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Sind Vielspieler überkritisch?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Sippel

Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Frank Sippel » 7. Januar 2006, 13:19

Gestern habe ich zum ersten Mal "Quo Vadis" gespielt. Ich hatte von dem SPiel schon viel Gutes gehört und es mir dann zu Weihnachten gewünscht. Wir haben es zweimal gespielt, einmal zu dritt und einmal zu viert. Es hat ALLEN Spaß gemacht und es ging bei der Partie mit fünf Leuten ziemlich heiß zur Sache.
Einer unserer Mitspieler besitzt das Spiel bereits in einer alten Ausgabe, ich glaube vom Hans im Glück Verlag. Die alte Ausgabe war wohl in einer großen Schachtel mit entsprechend großem Material. Mein neues Spiel von Amigo ist in einer kleinen Schachtel verpackt (kostet wohl so um die 10 - 12 Euro) und enthält wenig Luft.

Nun meinte dieser Mitspieler, er würde sich so eine fizzelige Ausgabe nie und nimmer zulegen und so kleines Material wäre eine Zumutung für die Spielatmosphäre. Zugegeben, die neue Ausgabe ist klein, aber alles funktionierte einwandfrei - und Spaß hat es auch gemacht.

Häufig habe ich den Eindruck, dass Vielspieler immer was zu meckern haben. Entweder ist das Material zu klein, oder die Schachtel enthält zu viel Luft. Die einen mögen nur Holz, die anderen finden designtes Pastik besser. Dann ist wieder zu viel Glück dabei oder die Graphik ist zu hässlich oder die Pape zu dünn.

Kritik ist ja gut und schön und eigener Geschmack auch, aber muss eigentlich immer gemeckert werden? Es nervt. Ich kann mi vorstellen, dass es kein leichter Job ist, als SPieleverlag all die Meckerer zufriedenzustellen.

Meint Frank.

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Ralf Rechmann

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Ralf Rechmann » 7. Januar 2006, 13:29

Überkritisch? Eventuell, aber eher weil sie als Vielspieler die Vergleichsmöglichkeit haben und wissen oder meinen zu wissen, was besser und anders gehen würde. Kritik als Selbstzweck ist aber genauso unangemessen, schliesslich geht es um den Spielspass beim Brettspiel, oder? Aber den scheinen Manche auch im Laufe ihrer Vielspielerei vergessen zu haben...

Cu/Ralf

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Carsten Wesel

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Carsten Wesel » 7. Januar 2006, 13:30

Wenn nicht mehr gemeckert wird, gibt es kein Verbesserungs-Potential.

Bei OltreMare hat auch keiner gemeckert, daß das Material so klein ist. Das war ein neues, gutes Spiel eines neuen Verlages und da 'tolleriert' man sowas wohl. Es war doch so schön handlich...

Jetzt gibt's das Spiel in der 12fachen Größe - ist es dadurch besser? Das wohl nicht, aber ein paar Anpassungen an den Regeln - so sagt man - haben es verbessert. Das hat aber nix mit der Größe zu tun.

Wenn das Spiel gut ist, dann ist es das in jeder Größe - meist aber in der vorhandenen ;-)

Gruß Carsten (der sich nicht überkritisch findet, wenn er sich kritisch betrachtet)

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Roman Pelek

Radio Eriwan sagt: ja, aber...

Beitragvon Roman Pelek » 7. Januar 2006, 15:21

Huhu Frank,

Frank Sippel schrieb:

> Häufig habe ich den Eindruck, dass Vielspieler immer was zu
> meckern haben. Entweder ist das Material zu klein, oder die
> Schachtel enthält zu viel Luft. Die einen mögen nur Holz, die
> anderen finden designtes Pastik besser. Dann ist wieder zu
> viel Glück dabei oder die Graphik ist zu hässlich oder die
> Pape zu dünn.

Richtig, vielfach schießt Kritik über's Ziel hinaus und prangert Dinge an, die unrealistisch und/oder unwirtschaftlich sind. Aber das ist nicht eigentliche Problem, denn Kritik - auch überzogene - dient letztlich dazu, Leuten zu sagen: es geht immer noch besser, und dieser Arschtritt ist immer vonnöten.

> Kritik ist ja gut und schön und eigener Geschmack auch, aber
> muss eigentlich immer gemeckert werden? Es nervt. Ich kann
> mi vorstellen, dass es kein leichter Job ist, als
> SPieleverlag all die Meckerer zufriedenzustellen.

Ich würde noch weiter gehen und sagen: es ist unmöglich. Die Souveränität, die Eigenverantwortung liegt vielmehr darin, sich auszusuchen, welche Pharisäer wo und wie in welchen Medien darüber schimpfen, was man gerade tut. Denn das ist berechenbar, im Gegensatz zu vielen anderen Dingen, die wir tun und lieben. Und natürlich, oberstes Gebot, ist immer: es müssen Leute auch noch kaufen wollen.

Ciao,
Roman ("In any fair system they would flourish and thrive, but they barely survive, they eke out a living but they barely survive" / Randy Newman, "It's money that matters")

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Attila » 7. Januar 2006, 15:41

Frank Sippel schrieb:

> Nun meinte dieser Mitspieler, er würde sich so eine fizzelige
> Ausgabe nie und nimmer zulegen und so kleines Material wäre
> eine Zumutung für die Spielatmosphäre.

Naja, da verteidigt jemand seine "alte Ausgabe", die ja "viel besser" ist - alleine wohl schon deswegen weil früher sowieso alles besser war ...
Dieserjenigewelcher hat nicht zufällig auch noch total bei dem Spiel abgelosed? :-)

> Häufig habe ich den Eindruck, dass Vielspieler immer was zu
> meckern haben. Entweder ist das Material zu klein, oder die
> Schachtel enthält zu viel Luft. Die einen mögen nur Holz, die
> anderen finden designtes Pastik besser. Dann ist wieder zu
> viel Glück dabei oder die Graphik ist zu hässlich oder die
> Pape zu dünn.

Ja, sowas gibt es - hat aber nix mit Vielspieler zu tun. Neulich am Spieltisch: Wir spielten ein (bekanntes) Spiel was *absolut* ohne Glücksfaktor ist, es hat 3 von 4 Leute *super* gefallen, einem - der eigentlich ein absoluter Fan solcher Spiele ist - hat es nicht gefallen - ich schliesse jede Wette ab das es anders ausgesehen hätte, wenn dieserjenige das spiel nicht voll versägt hätte, sonder gewonnen. :-)

ja, so ist das - kann man sich selbst oft auch nicht frei von sprechen ... :-)

> Kritik ist ja gut und schön und eigener Geschmack auch, aber
> muss eigentlich immer gemeckert werden? Es nervt. Ich kann
> mi vorstellen, dass es kein leichter Job ist, als
> SPieleverlag all die Meckerer zufriedenzustellen.

Naja, bei manchen Leuten ist das gemeckere halt so einprogrammiert. Da sind die Karten zu dick, zu dünn, schlecht gedruckt, die Farben zu farbig oder auch zu blass, die Würfel zui klein, das Material zu pompös oder zu schlicht, das Spiel zu lang oder zu kurz, das Spiel ist zu glücksabhängig oder zu trocken.
EInfach nicht drauf eingehen, dann legt sich das.

Atti

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Radio Eriwan sagt: ja, aber...

Beitragvon Marten Holst » 7. Januar 2006, 15:49

Dann stimme ich doch mal dem Roman zu,

jegliche ehrlich empfundene Kritik hat erst einmal ihre Berechtigung. "Relativieren" muss man erst bei der Gesamtnote. Und die Münzen bei Caylus werden nicht ansehnlicher, wenn man bedenkt, dass das Spiel absolute Spitzenklasse ist.

Die für mich spannende Frage ist oft "Geht es überhaupt besser"? Besser im volkswirtschaftlichen Pareto-Sinne: kann man etwas verbessern, ohne andere Aspekte zu verschlechtern. Wären andere Münzen für Caylus nicht schlechter handhabbar? Oder teurer? (Wobei "teurer" eventuell aus der Betrachtung hier raus kann).

Mir persönlich war bzw. ist die Oltre-Mare-Erstauflage (vom Fairspielt-Onkel angesprochen) zu klein. Desgleichen dieses Jahr auf der Messe "Capitol" von daVin... äh, Editric..., äh, dv-Games (war es überhaupt von denen? Auf jedem Fall an dem Stand). Das alleine macht ein Spiel ja nicht schlecht, aber wenn es einen stört, dann soll es einen stören dürfen - und das ist nicht nur bei Spielen so und auch nicht nur bei "Vielspielern". Natürlich bleibt vieles Geschmachssache. Ich mag zum Beispiel keine "Casinowürfel", andere finden sie großartig.

"Perfekt" geht halt nicht. Selbst bei Pürtö oder Fürstö oder E&T könnte ich Aspekte nennen, die ich nicht mag. (Wobei sie mir bei E&T gerade nicht einfallen, müsste mir etwas Mühe geben) :-)

Tschüß
Marten

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Herbert

Vielspieler sind überkritisch!

Beitragvon Herbert » 7. Januar 2006, 19:26

Natürlich sind Vielspieler überkritisch, gerade gegenüber Nicht-Vielspieler.

Man stelle sich das mal vor. Da kommt man als Vielspieler zu einem Nicht-Vielspieler , spielt Quo Vadis und soll nun von einem Spiel begeistert sein, das der zufällig am Wühltisch erstanden hat.

Dies einzugestehen, würde doch folgende weitere Eingeständnisse bedeuten:
- Man kann an gute Spiele kommen, ohne mindestens 3 Spielezeitschriften
zu abonnieren -> wohl kaum, oder :mad:
- Man kann an gute Spiele kommen, ohne einmal im Jahr nach Essen zu pilgern
-> diese Vorstellung ist doch lächerlich :mad:
- Man kann an gute Spiele kommen, ohne sich vorher über die "historischen
Auflagen" des Spieles informiert zu haben -> Never :mad:
- Das teuer Ersteigern älterer Auflagen bei eBay bringt nichts --> grober Unfug :mad:

Also bringt bitte Verständnis dafür auf, dass ein Vielspieler was zu kritisieren hat. Nehmt die Kritik nicht persönlich. Und wenn er sich herabgelassen hat, das Spiel mit euch zu spielen, dann kann es aber so schlecht ja auch nicht sein. :wink:

Herbert, der sich gerade sein HiG Quo Vadis angesehen hat und findet, dass die Spielfiguren angenehm gross sind und daher auch gar nicht viel überflüssige Luft in der Schachtel ist :smile: und der sich weiterhin gerade darüber klar wurde, dass er Quo Vadis noch nicht viel gespielt hat :eek:

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peer

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon peer » 7. Januar 2006, 20:23

Hi,
Attila schrieb:
>> Naja, bei manchen Leuten ist das gemeckere halt so
> einprogrammiert. Da sind die Karten zu dick, zu dünn,
> schlecht gedruckt, die Farben zu farbig oder auch zu blass,
> die Würfel zui klein, das Material zu pompös oder zu
> schlicht, das Spiel zu lang oder zu kurz, das Spiel ist zu
> glücksabhängig oder zu trocken.
> EInfach nicht drauf eingehen, dann legt sich das.

Solange die das wenigstens mal gespielt haben... Besonders schön finde ich die Vor-Kritik. Gerade letztens wieder bei der Penny-Ausgabe von "Einfach Genial" gesehen, wo viele schon or erscheinen wussten,d ass die Pappplättchen gar nicht so gut sein können, wie die Plastikteilchen....

ciao
peer (der beide Versionen kennt und die Pennyausgabe nicht schlechter findet)

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Ulrich Roth

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Ulrich Roth » 7. Januar 2006, 20:27

Frank Sippel schrieb:

> Nun meinte dieser Mitspieler, er würde sich so eine fizzelige
> Ausgabe nie und nimmer zulegen und so kleines Material wäre
> eine Zumutung für die Spielatmosphäre.

Darf er so sehen - situativ war die Äußerung allerdings wohl unangebracht, da schlicht unhöflich. :roll:

> Zugegeben, die neue
> Ausgabe ist klein, aber alles funktionierte einwandfrei

Bis auf den Spielplan, der etwas gewaltsam zum Planliegen überredet werden muss... :wink:
(Vielleicht hätte man besser auf die überflüssigen Ablagefelder für die Marker verzichtet und einmal weniger gefaltet.)

Grüße,
Ulrich

(liebt die in der Tat prachtvolle alte Ausgabe, freut sich aber auch über die transportablere und verschenkbarere neue! :smile: )

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Attila » 7. Januar 2006, 20:45

peer schrieb:

> Solange die das wenigstens mal gespielt haben...

Ich finde es extrem nervig, wenn es schon beim auspacken losgeht, beim erklären massiv wird und im Spiel nur noch lästig ist. Ich kann mich an eine Zepter-Partie erinnern, wo ich auf den Fehler auf den Spielertableaus hingewiesen habe (beim erklären) und sich dann jemand erstmal 5 Minuten darüber ausgelassen hat wie sowas überhaupt passieren kann und wie unfähig der Verlag ist, und, und, und ... am Anfang ist das ja noch alles lustig, aber irgendwann hilft nur noch "auf durchzug schalten". (Und das von jemanden aus der Software-Entwicklung ... :lol: :lol: :lol: ) ...

Atti

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

Danke!

Beitragvon Ingo Althöfer » 8. Januar 2006, 08:31

Frank Sippel schrieb:
> ... Häufig habe ich den Eindruck, dass Vielspieler immer was zu
> meckern haben.

Man sollte fairerweise sagen "manche Vielspieler".

> Kritik ist ja gut und schön und eigener Geschmack auch, aber
> muss eigentlich immer gemeckert werden? Es nervt.

Joo.


Dank an Frank für die Auslösung dieses wunderbaren Threads!

Ich werde ihn abspeichern, auf seine besten Passagen kondensieren,
diese in grosser Schrift ausdrucken, laminieren und reproduzierbar
weglegen.

Wenn bei einer zukünftigen Spielerunde mal wieder gewaltgemeckert
wird, zähle ich im Stillen bis maximal 60. Ist das Thema dann noch nicht
gegessen, kommt das Blatt auf den Tisch.

Ingo.

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Axel

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Axel » 8. Januar 2006, 14:16

Ja das kenne ich auch. Wir haben auch so einen Spieler in unserer Runde der alles zu Grunde meckert. Schon während dem Spiel beklagt er sich ständig das das Spiel zu glückslastig usw. wäre. Vorallem macht er in seiner Kritik ein Spiel zu Grunde wenn er denkt das er verliert (kann nicht verlieren). Wenn er aber gewinnt dann war das Spiel dennoch schlecht (auch wenn er insgeheim das Spiel gut fand), um sein Gesicht zu waren.
Na ja da muß man halt einfach schlucken und auf Durchzug schalten.

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Steffen S.

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Steffen S. » 8. Januar 2006, 16:00

Hi,

das Phänomen "Ich verliere => zu glückslastig (meckermecker) => schlechtes Spiel" ist ein ebenso leidliches wie altbekanntes. Darunter habe ich in meinen Spielerunden auch immer wieder zu leiden. Einzig eines wird mir nicht klar: Was hat dieser (jetzt mehrfach wiederholte) Kritikpunkt mit VIELspielern zu tun? Genau diese Art von "Meckerei" kommt bei mir völlig spielgewohnheitsunabhängig vor, also unisono auch bei "Gelegenheitsspielern" (man möge sich nebenbei daran erinnern, wie unscharf und subjektiv hier die Abgrenzungen sind). Scheint sich eher um eine allgemeine menschliche Schwäche zu handeln (Stichworte s.o.: "nicht verlieren können", fehlende kritische Selbsteinschätzung) als um ein Vielspielerproblem...!

Nichts für ungut, aber ich habe in manchen Threads das Gefühl, dass im Zuge einiger "JA das kenne ich!"-Emotionen der Ursprungsgegenstand der Diskussion etwas aus dem Foku gerät. Wobei ich ausdrücklich NICHT ausschließen will, dass auch Vielspieler dem obigen Phänomen unterliegen - das (bzw. "wir") sind eben auch nur Menschen...

Grüße,
Steffen (kann verlieren, will aber nicht ;-))

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Maddin

OT: Caylus-Münzen

Beitragvon Maddin » 9. Januar 2006, 09:04

Huhu zusammen!

Nur mal so am Rande bemerkt:
Wie viele Vielspieler besitze auch ich ein ROULETTE, das "selbstverständlich" zu meinen am wenigsten vielgespielten Spielen gehört. Also habe ich 10 1er, 10 2er und 10 5er Chips vom Roulette in ein Zipp-Tütchen und in die CAYLUS-Schachtel gepackt... Problem gelöst!

Maddin = : - )

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Frank Jaeger

Danke Roman!

Beitragvon Frank Jaeger » 9. Januar 2006, 09:39

Das ist mir aus dem Herzen gesprochen. Man kann es einfach nicht allen recht machen, man muss nur versuchen, es möglichst vielen in der jeweiligen Zielgruppe recht zu machen, damit man auch was verkauft. Na, und manchmal muss man auch ma etwas versuchen, sonst machen wir alle immer das gleiche Spiel...

Was man dabei übrigens auch nicht vergessen darf: Kritik üben ist einfacher als Loben. Ein Journalist, der ein Spiel kritisch betrachtet, erhält Aufmerksamkeit, jemand, der lobt, gilt aus gekauft. Ein Vielspieler, der über den grünen Klee lobt, muss sich mit einem Spiel sehr intensiv beschäftigt haben, damit er fundiert darüber sprechen kann - für ein kritisches Wort muss man nur mal kurz in die Schachtel gucken oder die Kurzbeschreibung lesen... und kommt trotzdem als total kompetent und großer Kenner der Szene rüber.

Frank Jäger
AMIGO

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Martin M.

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Martin M. » 9. Januar 2006, 10:32

Nicht zu vergessen, die Diskussion hier im Forum über "Bolanzo" bei der Funkenschlag-Erweiterung...

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Norman Bates
Kennerspieler
Beiträge: 207

Re: Sind Vielspieler überkritisch?

Beitragvon Norman Bates » 9. Januar 2006, 11:52

Carsten Wesel schrieb:
>
> Wenn nicht mehr gemeckert wird, gibt es kein
> Verbesserungs-Potential.

Rrrichtig.



> Bei OltreMare hat auch keiner gemeckert, daß das Material so
> klein ist.

Doch, ich! :-O



>Das war ein neues, gutes Spiel eines neuen
> Verlages und da 'tolleriert' man sowas wohl. Es war doch so
> schön handlich...

Ich fand es furchtbar fummelig und habe es mir deshalb nicht gekauft. Die Neuauflage freut mich daher sehr... :-)



> Jetzt gibt's das Spiel in der 12fachen Größe - ist es dadurch
> besser? Das wohl nicht, aber ein paar Anpassungen an den
> Regeln - so sagt man - haben es verbessert. Das hat aber nix
> mit der Größe zu tun.

Na, da habe ich aber genau Gegenteiliges gelesen: Regeländerungen sind teils positiv, teils negativ beurteilt worden, aber die Grösse passt endlich.




gruss,
N.B. (der Miniatureffekte bei Kostensenkungsmassnahmen der Spielehersteller verabscheut)

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achim

Re: OT: Caylus-Münzen

Beitragvon achim » 9. Januar 2006, 12:18

Auf Flohmärkten kaufe ich des öfteren Roulette-Spiele für einige Cent. Die Chips behalte ich, den Rest entsorge ich. Nach einer halben Stunde Caylus war mir klar, die mitgelieferten "Münzen" sind weniger gut, um es vorsichtig zu formulieren. Daher haben wir die Chips mit Roulettechips ausgetauscht und das Spielen wurde merklich angenehmer.
Ich halte Kritik dieser Art nicht für falsch. Durch Kritik entsteht meist auch Progression. Autohersteller oder Lebensmittelfirmen fragen in der Entwicklungsphase auch Testpersonen nach ihrem subjektiven Empfinden. Nach dem Verkauf erfolgen dann nochmal meist mehrere Umfragen bei den Käufern dieser Produkte. Hierfür geben die Firmen sehr viel Geld aus. Kritik in einschlägigen Foren kostet nichts. Die Spielehersteller sollten daher dankbar sein, wenn Käufer ihre Freizeit opfern um Produkte konstruktiv kritisieren.

Gruß
achim

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maura

hurra, bolanzo...

Beitragvon maura » 29. Januar 2006, 18:12

..immer wieder gerne genommen.
toll.
aber immerhin habe ich was für`s leben gelernt: bolzano heisst es und nicht bolanzo.
danke an alle spieler, die sich wochenlang darüber aufregen, das ein ort (ok, es waren drei!) falsch geschrieben ist.

war eine hübsche, kleine diskussion hier im board.


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