Beitragvon Roman » 17. Oktober 2000, 16:53
Hi,
>Herr Bert Heß scheint ja ein Kardinal-Fan zu sein, wenn er drei mal die 10
vergibt.<
Dagegen ist der Autor des Artikel, Willi Feldgen, wenig euphorisch, der im Schlussresümee meint, dass das Auftauchen von Kardinal auf der Auswahlliste eher dem Spielmaterial denn dem Spielreiz zu verdanken sei.
Wie er, meiner Meinung nach richtig, ausführt, ist der Spielausgang dann auch entscheidend dadurch geprägt, hinter WEM man sitzt, denn wie gut man spielt. Sitzt man hinter einem schwachen Spieler, der den Kardinal nicht richtig zu plazieren weiss, hat man deutliche Vorteile gegenüber anderen.
Auch in unserem (Familien-)Runden oder mit Neulingen trat dieses Phänomen stark auf, und führte oftmals zu hitzigen Diskussionen in der Runde von wegen "siehst Du nicht, wo Du das verdammt Ding hinstellen musst, jetzt schau doch mal, was kann der bauen, und wohin..." - "Ich seh's nicht, ich seh's nicht" - "Ist doch ganz einfach, Du musst das Ding dorthin..." - "Jetzt gebt ihm nicht auch noch konkrete Tips, das ist ja unfair, wenn Ihr zu dritt gegen mich spielt..." usw.
Andererseits war auch das am Spiel recht spassig - nur, ehrlich gesagt - der Ausgang des Spiels ist wirklich in ungleich verteilten Runden oft viel "Sitzplatzsache" denn primär taktisches Geschick. Wenn man's nicht so verbissen sieht, isses dennoch ein schönes und spannendes Spiel. Nur, eine 9 oder 10 würde ich dem Spiel wegen dieses Mankos auch nicht geben. Trotzdem isses ein gerne herausgeholter "Lückenfüller" bei uns, meist zwischen zwei langen Spielen oder zum Aufwärmen, dauert selten länger als 20Min. Am Ende des Abends ist es meist dann doch etwas anstrengend, untaktisch isses schliesslich nicht.
Ciao,
Roman