Beitragvon ThomAs » 23. Januar 2007, 17:25
Olav Müller schrieb:
> Aber da sind wir doch schon direkt beim Hauptproblem. Das
> heisst nämlich im Endeffekt, dass wir keine aktuellen Spiele
> in den Serien präsentiert bekommen KÖNNEN, weil ansonsten die
> Fernsehwächter mit Schleichwerbung drohen.
Dann muss man halt auf die in Deutschland erlaubte Produktbeistellung [1] ausweichen, bei der der Spieleverlag die Spiele nur zur Verfügung stellt, aber nicht wie beim Product Placement für die Platzierung bezahlt.
Das Hauptproblem ist doch eher: Niemand hat etwas dagegen, wenn der Kommisar mit einem Auto fährt, bei dem man die Automarke erkennt. Es kommt aber kaum jemand überhaupt auf den Gedanken, Gesellschaftsspiele überhaupt ins Drehbuch aufzunehmen. Und warum? Bestimmt nicht, weil man das als Schleichwerbung ansehen könnte; eher schon, weil die Drehbuchschreiber vermutlich gar nicht auf die Idee kommt, dass Spiele Teil des erwachsenen Lebens sein können.
[1]: http://www.wuv.de/news/medien/meldungen/2006/11/47693/index.php
> Backgammon, Skat, Schach, das sind Spiele, die dann
> publiziert werden. Stellen diese aber ein Bild dar, wie wir
> es gerne sehen würden?
Ja, ich möchte auch Backgammon, Skat, Schach, Sudoku, Kniffel u.ä. als Spiele verstanden wissen. Immerhin würde damit das Thema Spiele nicht auf "ist ja nur was für Kinder" reduziert. Besser wäre sicher, wenn die ganze Bandbreite (von Kinderspielen, über Klassiker wie MauMau, Skat, Monopoly, Schach bis hin zu modernen Autorenspielen) abgedeckt würde.
Aber seien wir mal ehrlich: In wie vielen Fernsehfilmen kommen Kinofilme, Bücher, Hörbücher etc. vor? Und sind das dann einfach "ein paar Bücher" und ein "ins Kino gehen" oder wird da konkret ein Buchtitel bzw. Filmtitel genannt?