Hallo,
ich habe jetzt meine erste Partie "Finca" hinter mir und bin doch sehr erstaunt. Es ist so ganz anders als ich es mir nach den ersten Eindrücken hier im Forum vorgestellt habe.
Am häufigsten wird hier das Wort "familientauglich" benutzt. Aber ich muss ehrlich sagen, dass mir dieses Wort nach der ersten Partie überhaupt nicht eingefallen wäre.
Das Spiel mag zwar aufgrund der kurzen Regeln nicht kompliziert sein - aber es ist doch sehr verkopft.
Es spielt sich nicht locker und leicht, es besteht eigentlich nur aus zählen, grübeln und dem Versuch einen Überblick zu bekommen.
Ich habe irgendwann aufgehört bei dem Versuch den Überblick zu bekommen. Mir war es zu mühsam zu sehen, wer gerade was sammelt, wem was fehlt und ob ich eines meiner Männchen am Besten von einem Feld weg bewege um jemanden daran zu hindern auf ein bestimmtes Feld zu kommen.
Mir war es zu mühsam zu zählen wer gerade wie viele Orangen hat um zu überprüfen ob es noch sinn macht "Orangen" zu sammeln.
Kurzum mir fehlte die Lockerheit. Mir fehlte der Spielspaß.
Jetzt mag es durchaus sein, dass es Personen gibt, denen dieses Spiel gefällt. Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Aber ich habe das Gefühl, dass viele hier keinen Bezug zu "normalen" Familien mit "normalen" Spielern haben. Hier wird ein Spiel ja schon zum "Kinderspiel" bzw. "Familienspiel" weil es weniger als 5 Seiten Regeln hat.
Das ist nicht böse gemeint - ich will nur meinem Erstaunen ausdruck verleihen, welche Art von Spielen hier das Attribut "Familienspiel" verliehen wird.
Und verwirrt frage ich mich - bin ich die einzige Person die das so sieht?
Niki