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Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

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Daniel-spielbox

Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Daniel-spielbox » 19. Juli 2006, 20:09

... Warum wird das nie was?

Blue Moon City ist ja nun wirklich nicht eines seiner schlechtesten Spiele.

Hat irgendjemand eine gute Theorie parat?

Daniel (der sich über die knackige Kürze seines Posts freut)

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Reiner

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Reiner » 19. Juli 2006, 20:25

...weil es bessere gibt! :-)

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Simon-spielbox
Kennerspieler
Beiträge: 589

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Simon-spielbox » 19. Juli 2006, 20:39

Zu wenig "Spiel" zu viel Mathe?
Reiner hat immer wieder mal super Ideen und setzt diese auch gut um... nur: eigentlich sind alle seine Spiele eher abstrakt - das Thema ist (meistens) nur "pasted on" und oft auch beliebig austauschbar :)

Ciao,
Simon

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Michael-spielbox

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Michael-spielbox » 19. Juli 2006, 21:40

im grunde ist doch jedes thema beliebig austauschbar... es ist ja nur ein thema :)

und in diesem fall, stand ja schon das thema fest, er musste nur ein spiel drumherum erfinden. :D

sg Michael

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Peter Gustav Bartschat

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 19. Juli 2006, 22:45

Weil es jedes Jahr nur ein "Spiel des Jahres" gibt, und eine Vielzahl von Spielen, die nicht "Spiel des Jahres" sind.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spiel nicht "Spiel des Jahres" wird, ist also um ein vielfaches höher, als die Wahrscheinlichkeit, dass es "Spiel des Jahres" wird.

Somit ist es für ein Spiel der Normalfall, nicht "Spiel des Jahres" zu werden, und damit erübrigt sich eigentlich die Frage nach dem "warum". Ein interessantes "Warum" kann es nur da geben, wenn ein Ereignis außerhalb der Normalität stattfindet.

Ein Beispiel: Ich habe mir noch niemals eine Frikadelle an Knie genäht. Die meisten anderen Menschen haben sich auch noch nie eine Frikadelle ans Knie genäht. Es kann somit nicht zu bemerkenswerten Erkenntnisse führen, sich die Frage zu stellen, weshalb ich mir noch nie eine Frikadelle ans Knie genäht habe.

Sollte ich das aber eines Tages mal tun ...

... dann steckt vermutlich eine interessante Vorgeschichte dahinter.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Heinrich Tegethoff

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 19. Juli 2006, 22:57

Hallo Daniel,

dieser Punkt wurde in den letzten zwei Tagen auch schon von Helmut
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=142566&t=142560
und mir http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=142536&t=142442
angesprochen, aber jeweils innerhalb anderer Threads.

Konkret gilt ja beim SdJ: alle nominierten Spiele sind schlicht zweitplaziert
und damit nicht schlecht, aber die Siegerkrone und das Preisgeld gibt's
halt nicht. Aber da Herr Knizia schon - gemäß luding.org - 18 Mal den
zweiten Platz holte, so kann sich ein jeder seine Verschwörungstheorie
denken. Die mir bekannte Theorie: Knizia hat einmal die Jury vor den
Kopf gestossen, als er "nur" nominiert war. In der Jury sitzen auch nur
Menschen. Die mögen Reiner Knizia deswegen alle nicht. [Gerücht Ende/]

Ich vermute aber auch einmal, dass die immer wieder unverkennbare
"mathematische Handschrift" seiner Spiele in breiten Teilen der
Bevölkerung nicht so beliebt ist wie bei mir und anderen Vielspielern.
Letztere haben (ich müßte da nach alten Umfragen suchen) doch einen
erstaunlich hohen Anteil an Informatikern und ähnlichem Gesindel.

Vielleicht ist dies die Formel, nach der Knizia zwar ständig gute und beste
Spiele herausbringt (neben einigen anderen), die aber einen Widerstand
erzeugen, sie allen Möchte-gerne-spielen-Spielern als "bestes" zu empfehlen.

Servus,
Heinz (der gerade geschmähtem Gesindel angehört)

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Tyrfing

[OT] Alltägliches nicht hinterfragbar?

Beitragvon Tyrfing » 19. Juli 2006, 22:58

Zugegebenermaßen werd ich nun etwas offtopic,
allerdings bedingt dadurch, dass ich mich auf den, meiner Meinung nach, ebenfalls sehr themenabseitigen Beitrag meines Voredners beziehe.

Nun, wahrscheinlich gibt es keine neue Erkenntnis, wenn man "normales" hinterfragt. Aber manchmal eben doch.
Grundsätzlich sollte man auch "normales" hinterfragen, denn vielleicht existiert ja doch ein Grund, warum die Leute sich keine Frikadellen ans Knie nähen.
Ja vielleicht wäre es sogar sehr sinnvoll das zu tun und es hat nur keiner bisher getan?

Wo bleibt denn da die Innovation, wenn man nichts alltägliches hinterfragt?
Also: Auch alltägliches/normales sollte hinterfragt werden.

Auf die ürsprüngliche Frage:
Wahrscheinlich wurde es nicht Spiel des Jahres, weil es stets irgendwas "besseres" gab. Vielleicht sind die Zeitpunkte einfach nur unglücklich gewählt? Vielleicht... vielleicht... vielleicht...
Vielleicht sollte man dies die Jury selbst fragen? Denn wer kann darauf sonst eine zufriedenstellende Antwort geben, wenn die Kriterien nach denen entschieden wird nicht völlig transparent sind.

Abendliche Grüße
Tyrfing

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Heinrich Tegethoff

Darum/Warum keine negativen SdJ-Antworten

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 19. Juli 2006, 23:11

Tyrfing schrieb:
> Vielleicht sollte man dies die Jury selbst fragen? Denn wer
> kann darauf sonst eine zufriedenstellende Antwort geben, wenn
> die Kriterien nach denen entschieden wird nicht völlig
> transparent sind.

Hallo Tyrfing,

die Kriterien sind transparent, die konkreten Entscheidungen nicht.
Und zwar aus gutem Grund: damit nicht gezielt Einfluss auf einzelne
Jurymitglieder genommen werden kann.

Insofern gibt es von der Jury auch immer nur positive Antworten [b]für[/b]
ein Spiel, und niemals, warum es nicht so gut war wie das Siegerspiel.

Denn wenn ein Spiel für die SdJ-Zielgruppe schon als (zweitplaziert)
bestens aus 200 oder 400 oder 600 anderen gesehen wurde, dann ist
diese negative Antwort ziemlich kontraproduktiv für alle nominierten
oder empfohlenen Spiele - allein schon, weil es für die paarhundert
anderen Spiele keine (negative) Antwort gibt und die nominierten
damit auf der empfundenen Wertungsskala ans Ende rücken.

Und zwar kontrapruduktiv auch dann, wenn eine elitäre Gruppe wie
uns-Forumsmitgliedern die Entscheidungstransparenz dadurch abgeht.

Servus,
Heinz

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Tyrfing

Re: Darum/Warum keine negativen SdJ-Antworten

Beitragvon Tyrfing » 20. Juli 2006, 02:40

Öhm, du widersprichst dir doch schon selber im eigenen Post:
"...die Kriterien sind transparent..."
und später nach einer Rechtfertigung (die ich im übrigen einsehe), warum es keine negative Kritik geben sollte:
"... auch dann, wenn eine elitäre Gruppe wie
uns-Forumsmitgliedern die Entscheidungstransparenz dadurch abgeht."

Also einmal ist es Transparent und einmal geht die Transparenz damit leider weg?
Das geht wohl nicht...

Transparent würde für mich im übrigen heißen, dass man die entscheidungen punktuell genau nachvollziehen kann. D.h. ich würde quasi auf einer Skala von 1 bis 10 genau wissen welches Spiel bei welcher Wertung welchen Punkt bekommt.

In diesem Sinne kann es davon abgesehen auch nicht transparent sein.
Hier weiß ich zwar kriterien, nach denen bewertet wird, aber das "wie exakt genau" weiß ich eben nicht...

(Ich würde im übrigen dann auch keine Entscheidung der Jury abwarten müssen, die könnte ich mir ja vorher ausrechnen -
strenger genommen könnte ich Spiele auch vorher gerade für diese Bewertung hin optimieren bzw. Spiele extra für diese Wertung entwickeln *brr*)


Nächtlichen Gruß,
Tyrfing
(der sich garnicht als "elitäre Gruppe" bezeichnen würde - das kann schnell nach hinten losgehen, solches Selbstlob ;) )

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Klaus Knechtskern » 20. Juli 2006, 08:27

Vielleicht stört sich die Jury auch am "Massenausstoss" von Knizia ...

Klaus, der hiermiert eine neue Anti-Knizia-Verschwörungstheorie aus der Taufe gehoben hat :-P

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Thomas O.

(OT) Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Thomas O. » 20. Juli 2006, 08:56

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> Ein Beispiel: Ich habe mir noch niemals eine Frikadelle an
> Knie genäht. Die meisten anderen Menschen haben sich auch
> noch nie eine Frikadelle ans Knie genäht. Es kann somit nicht
> zu bemerkenswerten Erkenntnisse führen, sich die Frage zu
> stellen, weshalb ich mir noch nie eine Frikadelle ans Knie
> genäht habe.

Sagt man bei euch nicht Fleischküchle oder so ähnlich? Hab heute gelesen, dass eine Verkäuferin in Bayrisch-Schwaben auf die Bestellung "2 Frikadellen bitte" nur Bahnhof verstanden hat...

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

Re: (OT) Re: Reiner Knizia + Spiel des Jahres...

Beitragvon Klaus Knechtskern » 20. Juli 2006, 09:30

Fleischpflanzerl sagt man an der Grenze von bayrisch Schwaben und München :-)

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Heinrich Tegethoff

Re: Darum/Warum keine negativen SdJ-Antworten

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 20. Juli 2006, 09:36

Hallo Tyrfing,

Du hast bei der Gegenüberstellung zwar wohl die Ironie (bzw. meinen
Sarkasmus) bei "elitäre Grruppe" gesehen, aber damit fehlt, dass sich das
Wort "Entscheidungstransparenz" auf diejenigen bezieht, die eben jenes
einfordern - faktisch ein Bezug auf das, was [i]Du[/i] wolltest, nicht ich.

Zudem habe ich in der Einleitung bereits zwischen Transparenz der
Kriterien und der Entscheidung unterschieden. Du stellst genau diese
beiden bereits von mir getrennten Worte gegenüber. Lies doch bitte noch
einmal nach, bevor Du erst beides wieder in einen Topf wirfst und meinst,
ich widerspreche mich.

Ich verstehe aber auch nicht, was Dir eine öffentliche Wahl, also sogar mehr
als offene Wahl, bringt. Die Punkte der Jury? Schon jetzt ist die Wahl intern
geheim, ohne Zuordnung. Glaubst Du ernsthaft, dies wird sich ändern, um
die [i]Neugier[/i] der Spieleszene zu befriedigen?

Denn einen Erfolgsvorteil für die SdJ-Zielsetzung sehe ich in Deiner
Forderung nicht.

Ganz abgesehen davon, dass der Punktschlüssel dann solange hinterfragt
wird, bis mehr Transparenz gefordert wird, also ein Kommentar jedes
Jurymitglieds zu jeder "Note". Außer fetten Diskussionsstoff - was bringt das?

Servus,
Heinz

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peer

Re: Darum/Warum keine negativen SdJ-Antworten

Beitragvon peer » 20. Juli 2006, 09:45

Hi,
Tyrfing schrieb:
>> Also einmal ist es Transparent und einmal geht die
> Transparenz damit leider weg?
> Das geht wohl nicht...

Doch, denn über das Spiel des Jahres wird schlicht abgestimmt. Damit ist klar, warum ein Spiel SdJ geworden ist und warum eines nicht. Die Begründung wird ja noch nachgeliefert.
Negative Begründungen gibt es allerdings nicht - denn dann müsste jeder begründen warum er NICHT für Spiel XY gestimmt hätte. Und das will die Jury aus (imho verständlichen) Gründen nicht, um nicht Antipathien zwischen Juror und Autor zu schüren.

> Transparent würde für mich im übrigen heißen, dass man die
> entscheidungen punktuell genau nachvollziehen kann. D.h. ich
> würde quasi auf einer Skala von 1 bis 10 genau wissen welches
> Spiel bei welcher Wertung welchen Punkt bekommt.

So gesehen ist auch die Bundestagswahl nicht transparent. Oder warum hast du wie abgestimmt? Und warum hast du die anderen nicht gewählt?



ciao
peer

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Tyrfing

Re: Darum/Warum keine negativen SdJ-Antworten

Beitragvon Tyrfing » 20. Juli 2006, 10:44

Tatsächlich, das ist mir entgangen. Sorry.

Mir Ironie ist das auch immer eine Sache in der Schriftform...

Desweiteren möchte ich noch kurz festhalten, dass ich es nicht "fordere", dass es eine totale Transparenz gibt.
Aber es wäre eine Grundvorrausetzung dafür, dass man hier die Frage beantworten kann, warum eben die Entscheidung so ausgefallen ist, wie sie ist und nicht anders.

Da es diese aber nicht gibt, können wir hier auch nur mutmaßen, warum.
Das sollte eigentlich in etwa Kern meiner Aussage sein.

Im übrigen ist die Bundestagswahl sicherlich auch (mit guten Grund) nicht völlig transparent, wobei die Erkenntnis einer fehlenden plausiblen Begründung in der Politik für mich nicht allzuviel neues ist... *hust*

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Peter Gustav Bartschat

[OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 20. Juli 2006, 11:33

Thomas O. schrieb:
> Sagt man bei euch nicht Fleischküchle oder so ähnlich?

Wie Klaus schon sehr richtig geschrieben hat: Hier in der München-Augsburger Gegend sagen die Leuche "Fleischpflanzerl".

Das hat übrigens nichts mit Pflanzen zu tun, sondern mit der Tatsache, dass die Dinger üblicher Weise in Pfannen hergestellt werden. Das "rl" am Schluss ist ein Diminuitiv, insgesamt bedeutet "Fleischpflanzerl" also etwa "kleiner Fleischball aus der Pfanne".

Nun, ich komme aus Essen, und viele meiner Redewendungen sind, obwohl ich jetzt etwa die Hälfte meines Lebens in München und Augsburg verbracht habe, immer noch Kohlenpott-typisch. Also sage ich "Frikadellen", und wenn mich mal jemand nicht versteht, dann füge ich halt die "Fleischpflanzerl" hinzu; tatsächlich verstehen aber zumindest die im Lebensmittel-Einzelhandel arbeitenden Bayern und Schwaben auch das Wort "Frikadelle".

Dieses Beispiel mit der Frikadelle am Knie habe ich übrigens auch aus meinen jüngeren Jahren im Ruhrgebiet mitgebracht. Da war das eine Redewendung, mit der man einen als unbotmäßig erachteten Vorschlag zurückgewiesen hat:

Chef: "Sie können sich die Unterlagen auch übers Wochenende mit nach Hause nehmen, damit ich Ihre Auswertung gleich am Montag früh auf dem Schreibtisch habe."

Sachbearbeiter: "Ich kann mir auch ´ne Frikadelle ans Knie nähen und so lange drehen, bis Radio Luxemburg kommt."

Na ja, irgend wann war es jedenfalls mal angebracht, mir in ein paar hundert Kilometern Entfernung eine neue Stelle zu suchen ...

... aber ich schweife ab.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Peter Gustav Bartschat

Re: [OT] Alltägliches nicht hinterfragbar?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 20. Juli 2006, 11:49

Tyrfing schrieb:
> Wo bleibt denn da die Innovation, wenn man nichts
> alltägliches hinterfragt?

Und wo bleibt die Innovation, wenn die Knizia-Fans jedes Jahr aufs neue immer und immer wieder das Forum mit der Frage füllen: "Warum hat Knizia nicht das Spiel des Jahres zugesprochen bekommen?"?

Ich bezweifle - wohl gemerkt: Ich. Jeder Andere darf selbstverständlich anderer Meinung sein - dass man auf falsche Fragen richtige Antworten bekommen kann. Allein die Fragestellung beinhaltet ja bereits eine unbewiesene Prämisse: Nämlich, dass es eine bewusste Entscheidung gibt, Reiner Knizia nicht das Spiel des Jahres zuzuerkennen, während allen anderen Autoren nur zufällig nicht das Spiel das Jahres zugesprochen wird.

Vielleicht - abseits des Frikadellen-Beispiels - noch mal ein Hühner-Beispiel:

Gestern Abend habe ich Pizza gegessen. Ich habe kein Huhn Bombay gegessen.

Vorgestern Abend habe ich Currywurst mit Pommes gegessen. Ich habe kein Huhn Bombay gegessen.

Vor drei Tagen habe ich abends Käsebrote gegessen. Ich habe kein Huhn Bombay gegessen.

Warum habe ich kein Huhn Bombay gegessen? Hat jemand eine Erklärung? Bin ich ein verdammter Rassist, der Inder hasst? Gehöre ich einer Verschwörung deutscher Bauern an, die den Import ausländischer Lebensmittel boykottieren will? Bin ich Mitglied einer Sekte, deren Angehörige kein Geflügel verzehren dürfen? Gehören alle Menschen auf der Welt, die ebenfalls in den letzten drei Tagen kein Huhn Bombay gegessen haben, ebenfalls zu dieser Sekte? Zu wie vielen Verschwörungen gehöre ich, wenn wir noch die Leute dazu nehmen, die in den letzten drei Tagen kein Fondue und/oder keine Cerwelatwurst gegessen haben? Streben wir nach der Weltherrschaft? Oder haben wir sie schon?

Dreimal unmittelbar nacheinander kein Huhn Bombay zu essen: Kann das noch Zufall sein?

Fragen über Fragen.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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VolkiDU

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon VolkiDU » 20. Juli 2006, 11:52

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Nun, ich komme aus Essen, und viele meiner Redewendungen
> sind, obwohl ich jetzt etwa die Hälfte meines Lebens in
> München und Augsburg verbracht habe, immer noch
> Kohlenpott-typisch. Also sage ich "Frikadellen", und wenn
> mich mal jemand nicht versteht, dann füge ich halt die
> "Fleischpflanzerl" hinzu; tatsächlich verstehen aber
> zumindest die im Lebensmittel-Einzelhandel arbeitenden Bayern
> und Schwaben auch das Wort "Frikadelle".

Mir auch noch sehr geläufig ist der Begriff 'Bulette'.

Frage: Wie heißt denn der TV-Kommissar, dessen Lieblingsspeise die "Frikadelle" war?

vG
Volker
(gestern noch in Essen einkaufen gewesen)

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joscha

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon joscha » 20. Juli 2006, 12:12

Das war der Schimanskivorgänger
der Essener Kommisar Haferkamp

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Thomas O.

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon Thomas O. » 20. Juli 2006, 12:22

VolkiDU schrieb:
>
> Mir auch noch sehr geläufig ist der Begriff 'Bulette'.

Um das Thema mal rund zu machen:

Folgende regionalen Namensvarianten für ein und dieselbe Sache sind bekannt:

Bulette (im Nordosten Deutschlands; so werden außerdem die Bewohner Berlins genannt ;-)), Fleischpflanzerl, Klopse, Fleischküchle, faschierte Laibchen, Fleischlaibchen, Fleischbrotl, Fleischkrusterl, Fleischklöße, Gewiegtebrotl, Hackplätzchen, Hackklöße, Gehacktesklößchen, Hacktätschli. In Schweden gibt´s Köttbullar und im südslawischen Raum Cevapcici. Und in Norddeutschland isst man Fischbuletten :-))

Gruß Thomas (der jetzt essen geht...)

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Franz-Benno Delonge
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Beiträge: 277

Re: Fleischpflanzerl

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 20. Juli 2006, 12:56

Lieber Gustav,
du hast natürlich weitestgehend recht, aber so richtig verständlich wird diese Erklärung erst, wenn man dazusagt, daß der supertotalauthentische Münchner aus genau diesem Grund nicht "Fleischpflanzerl" sagt, sondern "Fleischpfanzerl".
Alpenländische Grüße
Benno

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Wie Klaus schon sehr richtig geschrieben hat: Hier in der
> München-Augsburger Gegend sagen die Leuche "Fleischpflanzerl".
> Das hat übrigens nichts mit Pflanzen zu tun, sondern mit der
> Tatsache, dass die Dinger üblicher Weise in Pfannen
> hergestellt werden.

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VolkiDU

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon VolkiDU » 20. Juli 2006, 14:11

joscha schrieb:
> Das war der Schimanskivorgänger
> der Essener Kommisar Haferkamp

Nee, Schimanski war der Nachfolger von Haferkamp ;-)

Volker
(hätte lieber mehr Tatorts insgesamt von Haferkamp als von Schimanski und freut sich über jede Wiederholung in West3 von Tatort-Kommissar Haferkamp)

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VolkiDU

Re: Fleischpflanzerl

Beitragvon VolkiDU » 20. Juli 2006, 14:17

Franz-Benno Delonge schrieb:
> Lieber Gustav,
> du hast natürlich weitestgehend recht, aber so richtig
> verständlich wird diese Erklärung erst, wenn man dazusagt,
> daß der supertotalauthentische Münchner aus genau diesem
> Grund nicht "Fleischpflanzerl" sagt, sondern "Fleischpfanzerl".

Wäre dann aber nicht "Fleischpfannzerl" nicht der supergenialtotalauthehntische Münchner?

Ich als Niederrheiner und zugezogener Ruhrpottler bleib' jedensfalls bei Frikadelle oder Bulette.

Niederrheinische Grüße
Volker

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Roland G. Hülsmann

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 20. Juli 2006, 14:23

VolkiDU schrieb:

> joscha schrieb:
> > Das war der Schimanskivorgänger
> > der Essener Kommisar Haferkamp
>
> Nee, Schimanski war der Nachfolger von Haferkamp ;-)

Wieso "Nee", wenn ihr beide dasselbe behauptet: Wenn Haferkamp der Vorgänger von Schimanski ist, wie Joscha schreibt, dann ist zwangsläufig Schimanski der Nachfolger von Haferkamp, wie VolkiDU meint richtigstellen zu müssen.

Gruß
Roland

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VolkiDU

Re: [OT] Frikadellen und Fleischpflanzerl

Beitragvon VolkiDU » 20. Juli 2006, 14:27

Roland G. Hülsmann schrieb:
> VolkiDU schrieb:
> > joscha schrieb:
> > > Das war der Schimanskivorgänger
> > > der Essener Kommisar Haferkamp
> > Nee, Schimanski war der Nachfolger von Haferkamp ;-)
> Wieso "Nee", wenn ihr beide dasselbe behauptet: Wenn
> Haferkamp der Vorgänger von Schimanski ist, wie Joscha
> schreibt, dann ist zwangsläufig Schimanski der Nachfolger von
> Haferkamp, wie VolkiDU meint richtigstellen zu müssen.

Hallo Roland,

da ist doch ein Smilie von mir gesetzt. Das musste ich jetzt aber richtigstellen :lol:

Und überhaupt, was behaupten wir, wir stellen nur fest :P

Richtigstellende Grüße
Volker


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