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Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

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VolkiDU

Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon VolkiDU » 26. Februar 2007, 00:09

Hallo Spielerkommune,

da ist eine Frage, die mir nun schon öfter begegnet ist.

Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder Rekorder etc. durchliest und versteht und somit die anderen ihm folgen? Oder auch Anleitungen für den Bau für Regale und Schränke etc. vorzugsweise liest und versteht und somit die anderen ihm folgen?

Gibt es da auch Unterschiede beim Geschlecht? Wer hat als Spieleerklärer auch Lesen auch als sein Hobby? Hindert sonstige Leseabstinenz auch das Verstehen einer Spieleanleitung?

Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren Leser und Versteher?

Spielegrüße
Volker

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Günter Cornett

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Günter Cornett » 26. Februar 2007, 00:37

VolkiDU schrieb:
>
> Hallo Spielerkommune,
>
> da ist eine Frage, die mir nun schon öfter begegnet ist.
>
> Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch
> derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen
> vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die
> Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder
> Rekorder etc. durchliest und versteht und somit die anderen
> ihm folgen?

Also in unserer Runde muss ich sehr häufig erklären. Ich denke, ich kriege das im Großen und Ganzen gut hin, übersehe aber mitunter ein Detail.

Wenn es um technische Dinge geht wie Handy oder Fernseher mit irgendwelchen Tausenden von Funktionen, deren Sinn mir nicht unmittelbar einleuchtet, überlasse ich das ganz gern meiner Freundin.

Ich denke, beim Erklären von Spielregeln kommt es vor allem darauf an, etwas so zu vermitteln, dass die anderen auch den Sinn einer Regel verstehen, nicht nur Wissenseinheiten abzuladen. Das ist bei technischen Geräten häufig so, weshalb ich solche Anleitungen hasse.

> Oder auch Anleitungen für den Bau für Regale und
> Schränke etc. vorzugsweise liest und versteht und somit die
> anderen ihm folgen?

Die sind oft reich bebildert, das Ganze ist sehr anschaulich, man sieht eine Entwicklung, wie sich alles fügt, hat ein schnelles Erfolgserlebnis - ganz anders als beim Handy.

Spielanleitungen liegen irgendwo zwischen Handy und Ikea. Viel Stoff, aber - im günstigen Fall - ist es nicht ein Anhäufung von Funktionen sondern von Elementen die ineinandergreifen.


> Gibt es da auch Unterschiede beim Geschlecht? Wer hat als
> Spieleerklärer auch Lesen auch als sein Hobby? Hindert
> sonstige Leseabstinenz auch das Verstehen einer Spieleanleitung?

Ich denke, es ist ein großer Unterschied, ob man einen Roman oder eine Spielanleitung liest. In den Roman taucht man ein, bei der Spielanleitung braucht es mehr Distanz und Überblick.

> Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren
> Leser und Versteher?

Meinst du die typischen oder die guten Spieleerklärer?
Ich denke zum typischen Spieleerklärer gehört mitunter auch ein gewisses Dominanzverhalten, ein reden wollen wegen nicht zuhören können.

Als Zuhörer bin ich oft ungeduldig und baue Türmchen, um irgendwas zu tun und weiter zuhören zu können. Als Spieleerklärer nervt mich oft die Ungeduld in Form von Zwischenfragen. Ist schon gut, wenn man beide Seite gut kennt.

Gruß, Günter

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Braz » 26. Februar 2007, 01:51

VolkiDU schrieb:
> Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch
> derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen
> vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die
> Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder
> Rekorder etc. durchliest und versteht und somit die anderen
> ihm folgen?

Hallo Volker,

kurze Antwort: Klares "Nein" von meiner einer.

Ich lese super gerne Spielanleitungen, sobald ich aber eine Anleitung zu etwas Technischem vor mir liegen habe, will ich sofort die Sache ausprobieren und herumspielen..... da ist dann der Spieltrieb dann doch zu groß ;)


Gruß
Braz

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Blendi

Genau!

Beitragvon Blendi » 26. Februar 2007, 09:24

Hallo zusammen!

Ich schliesse mich meiner Vorrednerin zu 100% an. Auch ich lese gerne Spielanleitungen aber zu allen technischen Anleitungen wird immer erst dann gegriffen, wenn intensives "ich drück mal überall rum" nichts geholfen hat :-)

Schöne Woche

Walter (der wenn er seine Aufgaben-Liste für diese Woche anschaut, die furchtbare Befürchtung hat, dass es eine spielelose (und damit blöde) Woche wird)

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Frank Tagmann

Hermaphrodit

Beitragvon Frank Tagmann » 26. Februar 2007, 09:35

Blendi schrieb:
>
> Hallo zusammen!
>
> Ich schliesse mich meiner Vorredner[b]in[/b] zu 100% an.

Glückwunsch an Braz! :eek:

Grüße,

Frank (fordert mehr Offenheit) :wink:

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Ralf Arnemann
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Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. Februar 2007, 09:43

Da kann ich mich den Vorrednern nur anschließen und die Frage verneinen.

M. E. ist das Verstehen der Regel der einfachere Teil, bei den meisten aktuellen Spielen sind die Regeln gut formuliert und strukturiert, man muß nur eine gewisse Vorbereitungszeit investieren, um sich mit allen Details vertraut zu machen.
Die Qualität eines Spieleerklärers liegt deswegen im Vermitteln, im "pädagogischen" Aufbau seiner Erklärung, und die folgt sehr oft NICHT der Reihenfolge der Spielregel. Ein Spieleerklärer kann das machen, was eine Regel fast nicht tun kann: Sich auf die wesentlichen Punkte konzentrieren, Sinn und Strategie etwas erklären, und die Details dann nachreichen, wenn sie gebraucht werden.

Bei technischen Regeln dagegen ist die Qualität sehr oft unterirdisch und das Erraten der Funktionalität ist die Hauptaufgabe. Und wenn man es dann zum Laufen gebracht hat, muß man seine Erkenntnisse nicht weiter vermitteln. Oft weiß man auch gar nicht, warum es jetzt funktioniert hat - Hauptsache es tut.

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Blendi

Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Blendi » 26. Februar 2007, 09:44

Na hoppla,

komisch, ich weiss nicht warum ich Braz automatisch dem weiblichen Geschlecht zugerechnet habe. Dem scheint aber dann wohl nicht so zu sein. Ich möchte mich bei Braz für die Geschlechtsumwandlung entschuldigen :oops:

Walter (der in seiner unendlichen Unwissenheit erst mal nachschauen musste, was denn nun wieder ein Hermaphrodit ist)

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Peter Neugebauer
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Beiträge: 171

Re: Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Peter Neugebauer » 26. Februar 2007, 09:52

...
>
> Walter (der in seiner unendlichen Unwissenheit erst mal
> nachschauen musste, was denn nun wieder ein Hermaphrodit ist)

Geh' mal nach Florenz in die Uffizien. Da liegt einer 'rum. -> Sehenswert!

Peter

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Braz » 26. Februar 2007, 09:54

Blendi schrieb:
>
> Na hoppla,
>
> komisch, ich weiss nicht warum ich Braz automatisch dem
> weiblichen Geschlecht zugerechnet habe. Dem scheint aber dann
> wohl nicht so zu sein. Ich möchte mich bei Braz für die
> Geschlechtsumwandlung entschuldigen :oops:

:D *hehe -> kein Thema ;)

>
> Walter (der in seiner unendlichen Unwissenheit erst mal
> nachschauen musste, was denn nun wieder ein Hermaphrodit ist)

mach dir nichts draus ....ich auch ;)

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Hermaphrodit

Beitragvon Braz » 26. Februar 2007, 10:02

Frank Tagmann schrieb:

>
> Glückwunsch an Braz! :eek:


*hehe Danke ;)

Nehme ich doch die Verwechslung als Kompliment an, gelten Frauen doch als sensibel, einfühlsam, multitasking-fähig etc. ;)

..das kann mir bei meiner nächsten Partie nur von Vorteil sein...

Besten Gruß
Brazienchen

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Frank Tagmann

Charakterfrage

Beitragvon Frank Tagmann » 26. Februar 2007, 10:25

Braz schrieb:
> Nehme ich doch die Verwechslung als Kompliment an, gelten
> Frauen doch als sensibel, einfühlsam, multitasking-fähig
> etc. ;)

Hallo Braz,

ja - schön dass es nur positive Eigenschaften gibt, sehr erstrebenswert! :cool:

Grüße ins Nebelreich,

Frank (benötigt neue Schuhe)

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Wolfgang

Re: Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Wolfgang » 26. Februar 2007, 11:08

Blendi schrieb:
> komisch, ich weiss nicht warum ich Braz automatisch dem
> weiblichen Geschlecht zugerechnet habe.

Vielleicht deshalb:

Braz schrieb:
> kurze Antwort: Klares Nein von meiner einer.

Hätte er geschrieben "Klares Nein von MEINEM EINEN, hätte auch ich ihn nicht für eine Frau gehalten.

Wolfgang

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Gerhard Passler
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Beiträge: 554

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Gerhard Passler » 26. Februar 2007, 11:18

> Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch
> derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen
> vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die
> Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder
> Rekorder etc. durchliest und versteht und somit die anderen
> ihm folgen? Oder auch Anleitungen für den Bau für Regale und
> Schränke etc. vorzugsweise liest und versteht und somit die
> anderen ihm folgen?

Nein! Ich lese die Spieleanleitungen, meiner Frau überlasse ich aus Faulheit die Lektüre aller anderen (technischen) Anleitungen ... ähhh, wollte schreiben, versuche ich zu überlassen ... :grin:

> Wer hat als Spieleerklärer auch Lesen auch als sein Hobby?

Ich.

> Hindert sonstige Leseabstinenz auch das Verstehen einer
> Spieleanleitung?

Hindern zwar nicht, beeinträchtigen aber sehr wohl.

> Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren
> Leser und Versteher?

Definitiv ja!

Gruß

Gerhard

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Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

[OT] Re: Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Braz » 26. Februar 2007, 11:25

Wolfgang schrieb:
>
> Blendi schrieb:
> > komisch, ich weiss nicht warum ich Braz automatisch dem
> > weiblichen Geschlecht zugerechnet habe.
>
> Vielleicht deshalb:
>
> Braz schrieb:
> > kurze Antwort: Klares Nein von meiner einer.
>
> Hätte er geschrieben "Klares Nein von MEINEM EINEN, hätte
> auch ich ihn nicht für eine Frau gehalten.
>
> Wolfgang


Hallo Wolfgang,

dies erscheint mir schlüssig, wenngleich der Begriff "meinereiner" (ich hätte ihn wohl zusammen schreiben sollen) eher mE genderunspezifisch zu verstehen ist bzw. verwednet wurde. ;)

[i]Hinter "meinereiner" stehen all diese schönen Konstrukte einer
gemeinsamen Identität - Mensch, Europäer, Weltbürger, Deut-
scher, Proletarier, Kommunist etc. - , in deren Namen die subjektive
Autonomie jedes Einzelnen (Autonomie in der von mir gegebenen
Definition) mit Füssen getreten und wegdefiniert wird. Diese
Konstrukte sind alle mehr oder weniger Vereinnahmungen des
Anderen, fixe Ideen, die im Sattel sitzen und die Menschen reiten.
[/i]
http://www.oekonux.de/liste/archive/msg12465.html

Gruß
Braz

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Blendi

Start!

Beitragvon Blendi » 26. Februar 2007, 12:52

Sooooo, dann machen wir hier mal eine schöööhööne Line:

--------------------------------------------------------------------------------------

Startlinie für eine mindestens 3-bildschirmseitige Diskussion zum Thema "Besseres Deutsch".

Hmmm - hat jemand was dagegen, wenn ich auch gleich noch eine Schlusslinie ziehe? Ich glaube nicht. Deswegen:

---------------------------------------------------------------------------------------- Schlussline

Walter ('s neueste These: "1 Jahr Spielbox-Forum lesen erspart das Deutsch-Studium ;-) )

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Start!

Beitragvon Braz » 26. Februar 2007, 13:08

Blendi schrieb:
>
> Sooooo, dann machen wir hier mal eine schöööhööne Line:

> Walter ('s neueste These: "1 Jahr Spielbox-Forum lesen
> erspart das Deutsch-Studium ;-) )

....hmmm...bist wohl noch kein Jahr dabei, oder?! Sonst hättest "schön" ohne "h" geschrieben... ;) :))


SCNR
Braz

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Kai Borschinsky
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Beiträge: 154

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Kai Borschinsky » 26. Februar 2007, 14:13

VolkiDU schrieb:
> Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch
> derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen
> vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die
> Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder
> Rekorder etc. durchliest und versteht und somit die anderen
> ihm folgen? Oder auch Anleitungen für den Bau für Regale und
> Schränke etc. vorzugsweise liest und versteht und somit die
> anderen ihm folgen?

Bedineungsanleitungen finde ich im allgemeinen nicht so spannend, die nutze ich allenfalls als Referenz. Sie neigen notwendig zur Redundanz und erklären viel zu oft Dinge, die ich gar nicht wissen will, dafür nicht, was ich wissen wollte.

> Gibt es da auch Unterschiede beim Geschlecht?

Nein, meine Freundin erklärt Spiele definitiv genauso gut und gerne wie ich. Manche liegen eher ihr, andere eher mir. Und nicht für jedes Spiel, dass wir in der Lage sind, zu erklären, haben wir notwendig die Anleitung gelesen. Oft ist es so, dass die Spiele einem zuvor von jemand anderem erklärt wurden und nur noch in Zweifelsfragen mal in die Anleitung geschaut wird. (Multiplikator-Effekt)

> Wer hat als
> Spieleerklärer auch Lesen auch als sein Hobby?

Würde ich mich in dieser Pauschalität mal einschließen. Ich lese irgendwie alles, was mir vor die Augen kommt. ;) Na ja, bei vielem sinkt meine Lesebereitschaft aber auch nach wenigen Buchstaben stark gegen Null. Meine Freundin liest in diesem Sinne im Vergleich eher weniger. Jedenfalls ist meine Bücherfrequenz ungleich höher denn ihre.

> Hindert sonstige Leseabstinenz auch das Verstehen einer Spieleanleitung?

Ja, klar. Lesen ist eine Fertigkeit, die ständiger Übung bedarf. Insbesondere, wenn es um verstehendes Lesen geht.

> Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren
> Leser und Versteher?

Keine Ahnung. Wer ist die Bezugsgruppe? Ein nichtspielender Philosoph ist m.E. durchaus ein besserer Leser und Versteher als der durchschnittliche Spieleerklärer. Ein Spieleerklärer ist per se nicht zwingend ein guter Leser oder Textversteher.
Es geht um zwei sehr unterschiedliche Fertigkeiten. Ein guter Erklärer ist nicht zwingend ein guter Leser. Genauso wie ein guter Lehrer nicht unbedingt ein guter Wissenschaftler sein muss.

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Sönke Weidemann
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Beiträge: 531

Re: Charakterfrage

Beitragvon Sönke Weidemann » 26. Februar 2007, 21:48

Frank Tagmann schrieb:

> ja - schön dass es nur positive Eigenschaften gibt, sehr
> erstrebenswert! :cool:
>
> Grüße ins Nebelreich,
>
> Frank (benötigt neue Schuhe)

Hi Frank,

wieso, zweifelst Du etwa an der Ausschließlichkeit der positiven Eigenschaften??? Muß ich doch am Mittwoch glatt mal Deine Frau fragen... :grin:

Gruß Sönke (benötigt eine neue Lunge, wenn der Husten nicht bald aufhört)

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Andreas Last

Re: Ups...Öhhhh...Pffff... Ähhh...

Beitragvon Andreas Last » 26. Februar 2007, 23:29

Wie, du kennst Frau Phrodit nicht? Vorname Herma?

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Maddin

Re: Start!

Beitragvon Maddin » 27. Februar 2007, 10:39

scön?

Was'n das?

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Start!

Beitragvon Braz » 27. Februar 2007, 10:56

Maddin schrieb:
>
> scön?
>
> Was'n das?

:D

*hehe

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Blendi

jetzt ist es schon wieder passiert

Beitragvon Blendi » 27. Februar 2007, 12:57

Danke Andreas,

oh weh, oh weh, jetzt ist es mir doch gleich nochmal passiert. Jetzt musste die arme Frau Phrodit dran glauben. Ich dachte eigentlich, dass sich Frank verschrieben hätte und dachte es wäre Herr Maphrodit (der Kellner aus dem griechischen Lokal hier um die Ecke).

Danke, Andrea, danke

Walter (der jetzt besser bei seiner Frau nachschaut, dass er da nicht womöglich auch was verwechselt hat ;-) )

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Gerald Rüscher

Aber ja!

Beitragvon Gerald Rüscher » 27. Februar 2007, 19:51

VolkiDU schrieb:

> Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren
> Leser und Versteher?

Ja, auf jeden Fall.

Dein Vergleich mit Anleitungen von Videorekordern halte ich aber für nicht so treffend, weil man bei so einem Gerät viele Freiheiten hat und trial-and-error ja eine durchaus effektive Herangehensweise ist.

Ich bin beruflich in einer Branche unterwegs, in der man viel technische Spezifikationen verarbeiten muss (und zwar solche die normativen Charakter haben) sei es um daraus ein Produkt herzustellen oder und sie als Vorlage für andere zu schreiben. Das Lesen/Verfassen von technischen Spezifikationen ist der Handhabung von Spielregeln sehr ähnlich. Man bekommt ein Gefühl für Strukturen, für wichtige und nebensächliche Aspekte und vor allem dafür wie schwer es ist, einen komplexen Sachverhalt verständlich zu vermitteln. Leute die da beruflich Schwierigkeiten haben sind nach meiner Erfahrung auch als Regelverarbeiter nicht ganz so geeignet.

ISO-mäßige Grüße,
Jerry

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Heinrich Tegethoff

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 28. Februar 2007, 23:13

Hallo Volker,

da meine Antwort von den meisten anderen abweicht:

VolkiDU schrieb:
> Ist der typische Spieleerklärer (daheim und anderso) auch
> derjenige, der i.d.R. neben den Spieleanleitungen
> vorzugsweise auch die Gebrauchsanweisungen für die
> Installation und Bedienung für Telefon, Fernseher oder
> Rekorder etc. durchliest

Nun, stellt sich erst die Frage, ob ich ein typischer Spieleerklärer bin.
Da ich viel erkläre und etwas stolz darauf bin, dass ich teils sehr gute
Kritik dafür bekomme, sehe ich mich als guter Erklärer.

Dafür bin ich wohl "zu wenig Mann", denn ich lese meist die Anleitungen,
allein schon um zu wissen, was die "Kiste" denn noch so an versteckten
Details zu bieten hat. Und meist will ich etwas besonderes, dann bin ich
zu faul zum suchen und lese sequentiell.

> und versteht

Die technischen Anleitungen verstehe ich auch so gut oder schlecht wie
andere.

> und somit die anderen ihm folgen?

Ich erkläre meist nicht, wie die Geräte funktionieren, ausser es fragt
jemand. Den alten Videorekorder kann ich immer noch nicht ohne
Tobsuchtsanfall programmieren, kenne aber alle Tricks beim SAT-Rekorder.

> Oder auch Anleitungen für den Bau für Regale und
> Schränke etc. vorzugsweise liest

Ja!

> und versteht und somit die anderen ihm folgen?

Hat viel mit räumlicher Vorstellung zu tun, wenn es nicht nur schrittweise
vorangeht. Versuch es einmal mit grösseren LEGO-Anleitungen...

> Gibt es da auch Unterschiede beim Geschlecht?

Nun, in meinen Spielekreisen kann ich mich nicht daran erinnern, dass
überhaupt einmal eine Frau ein Spiel erklärt hat.
In Oberhof war dies aber anders.

> Wer hat als Spieleerklärer auch Lesen auch als sein Hobby?

Ich *nicht* - ich lese Bücher sehr selten. Dies ist ein reines Solohobby,
und ich meide Freizeit, die ich allein verbringen muss.
Beim Spielboxforum gibt es zwar eine asychrone Kommunikation, aber es
ist halt interaktiv. Dort (=hier) lese ich viel.

> Hindert sonstige Leseabstinenz auch das Verstehen einer
> Spieleanleitung?

Da ich mich, allemal dafür das ich Akademiker bin, als Leseabstinenzler
einstufe: nein.

> Die typischen Spieleerklärer - im allgemeinen die besseren
> Leser und Versteher?

Leser? Weis ich nicht. Aber was ist ein Versteher?

Um Geralds Position aufzugreifen: Als technischer Consultant habe ich
jahrelang Ingenieuren "die Welt erklärt" (lassen wir es bei diesem prosaischen
Ausdruck). Vielleicht hat dies zum guten Spieleerklärer geführt.
Oder, was mir hier für beides wichtig ist, die Frage: Was will mein Gegenüber
hören? Dafür muss ich weder guter Leser noch guter Versteher sein, aber
Erfahrung mit dem Thema hilft dann über Stolpersteine.
Und somit: Wenn ich ein Spiel erkläre, hat dies selten etwas mit der
Beschreibungsform im Regelheft zu tun.

Servus,
Heinz

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VolkiDU

Re: Spieleerklärer - die besseren Leser und Versteher?

Beitragvon VolkiDU » 9. März 2007, 20:54

VolkiDU schrieb:
> da ist eine Frage, die mir nun schon öfter begegnet ist.

...wenn ich nur mehr Zeit hätte :-/

Leider komme ich erst jetzt dazu, ein wenig mehr Zeit im Forum zu verbringen.

Danke für die praktischen und interessanten Antworten von Günter, Braz, Blendi, Ralf, Gerhard, Kai, Gerald und Heinrich.


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