Beitragvon toolate » 22. August 2008, 01:06
Lieber Christian,
da du dich ja eindeutig auf meinen Beitrag beziehst, erlaube ich mir den Versuch ein paar Missverständnisse aufzuklären, die wohl entstanden sind:
Ja, ich weiß, daß es auch hierzulande Ludotheken gibt und es lag mir fern, die Leistung der dort arbeitenden Menschen in irgendeiner Weise schmälern zu wollen. Im Gegenteil, ich finde es toll, dass es sowas gibt und ja, auch ich hätte eine solche Einrichtung gerne hier in meiner Nähe.
Auf der anderen Seite halte ich es allerdings in der Tat für völlig übertrieben und weit hergeholt den Teilnehmern eines zweiwöchigen Kurses (5x 3 Tage) plus Praktikum einen solchen Titel aufzudrücken. Es wird jedenfalls der Leistung, die man für ein "richtiges" Diplom erbrigen muss in keiner Weise gerecht. Ebensowenig denke ich, dass die Teilnehmer dort auch nur annähernd das lernen können, was ein Bibliothekar so alles weiß und kann. In so kurzer Zeit wird man jedenfalls nur dann Experte irgendwas (so der Untertitel einer der beiden verlinkten Seiten), wenn man die Messlatte entsprechend tief anlegt.
Und nochmal ich habe nichts dagegen, wenn derartige Veranstaltungen angeboten werden und ich bestreite auch nicht, dass man da durchaus was lernen kann, aber warum muss man denn dem Kind einen meiner Meinung nach so überzogenen Namen geben? Warum sagt man nicht einfach, dass es eine Fortbildung ist und gut? Es ist die Kombination, die mich dazu bringt, darüber zu spotten, nicht mehr und nicht weniger.
In diesem Sinne, eine angenehme Nachtruhe und schöne Grüße aus dem Süden. :)
mfg,
toolate