Beitragvon peer » 7. Juli 2006, 15:47
Hi,
Jan Mirko Lüder schrieb:
> > Stimmt schon allerdings sind die auch noch jung... Einige
> > Im englischen würde ich sagen "I just coined another word".
> > Aber im deutschen ist sowas ja nicht möglich... Nur die
> > Zeitungen dürfen das :-)
>
> Wortneuschöpfungen finde ich auch toll, die sind mal wirklich
> "spielerisch"!
> Das ist es übrigensauch , was ich an Urs Hostettlers "Ein
> solches Ding" und "Wie ich die Welt sehe" so sehr schätze.
> Ist schon, genial diese Spielerei.
Dann kann ich dir "The Big Idea" von James Ernest empfehlen. Ist gerade in einer neuen Fassung mit mehr Karten bei Cheapass erschienen. Oder du spielst meine "Heimbaufassung".
> > > Als "evolutionär" würde ich eher die zunehmende
> > > Internationalisierung der Sprache betrachten, nicht
> unbedingt
> > > ihre Verflachung...
> >
> > Was meinst du mit Internationalisierung? Das Einbauen von
> > englischen Wörtern? Lass das mal nicht die Fraktion hören,
> > die meint, die Deutsche Sprache würde "Verwahrlosen"... :-)
> > Ist schwer zu trennen im Einzelfall, was nun "Verflachung"
> > und was "Vereinfachung" ist (letzteres muss ja nicht schlimm
> > sein. Ich bejubel jeden Tag dass ich "Nummerieren" jetzt mit
> > so vielen "m" schreiben darf wie "Nummer"... Und das sogar
> > offiziell!).
>
> Ich denke, dass viele Anglizismen (wie z.B. "Handy" oder
> "opened") ziemlich blöd und flach sind (insofern stimme ich
> der "Verwahlosungskritik" auch zu). Es gibt aber auch solche,
> die in der Tat in erster Linie vereinfachend sind. Das trifft
> insbesondere auf Wissenschafts- und Wirtschaftsenglisch zu.
"Handy" ist kein englisches Wort - ebensowenig wie Oltimer oder Twen, gibts das nicht im englischen. Ein paar Dinge meinen auch etwas anderes als ihr Pendant (Ach diese Französiserung der Sprache! Die wurde vor 150 Jahren auch schon angefeindet. Oder wars später? Vielleicht liest Gustav das ja zufällig und kann da was zu sagen ;-) ): Event meint oft was anderes als Veranstaltung ("Jetzt mal ein richtiges Event!". Auch Wellness ist mittlerweile ganz bestimmt chronotiert. Albern wirds wenn eingeenglischt wird, wos nicht Not tut (Ja, das ist kein Hochdeutsch, sondern Dialekt).
Spezialausdrücke aber extra zu übersetzen, so wie es die Franzosen tun finde ich aber albern (Und im IT-Bereich ist englisch z.B. nunmal dominierend)
> Unter "Internationalisierung der Sprache" verstehe ich
> allerdings, dass es heute bereits einem großen Teil der
> Menschheit möglich ist, sich verbal miteinander zu
> verständigen, unabhängig davon, welche Nationalitäten die
> jeweils Kommunizierenden dabei in ihrem Pass zu stehen haben.
Und das Beeinflusst natürlich auch die einzelne Sprache. Das geht gar nicht anders.
> > Ist aber auch eine Altersfrage. Der fragliche Schüler kann
> > sich schon ausdrücken, wenn er will. Aer in der Pubertät ist
> > man untereinander eben etwas lockerer. Das gibt sich. In den
> > meisten Fällen zumindest.
>
> Angesichts deiner Erwähnung der Adoleszenz stellt sich mir
> gerade noch diese Frage: Wen meinte [i]"Metusalix"[/i]
> eigentlich, als er von lechzenden Pubertierenden im Forum
> sprach. Gibt es denn eigentlich so viele andere hier außer
> ihm selbst, die so verdächtig schreiben, wie ein anonym
> bleibender peubertierender Troll?
Den hab ich einfach ignoriert.
> > ciao
> > peer (der Mirko noch mal auf seine Aqua Romana Rezi hinweisen
> > möchte)
>
> Spiele Grüße
> Mirko (der sich deine Rezi auf spielbar.com jetzt anschauen
> wird)
ciao
peer (der den Kommentar von Jan Mirko gelesen hat)