Anzeige

Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
VolkiDU

Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon VolkiDU » 23. Januar 2007, 09:08

Hallo Spielerkommune,

aufbauend auf den Thread vergangener Woche "Gesellschaftsspiele im Film und in der Serie (TV)", geht der zweite Thread mit Tiefgang in das Reich der Pädagogik und der Psychologie.

Im Fernsehen werden viele negative Aspekte des Lebens gezeigt. Schauspieler/innen, die rauchen oder am Steuer während der Fahrt das Handy benutzen. Beispiele brauche ich wohl nicht anzuführen, die gibt es leider in Mengen.

Das Gesellschaftsspiel im Film oder in der Serie sehe ich hingegen als sehr positiven Aspekt. Wer hätte es auch anders von mir erwartet? ;-)

Welche Chancen könnte es nun haben, wenn im Fernsehen mehr Brett- und Kartenspiele im Hintergrund "spielen"? Ein "Appetitanreger" für's Spiel? Würde es Familien & Co. auch anregen, mehr daheim zu spielen und auch neue Spiele zu kaufen? Ist das Fernsehen durch Film und Serie das "richtige" Medium dazu? Oder würde "das Spielen" im Hintergrund kaum/nicht wahrgenommen, verblasst und geht unter?

Spielegrüße
Volker
(hat lange mit sich gezaudert, ob ich diesen Thread überhaupt schreiben soll)

Benutzeravatar
Frank

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Frank » 23. Januar 2007, 09:32

>>>>>
Volker
(hat lange mit sich gezaudert, ob ich diesen Thread überhaupt schreiben soll)
<<<<<

Zu Recht!

Gruß
Frank
(der lieber inhaltlich über Spiele sprechen möchte und nicht ... naja, ich sag's lieber nicht :-) )

Benutzeravatar
VolkiDU

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon VolkiDU » 23. Januar 2007, 09:42

Frank schrieb:
> Volker
> (hat lange mit sich gezaudert, ob ich diesen Thread überhaupt
> schreiben soll)

> Zu Recht!
> (der lieber inhaltlich über Spiele sprechen möchte und nicht
> ... naja, ich sag's lieber nicht :-) )

Aus der Sicht eines 'Spieler/innennachwuchsförderers' interessieren mich schon sehr die Meinungen anderer :-) Und das war dann auch ausschlaggebend für diesen Thread.

Benutzeravatar
Frank

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Frank » 23. Januar 2007, 09:54

Gut anders gefragt:
Denkst Du, es steigert den Absatz an Mohrrüben, wenn Angelina Jolie in "Tomb Raider" genüßlich dran knabbert?
Mag sein, ist ja schließlich der Sinn von Product Placement.
Vielleicht denken die Zuschauer in diesem Fall aber auch an was anderes :-))

Aber abgesehen davon: Möchtest Du das sehen?

Möchtest Du sehen,

...wie ein Tatort-Kommissar bevor er zum Einsatz fährt schnell noch 'ne Runde "Black Stories" mit den Kollegen spielt?

... wie in CSI zur Entspannung mal ne Runde "Thurn & Taxis" eingestreut wird?

... wie die Super-Nanny zwei schwer erziehbare Kinder zum Memory spielen bringt?

Gruß
Frank

Benutzeravatar
Thomas O.

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Thomas O. » 23. Januar 2007, 10:07

Frank schrieb:
>
> Möchtest Du sehen,
>
> ...wie ein Tatort-Kommissar bevor er zum Einsatz fährt
> schnell noch 'ne Runde "Black Stories" mit den Kollegen spielt?
>
> ... wie in CSI zur Entspannung mal ne Runde "Thurn & Taxis"
> eingestreut wird?
>
> ... wie die Super-Nanny zwei schwer erziehbare Kinder zum
> Memory spielen bringt?

Ganz klares, und ernst gemeintes, JA (insbesondere im letztgenannten Beispiel).

Benutzeravatar
Jan Ostmann

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Jan Ostmann » 23. Januar 2007, 10:27

Thomas O. schrieb:
>
> Ganz klares, und ernst gemeintes, JA (insbesondere im
> letztgenannten Beispiel).

Hi, dem schließe ich mich voll und ganz an (insbesondere im letztgenannten Beispiel). Im Jugendzentrum setzte ich auch gerne Heckmeck ein. Nicht nur weil es den Jungs Spaß macht, sondern auch weil es den positiven Nebeneffekt hat, das das Kopfrechnen sich sichtlich verbessert. (Ja, es hapert heutzutage schon beim Addieren von Zahlen von 1 - 6)

Und ich meine mich sogar zu entsinnen, dass beim Tatort am letzten Sonntag in einer Szene sogar ein Backgammon zu sehen war. Und - Gott sei Dank - nicht im Kreise der Nazis, sondern im Kreise der auf ihr Konzert wartenden Musiker. Brettspiele scheinen doch einen positiven Charakter im Sinner von Sozialverhalten und Gemeinschaft zu haben. Sei es auch nur als Dekoration. :-)

Jan

Benutzeravatar
Hendrik

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Hendrik » 23. Januar 2007, 12:21

VolkiDU schrieb:
>
> Im Fernsehen werden viele negative Aspekte des Lebens
> gezeigt. Schauspieler/innen, die rauchen oder am Steuer
> während der Fahrt das Handy benutzen.

:)) :)) :))

Amüsant, dass Du keine negativeren Beispiele gefunden hast wie Entführung, Vergewaltung oder Mord. Dagegen wirken Deine Nennungen wie Kindergeburtstag. :-/


> Welche Chancen könnte es nun haben, wenn im Fernsehen mehr
> Brett- und Kartenspiele im Hintergrund "spielen"?

Andere Antworter haben bereits auf die Wirkung von "Product Placement" hingewiesen. Auch ich gehe von einer nachahmenden Wirkung aus, sofern gezeigt wird, dass es cool ist und Spaß macht, Gesellschaftsspiele zu spielen. Evtl. weniger im Tatort oder der Alte (zu ernst, Zielgruppe liegt bei über 50jährigen), aber eher bei seichter Unterhaltung wie GZSZ für ein jüngeres Publikum.

> Ein "Appetitanreger" für's Spiel?

Ja, auch wenn der Erfolg einer solchen Massnahme für eine einzelne Sendung kaum messbar wäre. Aber steter Tropfen höhlt schliesslich den Stein.
Werbung für Gesellschaftsspiele sieht man nur zu Weihnachten, Werbung für Playstation oder XBox Games jedoch das ganze Jahr.

Cheers Hendrik

Benutzeravatar
Andreas Last

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Andreas Last » 23. Januar 2007, 13:45

Moin Frank,
dann bring dich doch einfach in diesem Thread nicht ein, wenn er dich nicht interessiert. Lass dann doch einfach denjenigen ihren Spass, die dieses Thema vielleicht wirklich interessiert.

Ich finde deinen Beitrag ziemlich miesepetrig und runtermachend. Und damit unnoetig.

Benutzeravatar
Olav Müller
Kennerspieler
Beiträge: 638

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Olav Müller » 23. Januar 2007, 16:17

Hendrik schrieb:
> Andere Antworter haben bereits auf die Wirkung von "Product
> Placement" hingewiesen. Auch ich gehe von einer nachahmenden
> Wirkung aus, sofern gezeigt wird, dass es cool ist und Spaß
> macht, Gesellschaftsspiele zu spielen. Evtl. weniger im
> Tatort oder der Alte (zu ernst, Zielgruppe liegt bei über
> 50jährigen), aber eher bei seichter Unterhaltung wie GZSZ für
> ein jüngeres Publikum.

Aber da sind wir doch schon direkt beim Hauptproblem. Das heisst nämlich im Endeffekt, dass wir keine aktuellen Spiele in den Serien präsentiert bekommen KÖNNEN, weil ansonsten die Fernsehwächter mit Schleichwerbung drohen.

Backgammon, Skat, Schach, das sind Spiele, die dann publiziert werden. Stellen diese aber ein Bild dar, wie wir es gerne sehen würden?

CU,
Olav

Benutzeravatar
ThomAs

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon ThomAs » 23. Januar 2007, 17:25

Olav Müller schrieb:
> Aber da sind wir doch schon direkt beim Hauptproblem. Das
> heisst nämlich im Endeffekt, dass wir keine aktuellen Spiele
> in den Serien präsentiert bekommen KÖNNEN, weil ansonsten die
> Fernsehwächter mit Schleichwerbung drohen.

Dann muss man halt auf die in Deutschland erlaubte Produktbeistellung [1] ausweichen, bei der der Spieleverlag die Spiele nur zur Verfügung stellt, aber nicht wie beim Product Placement für die Platzierung bezahlt.

Das Hauptproblem ist doch eher: Niemand hat etwas dagegen, wenn der Kommisar mit einem Auto fährt, bei dem man die Automarke erkennt. Es kommt aber kaum jemand überhaupt auf den Gedanken, Gesellschaftsspiele überhaupt ins Drehbuch aufzunehmen. Und warum? Bestimmt nicht, weil man das als Schleichwerbung ansehen könnte; eher schon, weil die Drehbuchschreiber vermutlich gar nicht auf die Idee kommt, dass Spiele Teil des erwachsenen Lebens sein können.

[1]: http://www.wuv.de/news/medien/meldungen/2006/11/47693/index.php


> Backgammon, Skat, Schach, das sind Spiele, die dann
> publiziert werden. Stellen diese aber ein Bild dar, wie wir
> es gerne sehen würden?

Ja, ich möchte auch Backgammon, Skat, Schach, Sudoku, Kniffel u.ä. als Spiele verstanden wissen. Immerhin würde damit das Thema Spiele nicht auf "ist ja nur was für Kinder" reduziert. Besser wäre sicher, wenn die ganze Bandbreite (von Kinderspielen, über Klassiker wie MauMau, Skat, Monopoly, Schach bis hin zu modernen Autorenspielen) abgedeckt würde.

Aber seien wir mal ehrlich: In wie vielen Fernsehfilmen kommen Kinofilme, Bücher, Hörbücher etc. vor? Und sind das dann einfach "ein paar Bücher" und ein "ins Kino gehen" oder wird da konkret ein Buchtitel bzw. Filmtitel genannt?

Benutzeravatar
Peter Neugebauer

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Peter Neugebauer » 23. Januar 2007, 18:26

Schaut doch mal hier:

http://www.catan.com/CMS/index.php?option=com_content&task=view&id=366&Itemid=158

und klickt dann "Weibsbilder" an.

Viel Spaß wünscht Peter

Benutzeravatar
Andreas Last

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon Andreas Last » 24. Januar 2007, 00:30

Yo, den Link hatten wir schon in einem anderen Thread. Die Weibsbilder sind so dermaßen schlecht und unwitzig, dass sie in meinen Augen kaum als "Werbeträger" für auch nur irgendetwas taugen, außer vielleicht für die Schwulenbewegung.

Benutzeravatar
VolkiDU

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon VolkiDU » 30. Januar 2007, 18:48

Jan Ostmann schrieb:
> > Ganz klares, und ernst gemeintes, JA (insbesondere im
> > letztgenannten Beispiel).

Ein Dankeschön an Jan und Thomas :-)

> Hi, dem schließe ich mich voll und ganz an (insbesondere im
> letztgenannten Beispiel). Im Jugendzentrum setzte ich auch
> gerne Heckmeck ein. Nicht nur weil es den Jungs Spaß macht,
> sondern auch weil es den positiven Nebeneffekt hat, das das
> Kopfrechnen sich sichtlich verbessert. (Ja, es hapert
> heutzutage schon beim Addieren von Zahlen von 1 - 6)

Und es gibt noch weitere Nebeneffekte durch das Spielen:

Konzentration
Kommunikation
Sprachgebrauch
Teamarbeit ......

Leider wird das Spielen zu sehr vernachlässigt. :-/

Benutzeravatar
VolkiDU

Re: Gesellschaftsspiele im Film u. in der Serie - Chance?

Beitragvon VolkiDU » 30. Januar 2007, 18:53

Hendrik schrieb:
>
> VolkiDU schrieb:
> >
> > Im Fernsehen werden viele negative Aspekte des Lebens
> > gezeigt. Schauspieler/innen, die rauchen oder am Steuer
> > während der Fahrt das Handy benutzen.

> :)) :)) :))

> Amüsant, dass Du keine negativeren Beispiele gefunden hast
> wie Entführung, Vergewaltung oder Mord. Dagegen wirken Deine
> Nennungen wie Kindergeburtstag. :-/


Auch wenn das noch so merkwürdig liest, aber:

Ohne Entführung, Vergewaltigung oder Mord kann das Fernsehen nicht leben. Ohne Handy am Steuer und insbesondere ohne Rauch kann meines Ermessens das Fernsehen sehr gut leben.

> > Welche Chancen könnte es nun haben, wenn im Fernsehen mehr
> > Brett- und Kartenspiele im Hintergrund "spielen"?

> Andere Antworter haben bereits auf die Wirkung von "Product
> Placement" hingewiesen. Auch ich gehe von einer nachahmenden
> Wirkung aus, sofern gezeigt wird, dass es cool ist und Spaß
> macht, Gesellschaftsspiele zu spielen. Evtl. weniger im
> Tatort oder der Alte (zu ernst, Zielgruppe liegt bei über
> 50jährigen), aber eher bei seichter Unterhaltung wie GZSZ für
> ein jüngeres Publikum.

Denke ich auch :-)

> > Ein "Appetitanreger" für's Spiel?

> Ja, auch wenn der Erfolg einer solchen Massnahme für eine
> einzelne Sendung kaum messbar wäre. Aber steter Tropfen höhlt
> schliesslich den Stein.
> Werbung für Gesellschaftsspiele sieht man nur zu Weihnachten,
> Werbung für Playstation oder XBox Games jedoch das ganze Jahr.

*Thx*

Benutzeravatar
Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

[OT] Fehlverhalten im Fernsehen

Beitragvon Marten Holst » 31. Januar 2007, 12:33

Moin,

>> > Im Fernsehen werden viele negative Aspekte des Lebens
>> > gezeigt. Schauspieler/innen, die rauchen oder am Steuer
>> > während der Fahrt das Handy benutzen.
>
>> :)) :)) :))
>
>> Amüsant, dass Du keine negativeren Beispiele gefunden hast
>> wie Entführung, Vergewaltung oder Mord. Dagegen wirken Deine
>> Nennungen wie Kindergeburtstag. :-/
>
> Auch wenn das noch so merkwürdig liest, aber:
>
> Ohne Entführung, Vergewaltigung oder Mord kann das
> Fernsehen nicht leben. Ohne Handy am Steuer und
> insbesondere ohne Rauch kann meines Ermessens das Fernsehen
> sehr gut leben.

Womit wir bei der philosophischen Frage wären, ob schon "die Gesellschaft" nicht ohne schwere Kriminalität und vergleichbares in Probleme geriete, so doof es eben klingt, sowas wird diskutiert. Interessante Fragestellung aber auch bissel beängstigend.

Was allerdings das konkrete Beispiel betriff: Vergewaltigung, Mord, Totschlag sind im Regelfall nicht positiv dargestellt, Rauchen am Steuer bei gleichzeitiger Handybenutzung macht aber der sympathische Kommissar. Idealerweise macht er noch nen Spruch gegenüber dem Beifahrer, der das bemängelt. Ich denke schon, dass das einfach anders wirkt.

Tschüß
Marten


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 50 Gäste