Beitragvon Heinrich Tegethoff » 11. Juli 2005, 19:04
Hallo Jeff,
Jeff Widderich schrieb:
> Die Spielegemeinde hat ein riesengrosses Problem und ein
> Gefuehl von Unzufriedenheit wenn ihr Lieblingspiel
> verliert.
Aber die Spielergemeinde hier besitzt doch meist das Spiel schon
oder hat als Mitspieler zugriff darauf. Ergo sind die meisten doch
gar nicht "betroffen", solange man nicht Autor (Hallo Benno!) oder
Verlagsmitarbeiter, notfalls Verwandter ist.
Es ist doch so wie bei den Sportvereinen: solange ich nicht in der
Mannschaft selbst mitrenne, ist es doch "eigentlich" egal, welche
gewinnt, solange das Spiel schön anzuschauen ist. Nur sehe ich
das meist nicht so, und Millionen Fußball-&Co-Fans auch nicht.
Denn es soll der eigene Favorit gewinnen, aus welchen Gründen
man auch immer meint. DIES ist MEIN Spiel-des-Jahres.
Ergo war ich letztes Jahr stinkig über San Juan und freue mich
dieses Jahr über Niagara. Was bringt mir der Wettbewerb der
Spiele? Ich habe doch Zuschauerstatus, und, na ja, ich kann
halt auch über den Schiedsrichter fluchen, wenn mir das hilft,
nur weil mein Liebling es nicht wurde
Aber die Spielregeln des Spiels "SdJ" sind klar dokumentiert (siehe
Homepage SdJ).
Was immer zutrifft ist die "wie haben 40 Millionen Nationaltrainer"
Ansicht, also: warum muß es dieses Spiel sein und nicht ein
anderes. Aber die Jury entscheidet, und man kann sich ja die
Mühe machen, in die Jury aufgenommen zu werden.
Beim Oscar stimmen über den "Best Picture" knapp 6000 ab,
aber bei allen anderen Oscars sind es weniger. Und die Jury hat 11 Köpfe.
Auch da wird einer gegen die anderen verlieren, weil es keinen
einzigen Trainer gibt.
> Autoren
Ja-
> und Spieler
Ich nicht.
> wollen gerne wissen welche Spiele mit
> einander verglichen werden und dann welches aus eine logische
> Gruppe gewonnen hat.
> In diesem Fall weiss man ganz genau
> gegen welche andere Titel ein Spiel verloren oder gewonnen
> hat. Man hat ein Wettbewerb miterlebt. Diese Listen von
> Gruppen sollten vor der Auswahlliste publiziert werden.
Gibt es überhaupt solche Listen? Ich bezweifle es!
> Das Spiel des Jahres fuehlt sich mehr wie ein Urteil an und
> nicht als ein actives Wettbewerb.
Es ist ein Urteil, nur ohne gerichtsfähige Begründung und ohne
zweite Instanz. Und das ist gut so. Die Jury vergibt seit jeher einen
Preis, der selbst keinen Wert mitbringt (Geldpreis oder so),
sondern nur (stark) verkaufsfördernd wirkt. Es ist kein Wettbewerb
mit verschiedenen "Altersgruppen".
Servus,
Heinz