Beitragvon Volker Scheinert » 2. Dezember 2003, 14:05
Bei all den Interpretationsschwierigkeiten in dieser Diskussion musste ich nun doch zur Regel greifen, da ich nicht mehr die genaue Regel im Kopf hatte und ich die Hanse als ein schönes und einfaches Spiel in Erinnerung hatte.
Also mit den Regeln in der Hand gibt es doch dort zwei Aussagen (Schiffsladeräume S.9)
1. Man ist an den Schiffen beteiligt, deren Hälften vor einem liegen. Diese Schiffe darf man auch bewegen.
2. Man belädt die Schiffsräume, die vor einem liegen.
Damit ist doch alles klar. Ich habe z.B. ein rotes Heck und einen blauen Bug vor mir, also bewege ich das blaue und das rote Schiff. Das blaue Schiff teile ich mir mit dem linken Nachbarn, da er das blaue Heck vor sich liegen hat. D.h. das blaue Schiff bewegt mein Nachbar und ich. Das rote Schiff bewege ich und mein rechter Nachbar, da dieser den roten Bug vor sich liegen hat.
Immer wenn eines dieser beiden Schiffe in einen Hafen einläuft, kann ich dann meine vor mir ausliegenden jeweiligen Schiffshälften be- und entladen (vgl Häfen S. 10). Der aktive Spieler beginnt damit. Sprich: Es interessieren mich nur die Laderäume, die genau vor mir liegen, beide kann ich füllen und mit den so untergebrachten Waren Handel treiben.
Vielleicht ist der Schlüssel zum Spielverständnis die Tatsache, dass man keine eigene Spielfarbe hat, sondern nur uniforme Kontore, die man mithilfe von 2 farbigen Schiffen, an denen man beteiligt ist, füllen muss.
Insofen hat Jost mit seiner Regelerinnerung/Erklärung recht gehabt. Ich hoffe, dass Du nun endlich mit dem Spiel loslegen kannst, wäre ansonsten sehr schade ´drum,
(Die Laurin-Spiele vermisse ich auch. Das waren für mich Anfang der 90er die deutschen optischen Spiele-Highlights)
Gruß Volker