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Die Hanse - unspielbar??

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Axel

Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Axel » 1. Dezember 2003, 15:00

Hallo!

Vor einigen Jahren habe ich mir "DIe Hanse" (Laurin Verlag) gekauft und war damals froh, ein Schnäppchen gemacht zu haben, nachdem das Spiel anfangs recht teuer war.

Irgendwann habe ich - auch vor Jahren - versucht, es mit zwei Freunden zu spielen. Allerdings haben wir nach kurzer Zeit entnervt eingepackt, weil uns vieles unlogisch vorkam und wir keinen Spielfluß erzielen konnten. Ich habe das allerdings unserem Hang, die Dinge zu genau wissen zu wollen zugerechnet. Bis gestern war ich der Meinung, man müsse sich über die Unklarheiten in der Regel einfach einigen und dann einfach spielen. Bis gestern.

Nach Jahren habe ich es nämlich gestern wieder ausgepackt mit der Maßgabe, wenn wir uns einigen, klappt das schon. Weit gefehlt. Wir sind diesesmal etwas weiter gekommen, hatten auch wirklich beste Absichten, aber wir konnten wirklich keinen Sinn in dem Schiffslagerraumtausch und dem damit verbundenen Zugsystem erkennen.

Kennt das Spiel jemand und hat es schon erfolgreich (!) gespielt? Wer welche Schiffe zeihen darf, ist EIGENTLICH klar. Aber kann mir jemand insbesondere folgende Frage beantworten:
1. Wer darf zu welchem Zeitpunkt Laderäume beladen.?
2. Meinem linken Nachbarn gebe ich meinen Schiffsbug und mein rechter Nachbar gibt mir seinen. Ich darf dann (laut Regel) mein Schiff und das Schiff meines rechten Nachbarn bewegen aber nicht das meines linken, obwohl ich im Schiff meines linken Nachbarn einen Laderaum habe. Andererseits darf ich Schiff meines rechten Nachbarn ziehen, obwohl ich dort KEINEN Laderaum habe. Das ist doch Schwachsinn...??? Ähää.....

Es wäre vor allem nett, wenn die Fragen jemand mit anderen Worten (oder Beispielen) wiedergeben könnte, als die Regel zu zitieren, denn die habe ich ja und mehrfach (!!) gelesen.

Wir haben kapituliert. Wer kann mir helfen? Es ist eigentlich so ein schön gemachtes Spiel.

Axel

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Michael Behr

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Michael Behr » 1. Dezember 2003, 15:15

Hallo Axel,
ich habe das Spiel auch besessen, sogar eine Spielehilfe dazu gemacht (kann man unter www.spielbar.com in Downloadbereich/Spielehilfen unter Hanse runterladen) und dann enttäuscht das Spiel wieder verkauft! Ein Knaller ist es für mich nicht, es spielt sich halt ganz nett. Das war es aber dann auch schon!
Nice dice
Michael

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Axel

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Axel » 1. Dezember 2003, 15:25

Danke Michael, aber das ist leider eben nur eine Wiedergabe der Regeln in kürzerer Form. Ich bräuchte schon eine Erklärung.

Trotzdem: keine schlechte Idee und viel Arbeit, Deine Site!

Grüße
Axel

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Frank Tagmann

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Frank Tagmann » 1. Dezember 2003, 15:26

Hallo Seefahrer,

unter http://home.t-online.de/home/holger.kiesel/spiele/beschr/d/hanse.htm wird auch noch etwas näher auf das Spiel eingegangen, u.a. mit Hinweis auf den "Doppelzug". Vielleicht genügt dies zur Entwirrung.

Windige Grüße,
Frank

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Volker Scheinert

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Volker Scheinert » 1. Dezember 2003, 17:07

Hallo Axel,

meine letzte Partie Hanse liegt auch Jahre zurück, mir hat daas Spiel aber sehr gut gefallen und habe es ohne Regelprobleme gespielt. So aus der grauen Erinnerung heraus bestand der Witz des Spiels darin, dass man sich zwei Schiffe jeweils mit einem anderen benachbarten Mitspieler geteilt hat (jeder besitzt eine Schiffhälfte). Dies bedeutete zum einen, dass man nur die eigene Schiffshälfte be-/entladen durfte (ob nun ausschließlich im eigenen Spielzug oder auch im Zug des jeweiligen Kompagnons weiss ich nicht mehr so genau, ich tendiere aber zum letzten) und jeder der beiden Schiffseigner im eigenen Zug das gemeinsame Schiff bewegen durfte (sprich: jeder bewegt 2 Schiffe). Es kam dann darauf an, dass man einigermaßen miteinandander kooperierte und nicht Dickköpfig sich gegenseitig blockierte (frei nach dem Motto : Ich will nicht nach Riga sondern nach London) in dem man keine gemeinsam festgelegte Fahrtroute hinbekam. Es gab dann noch irgendwelche Ereigniskarten, deren richtiger Einsatz letztlich das Spiel entschied. So zumindest meine Erinnerung.

Gruss Volker

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Christian Schnabel » 1. Dezember 2003, 17:24

Hallo Axel,

ja, ich habe es schon erfolgreich gespielt.

1.) Schiffe ziehen:

ich darf die beiden Koggen ziehen an denen ich jeweils zur Hälfte beteiligt bin.
Z.B.: Spieler A = Blau, Spieler B = Rot, Spieler C = Grün, Spieler D = Gelb
Spieler B erhält von Spieler A den blauen Bug und gibt an Spieler C den roten Bug weiter. Damit ist Spieler B am roten Schiff (= blauer Bug, rotes Heck und am grünen Schiff (roter Bug und grünes Heck) von Spieler C beteiligt.
Ist Spieler B am Zug darf er die beiden Koggen ziehen an denen er beteiligt ist; also die rote und die grüne Kogge (die Farbe der Kogge auf dem Spielplan wird über das Heck definiert).
Die blaue Kogge von Spieler A darf er nicht ziehen (da Spieler B an dieser Kogge nicht beteiligt ist).

2.) Laderäume beladen (bzw. entladen)

Läuft eine Kogge in einen Hafen ein, dann darf zunächst der Spieler der die Kogge in den Hafen führte, Waren tauschen oder beladen. Danach darf dies sein Partner.
Beispiel : die "grüne Kogge" (grünes Heck, roter Bug) wird von Spieler C in den Hafen von London gezogen. Jetzt darf zunächst Spieler C Weizen gegen Tuche tauschen, danach hat Spieler B das gleiche Recht (erlaubt wäre auch Tuche gegen Tuche zu tauschen...).


3.) Zum Spiel (Schachtelangabe 3 - 6 Spieler) :

tolles Material; aber nicht in jeder Besetzung spielbar!

- Zu Dritt funktioniert es nicht.
- Zu Viert funktioniert es; macht aber relativ wenig Spaß.
- Zu Fünft/Sechst ist es ein schönes, gutes Spiel.


Viele Grüße

Christian Schnabel

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ferdinand köther

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon ferdinand köther » 1. Dezember 2003, 21:58

Hallo Axel,
unspielbar ist es keineswegs, wenn ich mich recht entsinne, läßt die Regel eigentlich auch keine Fragen offen. Sorry, das hilft dir jetzt im Moment nicht weiter - vielleicht meine Kurzregel dazu, zu finden bei H@ll9000.
Ansonsten, nicht böse gemeint, hilft sorgfältiges Lesen der Regel, die, glaube ich mich zu erinnern, etwas verquast und umständlich geschrieben ist, aber letztendlich doch deutlich und eindeutig.
Insgesamt kein Knaller, aber ein nettes Spiel, das man durchaus von Zeit zu Zeit mal wieder spielen kann.

Viel Spaß dabei, tschüß
Ferdi

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Axel

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Axel » 2. Dezember 2003, 07:27

Hallo Christian,

das mit der Zusammensetzung ist mir schon klar. Und auch, wer welches Schiff ziehen DARF. Aber warum sollte ich (nach Deinem Beispiel) z.B. als Spieler B überhaupt die grüne Kogge ziehen? Ich habe in diesem Schiff doch gar keinen Laderaum. D.h., selbst, wenn ich die grüne Kogge in einem Hafen ziehe, können lediglich grün (Heck) und gelb (Bug) das Schiff beladen. Oder wie jetz'? *ratloses Schulterzucken*

Axel

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Marco Aschwanden

RE: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Marco Aschwanden » 2. Dezember 2003, 08:46

Ahoi

Das versteh ich jetzt nicht ganz: Du darfst doch gar keine Kogge ziehen, an der du nicht beteiligst bist. Du ziehst nur jene Schiffe, an denen du beteiligt bist. Und wenn du dich mit deinem jeweiligen Partnern arrangierst, erreichst du dein Ziel eher.

Ich habe das Spiel schon länger nicht mehr gespielt. Zuvor jedoch sicherlich mehr als 10x und immer in 4er-Gruppen. Ich fand es immer sehr stimmig und es hatte auch den gewissen Ärgerfaktor ("Wenn du nicht Richtung England ziehst, dann ziehe ich uns anschliessend in den "Sumpf"!").

Nicht nur des Materials wegen, sondern auch von der Spielatmosphäre her empfand ich das Spiel als sehr stimmungsvoll. Natürlich lebt das Spiel vom "psychologischen Glücksmoment", aber das scheint mir der einzige Glücksfaktor. Die Verknüpfung der Spieler über die geteilten Schiffe sorgt dafür, dass jeder Spieler bei fast jedem Zug irgendwas zu tun hat - sprich, für Interaktion ist gesorgt.

Ich merke aber, dass die meisten das Spiel hier mau finden. Für mich birgt das Spiel jedoch viele gute und unterhaltsam fiese Stunden.

Mit einem Seemannsgruss
Marco

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Jost Schwider

RE: Die Hanse - gut spielbar

Beitragvon Jost Schwider » 2. Dezember 2003, 09:45


> Vor einigen Jahren habe ich mir "DIe Hanse" (Laurin Verlag)
> gekauft und war damals froh, ein Schnäppchen gemacht zu
> haben, nachdem das Spiel anfangs recht teuer war.

Gratulation! Ein sehr schönes Spiel (vom Material her), was uns auch einigen Spielspass bereitete.

> Irgendwann habe ich - auch vor Jahren - versucht, es mit
> zwei Freunden zu spielen. Allerdings haben wir nach kurzer
> Zeit entnervt eingepackt, weil uns vieles unlogisch vorkam
> und wir keinen Spielfluß erzielen konnten.

Wir hatten keinerlei Probleme mit dem Spielen, zumindest intuitiv muss also alles verständlich sein.

> wir konnten keinen Sinn in dem Schiffslagerraumtausch
> und dem damit verbundenen Zugsystem erkennen.

Die Idee ist ganz einfach: Jeder teilt sich zwei Schiffe mit seinen beiden Nachbarn, muss also mit diesen Beiden kooperieren.

> Kennt das Spiel jemand und hat es schon erfolgreich (!)
> gespielt?

Hier, ich!. Ja!

> 1. Wer darf zu welchem Zeitpunkt Laderäume beladen.?

Ein Spieler belädt immer nur die vor ihm liegenden Laderäume.

> 2. Meinem linken Nachbarn gebe ich meinen Schiffsbug und
> mein rechter Nachbar gibt mir seinen. Ich darf dann (laut
> Regel) mein Schiff und das Schiff meines rechten Nachbarn
> bewegen

Es ist nicht [i]dein[/i] Schiff, sondern du bist Mitbesitzer von zwei völlig verschiedenen Schiffen! Und nur diese beide darfst du bewegen.

> Das ist doch Schwachsinn...???

Das ist nur eine falsche Regelinterpretation! :-D

Hier nochmal der genaue Regelpassus (s. 10, "Bewegung"):
"[i]Derjenige Kaufmann, der am Zug ist, bewegt beide Koggen, an denen er jeweils zur Hälfte beteiligt ist.[/i]"
Wichtig für alle Aktionen ist also allein die "Beteiligung" an ein Schiff.

> Wir haben kapituliert. Wer kann mir helfen? Es ist
> eigentlich so ein schön gemachtes Spiel.

100% ACK!

Viele Grüße
Jost aus Soest (findet es schade, dass Laurins wunderschöne Brettspielausgaben eingestellt worden sind)
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Axel

RE: Die Hanse - gut spielbar

Beitragvon Axel » 2. Dezember 2003, 10:24

>Ein Spieler belädt immer nur die vor ihm liegenden Laderäume.

Aha!! Dieser Hinweis bringt mich jetzt weiter!!! :-))
Ich bin ja höchst offen für Hinweise, wo ich den Denkfehler mache (denn der liegt ja offenbar bei mir /uns). Ich darf also die beiden verschiedenfarbigen Laderäume belegen, die vor MIR liegen aber nicht den Laderaum meiner Farbe bei meinem linken Nachbarn??
Dann darf ich aber die vor mir liegende Bughälfte nur dann beladen, wenn das entsprechende Schiff in einen Hafen gezogen wird, richtig?
Ich glaube es dämmert....

Ich dachte, ich dürfe auch meine Hälfte im Schiff des linken Nachbarn beladen. Das klappt aber irgendwie nicht mit dem Rest zusammen.
Axel

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Marco Aschwanden

RE: Die Hanse - gut spielbar

Beitragvon Marco Aschwanden » 2. Dezember 2003, 11:19

> Ich dachte, ich dürfe auch meine Hälfte im Schiff des
> linken Nachbarn beladen. Das klappt aber irgendwie nicht
> mit dem Rest zusammen.
> Axel

Ich habe die Regel jetzt nicht mehr ganz im Kopf, aber natürlich darfst du nur deine Schiffshälften (in deiner Farbe) beladen. Wann immer also ein Schiff mit einer deiner beiden Hälften im Hafen landet, darfst du deine Schiffshälfte beladen... Mir scheint aber auch, dass du die Regeln mal genau lesen solltest. Ich entsinne mich nicht, dass die Regeln so unklar waren...

Hoffentlich klärende Grüsse,
Marco

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Axel

RE: Die Hanse - gut spielbar

Beitragvon Axel » 2. Dezember 2003, 11:46

Lieber Marco,

das steht allerdings im Gegensatz zu dem was Jostaussoest mir eben dazu sagte. Nach seinem Verständnis darf man ausschließlich die Schiffshälften beladen, die vor einem liegen. Ich kann diesem Verständnis auch folgen. Das macht - in Verbindung mit dem Zugsystrem - Sinn.

Da ich die Regel nun wirklich oft gelesen habe (und nicht nur ich), nehme ich Deinen Rat zwar gerne entgegen. Alleine: es hat mir bisher nichts geholfen. Vielleicht hast Du ja da auch was mißverstanden, denn wenn man es so spielt, wie Du meinst, macht es überhaupt keinen Sinn, die Kogge des rechten Nachbarn zu ziehen, weil man da ja gar keinen Schiffsladeraum zur Verfügung hat. Das ist ja mein Problem.

Trotzdem danke für Deine Hilfe.

Gruß
Axel

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Axel Bungart

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Axel Bungart » 2. Dezember 2003, 11:58


>
Hallo Christian
> tolles Material; aber nicht in jeder Besetzung spielbar!
>
> - Zu Dritt funktioniert es nicht.

Was heißt, es funktioniert nicht?? :-?


> - Zu Viert funktioniert es; macht aber relativ wenig Spaß.

Auch das verstehe ich nicht ganz??

> - Zu Fünft/Sechst ist es ein schönes, gutes Spiel.
>
Hallo Christian,

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Volker Scheinert

RE: Die Hanse - gut spielbar

Beitragvon Volker Scheinert » 2. Dezember 2003, 14:05

Bei all den Interpretationsschwierigkeiten in dieser Diskussion musste ich nun doch zur Regel greifen, da ich nicht mehr die genaue Regel im Kopf hatte und ich die Hanse als ein schönes und einfaches Spiel in Erinnerung hatte.

Also mit den Regeln in der Hand gibt es doch dort zwei Aussagen (Schiffsladeräume S.9)
1. Man ist an den Schiffen beteiligt, deren Hälften vor einem liegen. Diese Schiffe darf man auch bewegen.
2. Man belädt die Schiffsräume, die vor einem liegen.

Damit ist doch alles klar. Ich habe z.B. ein rotes Heck und einen blauen Bug vor mir, also bewege ich das blaue und das rote Schiff. Das blaue Schiff teile ich mir mit dem linken Nachbarn, da er das blaue Heck vor sich liegen hat. D.h. das blaue Schiff bewegt mein Nachbar und ich. Das rote Schiff bewege ich und mein rechter Nachbar, da dieser den roten Bug vor sich liegen hat.

Immer wenn eines dieser beiden Schiffe in einen Hafen einläuft, kann ich dann meine vor mir ausliegenden jeweiligen Schiffshälften be- und entladen (vgl Häfen S. 10). Der aktive Spieler beginnt damit. Sprich: Es interessieren mich nur die Laderäume, die genau vor mir liegen, beide kann ich füllen und mit den so untergebrachten Waren Handel treiben.

Vielleicht ist der Schlüssel zum Spielverständnis die Tatsache, dass man keine eigene Spielfarbe hat, sondern nur uniforme Kontore, die man mithilfe von 2 farbigen Schiffen, an denen man beteiligt ist, füllen muss.

Insofen hat Jost mit seiner Regelerinnerung/Erklärung recht gehabt. Ich hoffe, dass Du nun endlich mit dem Spiel loslegen kannst, wäre ansonsten sehr schade ´drum,

(Die Laurin-Spiele vermisse ich auch. Das waren für mich Anfang der 90er die deutschen optischen Spiele-Highlights)

Gruß Volker

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Christian Schnabel

Re: Korrektur

Beitragvon Christian Schnabel » 2. Dezember 2003, 18:24

Hallo,

unter Punkt 1 "Schiffe ziehen" ist mir ein grober (peinlicher) Fehler unterlaufen.

Richtig muß der Text lauten:

Ich darf die beiden Koggen ziehen an denen ich jeweils zur Hälfte beteiligt bin.
Z.B.: Spieler A = Blau, Spieler B = Rot, Spieler C = Grün, Spieler D = Gelb
Spieler B erhält von Spieler A den blauen Bug und gibt an Spieler C den roten Bug weiter...
Vor Spieler B liegen jetzt ein blauer Bug und ein rotes Heck. Damit ist Spieler B am roten Schiff und am blauen Schiff beteiligt .
Ist Spieler B am Zug muß er die beiden Koggen ziehen an denen er beteiligt ist; also die rote und die blaue Kogge.

Im Beispiel dürfen gezogen werden:

von Spieler A : die gelbe und blaue Kogge
von Spieler B : die blaue und rote Kogge
von Spieler C : die rote und grüne Kogge
von Spieler D : die grüne und die gelbe Kogge.

korrigierende Grüße

Christian Schnabel

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Christian Schnabel » 2. Dezember 2003, 18:36

Hallo Axel,

zu Dritt: Spieler A besitzt eine gemeinsame Kogge mit Spieler B.
Spieler B besitzt eine gemeinsame Kogge mit Spieler C. Spieler C besitzt eine gemeinsame Kogge mit Spieler A. Jeder hat mit jeden Mitspieler eine gemeinsame Kogge. Das erzeugt m.E. zu wenig Spannung. Spiele ich jetzt z.B. einen Hansetag, so passiert zu Dritt nichts, da alle Spieler mit irgendeiner der gemeinsamen Koggen in Lübeck vertreten sein werden.
persönliches Eindruck zu Dritt : lau


Zu Viert: haben immerhin die sich am Tisch gegenüber sitzenden Spieler keine gemeinsame Kogge.
persönliches Eindruck zu Viert : spielbar (geringer Spaß)

Ab Fünf : Ich habe jetzt schon 2 Mitspieler ohne gemeinsame Kogge. Piratenüberfälle, Hansetage, Blockaden nehmen in der Folge zu. Nicht alle Mitspieler werden eine ihrer Koggen rechtzeitig zum Hansetag nach Lübeck bringen (u.a. auch weil die 2. Kogge des Kompagnons schon in Lübeck ist und er jetzt unsere gemeinsame Kogge in den Kanal schickt...). Das kostet dann wiederum 1 Kontorgut als Strafe...
persönliches Eindruck ab Fünf : gutes Spiel, macht Spaß


Viele Grüße

Christian Schnabel

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Michael St.

Re: Die Hanse - unspielbar??

Beitragvon Michael St. » 2. Dezember 2003, 22:09

Hallo Axel
Auch ich kann keine Regelprobleme bei Hanse entdecken bei uns im Spieletreff wird es jedenfalls immer wieder gern gespielt. Ein Spiel das vor Interaktion nur so strotzt !
Meiner Meinung nach ist die Hanse ein tolles Spiel !

Gruß Michael

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Jost Schwider

RE: Die Hanse / Laurin-Spiele

Beitragvon Jost Schwider » 5. Dezember 2003, 10:00

"Volker Scheinert" hat am 02.12.2003 geschrieben:

> Bei all den Interpretationsschwierigkeiten in dieser
> Diskussion musste ich nun doch zur Regel greifen, da ich
> nicht mehr die genaue Regel im Kopf hatte und ich die Hanse
> als ein schönes und einfaches Spiel in Erinnerung hatte.

Gottseidank ist die Sache damit ja aufgeklärt worden. :-))

> Also mit den Regeln in der Hand gibt es doch dort zwei
> Aussagen (Schiffsladeräume S.9)
> 1. Man ist an den Schiffen beteiligt, deren Hälften vor
> einem liegen. Diese Schiffe darf man auch bewegen.
> 2. Man belädt die Schiffsräume, die vor einem liegen.
> [...]
> Insofen hat Jost mit seiner Regelerinnerung/Erklärung recht
> gehabt.

:-)) Gerne! :-))

> (Die Laurin-Spiele vermisse ich auch. Das waren für mich
> Anfang der 90er die deutschen optischen Spiele-Highlights)

Kennst du das Robin Hood-Spiel? Das ist m.E. eines jener Kleinode, die leider viel zu schnell verschwunden sind. Sozusagen "Tabletop für Wenigspieler", und das schon vor sooo langer Zeit! ;-)

Die Laurin'sche Dampfroß-Version ist m.E. auch die mit Abstand schönste!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Volker Scheinert

RE: Die Hanse / Laurin-Spiele

Beitragvon Volker Scheinert » 5. Dezember 2003, 21:00

Jost Schwider schrieb:
>
>
> Kennst du das Robin Hood-Spiel? Das ist m.E. eines jener
> Kleinode, die leider viel zu schnell verschwunden sind.
> Sozusagen "Tabletop für Wenigspieler", und das schon vor sooo
> langer Zeit! ;-)
>
Ja, das Spiel habe ich. Es sieht wahnsinnig schön aus, ich habe aber nie meine Mitspieler dazu gebracht es zu spielen. Entweder waren es Spiele-Freaks, denen das Spiel als angeblich zu seicht bekannt war oder aber Normalspieler, die bei meiner Erklärung "und dann kann man verschiedene Szenarien spielen" mit den Ohren wackelten. Alle paar Jahre hole ich es daher aus meinem Regal und gucke mir das schöne Material an und nehme mir vor, es irgenwann dann zum zweiten Mal zu spielen.

Gruß Volker


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