Beitragvon Marten Holst » 18. Oktober 2005, 13:53
Moin Tom,
auch ich bin Schafslos gegangen, da mir dieses Jahr komplett die Zeit für Messevorbereitungen fehlte, und somit ausverkaufte sich mir auch einiges vor der Nase weg. Aber...
> Leben kann ich natürlich damit, aber sinnvoll finde ich es
> eben nicht. Da gibts elegantere Lösungen.
Welche denn?
Größere Produktion ist ein größeres finanzielles Risiko, das muss ein Verlag erst einmal einzugehen bereit sein. Schon manch selbstvermuteter Kleinverlagsknüller ist versackt, und dann hockt man da.
Sofortige Nachproduktion, als sich ein schneller Ausverkauf abzeichnete: schön und gut, aber sowas geht sicher nicht mal schnell, wenn man "nur" ein paar Bögen bedrucken und stanzen muss. Ich könnte mir vorstellen, dass solche Figuren eher noch länger bräuchten, weiß es aber nicht.
Paar Spiele zurückhalten, um den Händlern die +40% zu vermiesen: naja, zum einen sind die auch irgendwann weg, zum anderen wäre man schön blöd, sich als Kleinverlag ohne jedes Standing (bitte nicht übel nehmen) mit Händlern anzulegen, die einem im Idealfall ja auch Vertriebswege bieten sollen.
Und überhaupt, Spiele zurück halten: man kann so ein "Sold Out"-Schild natürlich vermeiden, wenn man jeden Tag oder jede Stunde aufs Neue Spiele zum Verkauf "freigibt". Wäre natürlich eine klar erkennbare Politik, denn an "Nachlieferungen" kleinster Mengen glaubt keiner. Und was würde das bringen? Noch mehr Leute stehen noch länger an und bekommen dann doch keines - weil ja einfach nicht genug da waren.
Tschüß
Marten