Beitragvon Heinrich Tegethoff » 6. September 2006, 17:48
Hallo Matthias,
nun, zumindest bei meinem ersten ML-Spiel gestern spürt man die Nähe
zu Caylus. Dabei ist es aber erst einmal nur das Spielgefühl, welches
daraus resultiert, dass ich abwechselnd mit meinen Mitspielern "Arbeiter"
(Lehrlinge) einsetze, und je früher ich diese irgendwo einsetze umso
bevorteilter bin ich.
Bei genauerem Hinsehen ist diese durch meine Hauptaktion während
der Hauptspielzeit vorgegebene Ähnlichkeit aber gering. Denn die Unterschiede
in der Wertung sind frapierend - ich kann mit mehr Lehrlingen überboten
werden, darf aber bis auf den Meister nicht nachbieten. Eine Aktion
(Gebäude bei Caylus) gewinne ich quasi mit mehr Lehrlingen oder mit
mehr Geld, und ggf. kann ich die Aktion mit viel Geld mehrfach abschöpfen.
Das gibt es bei Caylus nicht, und wenn, dann nur ähnlich zum Schloßbau.
Ein Gegenstück zum Vogt sehe ich im Rat, denn der schwächste Bieter
geht leer aus - entsprechend muß ich auf meine Mitspieler zocken.
Ob dies nun für oder gegen Maestro Leonardo spricht ist jedem überlassen,
und ich glaube kaum, dass sich aus dieser gefühlten Ähnlichkeit etwas
zur persönlichern Wertung von ML sagen läßt. Ebenso wenig, wie sich
wichtige Teile aus den Fürsten von Florenz wiederspiegelen, nämlich die
vielen kleinen Versteigerungen auf dringend benötigte Dinge sowie allgemein
die thematische Nähe (Grafik etc). Insbesondere gilt wie bei FvF, dass das
Geld erst gegen Spielende Siegpunkte bringt, während man es zwischendurch
für Investitionen braucht.
Allemal sehe ich einer zweiten Partie ML gerne entgegen. Ob es am Ende
dem Anspruch gerecht wird, in einem Zug mit FvF und Caylus aufgrund
gefühlter Ähnlichkeiten genannt zu werden, bleibt offen. Ein schlechtes
Spiel wird's aber sicher auch nicht, falls es hier nicht irgendwann einmal
eine dominierende Strategie gibt.
Servus,
Heinz