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Spieleladen vs. Spieleversand

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Sebastian Meiner

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Sebastian Meiner » 8. April 2006, 00:05

welche alteingesessenen? die üblichen 10 Verdächtigen??

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Guido
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Beiträge: 404

Pro Spieleversand

Beitragvon Guido » 8. April 2006, 01:57

Hi,
gebe auch mal meinen Senf dazu.

Also ich sehe mich auch in der zweiten Gruppe, wie sie der Michael definiert hat.
Einige hier im Forum wüden mich sicherlich am liebsten auf den Scheiterhaufen werfen, aber ich bevorzuge mittlerweile das Netzt als Bezugsquelle. Das liegt bei genauer Reflektion eben daran, dass ich Vielspieler bin:
Ich kenne mich halbwegs in den Neuheiten und älteren Spielen aus. Ich bin informiert über dass, was mich ungefähr erwarten wird, wenn ich ein bestimmtes Spiel spielen werde und kann mir so selbst heraussuchen, was mir gefallen könnte bzw. ich mit welchen Leuten spielen kann. Eben weil ich also informiert bin, brauch ich die schöene, aber teure Beratung von Fachgeschäften nicht. Und dass ist für mich der Knackpunkt. Abgesehen von der Tatsache, dass ich einen "Einkauf" bequem von der Tastatur machen kann, sind es die hohen Preise der Fachgeschäfte, die mich auch zum Internetbesteller werden ließen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, je in einem Fachgeschäft sonderlich professionell beraten worden zu sein. Klar, oft wurde ich sehr nett behandelt, aber wirklich gut beraten? Soll heißen, mir wurde meist nichts gesagt, was ich nicht selbst schon irgendwo gelesen hatte. Ansonsten? Man durfte sich gerne umschauen. Ja, umschauen. Aber nachschauen ist dann doch wieder was anderes.Und das Auspacken und Angucken scheint auch nur so ein seltenes Tier zu sein, was man gelegentlich trifft. Und wenn ich es zu Gesicht bekam, war das "Streicheln" mit leichtem Argwohn geduldet, nach dem Motto: Hoffentlich bringt der nichts durcheinander oder versaut das Material, oder dirkekt: "wenn ich es schon angucke, dann kaufen es doch auch (bitte!) gleich".
Mh, ich weiß also, was ich kaufen will, ich muss mich nicht in den Laden stellen und die Rückseite der Schachtel lesen. Im Internet steht häufig sogar noch etwas mehr zu den Spielen. Ich kann nebenbei gleich ein paar Rezis abchecken, der Preis ist oft recht günstig... Summasummarum: mir bleibt mehr Geld, wenn ich den gleiche Warenkorb über das Netz bestelle und weiss auch sehr genau, wass ich da in den Korb lege. Keine Katze im Sack. Da fällt mir die Entscheidung leicht(er).

Ich weiß, dass viele Forumsleser hier sehr positive Erfahrungen gemacht haben, eben wie der Mathias hier. Leider habe ich diese so nicht gehabt (auch nicht im Heidelbär...vielleicht weil die gleich gemerkt haben, dass ich nicht viel Geld ausgebe(n kann (und will) ;-) ).
Im Ernst. Ich denke, die Zeit der reinen Fachgeschäfte ist passé. Hybriden, wie Magnus-Spiele, die Laden- und Versandgeschäft haben, haben die Nase vorne und werden sich durchsetzen. Ich kann leider nicht so ganz diese Leidenschaft anderer verstehen, die fast militant für den "Erhalt" der traditionellen Ladengeschäfte stehen. Ich sehe eigentlich keinen Vorteil darin. Der Internethandel hat häufig ein wesentlich tieferes Sortiment, meist sogar lieferbereit, zu günstigen Preisen. Der Kundenkontakt per Mail oder Telefon ist oft mehr als freundlich und Beratung gibt es auf Wunsch auch. Werden die niedrigen Preise den Markt kaputt machen? Die Preise machen den Markt! Es herrscht ein gesunder Wettberwerb, der den Kunden zu Gute kommt und den Versandthändlern geht es dabei scheinbar nicht schlecht. Auch Versandshops machen Arbeitsplätze.

Ich sehe mich als Vielspieler. Und gerade weil ich Vielspieler bin, möchte ich möglichst viel für mein Geld bekommen. Das Internet ist ein Geschenk für mein Hobby!

Ein kleiner Nachteil ist evtl., dass ein Händler vor Ort als persönlicher Kontakt zur "Szene" dasein könnte, den man im Netz nicht hat. Auch könnte ein Fachhändler auch mal Tante Lise und Oma darauf stoßen, dass es nicht nur Scrabble und Mädn gibt. Aber andererseits: Tante Lise und Oma, die für Hänschen zu Weihnachten das Spiel des Jahres kaufen, sehen das wahrscheinlich nicht so eng. Sie finden, dass das Spiel des Jahres schon genug Experiment ist und würden auch der vertrauensvollen Fachverkäuferstimmer nicht trauen, wenn die sagen wollte, dass ein Kreuzwortpyramiden mindestens so viel Spaß macht wie Scrabble. So was wäre ja fast Häresie. Und wenn Hänschen später doch was anderes will, soll er doch lieber selbst gucken gehen. Macht er auch. Im Netz. Da ist's billiger und bequemer.

Gruß
Guido

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Guido
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Beiträge: 404

[OT] Rechtschreibung...

Beitragvon Guido » 8. April 2006, 02:05

(sorry, da hat sich manchmal nen "s" zuviel drangehängt... ist schon so spät... *peinlich schäm*... ach was, doofe deutsche neue Rechtschreibung....die anderen sind Schuld! ;-) )

Guido

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peer

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon peer » 8. April 2006, 08:54

Hi,
oh zu Studentenzeiten war ich oft im "Spiel" in Hamburg. Hab mir Spiele angeschaut und manchmal auch gekauft. Aber zum einen war er genau neben meiner Uni (und so war die Beqeumlichkeit kein Faktor) und zum anderen hab ich noch viel mehr Spiele blind gekauft.
Jetzt wo ich nicht nur für mich selbst verwantwortlich bin, ist der Spielekonsum eingeschränkter und ich überlege mir deutlich genauer, was ich kaufe; entweder hab ich das Spiel schon gespielt oder mir den Kauf so gründlich durchfacht, dass Fehlkäufe unwahrscheinlich sind. Da brauche ich keine Beratung (und bei so viel Zeit wie ich im Internet verbringe, kenne ich mich nicht unbedingt schlechter aus als die Verkäufer ;-) ). Ergo fällt das Beratungsargument für mich auch weg - ich weiss i.A. was ich will (was mich nicht davon abhält anderen Leuten die Spielbrett-Läden ans Herz zu legen).

ciao
peer

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Matthias

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon Matthias » 8. April 2006, 09:55

Hi Guido,

abgesehen von den vielen "s" ist das für mich genau die Art Stellungnahme, die ich mir erhoffte. Was mir als erstes noch auffällt - obwohl es mit als letztes kam - ist der Aspekt, dass Spieleläden vielleicht auch andere, Nicht-viel-spielende in den Laden locken können und somit unsere Gemeinde der Mehr-als-Spiel-des-Jahres-Spieler erweitern könnten. Das schrieb ja auch Frank ein bischen weiter oben. Das mag so sein oder auch nicht, aber mir ist tatsächlich der Ladenchef als Ansprechpartner wichtig. Ich gestehe, ich bin bei Neuheiten nicht permanent am Surfen nach ersten Statements oder so, hab eigentlich auch nicht die Zeit - da höre ich mir lieber von unserm Ladeninhaber des Vertrauens an, was über dies oder jenes Spiel schon erzählt wird, wenn wir selbst noch keine Spielbox, Fairplay oder Spielerie im Kasten haben (was hier in der Schweiz leider IMMER der Fall ist...). Und Hartmut meinte wie ich finde - und was für uns durchaus ein Argument ist: "In den Regalen stöbern ist doch immer noch schöner als im Internet herumclicken".
Wir spielen viel und haben einiges an Spielen; aber mal ehrlich: wisst ihr wirklich über ALLE potentiell interessanten Spiele Bescheid, die eurem Geschmack entsprechen könnten? Ich kann heutzutage keinen Überblick mehr wahren, erst recht nicht mit all den interessanten Kleinverlagen, von denen es Jahr zu Jahr mehr gibt. Wir sind sehr darum bemüht und ich ziehe durchaus auch das Internet zu Rate, aber dennoch stossen wir immer wieder - auch in unserem Laden - auf Spiele von denen wir denken, müssteste eigentlich mal was von gehört haben. Und im Netz dürfte es schwerer fallen, auf etwas zu stossen, das man gar nicht gesucht hat, als wenn Du vor einem Regal stehst und Dir in der unteren hinteren Ecke ein unscheinbares Spiel entgegenschaut und sagt "Wie wär´s mit uns? Frag doch mal den netten Mann hinter der Theke, ob ich nicht was für euch wär."
Setzt natürlich mal wieder einen echt guten Laden voraus, den viele hier im Thread nach eigenem Bekunden ja nicht haben.
Nebenbei macht es uns auch nichts aus, unseren Samstagsmorgenstrip in die Altstadt grade auch mal mit einem Besuch bei Beat im Rien ne vas plus zu verbinden - Auslauf bekomme ich persönlich eh nicht so viel, wie´s gesund wäre. :)

Matthias

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peer

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon peer » 8. April 2006, 10:48

Hi,
eine kleine Anmerkung noch
Guido schrieb:
> traditionellen Ladengeschäfte stehen. Ich sehe eigentlich
> keinen Vorteil darin. Der Internethandel hat häufig ein
> wesentlich tieferes Sortiment, meist sogar lieferbereit, zu
> günstigen Preisen.

Sagen wir mal so: Ich sehe keinen Vorteil für einen Vielspieler darin, in einem Laden zu kaufen.
Ich finde es gut, wenn es weiterhin solche Läden gibt, denn Otto Normalspieler haben eben keine Lust erst mal eine Google-Suche zu starten, wo sie was online kaufen können und denen fehlt eben auch eine Informationsmöglichkeit. Bei einem Spieleladen gibt es Laufkundschaft, durch gute Beratung wird diese eventuell zur Stammkundschaft und das vergrößert die Szene, was letztlich allen hilft (Zugegeben etwas verknappt dargestellt).
Davon aber abzuleiten, ich, der die Vorteile des Ladens nicht nutzen kann, müsse diesen nun sponsorn ist denk ich, etwas übertrieben. Ein Ladengeschäft muss ein Konzept und eine Kalkulation haben, die mit der normalen Stamm- und Laufkundschaft auskommt. Das muss er so oder so. Wäre er auf "Hilfskäufe" angewiesen geht er sowieso früher oder später pleite und ich kann den Leidenskampf bestenfalls verlängern (so zahlreich sind wir Vielspieler nun auch nicht).

> Ich sehe mich als Vielspieler. Und gerade weil ich
> Vielspieler bin, möchte ich möglichst viel für mein Geld
> bekommen. Das Internet ist ein Geschenk für mein Hobby!

Da stimme ich dir zu. Die Alternative lautet (zumindest für mich) ja nicht: Genauso viele Spiele kaufen, aber beim Fachhändler. Sondern vielmehr: Deutlich weniger Spiele beim Fachhändler zu kaufen (und z.T. gebe ich eher weniger Geld aus, denn ein Spiel für 10 EUR nehme ich eher mal mit -auch wenn ichs nicht geplant habe - als dass ich ein Spiel, dass ich gerne hätte für 50 EUR kaufe.)

ciao
peer

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Angela

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Angela » 8. April 2006, 12:35

Hallo Matthias,

habe gerade mit meiner Schwester telefoniert, sie hat einen neuen Job und muß von 09:00 Uhr - 18:00 Uhr arbeiten. Also gibt es es für sie nur zwei Möglichkeiten, sie wartet bis zum nächsten Urlaub oder bestellt übers Netz. Bei mir hält es sich die Waage, bei uns gibt es zwei Läden im Ort die ca. 40 Spiele zur Auswahl haben, 2/3 davon sind Klassiker und Kinderspiele. Also gibt es auch bei mir des öfteren Internetbestellungen. Läden wie Kaufhof und Toys´R us meide ich. Das einzigste was man dort über das Spiel erfährt steht auf der Schachtelrückseite. Da erfährt man im Netz mehr.


Gruß, Angela

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon Attila » 8. April 2006, 14:14

peer schrieb:

> Davon aber abzuleiten, ich, der die Vorteile des Ladens nicht
> nutzen kann, müsse diesen nun sponsorn ist denk ich, etwas
> übertrieben.

Übertrieben? - Das ist völlig abwegig. Oder anders ausgedrückt: Absolut Banane!

Atti

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Klaus Zündorf
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Beiträge: 193

Zum Nachdenken ...

Beitragvon Klaus Zündorf » 8. April 2006, 14:16

heute im Kölner Stadtanzeiger erschienen:
http://www.ksta.de/html/artikel/1144323887491.shtml

Klaus

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Frank Schaubrenner

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon Frank Schaubrenner » 8. April 2006, 15:18

huhu,

mal ne allgemeine Frage an die Vielspiel(käuf)er,
wie viele Spiele kauft man im Schnitt pro Bestellung (zwecks Versandkostenfreiheit erreichen, etc).
Denke mal Internetkäufe belaufen sich oft auf 3-5 Spiele, da man ja auch gerade dabei ist.
Schon mal mit 5 Schachtel(zus. >100-130 Euro) an die Kasse eines euch bekannten (nicht so günstigen) Ladens gelaufen und gefragt ob man was am Preis machen kann, zumal man ja eh alle Monate mit so nem Stapel rausläuft.?

Denke mal viele Spieleläden haben bei Vielkäufern keine Probs mit 10 manchmal auch mehr % und schon ist man sehr nah an Internetpreisen dran, wenn es denn um den Preis geht und dies oft dauerhaft, könnte ich mir vorstellen.
Zusätzlich dazu hat man flott den Status eines Stammkäufers u.U. mit den kleinen Boni die Matthias genannt hat.
Anders natürlich wenn kein Laden in der Nähe ist :-)

Dennoch ist eine direkte standartmässige Kalkulation mit diesen % oft nicht drinnen, da viele kleine Läden eben eine andere Kostenstruktur haben als Internet und Grossverkäufer, nur für den Fall, dass gleich die Frage kommt, wieso der Laden nicht gleich günstiger verkauft :-)

übrigens alles rein hypothetisch für 99% der Läden, wobei ich genau das in den restlichen <1 % schon so oder so ähnlich erlebt habe
Gruss
Frank

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Grzegorz Kobiela

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. April 2006, 16:31

Lieber Matthias!

Auch mich würden sehr gerne echte Gründe FÜR den lokalen Spielwarenhändler interessieren, denn momentan fallen mir da einfach GAR KEINE ein. Ich sehe nämlich absolut nicht ein, Geld zu verschenken, wofür auch immer. Wieso soll ich mehr für etwas bezahlen, was es woanders billiger gibt, etwa und vor allem im Internet? Klar, schade um die Arbeitsplätze, wenn so ein Spieleladen pleite macht, aber das Risiko sollte den Ladenleitern vorher bekannt gewesen sein. Eventuell hätten sie durch billigere Preise dem entgegen wirken können. Mir würde es absolut nicht schaden, wenn mein lokaler Spielwarenhändler mangels Kunden pleite machen würde. Ich bekomme ja meine Spiele weiterhin billig aus dem Internetversand. Dein Argument also, wieso ich gerade den lokalen Handel vor dem Aussterben bewahren sollte, kann ich nicht nachvollziehen. Vor allem nicht, wieso ich mir damit selber den Ast abschneiden sollte - so dein Vergleich. Der Internetversand bietet mir klare Vorteile gegenüber dem lokalen Händler:

1. Bequem von zu Hause aus bestellen. Das Spiel kommt per Post zu mir nach Hause. Meist muss ich nicht einmal zur Bank, weil Lastschrift angeboten wird. So kommt mein Spiel direkt zu mir und ich verliere kein bisschen Zeit in der Stadt.

2. Die Spiele sind meist mehrere Euro billiger als im Laden. Während Neuheiten im Laden für 30-40 Euro ausliegen, erhalte ich sie im Internet für 20-25 Euro. Andere "ältere" Spiele sind da auch meist noch krasser im Preis.

3. Ich kann mir parallel Rezensionen im Internet durchlesen, falls ich noch Entscheidungsschwierigkeiten habe. Dabei habe ich gleich mehrere Meinungen zum Spiel und nicht nur die eine, die mir der Händler geben würde. Außerdem kostet mich die Rezension im Internet keinen Cent, während die Meinung des Händlers effektiv im höheren Preis vergütet würde.

Der einzige Vorteil eines lokalen Ladens ist, dass ich den Artikel sofort habe und nicht erst warten muss, also auch gleich losspielen kann. Damit kann ich ehrlich gesagt leben. Ein weiterer Vorteil wäre, dass im Internetversand meist hohe Mindestbestellwerte gelten, damit der Versand kostenlos erfolgt. Würde ich nämlich diese Schwellen nicht überschreiten, müsste ich die Versandkosten tragen und da kann u. U. der Preis beim lokalen Händler doch billiger ausfallen. Da bin ich teilweise schon bereit maximal 1-2 Euro mehr zu zahlen und dafür nur das eine Spiel hier zu kaufen statt gleich ne Großbestellung aufzugeben. Aber das wars auch schon. Und ganz ehrlich: so supertoll sind diese letztgenannten "Vorteile" eines lokalen Händlers wiederum auch nicht.

Von daher: Es lebe das Schnäppchen!

Schönen Gruß,
Grzegorz


P.S.: Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass ältere Mitglieder dieses Forums langsam die Lust verlieren sich immer wieder erneut auf solche Diskussionen einzulassen. Aber bitte habt auch Verständnis mit uns Neulingen, die wir solche Diskussionen noch nicht erlebt haben und nun auch mal zu Wort kommen möchten. Die alten Threads dafür auszugraben ist auch nicht gerade eine sinnvolle Art und Weise. Auch können sich die Meinungen ändern, von daher macht es nicht immer Sinn uralte Threads zu lesen. Bitte beteiligt euch daher zumindest in wenigen Worten erneut an solchen Diskussionen, wenn es auch schwer fallen mag. Ich selber kenne das Gefühl, da ich in einem anderen Forum in genau derselben Situation bin: ich bin seit Anfang an dabei und kenne fast alle Posts und reagiere meist genauso wie ihr, wenn Neulinge mit uralten Themen daher kommen. Aber manchmal muss man sich einfach mal zusammen reißen und von neuem diskutieren. ;)

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Roland G. Hülsmann

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 8. April 2006, 16:47

Frank Schaubrenner schrieb:

> Anders natürlich wenn kein Laden in der Nähe ist :-)

Das ist das Hauptproblem: ca. 90% der spielebegeisterten Menschen haben eben keinen solchen Laden in der Nähe.

Und seit der Heildelberger zu hat, ist es auch für mich schwieriger geworden meine nicht unerheblichen Spielekäufe zu tätigen. Bis nach Viernheim ist es halt doch ein paar Kilometer und Minuten weiter unmd zudem ist es kaum möglich, nach der Arbeit mal eben vorbeizufahren und zu gucken, ob die die gesuchte Neuheit schon haben, da sie bei meiner Ankunft in Viernheim ihren Laden bereits geschlossen hätten. (Aber wenn ich mal Werktags tagsüber Zeit und Geld habe ... ;-) ... und außerdem ist beim Spieleladen in Wiesloch das Angebot auch nicht unübel ... und der liegt auf dem Heimweg von der Arbeit :-) )

Auch wenn ich lieber Sachen vor dem Kaufen anfasse und begutachte und nur sehr selten Spiele übers Internet kaufe, stehe ich dem Versandhandel allerdings nicht negativ entgegen. Schon seit der Erfindung des Versandhandels wurd er als Totengräber des Fachgeschäftes verschrien und da gabe es noch kein Internet. Ob ich über Internet oder Katalog bestelle, ist eh irrelevant. Aber schon immer war der Versandhandel für die Menschen in ländlichen Gebieten oft die einzige Möglichkeit an die Waren zu kommen, die es sonst nur in den Kaufhäusern der Großstädte gibt.

Und der Rest ist freie Marktwirtschaft ...

Gruß
Roland



Gruß
Roland

>
> Dennoch ist eine direkte standartmässige Kalkulation mit
> diesen % oft nicht drinnen, da viele kleine Läden eben eine
> andere Kostenstruktur haben als Internet und Grossverkäufer,
> nur für den Fall, dass gleich die Frage kommt, wieso der
> Laden nicht gleich günstiger verkauft :-)
>
> übrigens alles rein hypothetisch für 99% der Läden, wobei ich
> genau das in den restlichen <1 % schon so oder so ähnlich
> erlebt habe
> Gruss
> Frank

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Frank Schaubrenner

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Frank Schaubrenner » 8. April 2006, 17:20

vorneweg, ich glaube Matthias hat von lokalen Spieleläden (ungleich Spielwarenladen) gesprochen.

Deine Argumentation geht genau auf ein Argument ein
PREIS,
klar dann kann es keine Gründe geben für einen lokalen Spieleladen.

Möglicher Vorteil ist, jeder Spieleladen, den ich kenne betreibt Spieleabende und fördert( bildet oder wie auch immer man das nennen soll) somit eine lokale Spieleszene, zieh irgendwann mal um in einen Ort mit Spieleladen, ich denke du wirst bald Mitspieler finden.

"zu vorher bekannt."
also die meisten Spieleläden die ich kenne gibt es länger als Internetläden, als ich mit Spielen angefangen habe, gab es glaube ich in dieser Richtung nur Adam. Aber klar die Zeiten ändern sich, nur bitte nicht vergessen es gab eine Zeit vor dem Internet.

Günstigere Preise
wenn du deine Nettospanne um 50% senkst (denke mal dann kommt man + - an die Nethändler ran), dann darfst du doppelt so viele Spiele verkaufen, ich bezweifel, dass ein lokaler Markt das hergeben kann, zumal man selbst im Internet sieht wieviele Onlinehändler schon wieder aufgegeben haben... ist Geschäftsrisiko, logisch nur wenn man sieht, dass der Kampf über den Preis schon im Internet teilweise ruinös ist, leuchtet mir nicht ein wie da ein lokaler Händler mit Innenstadtlage da mithalten sollte.

"Ast abschneiden"

hier wird immer wieder rumüberlegt wie das Spiel (als Kulturgut oder nicht lass ich mal dahingestellt) ins Bewusstsein der Menschen gebracht werden kann.
Hier gibt es Ideen mit Zeitungen, Artikel in Zeitschriften, Aktionen etc.pp, nur wo soll man die Spiele dann kaufen, denke nicht, dass nicht infizierte Leute direkt die 5 -10 Internethändler ansurfen und dort blind kaufen.
Spieleläden die betreten werden verursachen oft einen Ahaeffekt, auch bei Nichtspielern, "boah wusste gar nicht, dass es so viele Spiele gibt,.. was ist denn das hier, ... das sieht interessant aus... haben sie evtl. was über.... etc. Sie hatten mir letztens ... ich habe da was bei einem Bekannten gespielt, weis aber nicht mehr ... " glaube nicht, dass das der Internethandel kann.

Wer nun wie und warum dieses "Erlebnis" retten kann, soll, will ,muss, lass ich dahingestellt.
Fakt ist, es würde was fehlen, auch wenn DU, was auch legitim ist, weiter im Internet bestellst, fraglich ist wieviele mittlere und kleinere Verlage mittelfristig nur über ihre Verkäufe im Internet (und somit hauptsächlich ausschliesslich an Vielspieler) überleben können.
Huch, hier sind wir beim Ast, jeder Verlag der das auf Dauer nicht kann, ist ein Verlust bei der Vielfallt die wir ja im Grossen und Ganzen toll finden und jedes Spiel dieser Verlage, das aus dem Kreis der Szene hinaustritt ist finde ich ein Gewinn.
(Klar auch hier, jeder Verlag trägt sein Geschäftsrisiko)


zu punkt 2)
lustigerweise findest du in vielen Läden oft noch Spiele die es bei Onlinehändlern nicht mehr gibt, egal ob ich nun was kaufe oder nicht, das ist ein Grund warum ich bei einem lokalen Laden so gerne stöbere (vom Drachennäscht und einigen kleinen schweizer Läden träum), da wurde ich sogar schon von nciht reinen Spieleläden überrascht wie z.B. ein dörflicher ideeundspiel Laden bei dem im Regal noch Pfeffersäcke, Händler etc rumlagen, da dieser Laden nichts abverkauft,.. Preise waren daher (leider ;-) ) auch die alten :-)

zu 3)
dies machen sicher auch die 100 bis xxx Spieler, die sich wirklich für Spiele interessieren.
Übrigens wenn du in 1) schreibst du verlierst keine Zeit in der Stadt, dann will ich nicht wissen wieviel Zeit du beim suchen und lesen von zig Rezzis verlierst :-)
(lassen wir es Lese, Such und Surfzeit in Geldwerte umzzurechnen, das wäre glaube ich müßig)

zum Rest,
du reduzierst die Vorteile auf den Preis, wie schon geschrieben, da hat der Händler keine Chance und sollte auch nicht auf einen Preiskampf einlassen, da er diesen nicht überleben kann.
Du bist ein Käufer der weis was er will, somit wird es zumindest kurzfristig keine Vorteile für dich geben, zumal dich auch das drumherum, wie das Fachsimpeln über Spiele, Spieleabende von Läden nicht interessieren. So lange du Rezzensionen richtig einschätzen kannst, wirst du somit auch ohne eine Spiel gespielt zu haben kein Fehlkauf tätigen somit ist ja auch alles gut :-).

Ob es irgen eine Auswirkung auf den Spielemarkt hat, wenn immer mehr Läden sterben wird sich zeigen, sofern es das hat, können wir immerhin solange froh sein, dass das Schnäppchen regiert hat, wenn nicht können wir uns eh darüber freuen.

Bin in aller Regel auch niemand für den das Einkaufen an sich ein Erlebnis ist, aber ich sehe es an einigen (meist weiblichen) Bekannten das shoppen auch ein Vergnügen sein kann und dies kann das Internet nicht :-)

Gruss
Frank

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Roman Pelek

[vielleicht OT] Wiederkehrende Threads

Beitragvon Roman Pelek » 8. April 2006, 18:44

Hi Grzegorz,

Grzegorz Kobiela schrieb:

> P.S.: Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass ältere
> Mitglieder dieses Forums langsam die Lust verlieren sich
> immer wieder erneut auf solche Diskussionen einzulassen. Aber
> bitte habt auch Verständnis mit uns Neulingen, die wir solche
> Diskussionen noch nicht erlebt haben und nun auch mal zu Wort
> kommen möchten. Die alten Threads dafür auszugraben ist auch
> nicht gerade eine sinnvolle Art und Weise. Auch können sich
> die Meinungen ändern, von daher macht es nicht immer Sinn
> uralte Threads zu lesen. Bitte beteiligt euch daher zumindest
> in wenigen Worten erneut an solchen Diskussionen, wenn es
> auch schwer fallen mag. Ich selber kenne das Gefühl, da ich
> in einem anderen Forum in genau derselben Situation bin: ich
> bin seit Anfang an dabei und kenne fast alle Posts und
> reagiere meist genauso wie ihr, wenn Neulinge mit uralten
> Themen daher kommen. Aber manchmal muss man sich einfach mal
> zusammen reißen und von neuem diskutieren. ;)

Da hast Du bei mir einen Nerv getroffen - ich denke nämlich genauso. Sicherlich mag man manchmal mit einem Gähnen vor'm Rechner sitzen, weil man so vieles schonmal gelesen hat. Dennoch erscheint mir die mutwillige und vermeintliche Redundanzvermeidung mittels Verlinkung alter Threads des Öfteren unangebracht. Nicht selten bringt eine erneute Diskussion mit anderen Leuten, zu einer anderen Zeit ganz andere Ergebnisse.

Und was noch viel schlimmer ist: diese "um Gottes Willen darf niemand nochmal 'ne Frage stellen, die hier schon da war"-Einstellung führt wirklich dazu, dass Leute keine Lust mehr haben, eine Frage zu stellen. Vielleicht bin ich ja ein untypisches Weichei, aber mittlerweile meide ich die meisten Internetforen, weil der Aufwand, mich vorab über die Gegebenheiten und Befindlichkeiten zu informieren, mein Bedürfnis nach Informationsaustausch deutlich übersteigt. Und weil es zu lange dauert.

Ciao,
Roman

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Matthias

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Matthias » 8. April 2006, 18:46

Lieber Frank,

Du sprichst mir aus der Seele. Soweit habe ich die Diskussion gar nicht treiben wollen, jedoch muss ich sagen, dass mich die Anzahl an "Profis", die Spiele per Internet bestellen, erschreckt. Deiner Argumentationslinie schliesse ich mich voll und ganz an, zumal mich die Argumente des Internetkaufs nicht wirklich überzeugen konnten. Es mag viele Rezis geben, die einen allgemeinen Geschmack mehr oder minder treffen, jedoch dürfte es vielen wie uns gehen, die einen Geschmack haben, der vom allgemeinen abweicht. Somit ist der Austausch - und auch das eigene Stöbern im Laden, wie ich hier schon mal erwähnte - ein wichtiger Faktor für uns, uns eine Meinung zu bilden, wobei der von Dir erwähnte Aspekt, wie lange es dauert, aus dem Internet die betreffenden Infos zu suchen, nicht unterschätzt werden darf. Weiter oben hat Angela geschrieben, dass ihre Schwester von 9.ooh bis 18.ooh arbeiten gehen muss und daher keine Zeit hat, Läden zu besuchen. Aus unserer Sicht ist das eigentlich eine faule Ausrede: Meine Frau arbeitet MINDESTENS an 5 Tagen die Woche 50 Stunden - sie ist Postdoc an der ETH in Zürich; und wir gehen immer nur zusammen nach spielen schauen, was wohl jedem einleuchtet. Somit müssen wir uns auch Zeit dafür machen, unseren Laden aufzusuchen - aber es macht uns Freude und keine wirklichen Probleme. Wir müssen ja auch nicht jeden Samstag dort vorbeischauen.
Noch ein anderer Aspekt ist das Argument von Mike gestern, der meinte, man müsse ja schon eine Menge Geld haben, um sich das in dieser Form leisten zu können. Da sage ich nur: Es ist eine Frage der Prioritäten, wofür man sein Geld ausgibt. Wir sind sicher keine Grossverdiener, kennen aber kein Hobby, dem wir soviel Aufmerksamkeit widmen wie dem Spielen. Viele Deutsche z.B. fliegen gerne oft in Urlaub (und wenn es nur ein Billiganbieter ist), gehen gerne mit Freunden abends aus, haben noch diverse andere Ansprüche, die wir in dieser Form nicht haben und somit finanzieren wir unser zugegebenermassen teueres Hobby mit diesem Geld, was wir für andere Dinge nicht ausgeben.

Nochmal, ein gutes Statement, hinter dem ich (und meine Frau) voll und ganz stehen, ohne dass wir den Eindruck erwecken wollen, "militante Ladenvertreter" zu sein (oder militante Ladenhüter??). :)

Matthias

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Matthias

Re: [vielleicht OT] Wiederkehrende Threads

Beitragvon Matthias » 8. April 2006, 18:57

Hallo Roman,

genau dieser Gesichtspunkt hat mich auch lange zögern lassen, ob ich diesen Thread eröffnen soll oder nicht, da ich mir dachte, dass ich mit dieser Diskussion wohl nicht gerade das Ei des Kolumbus erfinden werde...
Und in der Tat - ich bin die alten Beiträge durchgegangen, habe dort aber keine wirkliche Erfahrung sammeln können und bin dann doch überrascht, wieviele bereit sind, sich ernsthaft zu dieser Thematik zum anscheindend x- mal zu äussern.
Sehr bezeichnend finde ich den Umstand, dass einer der ersten Beiträge eben so eine Abkanzelung meines Threads beinhaltete, ohne wissen zu können, ob tatsächlich die Allgemeinheit dem so negativ gegenüber eingestellt sein wird. Die folgenden Beiträge scheinen mir doch anderes zu sagen.

Eine andere Frage, die sich mir stellt, nachdem ich all diese Beiträge aufmerksam studiert habe, ist, ob dieses Forum vielleicht nicht der richtige Ort ist, dieses Thema zu diskutieren, da allein schon der Umstand, dass es sich um ein INTERNETforum handelt, fast zwangsläufig voraussetzt, dass hier sehr - sagen wir mal - Computerinteressierte mitdiskutieren und die Leute, die mehr meiner (unserer) Ansicht sind, eh nicht das Internet so frequentieren?

Gruß
Matthias

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Grzegorz Kobiela

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 9. April 2006, 00:15

Frank Schaubrenner schrieb:
>
> Möglicher Vorteil ist, jeder Spieleladen, den ich kenne
> betreibt Spieleabende und fördert( bildet oder wie auch immer
> man das nennen soll) somit eine lokale Spieleszene, zieh
> irgendwann mal um in einen Ort mit Spieleladen, ich denke du
> wirst bald Mitspieler finden.
>

Die zwei Läden, die ich kenne machen das nicht. Daher wusste ich davon nicht. Und wenn das so ist, dann ist das sicher ein Plus für den Laden, den ich gern einräume. ;-)

>
> Hier gibt es Ideen mit Zeitungen, Artikel in Zeitschriften,
> Aktionen etc.pp, nur wo soll man die Spiele dann kaufen,
> denke nicht, dass nicht infizierte Leute direkt die 5 -10
> Internethändler ansurfen und dort blind kaufen.
> Spieleläden die betreten werden verursachen oft einen
> Ahaeffekt, auch bei Nichtspielern, "boah wusste gar nicht,
> dass es so viele Spiele gibt,.. was ist denn das hier, ...
> das sieht interessant aus... haben sie evtl. was über....
> etc. Sie hatten mir letztens ... ich habe da was bei einem
> Bekannten gespielt, weis aber nicht mehr ... " glaube nicht,
> dass das der Internethandel kann.
>

Das stimmt auch. Da ich aber, wie du richtig erkannt hast, exakt weiß, was ich will, denke ich in erster Linie nicht an solche Fälle bzw. sehe in ihnen keinen Vorteil für mich selber. Mag egoistisch sein, rechtfertigt aber meine Einstellung, eher im Internet zu kaufen als im Laden. Ich kenne bloß Szenarien, wo es heißt "Haben sie da so ein Spiel für 8-Jährige" und der Verkäufer dann sofort alle möglichen Spiele für Kinder ab 8 hochlobt, um möglichst was loszuwerden. Da wäre ich ziemlich ungern in der Rolle dieses Elternteils, was so mit "Propaganda" zugeredet wird. Bitte jetzt das Wort nicht zu negativ/wörtlich nehmen.

>
> zu punkt 2)
> lustigerweise findest du in vielen Läden oft noch Spiele die
> es bei Onlinehändlern nicht mehr gibt, egal ob ich nun was
> kaufe oder nicht, das ist ein Grund warum ich bei einem
> lokalen Laden so gerne stöbere (vom Drachennäscht und einigen
> kleinen schweizer Läden träum), da wurde ich sogar schon von
> nciht reinen Spieleläden überrascht wie z.B. ein dörflicher
> ideeundspiel Laden bei dem im Regal noch Pfeffersäcke,
> Händler etc rumlagen, da dieser Laden nichts abverkauft,..
> Preise waren daher (leider ;-) ) auch die alten :-)
>

Die Läden, die ich kenne führen höchstens das Holzsiedler. Daher evtl. meine eingeschränkte Sichtweise. Denn zur Zeit müsste ich mich bei älteren Spielen allein auf eBay verlassen.

>
> Übrigens wenn du in 1) schreibst du verlierst keine Zeit in
> der Stadt, dann will ich nicht wissen wieviel Zeit du beim
> suchen und lesen von zig Rezzis verlierst :-)
>

Es gibt 2-3 gute Seiten, wo zu den meisten Spielen was steht und wo ich die Rezensionen nachvollziehen kann, da sie an Hand der Regeln und des Materials und nicht nur pi mal Daumen verfasst wurden. Daher dauert das nicht viel länger. ;-)

>
> (lassen wir es Lese, Such und Surfzeit in Geldwerte
> umzzurechnen, das wäre glaube ich müßig)
>

Genau genommen Null Euro Nullzig (-> DSL). ;-)

>
> du reduzierst die Vorteile auf den Preis, wie schon
> geschrieben, da hat der Händler keine Chance und sollte auch
> nicht auf einen Preiskampf einlassen, da er diesen nicht
> überleben kann.
>

Das stimmt. Mir ist halt der Preis sehr wichtig, da ich aus meinem kleinen Budget möglichst viel herausholen möchte. ;-)


Schönen Gruß,
Grzegorz

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Grzegorz Kobiela

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 9. April 2006, 08:18

Also, Cäsar, statt machohafter Sprüche hättest du lieber mal deine Thesen belegen sollen. Ich kann Mike 100%-ig zustimmen.

Übrigens: Und du gehörst wohl zu denjenigen, die den Unterschied zwischen Arm und Reich am liebsten noch krasser gestalten wollen. Gerade Spiele (Freude, Spaß, Unterhaltung) sollten jedem zugänglich sein und nicht nur denen mit nem fetten Portmonee, die dann uns Leute, die wir auf jeden Euro schauen müssen, noch beleidigen (apropos Dummheit in deinem Post...).

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Conny

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Conny » 9. April 2006, 10:17

Huhu,

vorweg: ich kaufe auch hauptsächlich die Spiele beim Versender.

ich wohne hier mehr ländlich, der nächste einigermassen sortierte Fachhändler ist 10km weg. Für die wirklich gut sortierten muss ich schon 50km fahren, eben in die Stadt, wohin ich nicht gerne fahre, hauptsächlich wegen Parkplatzsuche, Verkehr und so... ausserdem muss ich da ja auch erstmal hinkommen (kostet ja auch)
Dann muss ich meine Schätze ja auch noch irgendwie nach Hause bekommen, mit Kleinkind im Schlepptau, könnte ich dann auch nur 2, 3 Spiele kaufen, das lohnt sich irgendwie nicht, oder?


nun zu dem erreichbaren Laden: da gibt es eigentlich nur die "grossen" Verlage bzw. die die von grossen Vertrieben werden. Die Beratung ist m.M. nach schlecht. (hatte da vor Jahren mal ein Erlebnis mit Beratung: Eine Dame hat zweimal das gleiche Spiel (übrigens ein komplexeres Kooperationsspiel) gekauft mit der Begründung, dass die beiden Brüder sich nicht streiten sollen. Naja, der Verkäufer hat einfach nur verkauft,... ich fand das heftig, ist aber Ansichtssache)


wenn ich neben einem "Spielbrett" oder einem "Heidelbär" wohnen würde, sähe mein Kaufverhalten anderes aus, aber so spare ich mit Internetversand Zeit und Geld bzw. ohne Internet würde ich wahrscheinlich nur "das Spiel des Jahres" kaufen und nur ein Verlag im Jahr würde an mir verdienen.

Liebe Grüße
Conny

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Steffen S.

Veränderung von Strukturen?

Beitragvon Steffen S. » 9. April 2006, 14:44

Hi,

so, dann also doch noch ;-)

Ich habe bei diesen Debatten oft den Eindruck, dass sie sich allzu sehr um die Frage eines diffusen "moralischen Pflicht" drehen, lokale Händler/Läden zu unterstützen und am Leben zu halten. Demenstprechend liest sich aus vielen Beiträgen eine mehr oder weniger versteckte Vorwurfshaltung gegenüber den Internetkäufern, die durch ihren Hang zur Bequemlichkeit und zu billigeren Preisen vermeintlich das "Kulturgut Ladengeschäft" zerstören.

Hier möchte ich mal provokant dagagenhalten: Ist es nicht vielmehr so, dass (wenn überhaupt) der Vorwurf gegen diese Läden selbst gerichtet werden sollte? Was wir hier erleben ist die Veränderung einer Vertriebs- und Informationsstruktur. Und es war und ist in der freien Wirtschaft eine Kernfrage erfolgreichen Handelns, auf Veränderungen schnell und flexibel zu reagieren. Ein Beispiel: Die bekannte Forofirma Agfa hat den Trend zur Digitalfotografie verschlafen, und ist prompt letztes Jahr pleite gegangen. Das mag zum Spielesektor jetzt nicht 100% vergleichbar sein, zeigt aber: Hier hat der "Leistungsanbieter" gepennt. Mit Minolta erleben wir gerade ähnliches, die waren sogar nur "etwas zu langsam".

Um die Brücke zum Ausgangsthema zu schlagen: Mit dem Internet hat sich für viele eine neue Möglichkeit des Bezugs von Informationen und Waren ergeben. So etwas zieht zwangsläufig entsprechende Kapazitäten aus den traditionellen Geschäftsformen (Beratung, Ladengeschäft) ab. Wessen Margen so gering sind, dass dieser Kapazitätsverlust seine Existenz gefährdet, muss sich eben rechtzeitig darauf einstellen. Die Lösung sehen wir in Form von "Magnus Spiele" oder "Allgames4you", die Laden und Onlinevertrieb optimal kombinieren.

Drastischer ausgedrückt: Die liebegewonne, alte, muffige "Spieleklitsche" um die Ecke hat in ihrer Ursprungsform ausgedient. Es ist NICHT die Aufgabe von uns Käufern, und im übrigen auch mittelfristig weder sinnvoll noch erfolgsversprechend, durch unser Geld (Stichwort: höhere Preise) eine antiquierte Geschäftsform künstlich am Leben zu halten. Das Verschwinden dieser Läden mag man bedauern - sei es aus Gewohnheit, aus persönlicher Affinität oder schlicht aus Nostalgie, verhindern wird man es langfristig nicht.

Und noch ein Wort zu den genannten "Fühlungsvorteilen" dieser Läden, ihren "Aha-Effekten" (etc.). Da mag sicher was dran sein, vor allem wenn diese Läden das Kulturgut Spiel mit Aktionen (Spieleabende, Spieleverleih) unterstützen. Dennoch ist empirisch schwer zu vergleichen, ob nicht das Internet auf andere Weise ähnliche Effekte generiert. Ich habe bei vielen Leuten, die in den Spieleladen treten, den Eindruck, dass das große Angebot sie nicht begeistert, sondern eher erschlägt. Vielleicht liegt darin sogar ein Grund, warum viele letztendlich dann doch ("sicherheitshalber") zum altbekannten Monopoly greifen. Bei der Information über das Internet stoße ich auf ebenso große Vielfalt, aber ich kann sofort durch diverse Rezensionen, Lesermeinungen etc. ein Feedback abrufen, was das betreffende Spiel taugen mag. Eine solch differenzierte Rückkopplung kann eine einzelne Verkaufsperson (mit unterstelltem Verkaufsinteresse noch dazu!) niemals leisten. Könnte es nicht auch sein, dass dadurch GERADE im Internet Spiele gekauft werden, zu denen sich manch "Laufkunde" im Laden nicht hinreissen lassen konnte - unsicher, ob das Spiel qualitativ seinen Vorstellungen entspricht...?

Letztendlich bleibt: "Robinhoodismus" ist m.E. im Bezug auf veraltete Geschöftsmodelle unengebracht und auch langfristig erfolglos. Dass auch Internetkäufer den Faktor Service und Qualität noch nicht gänzlich über den Preis stellen, zeigt sich am Erfolg von "Adam spielt". Die Adams sind eindeutig nicht der billigste Versand, dennoch einer der beliebtesten - wegen ihrem schnellen Service, der hervorragenden Verpackung und dem einmalig tollen, kostenlosen Katalog mit Spielebeschriebungen und -empfehlungen. Da zahle auch ich gern den ein oder anderen Euro mehr dafür. Und nebenbei: Würde ich an dieser Stelle fordern, gefälligst im Laden zu kaufen - wäre das nicht ein gleichsam großer Verrat an den (ebenso vielen!) arbeitenden Menschen, deren Existenz an Verkauf und Vertrieb über das Internet hängt...?

Nachdenkliche Grüße,
Steffen (hofft, dass die gesundheitlichen Probleme bei den Adams bewältigt werden können, und auch schöne Katalog seine Fortsetzung erhält)

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peer

Re: Pro Spieleversand

Beitragvon peer » 9. April 2006, 17:49

Hi,
Frank Schaubrenner schrieb:
>
> huhu,
>
> mal ne allgemeine Frage an die Vielspiel(käuf)er,
> wie viele Spiele kauft man im Schnitt pro Bestellung (zwecks
> Versandkostenfreiheit erreichen, etc).
> Denke mal Internetkäufe belaufen sich oft auf 3-5 Spiele, da
> man ja auch gerade dabei ist.
> Schon mal mit 5 Schachtel(zus. >100-130 Euro) an die Kasse
> eines euch bekannten (nicht so günstigen) Ladens gelaufen und
> gefragt ob man was am Preis machen kann, zumal man ja eh alle
> Monate mit so nem Stapel rausläuft.?

Mmh, ich kaufe im Schnitt ein Spiel pro Monat - natuerlich gebuendelt, daher erreiche ich nicht die Brettmassen anderer Vielspieler. Und % hab ich bei Das Spiel fast nie bekommen (Eigentlich nur wenn Marc verkauft hat :-) )

ciao
peer

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Christiane F.

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Christiane F. » 9. April 2006, 18:11

Hi Matthias und alle anderen,

nachdem ich den Sonntag Nachmitta nutze, um mal wieder Forum nachzulesen, hier auch von mir ein paar Gedanken zum Thema.

Ich denke, dass für die Entscheidung, ob Ladengeschäft oder Internethandel, verschiedene Aspekte wichtig sind.
Ein Vielspieler, der sich ohnehin in Spielezeitschriften und im Internet informiert, kann gut im Internet kaufen, da er in der Regel weiss, was er will und keine Beratung nötig hat (wobei ich auch schon von Herrn Adam gesagt bekam: 'Frau Freikamp, ich glaube nicht, dass dieses Spiel was für sie ist' - also auch da ist Beratung durchaus vorhanden.).
Die Oma oder Tante, die für Enkel/Nichte/Neffe ein Geschenk sucht, versteht aber in der Regel nichts vom Thema, und ist darauf angewiesen, beraten zu werden - und da sind dann die kleinen Läden in der Regel der kompetente Ansprechpartner. Wobei es sie leider nicht überall gibt.
Die Alternative sind dann Kaufhauf, Karstadt, Müller, Vedes - und von der Qualität der Beratung da bin ich nicht wirklich überzeugt. Wenn ich mich da mal umschaue und höre, was den Kunden so gesagt wird, bin ich in der Regel ziemlich gefrustet - meistens habe ich das Gefühl, dass ich selber sehr viel mehr davon verstehe, als die Leute, die da arbeiten.
Wobei mir in einem Laden auch schon explizit gesagt wurde, dass der Laden früher die Spielbox abonniert hatte, damit die MitarbeiterInnen sich informieren können, dass aber der neue Inhaber das Abo aus Kostengründen gekündigt hätte - und dann wundert mensch sich, wieso die Angestellten uninformiert und unmotiviert sind.
Wobei viele, die in einem solchen Laden arbeiten, selber nicht wirklich spielen, sondern nur mehr oder weniger zufällig dort gelandet sind, es hätte auch jede andere Branche sein können. Und das ist ein wichtiger Unterschied zu den kleinen Läden: Jemand, der einen solchen aufmacht, ist in der Regel selber Spieler und weiss daher wirklich, wovon er/sie redet. Und dann macht es mir persönlich eben auch Spass, dahinzugehn zum Stöbern und Fachsimpeln. Wobei das eben auch auf die meisten Internetversender zutrifft.
Ich habe das Glück, einen von Spielern geführten Laden in unmittelbarer Nähe zu haben (5 Minuten zu Fuss :) ), und ich gehe da wirklich gerne hin, um mit den Leuten zu plaudern.
Eine Zeit lang hatten sie sich ein wenig wegbewegt vom klassischen Brettspiel und sich mehr auf Rollenspiel und Tabletops konzentriert, in der Zeit habe ich auch im Internet gekauft. Inzwischen haben sie sich wieder dem klassischen Brettspiel zugewendet, und bieten auch wieder Spieleabende an. Und da gibt es für mich keine Frage, ein Spiel, das ich bei ihnen ausprobiere, kaufe ich auch bei ihnen, und nicht im Internet.
Ich kann übrigens nur bestätigen, was Frank weiter oben schon geschrieben hat - wenn mensch in einem solchen Laden in ähnlicher Grössenordnung kauft wie bei einer Internetbestellung, ist durchaus ein gewisser Rabatt drin, und der Preisunterschied ist nicht mehr so gross. Und ich kann die Spiele direkt mitnehmen und hatte noch ein angenehmes Gespräch obendrauf.
Leider höre ich immer wieder, dass die Leute bei manchen Verlagen Probleme haben, beliefert zu werden - die grossen Ketten und die Internetversender werden bevorzugt bedient, und wenn dann noch was übrig ist, kommen die Einzelhändler an die Reihe. Manche Spiele sind daher erst spät oder im Extremfall gar nicht im Spieleladen meiner Wahl erhältlich - verstehen kann ich die Verlage zwar, aber freundlich finde ich das nicht. Und das treibt mich dann natürlich doch wieder ins Internet.
Wobei ich insgesamt durchaus einiges im Versandhandel via Internet kaufe - ein wichtiges Argument dafür ist, dass ich dazu jeder beliebigen Tageszeit einkaufen kann und die Sachen bequem nach Hause geliefert bekomme. Und da ich zum einen oft sehr viel arbeiten muss, zum anderen nicht Auto fahre, ist dieser Aspekt nicht zu vernachlässigen.

Fazit: Soll doch jedeR da kaufen, wo er/sie will - es gibt sowohl für den Fachhandel, als auch für die Internetversender gute Argumente. Und letztendlich muss es doch jedeR für sich entscheiden, wie er/sie das handhabt.
Die moralische Keule 'Ihr müsst aber den kleinen Fachhändler unterstützen' finde ich auf jeden Fall unangebracht, schliesslich hängen auch am Internethandel Arbeitsplätze, und es stehen Menschen dahinter, nur, dass mensch die in der Regel nicht zu sehen kriegt. (Wobei ich gerne zugeb, dass ich es schade finde, dass in den grösseren Städten die Innenstädte so allmählich alle gleich aussehn - eine Kette neben der anderen, kaum noch schöne kleine Läden. Aber die Verödung der Innenstädte ist ein anderes Thema.)

So, das war ein langer Erguss. Ich wünsch Euch noch ein schönes Restwochenende und vorsichtshalber auch schon mal schöne Ostertage,

Christiane

(die vorhin Thurn und Taxis in ihre BSW-Resi genommen hat und das auf jeden Fall heute noch ausprobieren will). :)

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Tim-spielbox

Re: Veränderung von Strukturen?

Beitragvon Tim-spielbox » 9. April 2006, 18:40

Steffen, erst einmal meinen Glückwunsch zu einem sehr schönen, ausgewogenen Kommentar!

> mehr oder weniger versteckte Vorwurfshaltung gegenüber den
> Internetkäufern, die durch ihren Hang zur Bequemlichkeit und
> zu billigeren Preisen vermeintlich das "Kulturgut
> Ladengeschäft" zerstören.

Die Diskussion an sich ist ja nicht neu. Sie gab und gibt es immer, wenn neue, bessere Geschäftsmodelle auftauchen - seien es Supermärkte, Discountdrogerien, Internetbuchhandlungen, SB-Tankstellen, Privatfernsehen usw. Oft gibt es dann eine nostalgische Minderheit, die das Abendland in Gefahr sieht.

> Hier möchte ich mal provokant dagagenhalten: Ist es nicht
> vielmehr so, dass (wenn überhaupt) der Vorwurf gegen diese
> Läden selbst gerichtet werden sollte?

100 % Zustimmung. Ein Laden geht niemals pleite, weil andere Läden ihn kaputtgemacht haben, sondern fast immer, weil die Kunden in anderen Läden Vorteile für sich sehen. Ich finde ja, daß man auch zum Beispiel in Fußgängerzonen sehen kann, welche Läden in 10 Jahren Schwierigkeiten bekommen: nämlich die, die sich nicht anpassen.

> Informationen und Waren ergeben. So etwas zieht zwangsläufig
> entsprechende Kapazitäten aus den traditionellen
> Geschäftsformen (Beratung, Ladengeschäft) ab.

Nicht unbedingt. Ich kenne zum Beispiel Buchhandlungen, die vom Amazon-Boom eindeutig profitiert haben. Plötzlich sind Bücher in bestimmten Zielgruppen wieder ein Thema, und davon profitiert auch die eine oder andere Buchhandlung um die Ecke. Warum sollte das im Spielebereich nicht auch möglich sein?

> auf andere Weise ähnliche Effekte generiert. Ich habe bei
> vielen Leuten, die in den Spieleladen treten, den Eindruck,
> dass das große Angebot sie nicht begeistert, sondern eher
> erschlägt.

Gibt es eigentlich Informationen darüber, ob Online-Händler im Durchschnitt andere Spiele verkaufen als Spieleläden? Ich schätze, daß unter den Online-Kunden viel mehr Spieleexperten vertreten sind, das müßte sich doch auch in größerer "Verkaufsvielfalt" auswirken ...

> Letztendlich bleibt: "Robinhoodismus" ist m.E. im Bezug auf
> veraltete Geschöftsmodelle unengebracht und auch langfristig
> erfolglos.

Und letztlich sogar wirtschaftlich schädlich.


Tim

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Klaus Knechtskern
Kennerspieler
Beiträge: 1660

Re: Spieleladen vs. Spieleversand

Beitragvon Klaus Knechtskern » 10. April 2006, 00:49

Auch für einige männliche Exemplare ist shoppen oder auch nur stöbern im Spieleladen das reinste Vergnügen.

Es gibt doch nichts schöneres als stundenlang mit einem Gleichgesinntem zu fachsimplen und mit Glück auch noch ein Schätzchen im Regal zu entdecken das man schon lange sucht aber einfach nciht mehr bekommen konnte.

Grüße

Klaus

p.s.: Frank gratuliere zum Titan ;-)

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Frank Schaubrenner

OT @Klaus

Beitragvon Frank Schaubrenner » 10. April 2006, 01:15

das war Ebay ;-), bin mal gespannt ob es mein teuerstes sehr wenig gespieltes Spiel wird :-). Meintest du evtl. Hotel li.. , musste leider einer Autoreparatur weichen :-/.

stöbernde Grüße
Frank


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