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Nacht der Magier- Enttäuschend?

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Karl

Nacht der Magier- Enttäuschend?

Beitragvon Karl » 30. Dezember 2005, 09:58

Vielleicht waren die Erwartungen für 36 Euro zu hoch. Die Idee mit den Dunkelspiel ist gut, aber der Spielspaß hielt sich nach einigen Partien doch in Grenzen. Unsere Kinder hatten immer Angst das wieder eine Holzscheibe runterfällt (Negativerlebnis) und das ertasten der Holzplatte gestaltete sich im Dunkeln als nicht einfach.
Aber das Spiel bietet mal was anderes.

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Andreas Keirat

Re: Nacht der Magier- Enttäuschend?

Beitragvon Andreas Keirat » 30. Dezember 2005, 11:33

Karl schrieb:
>
> Vielleicht waren die Erwartungen für 36 Euro zu hoch. Die
> Idee mit den Dunkelspiel ist gut, aber der Spielspaß hielt
> sich nach einigen Partien doch in Grenzen. Unsere Kinder
> hatten immer Angst das wieder eine Holzscheibe runterfällt
> (Negativerlebnis) und das ertasten der Holzplatte gestaltete
> sich im Dunkeln als nicht einfach.
> Aber das Spiel bietet mal was anderes.

Komisch, bei uns war es genau andersherum. Die Kinder freuten sich wie Schneekönige, wenn es bei uns "Plumps" gemacht hat. Das Ertasten empfand ich auch nicht so schlimm. Zwar waren die Kinder anfangs ungestüm, das hat sich aber schnell gelegt und die Feinmotorik wurde gut geschult, hehe.

Wirklich ein gelungenes Spiel... Aber Geschmäcker (auch der Kinder) sind eben verschieden.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(dessen Spieler fast alle einhellig die sehr seltene Höchstpunktzahl von 6 Punkten vergaben...)

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Ralf Rechmann

Re: Nacht der Magier- Enttäuschend? Eher Nein!

Beitragvon Ralf Rechmann » 30. Dezember 2005, 14:29

Ich hab es bisher nur in einer 2er-Erwachsenenrunde gespielt:

Der "wir spielen im Dunkeln" Faktor macht den eigentlichen Reiz des Spiels aus. Dadurch unterscheidet es sich wohltuhend von den ganzen anderen Spielen, die sonst so auf den Tisch kommen. Die leuchtenden Spielelemente, ohne die anderen Hindernisse oder gar Aktionen oder Reaktionen der Spieler direkt sehen zu können, sind schon irgendwie faszinierend. Damit ist schon mal eine besondere, weil eher ungewohnte, Atmosphäre erzeugt... den Rest muss der Spielablauf leisten!

Da minimiert sich das Spiel leider auf das Wegschieben von Hindernissen, die man nicht sieht oder nur im fahlen Lichtschein der Leuchtelemente ahnt oder deren Position man durch das "klack" beim Runterfallen meint, einordnen zu können - man sieht ja, wohin der aktive Spieler die Leuchtsteine verschoben hat und kann daraus die Schieberichtung schliessen. Klingt nach wenig, ist auch ein bisschen wenig für ein abendfüllendes Spielerlebnis.

Bei uns hat eine Zweierpartie kaum 5 Minuten gedauert und eigentlich nur relativ wenige Züge, bis man einen seiner leuchtenden Feuerkelche in den Flammenring geschoben hatte. Gerade zu Zweit zeigte sich dann auch, dass man die Aktionen des Gegenspielers kaum vereiteln kann - entweder sorge ich dafür, dass einer meiner Feuerkelche näher in die Mitte geschoben wird oder ich schiebe mit meiner Aktion eher einen gegnerischen Feuerkelch von der Mitte wieder weg. Beides in einer Aktion klappt kaum. Und danach ist ja wieder direkt der Gegenspieler am Zug, um meine destruktive Aktion zu negieren, und sich selbst den Sieg zu sichern...

Deshalb verschenkt Nacht der Magier in einer Zweierrunde auch viel vom eigentlichen Spiel, da ich eindeutig zu viel Einfluss auf die zu verschiebenden Spielelemente habe. Wenn allerdings drei Spieler zwischen meinen eigenen Aktionen drankommen, dann würde eine Partie auch etwas länger dauern und auch von mehr Seiten (da vier Spieler unterschiedliche Schiebstrategien verfolgen, denn bei zwei Spielern hat sich nach wenigen Zügen die Hauptschiebrichtung zum Spielsieg offenbart) sich ein Hin- und Hergeschiebe ergeben.

So oder so bleibt Nacht der Magier für mich aber kein abendfüllendes Spielerlebnis und ich glaube, das will und kann es auch überhaupt nicht sein. Für eine halbe Stunde (bei mehreren Partien) Auflockerung zwischen zwei Brainburner-Spielen sorgt es aber allemal. Und die Regeln sind schnell erklärt, auch Nichtspieler werden durch das "Besondere, weil im Dunkeln" ins Spiel gezogen. Ein Spiel für mich vergleichbar mit Bamboleo, das man ab und zu mal immer wieder gerne spielt, weil es eben mal kein Rohstoffe sammeln, Machtpositionen ausbauen oder Mehrheiten erzeugen Brettspiel-Einheitsbrei ist.

Mein Fazit: Für 30 Euro bekommt man einen guten Gegenwert in Sachen Faszination Spielspass - und das Spielmaterial aus Holz und die leuchtenden Zauberhutfiguren überzeugen sowieso!

Cu/Ralf

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Wolfgang Ditt

Re: Nacht der Magier- Enttäuschend? Nein, es ist super!

Beitragvon Wolfgang Ditt » 30. Dezember 2005, 17:56

Hallo,

bei mir, bei Kinder und bei den Erwachsenen in unserem Spielekreis war es so, dass DNdM super ankam. Wohltuende Abwechselung durch die Dunkelheit. Bevor ich alle Erfahrung hier noch einmal niederschreibe, verweise ich auf meien Rezension und meinen Artikel zu dem Spiel:

Rezension:
http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/kinder/2005/magier/magier.htm

Artikel zur Originalität und zur Dunkelheit:
http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/artikel/2005/dunkelheit/dunkelheit.htm

Wolfgang

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Helmut Lehr

Re: Nacht der Magier- Enttäuschend?

Beitragvon Helmut Lehr » 30. Dezember 2005, 18:13

Ich habe mir das Spiel in einem "Ausprobier"-Laden erklären lassen mit diesen Kommentaren hier als Ausgangspunkt.
1. mal müssen die Scheiben runterfallen, um das Spielziel zu erreichen,
2. runtergefallene Figuren erkennt am am Leuchten, sod ass man nciht herumsuchen muss.
Möglichst mit eine 100 Watt-Lampe aufladen.

Laut Händler bisher nur positive Reaktionen.

Also; falsch gespielt, würde ich sagen....

SG
Helmut

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Peter Steinert

Re: Nacht der Magier - Angst?

Beitragvon Peter Steinert » 30. Dezember 2005, 18:29

Karl schrieb:

> Unsere Kinder
> hatten immer Angst das wieder eine Holzscheibe runterfällt
> (Negativerlebnis) und ...


Hallo Karl,

konkret die Bedeutung dieser Aussage interessiert mich. Beim Lesen fragte ich mich zunächst, warum das mögliche Herunterfallen von Spielteilen "Angst" in Eurer Spielrunde ausgelöst hat.
Außerdem kann ich den Begriff "Negativerlebnis" in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen. Ist denn ein Spiel, bei dem etwas "purzelt", "kippt" oder "zusammenfällt", sogleich ein negativ behaftetes Spiel?
Nach meinen Erfahrungen kommen gerade diese "kribbeligen" Spielerlebnisse bei Kindern besonders gut an. Ich sehe daran nichts Verwerfliches.

Gruß
Peter


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