Beitragvon Arnold » 5. November 2010, 21:28
Hallo, der Artikel aus reich-der-spiele hat mich tagelang beschäftigt. Warum eigentlich, so war es doch im Jahre 1988, als unser Sohn gerade mal 13 Monate alt war und ich seit längerem von dieser Messe erfahren habe. Soweit in Erinnerung wohl entstanden von Friedhelm Merz in den Räumen der VHS in Essen. War das ein Erlebnis, wenn ich nicht täusche, gab es eine eigene Halle für Spielplatzgeräte mit Sandkästen. Wow! 1989 kam unser zweiter Sohn zur Welt und natürlich folgte er uns in Windeln nach Essen. Ich erinnere mich an den Wittig-Stand der Edition Perlhuhn mit seinen ganzen Röhren oder wie meine Ehefrau mal bei Ingolf Lück am Ravensburger-Stand eine Einwegkamera beim Klappe Auf Spiel persönlich überreicht bekam. Die Einwegkamera war wohl das erste GiveAway. Später gab es dann mal eine Halle mit Donkey Kong auf Leinwand und elektronisch zu steuern, aber der ist wohl wieder sehr schnell in den Dschungel zurück. Schöne Spiele gab es im Historienverlag bei Jean du Poel und wenn mich alles täuscht, steht heute die Spielbox auf seinem Stand. Nun sind 22 Jahre vergangen, keine lange Zeit, aber doch eine Zeit der vielen Veränderungen. Im Zeitalter des Handy, Fax, email, Telefon und Internet glauben wir alles gleichzeitig bzw. paralell erledigen zu können. Dem ist nicht so. Zuerst erledige ich dein Anliegen und danach kümmere ich mich um dich. Genauso ist es im Spiel. Erst nach studieren der Spielregel starten wir die erste Partie. Aber hier stimme ich dem Autor zu. Alles wollen wir gleichzeitig machen: Spiel entwickeln, Spiel herstellen, Spiel produzieren und natürlich im gleichen Moment auch auf der Spiel in Essen präsentieren. Das alles leider zum Leidwesen der Käufer. Vergessen wurde nämlich: Zuerst schreibe ich dir eine gute und vollständige Spielregel und danach biete ich dir das Spiel zum Erwerb an. Dieses negative Phänomen hat sich bei der Spiel 2010 ausgebreitet. Neutral möchte ich auf fehlende Erläuterungen von Funktionen der Subventionskarten in einem zwei Jahre entwickelten Wirtschaftsspiel oder das aus Einfluss auf einmal Einkommen wird, hinweisen. Weitere Beispiele möchte ich zum Schluss nicht erwähnen, aber gerne erinnere mich wieder zurück, wo dieser Spieleerfinder mit seinem Evolutionsspiel da war und man zu Hause viel Bauarbeit leisten musste. Heute macht er mehr mit "Promidinner" und präsentiert die A la Carte dazu, aber seine Spielregel aus der Steinzeit war fehlerfrei und sofort für jeden verständlich und umsetzbar. Stimmt, die Spiel in Essen hat sich in Bezug auf die goldene Feder und das Anstreben nach Auszeichnung diese zu erhalten sehr verändert.