Ein freundliches „Hallo!“ an Sie als Leserin oder Leser dieses Beitrages.
Schön, dass auch Sie sich für das hervorragende Kartenspiel „Caesar & Cleopatra“ begeistern und sich an dieser Stelle entweder genau wie ich eine Antwort auf Ihre Regelfrage(n) erhoffen oder so viel Erfahrung mit dem Spiel aufweisen können, dass Ihnen eine zufrieden stellende Antwort möglich ist. Im besten Fall ist sogar der Autor, Herr Wolfgang Lüdtke, wieder einmal in diesem Forum unterwegs und macht sich die Mühe, mit seinem geschätzten Beitrag alle Unklarheiten zu beseitigen, quasi „im Sinne des Erfinders“.
Vorausschicken möchte ich noch, dass die Spielregel keineswegs unvollständig ist. Nur in zwei Punkten, bei der Erläuterung der außerordentlichen Vertrauensfrage und des Spielendes, wünschte ich mir ähnlich ausführliche Hinweise wie bei der Einfluss-Karte „Philosoph/in“ oder ein Beispiel. Doch der Reihe nach:
1) Außerordentliche Vertrauensfrage
Ist die außerordentliche Vertrauensfrage eine zusätzliche Handlung, wenn einer der Spieler aktiv wird und durch das Anlegen von einer oder zwei Einfluss-Karten bzw. einer Aktions-Karte regelgerecht bewirkt, dass an einer Patrizier-Gruppe insgesamt acht Einfluss-Karten liegen, oder ersetzt sie das Aufdecken der obersten Karte des Stapels „Vertrauensfrage“?
Sofern sie besagten Punkt 4 im Spielablauf ersetzt: Warum ist die außerordentliche Vertrauensfrage „… beim Ende einer Runde - vor dem Nachziehen von Handkarten - …“ zu stellen? Darf der aktive Spieler also den Ausgang der Vertrauensfrage abwarten, bevor er seine Kartenhand auffüllt (Im Normalfall ist es ja genau andersherum!)?
Dürfen durch den geschickten Einsatz von Einfluss-Karten und Aktions-Karte auch mehrere außerordentliche Vertrauensfragen gleichzeitig hervorgerufen werden?
2) Das Ende des Spieles
Wenn nur noch ein Spieler über Einfluss-Karten verfügt und alleine weiterspielt, darf er dann wie gewohnt zusätzlich auch eine Aktions-Karte pro Runde einsetzen und außerordentliche Vertrauensfragen auslösen bzw. Vertrauensfragen aufdecken?
Wenn ja: Darf der Spieler ohne Einfluss-Karten auf eine Aktions-Karte des Gegners noch mit einem Veto reagieren und dann eine Aktions-Karte vom Reserve-Stapel nachziehen (falls noch vorhanden)? Die Frage nach dem Nachziehen einer Karte stellt sich natürlich auch, wenn der Gegner ihm einen Spion schickt.
Zugegeben, meine Fragen betreffen nur Spieldetails, aber auch kleine Unklarheiten lassen eben das Gefühl zurück, nicht in den Genuss der größtmöglichen Freude am Spiel zu kommen. Deshalb freue ich mich über jede Antwort und bin schon sehr gespannt darauf, Ihre Auslegung der fraglichen Regelpassagen kennen zu lernen!
Viele Grüße an alle Leserinnen und Leser!
Tobias Langolz