Beitragvon Jerry » 18. Mai 2009, 11:39
Hossa zusammen,
bald kommen die Nominierungs- und Empfehlungslisten zum Spiel des Jahres heraus. Um die Diskussion ohne Zeitverzögerung starten zu können, habe ich vorsorglich schon mal eine universelle Stellungnahme angefertigt (zusammengesetzt aus Forumsbeiträgen der letzen Jahre). Einfach die in [...] stehenden Platzhalter ersetzen und abschicken; fertig ist der kompentente Beitrag.
Gruß & nice dice,
Jerry
------------------------- schnipp -------------------------
Liebe Spieler,
sorry, wenn alles, was ich zur [Nominierungsliste|Empfehlungsliste] schreibe, schon mindestens einmal hier geschrieben wurde, aber ich muss meinen Ärger loswerden:
Das Fehlen von [Spiel_A] ist nicht nachvollziehbar. Wie ernst ist die Jury zu nehmen, wenn eines der besten Spiele dieses Jahres fehlt? Vor allem wenn man stattdessen einen so mittelmäßigen Titel wie [Spiel_B] auf der Liste findet.
Zudem fällt auf, dass sich auf der Liste schon wieder kein Spiel von [Spieleautor_X] findet obwohl er dieses Jahr [Zahl] wirklich tolle Titel veröffentlicht hat. Was denkt sich die Jury nur dabei? Sind hier persönliche Ressertiments im Spiel?
Und was ist mit [Spiel_C]? Das gab es doch schonmal im [Jahr] in fast ungeänderter Form, kam damals aber nicht auf die Liste. Warum denn dieses Jahr? Hat sich der Zeitgeist so gedreht? Für mich eine unverständliche Entscheidung.
Auch die ganze Ausrichtung wird immer zweifelhafter. Die Jury sollte mehr [thematische|fordernde] Spiele nominieren aber stattdessen sehen wir fast nur [abstrakte|anspruchslose] Titel. Leider finden wir dazu von den Weisen in ihrem Elfenbeinturm keine Stellungennahme.
Insgesamt ist die Liste mal wieder ein Kniefall vor der Macht der Verlage: [Autor_Y] und [Autor_Z] sind vertreten, genauso wie alle großen Verlage (bis auf [Verlag_X] - warum nur?). Ein Kartenspiel, ein 2-Personen-Strategiespiel usw. wie langweilig. Tut mir leid, wenn ich polemisch klinge, aber diese Liste ist Mittelmaß pur und die meisten von uns fressen diesen verlagspolitischen Sachzwangsalat mit ehrfürchtiger Anbetung. Im Filmbusiness würde man sagen: Die Schauspielerin, die mit dem Produzenten schläft, kriegt die Hauptrolle...
Fazit:
Der Titel "Spiel des Jahres" ist mehr denn je obsolet; das System muss überdacht werden. Ab nächstem Jahr sollte eine erweiterte Jury - Spielkritiker UND Spieler - agieren, d.h.der deutsche Spielepreis muss das Spiel des Jahres ersetzen.
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