Gruß
KMW

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Christian Boehme

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Christian Boehme » 3. November 2003, 22:25

Roland G. Hülsmann schrieb:
> Spiele, die sich gut verkaufen und somit das Zeug zum
> Klassiker haben, werden sicher nicht gestrichen werden.
> Gestrichen werden Sachen, die sich nicht verkaufen. Wieso
> sollten sie also noch produziert werden, wenn sie keiner kauft?

Leider werden auch Spiele gestrichen, die sich nicht _in kurzer Zeit_ in großer Zahl verkaufen. Manchmal braucht ein gutes Spiel Zeit, um nach und nach per Mundpropaganda ins Gesichtsfeld der Spieler zu gelangen. Dann ist es aber oft schon vom nächsten Marketingknüller aus dem Regal verdrängt worden. Kurze Spielelebensdauer bevorzugt große Namen, gut vermarktbare Themen (HdR, DSDS), bekannte Spielkonzepte. Originelle Konzepte, neue Themen, neue Namen, alles was sich erst durchsetzen muss (aber letzten Endes unser Hobby lebendig hält) wird benachteiligt. Gruß

Christian

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Frank Jaeger (AMIGO)

Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 4. November 2003, 10:14

gibt es ueberall - oder meint ihr ernsthaft, ein Verlag kann es sich leisten, einfach dauernd ins Blaue zu produzieren? Sicher, ein Wizard, Halli Galli oder Bohnanza muss kaum beobachtet werden, aber *alle* Spiele der jeweils letzten zwei bis drei Jahre stehen *immer* unter Beobachtung.

Okay, wir haben die Grundeinstellung, dass man einem Spiel 3 Jahre Zeit geben muss. Aber auch da gibt es Ausnahmen, naemlich immer dann, wenn ein Spiel absehbar eine neue Auflage nicht binnen einer kaufmaennisch vertretbaren Zeit verkauft. *Diese* Art von Beobachtung muss sein und sagt nicht unbedingt etwas ueber die Guete des Spiels aus!

Allerdings: Ich waere gar nicht gluecklich, wenn eine solche Liste von Amigo oeffentlich diskutiert wuerde...

Frank.

P.S.: Der Haendler von Genua vermissen wuerde - das ist das Spiel, dass ich in diesem Jahr am meisten gespielt habe (okay, nach Santiago, aber das ist ausser Konkurrenz, weil Eigenprodukt).

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Andreas Epplée

Re: Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Andreas Epplée » 4. November 2003, 11:47

Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:

> Allerdings: Ich waere gar nicht gluecklich, wenn eine solche
> Liste von Amigo oeffentlich diskutiert wuerde...

Braucht man gar nicht. Auf Spielen wie "Yellowstone Park" (oder auch "Schussfahrt", das konnte man in Essen tatsächlich noch kaufen!) steht doch förmlich drauf "Nur zur Beobachtung" :lol:

SCNR

Andreas

(Aber jede Menge Hüte ab vor dem Versuch, "High Society" wieder zu aktivieren, obwohl ich dem gewählten Thema wohl auch nur "NzB" attestieren würde... Auch die "Sieben Siegel" - klasse! "Edle" Stichspiele, tolle Idee. Sitzt da nicht so ein Stichspiel-Fan bei euch ;-))

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Andreas Epplée

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Andreas Epplée » 4. November 2003, 12:46

Armin schrieb:

> ...da versucht man seit Jahren den Horden von Ignoranten, die
> spielerisch bei Monopoly stehen geblieben sind, das
> "Kulturgut"-Spiel näher zu bringen, geht in Jugendzentren
> oder auf Familiennachmittage und propagiert "das gute Spiel",
> weist ausdrücklich darauf hin, daß es auch gute Spiele ohne
> roten Pöppel gibt, erntet auch hier und da wohlwollendes
> Interesse und dann wird Pueblo nach einem Jahr gestrichen.
>
> Hab ich die ganze Zeit Ramschware angepriesen? Saisonartikel?
> stinkenden Fisch?

Meinst Du im Ernst, dass man eine größere Anzahl von Menschen dafür begeistern könnte, sich zu überlegen, wie ein merkwürdig geformter Körper in eine Menge seinesgleichen so eingebaut werden kann, dass ein Pöppel, der zufällig daran vorbeiläuft, möglichst wenig davon zu sehen bekommt? Die dann auch noch für diese eher uninspirierte Aufgabenstellung hochwertigen Kunststoff bezahlen wollen? Oder stundenlang auf eine (zugegeben sehr eindrucksvolle) Mexica-Landschaft zu starren um rauszukriegen, welche Aktionspunkte man in welcher Reihenfolge wohl dafür einsetzen sollte, welche Brücke wem vor den Füßen wegzunehmen... Dass viele Leute besseres zu tun haben, als sich mit solchen Fragen aufzuhalten, kann ich völlig verstehen. Auch wenn es sicherlich einige (wie mich ;-)) gibt, die solche Spiele immerhin noch zum Spiel- (nicht Ausstattungs-!)Wert kaufen würden/werden - sehr oft spiegeln sich in den Marktverhältnissen doch ganz zu Recht die inneren Qualitäten. Und so sicher wie die nicht so gelungenen verramscht werden, sobald das einigermaßen erkennbar wird, so sicher kommen die besseren wieder (siehe "Edel, Stein & Reich", "Adel", "Star Wars"-Kartenspiel etc. etc.) Bin mal gespannt, als was die tollen HdR-Kartenspiele wieder aufleben...

Gruß

Andreas

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Jost Schwider

RE: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Jost Schwider » 4. November 2003, 14:08

"Stephan Zimmermann" hat am 03.11.2003 geschrieben:

>> Jetzt mal ganz ehrlich (OK, manche werden es wieder
>> provozierend finden ;-) ): Auch in der alea-Reihe gab es
>> äußerst durchschnittliche Spiele. Welche dieser Spiele holt
>> ihr denn tatsächlich noch regelmäßig hevor?
>
> Adel verpflichtet natürlich! (wenn auch in der älteren
> nicht-alea-Ausgabe)

:-O Hilfe! :-?

> Das wäre ja fast schon so als wenn es kein Monopoly zu
> kaufen mehr gäbe ;-)

OK, das passt: Was Monopoly für die Spielerheit ist (nämlich: willkürliche Langeweile), ist Adel Verpflichtet in der Welt der Teuber-Spiele! :-D

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/sp2003.htm - [i]Die ersten 38 Messeeindrücke[/i]

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Hajo

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Hajo » 4. November 2003, 14:17

claus schrieb:
>
> Übrigens kaufe ich mir nur Spiele, die mir gefallen.
> Schlechte Spiele kaufe ich auch nicht für billig Geld. Und
> das macht Tina bestimmt auch nicht. Durch das
> Preis-/Leistungsverhältnis wird ein schlechtes Spiel auch
> nicht besser.
>

Stimmt, aber es kann ja auch sein, dass man nicht für alle "guten" Spiele, von denen man weis (oder ahnt), dass sie einem Gefallen, ein ausreichendes Budget hat. In diesem Fall macht es durchaus Sinn, die Anschaffung des ein oder anderen Spiels auf den Zeitpunkt zu verschieben, wenn es als Auslaufmodell evtl. zum Schnäppchen wird.
Ich fahre damit recht gut und habe auch trotzdem noch genug Spiele (LEIDER!!!) un- bzw. viel zu selten gespielt im Schrank stehen.

Schönen Gruß

Hajo

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Hajo

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Hajo » 4. November 2003, 14:25

Axel schrieb:
>
> Naja, mit dem "preiswerter" ist es aber auch nichts für
> Ungeduldige. "Morgenland" und "Tadsch Mahal" kosten ca. ein
> Jahr nach Streichung (haha) - zumindest im Handel - immer
> noch das, was sie mal gekostet haben. :-/
>

Also mein TM hab ich für sehr faire 15€ im Handel gekriegt. Ebenso ein RA, das alllerdings anderswo wirklich immer noch knapp 30€ kostet. Und ich könnte mich jetzt noch ärgern, dass ich damals nicht ne Palette CHINATOWN für 9€ pro Stück mitgenommen hab, wenn ich sehe, wieviel die jetzt bei Ebay bringen...

Man muss aber vielleicht auch bedenken, dass diese Spiele in den Regalen der einschlägigen Händler durchaus wieder teurer werden, wenn die Verramschung abgeschlossen ist und man nur noch sehr selten welche im Handel zu finden sind.

Erstaunlicherweise gibt es zu diesem Zeitpunkt dann aber plötzlich doch wieder eine Vielzahl von Leuten, die auch bereit sind, teils absurde Preise zu zahlen für Dinger, die zur Laufzeit offensichtlich rechte Ladenhüter gewesen waren.

Muss man ja nicht verstehen... :-)

Hajo

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Tina Heldt

RE: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Tina Heldt » 4. November 2003, 14:29

Jost Schwider schrieb:
>
> "Stephan Zimmermann" hat am 03.11.2003 geschrieben:
> > Adel verpflichtet natürlich! (wenn auch in der älteren
> > nicht-alea-Ausgabe)
>
> :-O Hilfe! :-?

100% Ack für Jost ... das war auch meine Reaktion.

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Frank Jaeger (AMIGO)

Re: Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 4. November 2003, 14:45

Ach, weisst du, das ist gar nicht so einfach, Verkaufszahlen von Spielen vorherzusagen. Bei ein bis zwei Dutzend Neuheiten pro Jahr, die wir fuer die verschiedenen Marktsegmente veroeffentlichen, muss man auch versuchen, fuer verschiedene Zielgruppen etwas zu haben. Dass weder Schussfahrt noch Yellowstone Park etwas fuer die Vielspieler sind, war klar. Aber mit der Vorhersage tue ich mich schwer - die Auslieferzahlen von Yellowstone Park und das Feedback aus dem Handel sind erstmal vielversprechend.

Die Kristallkugel gibt es leider nicht, potentiell zwiespaeltige Produkte wie Fussballkerle, Biberbande oder Alles Fuer Die Katz sind bislang exzellent gelaufen, Spiele wie Nicht die Bohne oder Es war Einmal verkauf(t)en sich deutlich schwaecher, als ich erwartet hatte. Auch Ehre Der Samurai ist so ein Beispiel, wo ich nach dem Erfolg in den USA doch noch bessere Verkaufszahlen erwartet habe. (Los, Leute, kauft mehr Es War Einmal! ;-) )

Wenn man das so voraussehen koennte, wuerden ja alle das gleiche Spiel machen...

Zu Sieben Siegel: Ob Stichspiel oder nicht ist ja nicht die Frage. Nur was machst du, wenn Stefan Dorra mit einem solchen Spiel kommt und du dir sagst *Mensch, haben wir eigentlich schon im Programm, aber das ist irgendwie cool*. Dann muss man das doch machen, oder?

Frank.

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 4. November 2003, 15:11

Guter Punkt.
Die Konsequenzen für den Verlag bleiben aber die gleichen.

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Knut

RE: Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Knut » 4. November 2003, 15:14

"Frank Jaeger (AMIGO)" hat am 04.11.2003 geschrieben:
> Die Kristallkugel gibt es leider nicht.

Wohl wahr! Ich weiß noch, wie auf der Nürnberger Messe "Trivial Pursuit" als Neuheit vorgestellt wurde: ein simples Frage- und Antwortspiel, verpackt in einer After Eight Schachtel, mit einem Titel, den keiner aussprechen kann, zu einem sündhaft teuren Preis. Ich habe damals einen Riesen-Flop prophezeit - und mich selten mehr geirrt.
Knut

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Michael Andersch

Zielgruppen

Beitragvon Michael Andersch » 4. November 2003, 15:17

"Frank Jaeger (AMIGO)" hat am 04.11.2003 geschrieben:
> Dass weder
> Schussfahrt noch Yellowstone Park etwas fuer die
> Vielspieler sind, war klar. Aber mit der Vorhersage tue ich
> mich schwer - die Auslieferzahlen von Yellowstone Park und
> das Feedback aus dem Handel sind erstmal vielversprechend.

In den vier Tagen Stuttgarter Spielemesse habe ich Standdienst bei einem lokalen Händler gemacht.
Nachdem der Stapel "Yellowstone Park" die ersten 3 Tage eher bleiern lag waren nach dem 4. Tag ziemlich viele verkauft.
Lag es daran, dass zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich viel anderes ausverkauft war und die Alternativen weniger wurden? Oder war die richtige Zielgruppe erst am Sonntag unterwegs?
Keine Ahnung, Fakt ist allerdings dass mehr "Yellowstone Park" verkauft wurden als "Attika" - die übrigens auch arg mit der Schwerkraft zu kämpfen hatten...


> Zu Sieben Siegel: Ob Stichspiel oder nicht ist ja nicht die
> Frage. Nur was machst du, wenn Stefan Dorra mit einem
> solchen Spiel kommt und du dir sagst *Mensch, haben wir
> eigentlich schon im Programm, aber das ist irgendwie cool*.
> Dann muss man das doch machen, oder?

Sehe ich auch so. Ich hoffe, das gilt auch für andere coole Ideen (Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Uwe Mölter ;-) ).

Micha

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. November 2003, 16:03

Ich denke, es wäre für die Verlage keineswegs besser, wenn ich die Schnäppchenangebote in den Regalen liegen lassen würde und das Geld dann doch in meine Altersvorsorge investieren würde. (Das wäre sicherlich deutlich vernünftiger, aber ...)

Die Sortimentsbereinigung über den Verkauf der Schnäppchen bringt dm Verlag ja schließlich auch noch etwas ein, was er zum Normalpreis eben nicht mehr einnehmen würde.

Und da meine zur Verfügung stehende Geldmenge sehr begrenzt ist, könnte ich mir die Spiele, die ich mir noch als Schnäppchen unvernünftigerweise zusätzlich leiste, gar nicht leisten, wenn es diese Schnäppchen nicht gebe. Das wäre für die Verlage bestimmt nicht besser.

Wenn Du der Meinung bist, daß die Preise für Spiele allgemein höher sein sollten, damit es den Händlern und Verlagen (noch) besser geht, dann müßten die potentiellen Kunden natürlich auch deutlich mehr Geld in den Taschen haben, um diese Preise gerne und ohne viel Nachdenkens zu bezahlen. Und damit man mehr Geld für den Unterhaltungssektor (dazu gehören Spiele ebenso wie Kino, Essen gehen, lesen, Vereine, etc.) ausgeben kann, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
1. Man muß mehr Geld zur Verfügung haben (-> Steuersenkungen, Gehaltssteigerungen, etc.)
2. Man muß weniger Zukunftsangst haben, damit die Notwendigkeit des Sparens und der Vorsorgen nicht gegeben ist (-> Reduzierung der Arbeitslosigkeit, Soicherung der Renten, etc.)

... aber das führt hier - glaube ich - etwas zu weit.

Also freuen wir uns über die Schnäppchen, wenn es sie denn gibt, denn kann können wir uns das eine oder andere Spiel zusätzlich leisten und der Handel/Verlag hat wohl auch noch etwas davon. (Besser als Einstampfen ist es allemal.)

Gruß
Roland

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Hajo

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Hajo » 4. November 2003, 16:54

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Ich denke, es wäre für die Verlage keineswegs besser, wenn
> ich die Schnäppchenangebote in den Regalen liegen lassen
> würde und das Geld dann doch in meine Altersvorsorge
> investieren würde. (Das wäre sicherlich deutlich
> vernünftiger, aber ...)
>
> Die Sortimentsbereinigung über den Verkauf der Schnäppchen
> bringt dm Verlag ja schließlich auch noch etwas ein, was er
> zum Normalpreis eben nicht mehr einnehmen würde.
>
> Und da meine zur Verfügung stehende Geldmenge sehr begrenzt
> ist, könnte ich mir die Spiele, die ich mir noch als
> Schnäppchen unvernünftigerweise zusätzlich leiste, gar nicht
> leisten, wenn es diese Schnäppchen nicht gebe. Das wäre für
> die Verlage bestimmt nicht besser.
>

....

> Also freuen wir uns über die Schnäppchen, wenn es sie denn
> gibt, denn kann können wir uns das eine oder andere Spiel
> zusätzlich leisten und der Handel/Verlag hat wohl auch noch
> etwas davon. (Besser als Einstampfen ist es allemal.)
>
> Gruß
> Roland


Dem kann ich nix hinzufügen, sondern mich nur vorbehaltslos anschließen!

Hajo

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claus

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon claus » 4. November 2003, 17:26

Deine Argumentation ist absolut nachvollziehbar.

Nichtsdestotrotz hat die Spielebranche ein großes Problem,
wenn ihre Produkte nur noch zum Schnäppchenpreis akzeptiert werden.
Denn rechnen tut sich das für die Verlage nicht.

Bei einer "normalen" Kalkulation muss ein Verlag die erste Auflage (zum Normalpreis) komplett verkaufen, um seine Kosten wieder rein zu bekommen.

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Roland G. Hülsmann

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. November 2003, 17:37

claus schrieb:

> Deine Argumentation ist absolut nachvollziehbar.

Danke!

> Nichtsdestotrotz hat die Spielebranche ein großes Problem,
> wenn ihre Produkte nur noch zum Schnäppchenpreis akzeptiert
> werden. Denn rechnen tut sich das für die Verlage nicht.

Das Problem hat in der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht nur die Spielebranche, sondern eigentlich nahezu der ganze "Unterhaltungsbereich". Das Geld sitzt eben nicht so locker, wie in Zeiten der Hochkonjunktur. Ohne Steigerung der Inlandsnachfrage (etwa durch Steuersenkung, etc.) wird sich da vermutlich so schnell auch nichts ändern. Die Leute können eben auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben als sie haben.

> Bei einer "normalen" Kalkulation muss ein Verlag die erste
> Auflage (zum Normalpreis) komplett verkaufen, um seine Kosten
> wieder rein zu bekommen.

Das ist schon klar. Aber in Zeiten der knappen Kassen muß das Produkt schon sehr gut sein, um diese Bedingung zu erfüllen.

Gruß
Roland (der - wie sicher die meisten Lersewr dieses Forums - eher überdurchschnittlich viel dazu beiträgt, daß die Spielebranche am Leben bleibt. ;-) )

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Armin

Re: Ravensburger Streichliste

Beitragvon Armin » 4. November 2003, 17:43

Hallo Andreas,

gerade mit Pueblo bin ich bei "Wenigspielern" auf großes Interesse gestoßen.
Es geht mir ja nicht um meinen Spielgeschmack, sondern um Spiele, zu denen man auch Otto Normalo an den Spieltisch bekommt. Und die werden durch die Neuheitenflut/Streichwut eher abgeschreckt als animiert. Die haben dann mal irgendwo ein nettes Spiel ausprobiert, wollen es ein dreiviertel Jahr später kaufen und dann heißt es "is nich mehr im Programm."
Gerade Ravensburger lebt ja nicht von den paar Freaks, die jedes Jahr 50 Spiele kaufen.
Es geht mir darum, welche Auswirkungen diese Firmenpolitik auf die "einzigartige deutsche Spielkultur" hat.
Und es trägt sicher auch zur Verunsicherung der "breiten Käufermasse" bei, wenn Spiele alle paar Jahre unter neuem Namen bei anderen Verlagen auftauchen.
Wenn Spiele so schlecht sind, daß man sie schon nach einem Jahr vom Markt nehmen muß, hat doch wohl der Redakteur oder die Marketing-Abeilung versagt. Dann muß man hier Leute in die Wüste schicken, anstatt sie den nächsten Flop produzieren zu lassen.

Gruß Armin

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Marc W.

[OT] Planwirtschaft

Beitragvon Marc W. » 4. November 2003, 18:24

Hi,

höre - bzw. lese - ich da den Wunsch, dass man seine Absätze gerne besser planbar hätte? Vielleicht wäre eine - böses Wort - Planwirtschaft dann doch besser? ;-)

Grüße (am Ende eines bloß nicht zu ernst zu nehmenden Beitrags)

Marc

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"Darmstadt spielt!" am 8.+.9.11.2003 - http://www.darmstadt-spielt.de - Neuheiten, Spiel des Jahres, Klassiker, Kinder- Familien- und Gesellschaftspiele können ausgeliehen werden - Siedler- und Clans-Turnier - Autoren und Verlage (u.a. Amigo :-) ) stellen ihre Spiele vor.

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Rüdiger Dorn

Re: Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Rüdiger Dorn » 4. November 2003, 19:22

Hallo Frank!

schön zu hören, dass "Die Händler von Genua" bei dir und deiner Spielgruppe so hoch im Kurs stehen!

Grüße
Rüdiger (der sich schon SEHR auf Nürnberg 2004 freut!) ;-)

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Andrea Harbke

[OT] Neuheiten an den Besucher bringen ;-)

Beitragvon Andrea Harbke » 4. November 2003, 21:33

Andreas Epplée schrieb:
>
>
> (Aber jede Menge Hüte ab vor dem Versuch, "High Society"
> wieder zu aktivieren, obwohl ich dem gewählten Thema wohl
> auch nur "NzB" attestieren würde... Auch die "Sieben Siegel"
> - klasse! "Edle" Stichspiele, tolle Idee. Sitzt da nicht so
> ein Stichspiel-Fan bei euch ;-))

Ahhh, ich sehe.....du hast bereits einige der Amigo Neuheiten gespielt!!!!
Das paßt doch wunderbar, dann kannst du die ja alle auf dem Hamburger Fest der Spiele am Sonntag erklären :-D
Amigo hat netterweise einen ganzen Karton voller Neuheiten zum Ausprobieren für die Besuchermassen geschickt. 1000 Dank schon mal an dieser Stelle.

...und Pueblo ist ein schönes Spiel, dass bei uns immer mal wieder auf den Tisch kommt :razz:

Grüße
Andrea (ist mit dem Ausprobieren nur bis Santiago gekommen :roll: )

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Erhard Portner
Kennerspieler
Beiträge: 504

Santiago

Beitragvon Erhard Portner » 4. November 2003, 22:16

Andrea Harbke schrieb:
>
> Andrea (ist mit dem Ausprobieren nur bis Santiago gekommen
> :roll: )


Und, Andrea? Wie hat Dir "Santiago" gefallen?

Ich finde, da ist unserer Claudia und unserem Roman ein ganz großer Wurf gelungen.

Herzlichen Glückwunsch den beiden!

Mit verspielten Grüßen von Berlin nach Hamburg
Erhard

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Andreas Epplée

Re: Streich- und Beobachtungslisten

Beitragvon Andreas Epplée » 4. November 2003, 23:56

Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:

>Bei ein bis zwei Dutzend Neuheiten
> pro Jahr, die wir fuer die verschiedenen Marktsegmente
> veroeffentlichen, muss man auch versuchen, fuer verschiedene
> Zielgruppen etwas zu haben.

Ja, das stelle ich mir allerdings so richtig heftig vor, Spiele für eine Zielgruppe auszuwählen, zu der ich nicht gehöre - wenn ich bedenke, wie sehr ich mich schon bei "Bohnanza" gelangweilt habe ;-)

>Dass weder Schussfahrt noch
> Yellowstone Park etwas fuer die Vielspieler sind, war klar.

Gut, aber da ist immer noch ein Unterschied zwischen völliger spielerischer Leere wie bei "Yellowstone" (und dann auch noch ein Ärgerspiel!) und einfach geringerem Anspruch wie bei "Biberbande".

> Aber mit der Vorhersage tue ich mich schwer - die
> Auslieferzahlen von Yellowstone Park und das Feedback aus dem
> Handel sind erstmal vielversprechend.

Ja, die Aufmachung ist natürlich absolut "state of the art". Nur, genausowenig wie die meisten Käufer dürften die meisten Händler eine Ahnung haben, was sie da vor sich haben. Das ist ja so verblüffend: bei diesem wunderschönen Material würde man einfach nicht glauben, das es spielerisch so wenig hergibt! Die Verantwortung hat dann schon der Kenner, sprich der Redakteur. Ganz zu schweigen vom Autor.

> schon im Programm, aber das ist irgendwie cool*. Dann muss
> man das doch machen, oder?

Na klar!!! Wie schön, wenn man dann bei einem Verlag wie Amigo sitzt und sich das auch leisten kann :-)


Viele Grüße

Andreas


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