Beitragvon ravn » 5. Oktober 2009, 01:15
Hallo,
ist in Vierrunde mit 90 Minuten recht zügig gespielt für ein Aufbau-Zivilisations-Spiel. Die Regeln sind eingängig, auch wenn man meinen könnte, in der ersten Spielrunde eine Spielübersicht der Aktionen zu benötigen. Habe es bisher in drei Spielrunden erklärt und gespielt und kam überall gut bis euphorisch an.
Da die Startaufstellung auf dem Plan (Verteilung der Bonus-Aktions-Plättchen) immer zufällig ist und man gerne mehr machen würde, als man in einer Partie machen kann, bietet das Spiel ausreichend Raum und Vielfalt für Folgepartien.
Ab der zweiten Partie empfiehlt sich eine Übersicht (gibt es u.a. auf BoardGameGeek), welche Boni welche Ausbeutungskarten bringen, die sich so in den jeweiligen Kartenstapeln verbergen. Die erste Partie stattdessen lieber einfach mal locker spielen und sehen, was so alles passieren kann.
Weil das Spiel läuft sich ansonsten tot, wenn jeder Spieler über jede einzelne Aktion dauergrübelt, in der Hoffnung, den Masterplan für alle kommenden Züge zu finden. Funktioniert eh nicht, da man zwar einen groben Plan haben kann, den aber immer flexibel an den Gegebenheiten anpassen muss - weil sich die Gegebenheiten ändern. Wer also seine Strategie ohne Beeinflussung durch Mitspieler runterspielen will, sollte eher zu einem anderen Spiel greifen.
Unter den Einschränkungen eine absolute Empfehlung für Vielspieler, die ein eingänig strukturiertes Spiel suchen, mit massig Erkundungspotential der verschiedensten Taktiken (zuerst auf Gebäudebau für bessere Bauten? oder lieber die Kultur pushen für mehr Bevölkerung? oder den Sieg über die Ausbeutungskarten suchen? oder alles zusammen?).
Cu/Ralf