Beitragvon Dani-spielbox » 23. Oktober 2000, 17:08
Hallo Roman,
wir haben uns Drachendelta im Sommer in Frankreich gekauft, als es gerade druckfrisch vorlag - das Material ist international, einmal die Regel übersetzt, schon mit spielbar.
Zum Spiel: Es ist ein lustiges Zwischendurch oder Aufwärmer, nix Anspruchsvolles. Der Spielplan besteht aus 6 Haupt-Inseln, die sich am Rand verteilen, zwei oben, zwei unten und links / rechts jeweils eine. In der Mitte sind ganz viele kleine Felsen im Wasser zu sehen. Jeder startet auf einer der sechs Inseln, und muss seine Figur zur Gegenüberliegenden bringen, wer das zuerst geschafft hat, gewinnt. Dazu müssen erstmal Brückenpfeiler und Brücken gebaut werden.
Zum Prinzip: Jeder hat einen Satz identischer Aktionskarten: Baue einen/zwei Brückenpfeiler, setze 1oder2 Brückenteile, laufe einen oder zwei Schritte, überspringe jemanden, nehme Brückenpfeiler oder Teil wieder weg, und die Drachenkarten in den Farben der Gegner, spielt man diese, darf der andere nix machen. So, zu Beginn wird der Startspieler bestimmt (wechselt nach jeder Runde) und jeder plant seine nächsten fünf Aktionen - gleichzeitig verdeckt (wie bei RoboRally). Dann wird, wie bei RR, gleichzeitig die erste Karte aufgedeckt, und der (anders als bei RR) der Startspieler macht seine Aktion (es sei denn, er ist durch den Drachen in seiner Farbe von einem lieben Mitspieler gesperrt...) In seinen fünf Karten darf man aber nur max. einen Drachen haben! Die Karte, die man ausgespielt hat, muss man auch befolgen, wenn man nicht gesperrt ist... D.h., wollte man einen Schritt vorgehen und die lieben Mitspieler haben gerade die Brücke vor einem wieder abgerissen, so muss man halt wieder zurück. Ist da kein Platz (pro Brücke nur eine Figur!), und ist auch sonst nix mehr angrenzend, latscht man fröhlich winkend ins Wasser und fängt wieder von vorne an... ;-)
Nach den fünf Karten bekommt jeder alle Aktionskarten wieder zur Verfügung und plant die nächsten Schritte...
Zum Spielgefühl: Je mehr Leute mitmachen, umso turbolenter ist es, im Gegensatz zu RR _kommt_ man sich nämlich andauernd in die Quere. Es ist meistens eine Frage des Glücks, wer am Schluss im richtigen Moment vorwärts gezogen ist, man hat halt nur zwei Bewegungskarten und wenn man genau dann gesperrt ist... (Oder ist es, dass man die anderen am besten einschätzen konnte?) Da die Partie aber recht schnell vorbei ist, macht das dann eigentlich nix, normalerweise entschädigt einen der verdutzte Ausdruch eines Mitspielers, wenn seine Brücke plötzlich weg ist ;-)
Fazit: ein leichter Absacker für Zwischendurch.
Viele Grüße
Dani (Natürlich mit vollkommen subjektiver Meinung)
P.S.: Wenn noch Fragen sind, nur raus damit!