Beitragvon peer » 30. März 2009, 16:43
Hi,
Ja, ich habs gestern gespielt. 10 Minuten lang hab ich gedacht: "Könnte ganz nett sein", dann hat mich die Realität eingeholt.
Die Graphik ist super, Material und Symbolik sehr intuitiv - da weiss man gleich, was los ist und was man machen soll.
Spielerisch hats mich etwas an "Der Schatz der Inka" von Edith Grein-Böttcher erinnert und das ist kein Qualitätskriterium... Also, man würfelt mit zwei Würfeln und zählt die Schritte ab. Einer der Würfel gibt nämlich die Schrittweite an und einer das Plättchen, dass man umdrehen darf (Der Weg wird durch Plättchen gebildet, die doppelseitig bedruckt sind). Welcher Würfel was tut darf man sich aussuchen. Dadurch ist das Vorankommen zwar immer noch eine reine Glückssache, dafür dauert es noch ein bisschen, bis man sich überlegt hat, welche Reihenfolge besser ist. Unterwegs passieren allerlei Dinge - Gute wie Schlechte - Abhängig von den Plättchen auf denen man landet. Dabei ereilen einem schlechte Dinge auch schon beim rüberziehen. Also: Zugweite ist Glücksache und welche Plättchen gerade offen sind, auch.
Daher ist auch das Vorankommen Glückssache und davon hängt es ab, ob man als erstes in Bakong ankommt und damit ob man viele oder nicht ganz so viele Siegpunkte abgreifen kann. Dann gehts auf den Rückweg.
Aber halt! Da ist ja noch der Rucksack und die Gegenstände. Davon gibt es eine ganze Reihe, aber ich machs kurz: Eigentlich ist nur die Fackel interessant, der Rest ist ziemlicher Tinnef: Wozu ein Extrafeld setzen (mit der Machete), wenn ich sowie bei Hindernisfeldern halten muss? Für Hindernisse gibt es zwar Gegenstände, aber es gibt eben zwei Arten und wenn ich das eine habe, bleibe ich beim anderen hängen. Und außerdem heißt "hängen bleiben" nur, dass ich eben nur bis zum Plättchen vorrücken darf und nächste Runde von dort aus ziehen muss. Also bringen diese Hindernisse meistens nix. Und das gilt für fast alle Ausrüstungsgegenstände: Gutes Würfeln macht mehr aus als jeder Gegenständ.
Daher ist auch die Entscheidung in Bakong ob große (und siegpunktträchtige) Smaragde oder Gegenstände keine wirkliche.
Alles in allem bin ich von dem Spiel maßlos enttäuscht. Kein Mechanismus sitzt, Entscheidungen haben kaum Auswirkungen, wäre das Spiel nicht so kurz gewesen (30 Minuten) hätten wirs vorzeitig beendet. Gleich mehrere Mitspieler meinten, sie hätten schon seit Jahren sowas schlechtes gespielt.
Schade um die Graphik!
Also: Finger wech!
ciao
peer