Beitragvon Roman Pelek » 14. Juni 2006, 03:51
Hi Günter,
Günter Cornett schrieb:
[Norman schrieb]
> > meiner Meinung nach ist eine perfekte Spielregel so
> geschrieben, das ein
> > DAS (Dümmster anzunehmender Spieler) damit klarkommt.
>
> Dadurch erschwert man u.U. sehr vielen Spielern den Zugang
> zur Regel.
> Ich denke, bei Nautilus ist dieses Bemühen erkennbar, die
> vielen Wiederholungen machen die Regel etwas unübersichtlich.
Hm, die Wiederholungen ziehen sich m. E. durch einige Kosmos-Regeln, jüngst auch durch "Blue Moon City". Beim Lesen selbiger schoss mir durch den Kopf: "Ja, ich bin nicht primäre Zielgruppe, aber muss man wirklich drei Mal dasselbe in anderen Worten lesen? Wäre nicht eine einmalige Ausformulierungen und stattdessen ein (teils inhaltlich wiederholendes) Beispiel an anderer Stelle sinnvoller gewesen?"
> Man sollte die Spieler des eigenen Spiels nicht grundsätzlich
> für dumm halten, zumindestens das nicht durchblicken lassen.
> :wink:
Ach Günter... ;-) Man muss Regeln einfach "breitbandig" genug schreiben :lol:
> Es gibt verschiedene Typen von Regellesern. Manche brauchen
> vorher exakte Definitionen von begriffen; manche wollen
> lieber erst einen Überblick über das Spiel, bevor sie
> Einzelheiten aufnehmen; manche wollen von Anfang an jedes
> Detail wissen, manchen reicht es, wenn alles irgendwie drin
> steht (die Sätze bringen sie danns chon selbst in die
> richtige Reihenfolge), bei manchen ist eine bestimmte
> Struktur wichtiger ...
Hm, hier denke ich, dass "von Anfang jedes Detail wissen zu wollen" eher eine Spielermacke ist. Und die können sich alle ganz gut helfen, die wissen auch, wie sie klarkommen, wenn man ihnen die nicht zu Beginn liefert. Eine gute Struktur, die Top-Down orientiert ist, hilft aber, denke ich, vielen. Was Wiederholungen angeht: bevor man mit prosaischen Wiederholungen die Regeln in die Länge zieht (was ja wiederum auch rein optisch abschreckt), halte ich die Überlegung, wo und wann man Beispiele wie platziert für wichtiger.
> Das man meist keine Regel für alle schreiben kann, hat nichts
> mit Dummheit der Leser zu tun, sondern damit, dass es viele
> verschiedene Menschen gibt, dass man mitunter alle möglichen
> Regelfragen nicht im voraus beantworten kann.
>
> Man sollte sich daher bemühen, der Zielgruppe des Spiels und
> vor allem dem Spiel gerecht zu werden ...
Wie wahr.
> :cool: Gruß, Günter (... so man kurz vor der plötzlich
> auftretenden Messe noch die Zeit dazu findet ...)
Und Du lieferst auch noch gleich einen guten Grund, warum dieses Ansinnen häufig so richtig in die Hose geht: tempus fugit :-))
Ciao,
Roman