Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 09:25
> So schön es auch ist Spiele in den Medien zu sehen, im Falle
> von "Promi ärgere dich nicht" ist der Effekt wohl eher ein
> schlechter als ein guter.
JEDE Sekunde, die das Thema Spiel im TV bekommt, ist eine gute Fernsehsekunde für uns alle.
> Einerseits wird wieder mal das Spieleklischee von "MÄDN",
> "Monopoly" etc. aufgefrischt und zweitens hat diese Show nur
> einen Zweck - möglichst viele Menschen zur Hauptsendezeit vor
> die Glotze zu bekommen - und da das mit einem "Promi-Caylus"
> nicht in diesem Ausmass vorzustellen wäre, greift man auf
> etwas zurück, was fast einem jeden ein Begriff ist.
Das ist ganz in Ordnung, denn wie sollen denn sonst die Menschen üb erhaupt an andere Spiele herangeführt werden? Du und viele andere hier tun ja so, als wenn z. B. Monopoly des Teufesl wäre. Aber eben dieses Spiel ist doch füpr fast alle von uns Ausgangspunkt gewesen und es kennt vor allem jeder Zuschauer. Von daher ist es genau das richtige Spiel, um im Fernsehen präsentiert zu werden. Ein Puerto Rico würde gerade ein paar Tausend auf die Szene beschränkte Menschen interessieren, aber ein Millionenpublikum würde nur irritiert aus der Wäsche schauen, was das denn sein soll, und vermutlich leider schnell das Interesse verlieren. Was der Bauer nicht kennt ...
>Ein
> kleiner Nebeneffekt der ganzen Sache - an diesem Abend sitzen
> wieder viele Leute vor dem Fernsehgerät welche dadurch NICHT
> spielen werden.
? Sicher, aber dennoch hilft eine solche Sendung dem Spiel und der Spielewelt unegmein weiter. Wenn nur einer sich wieder für sein altes Monopoly interessiert, haben wir alle viel gewonnen!
Ich mag dieses "elitäre Gequatsche" nicht mehr hören, mit der die Szene um sich selbst dreht, ohne Chancen überhaupt zu bemerken, geschweige denn, sie gut zu heißen oder zu ergreifen. Frei nach dem Motto: Wenn du mein Caylus nicht kennst, will ich lieber gar nichts über Spiele sehen/hören/lesen/wissen. Entschuldigung, aber das ist wirklich armselig und trifft leider auf einen zu großen Teil der Szene zu. Alle jammern, dass Spiele mehr Aufmerksamkeit benötigen, wenn aber mal was passiert (siehe Teuber), sind alle über den Rahmen entsetzt. Viele vergessen, dass es jenseits des Szenekerns eben ganz andere Spiele gibt, die viel gespielt und verkauft werden (Monopoly - immer noch!; Uno, Risiko, Scrabble und dann mit Abstand vielleicht mal Die Siedler von Catan).
[Lieber Andreas, ich kenne dich nicht und will dir jetzt nicht eins drüber braten, aber dein Posting erinnert mich an viele, viele andere, die ich hier in letzter Zeit gelesen habe. Nimmst deshalb nicht zu persönlich, sondern sehe dich als Opfer einer Entwicklung, die mich zu dieser Antwort verleitet hat.]
Michael
(entschuldigt sich vorsorglich bei allen für die Wortwahl, aber nicht für den Inhalt)