Beitragvon Ulrich Roth » 5. Juni 2007, 18:25
Reinhard Staupe schrieb:
> Wenn es Dich nicht schreckt, dass Quoridor abstrakt und
> denklastig ist, dann kann ich nur empfehlen: unbedingt
> kaufen!
Ja!!!
Es ist m.E. ein verkannter Klassiker und das mit Abstand beste der Gigamic-Reihe (viel besser z.B. als das überschätzte "Quarto").
> Es kommt so unscheinbar, vordergründig und minimalistisch
> daher, kaum Regeln und Material, aber wenn man genau
> hinschaut, entfaltet es enorme Tiefe und spielt sich sehr
> elegant und flott. Zunächst mag man womöglich glauben,
> dass
> es darum geht, dem Gegner den Weg zur eigenen Grundreihe > mit
> den Barrieren zu versperren, aber das ist ein
> Trugschluss: es
> gilt, sich den eigenen Rückweg effektiv zu verbauen.
So ist es, und deshalb verliert der Anfänger auch immer gnadenlos! :grin:
> Eines der besten Zweierspiele, die ich kenne.
Das ist nicht übertrieben! :cool:
> Aber eben
> wirklich nur für zwei, die Vierervariante fällt deutlich > ab,
> weil sie der eigenen Entscheidung das Zwingende nimmt.
Die 4er-Variante, wie sie in der Spielregel steht, kann man in der Tat glatt vergessen.
Zu viert muss man unbedingt in Teams spielen. Lustig ist z.B. die Variante, wo die Partner in gegenüberliegenden Ecken starten und Spielziel ist, sich irgendwo zu "treffen", d.h. nebeneinander zu stehen. (Selbstredend ist es auch hier verboten, dem gegnerischen Team das Erreichen des Spielziels zu verunmöglichen.)
Man kann das Spiel übrigens leicht mit einer improvisierten Version (Streichhölzer / "Siedler"-Straßen, Mädn-Pöppel o.ä.) ausprobieren.
Grüße,
Ulrich
(hat neulich mal wieder "Colorado County" gespielt, noch ein verkannter Klassiker :wink: )