Beitragvon Ulrich Roth » 27. Januar 2007, 23:39
Christian Hildenbrand schrieb:
> > [b]Hier wurde die Sache richtig angegangen.[/b] Das
> Material war da,
> > ein (oder waren es ein paar mehr?) Spiel war vorgegeben und
> > alle waren aufgefordert weitere Spiele für das Material zu
> > entwicklen. Bei den weiteren Auflagen wurden dann
> > entsprechend viele Spiele (Regeln) veröffentlicht.
>
> Willst Du damit sagen, dass es bei "Stonehenge" [i]falsch[/i]
> angegangen wurde?
>
> Ist es nicht eine sehr reizvolle Sache auch für die Spieler
> zu sehen, was verschiedene Autoren mit dem gleichen
> Grundmaterial machen ohne jegliche sonstige Vorgaben?
Ob es "falsch" angegangen wurde, kann man wohl nicht beurteilen, bevor das Ergebnis vorliegt... :wink:
In jedem Fall ist der Ansatz jedoch *mutig*, denn die Spiele wurden ja - verglichen mit dem normalen Schaffensprozess beim Spieleerfinden - unter deutlich erschwerten Bedingungen (strikte Materialvorgaben) entwickelt.
Dass sich so das Risiko erhöht, dass Mittelmaß oder gar Murks dabei herauskommt, scheint mir auf der Hand zu liegen.
Und ja, natürlich ist es reizvoll zu sehen, was verschiedenen Autoren so eingefallen ist.
Da es sich aber hier nicht um eine akademische Fingerübung, sondern eine kommerzielle Produktion handelt, sollte das Resultat nicht nur *interessant* sondern auch schlicht *gut* (oder besser!) sein.
Beim Spielen (und Spielekaufen) zählt nämlich letztendlich einzig und allein die Qualität des Spiels. Da gibt es keinen Bonus oder mildernde Umstände für irgendwelche Schwierigkeiten, mit denen sich der Autor womöglich herumschlagen musste.
Und _ein_ Spitzenspiel ist zumindest mir allemal lieber als ein halbes Dutzend, die lediglich spielbar sind.
Wenn ich Jingo richtig verstehe, meint er, dass es mehr Sinn macht, den freien Ideenwettbewerb (o.ä.) als Zugabe, auf der Basis eines *normal* zustande gekommenen Basisspiels (das die grundlegende Qualität des Produkts gewährleistet), zu konzipieren.
Diesen Gedankengang kann ich durchaus nachvollziehen.
Grüße,
Ulrich