Beitragvon Olav Müller » 26. April 2006, 16:34
peer schrieb:
[Civilization von AH]
> Ich habs nicht vergessen. Ich glaube aber nicht, dass es in
> 50 Jahren noch gespielt wird (imho ein Kriterium für
> "Klassiker" ).
Ich glaube (dann wiederum) nicht, dass IRGENDEINS der hier genannten Spiele in 50 Jahren noch nennenswert gespielt wird. Vielleicht mit Ausnahme derjenigen, die ihren "Klassiker" Status schon erreicht haben. Also Monopoly und Konsorten.
Warum? Weil ich denke, dass die Spiele heutzutage keine Gelegenheit mehr haben, zum Klassiker entwickelt zu werden. Wenn ich überlege, warum ich früher Monopoly und Cluedo, Spiel des Lebens und Romme gespielt habe, dann in erster Linie deswegen, weil es keine großartigen Alternativen gab. Diese Durststrecke ist aber (zum Glück) lange vorbei. Die Tatsache, dass heute monatlich neue, interessante Spiele auf den Markt kommen, verhindert meiner Meinung nach, dass sich "neue Klassiker" bilden können. Ganz sicher in "unserem" Bereich der Vielspieler und Enthusiasten, evtl. auch in der Sparte der Gelegenheitsspieler.
Um Klassiker zu werden braucht es nicht nur eine Akzeptanz innerhalb dieses Forums, sondern weitreichende Bekanntheit darüber hinaus. Dort sehe ich aber keinen Kandidaten. Auch deswegen, weil es so viele (!) sehr gute (!) Spiele gibt, dass sich kein wirklich herausragendes Spiel durchsetzen kann. Vielleicht sollte es das aber auch nicht.
> ... ausserdem
> scheint die Zeit gegen es zu sein (so lange Spiele sind nicht
> mehr "in")
Wirklich "in" waren die noch nie, oder? Ich habe aufgehört Spiele dieser Länge vorzuschlagen, seit meine üblichen Verdächtigen regelmäßigen Berufen nachgehen und nicht mehr 2 Tage am Stück in ein Spiel investieren können. Auch (wiederum) die größere Angebotslage von anderen, wirklich guten Spielen.
Natürlich wachsen auch neue "Studenten" nach, die auch immer noch diese Monster spielen, aber wirklich "in" war das glaube ich nie.
CU,
Olav