Beitragvon Volker L. » 25. November 2004, 17:08
Udo Möller schrieb:
>
> Hallo Klaus,
>
> das Hauptproblem bei dem Spiel sind die Wertigkeiten der
> Länder bzw. das Verhältnis von Kosten zu Ertrag. Das bildet
> zwar vielleicht die Wirklichkeit ab, aber das Spiel wird
> damit fast unspielbar, weil sich alle in Europa tummeln (das
> leider sehr klein ist) und einige große Länder wie USA oder
> Russland praktisch nicht zu bekommen sind.
Absolut korrekt. :-(
Im Prinzip kann man die Länder in 4 Gruppen einteilen.
[b]Gruppe 1[/b] besteht nur aus drei Länderen: USA, UdSSR und
China. Diese würden jeweils allein den Spielsieg bringen
(Einkünfte höher als Siegbedingung), sind aber de facto
unerschwinglich (genug Geld zum Erwerb kann man eigentlich nur
zusammenbekommen, wenn die Einkünfte bereits vorher so hoch sind,
dass man die Siegbedingung bereits erfüllt). [i]nutzlos[/i]
[b]Gruppe 2[/b] die typischen "guten" Industrie-Nationen wie Deutschland, Großbritanien, Japan (Kanada? Australien?) etc.,
also in etwa eine erweiterte G7 ;-), überwiegend, aber nicht ausschließlich, Europa. Eines davon bringt schon einen großen
Anteil zur Siegbedingng, man wird sich aber i.A. auch nur
eines davon leisten können.
[b]Gruppe 3[/b] schwächere europäische Länder sowie ein paar
ganz ordentliche außereuropäische. Kosten und Einkünfte
deutlich niedriger als Gruppe 2 (ganz grob Faktor 1/5), aber
durchaus noch sinnvoll.
[b]Gruppe 4[/b] sehr viele Länder mit so geringen Kosten und
Einkünften, dass sie absolut vernachlässigbar sind. Wobei
das Kosten-Nutzen-Verhältnis sogar in Ordnung wäre, wenn man
nur den Kaufpreis betrachtet. Unter Berücksichtigung der
Spielaktion, dort ein Fahrzeug hinzubringen, um es erwerben
zu können, wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis katastrophal.
Praktisch alle afrikanischen Länder gehören dieser Gruppe an.
[i]nutzlos[/i]
Zum Sieg kommt man üblicherweise durch genau 1 Land der Gruppe 2
und ein halbes Dutzend der Gruppe 3 (wobei die Übergänge
zwischen diesen beiden Gruppen durchaus fließend sind, also
bitte keine nachgerechneten Gegenbeispiele mit 2x2 + 4x3
anführen :-)) )
> Wir haben deshlab damals versucht, neue Kosten/Ertragswerte
> für jede Karte zu ermitteln, so dass zwar die Wirklichkleit
> nicht mehr 1:1 abgebildet wird, das Spiel aber spielbarer
> wird. Ich muss das ganze mal wieder hervorkramen...
Solltest Du es finden, wäre ich an den Ergebnissen interessiert,
vor allem, wenn das nicht nur aus dem Handgelenk geschüttelte,
sondern irgendwie ausprobierte Werte sein sollten.
Gruß, Volker (der damals sofort fand, dass eine im Prinzip
tolle Spielidee durch krampfhaft gewollte Realitätsnähe der
Zahlenwerte total vermurkst wurde)