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Forum der Täuschungen?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Berger

Forum der Täuschungen?

Beitragvon Frank Berger » 25. Dezember 2000, 11:06

Seit etwa 2 Monaten verfolge ich fast täglich die Diskussionen im Forum. Die Informationsvielfalt finde ich faszinierend (was man hier nicht alles erfährt!). Eines ist mir jedoch immer wieder aufgefallen.
Bestimmte Spiele/Verlage/Autoren werden unverhältnismäßig oft ins Spiel gebracht. So nach dem Motto „habt ihr schon mal dieses und jenes gespielt?“ Oder „das ist ganz toll“. Der Möglichkeiten gibt es da ja viele und die werden offenbar voll genutzt. WIE HALTE ICH MEIN SPIEL IM GESPRÄCH?
Ist euch das auch schon aufgefallen?
Notfallkoffer. Super Spiele für Zwei. Das Beste aus Essen.
Manche Verlage sind immer dabei. Das ist echt nervig. Kann man diese Selbstbeweihräucherung nicht irgendwie unterbinden. Ich möchte nämlich nur wirkliche Beiträge lesen und keine Fakes.
Frohes Fest wünscht Franky.

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Falko Heise

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Falko Heise » 25. Dezember 2000, 11:34

Hallo!
Bestimmte Neuheiten werden halt häufiger gespielt als andere. Bei stehen halt in letzter Zeit Babel und Carcasonne hoch im Kurs, ohne das ich diese Spiele jetzt "pushen" will. Das andere diese Spiele auch gerne und häufig spielen werden sie natürlich auch häufiger genannt.
Was soll das mit Fakes zu tun haben?
Gruss
Falko (der zurzeit auch gerne Dampfross, Ra und Euphrat und Tigris spielt)

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Thomas Rosanski

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Thomas Rosanski » 25. Dezember 2000, 12:31

Hallo Frank,
es ist doch ganz natürlich, dass nicht jedes Spiel die gleiche Aufmerksamkeit bekommt, schliesslich können es sich die wenigsten Leute leisten, alle Neuheiten zu kaufen und zu spielen. Das ist meines Erachtens ein ganz natürlicher Prozess, der überall täglich passiert, in der Presse, im Fernsehen, in privaten Gesprächen, beim Einkaufen, etc.
In einem Forum wie diesem, wo jeder unter einem beliebigen Namen schreiben kann, ist es natürlich möglich, seine eigenen Produkte ins Gespräch zu bringen, indem man sich als "einfacher Kunde" ausgibt und Fragen zu dem Produkt stellt, es lobt oder sonstwie erwähnt. Wie aber kann man deiner Meinung nach die Identität der Personen in einem Internet-Forum eindeutig feststellen, ohne dass es ein zu großer Aufwand wird? Einfach nur eine Anmeldung mit Passwort oder mit Überprüfung der E-Mail-Adresse bringt auch nicht viel. Dann holt man sich halt eine x-beliebige Mailadresse bei einem der großen Mailanbieter und kann weiterhin unter mehreren Namen schreiben.
Aber alleine aus der Tatsache, dass es möglich ist, würde ich noch keinen Vorwurf formulieren wollen. Wenn du einen konkreten Verdacht im Kopf hast, dann solltest du ihn vieleicht auch erwähnen. Wenn nicht öffentlich hier im Forum, dann wenigstens an den Forumsbetreiber (KMW), der evtl. mit Hilfe von Logdateien dem Verdacht besser nachgehen kann. Aber so allgemein gehalten finde ich den Vorwurf doch recht unbegründet.
Übrigens: Wenn du selber andere Spiele kennst, die auch mal eine Erwähnung finden sollten, dann steht es dir doch frei, diese auch einfach mal in die Diskussion zu bringen. Über Geheimtipps und Anregungen sind die meisten Forumsleser sicher sehr dankbar (ich wäre es jedenfalls), weil man doch die eine oder andere "Perle" auf der Messe "übersehen" hat.
Ich glaube auch nicht, dass man alleine durch ein lobendes Posting das Spiel stark puschen kann, da ja hier viele Spielefreaks mitlesen, die schnell die Meinung eines einzelnen durch andersartige Erfahrungen relativieren können und werden. Ich jedenfalls lese gerne auch Meinungen verschiedener Menschen, weil Geschmäcker sind nunmal verschieden, und so hat man einen besseren Überblick.
Ich hoffe, dass du uns hier mit vielen neuen Spieletipps versorgst und so auch die Lücke bis zur Nürnberger Messe schliesst.
Weihnachtliche Grüße...

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Markus B.

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Markus B. » 27. Dezember 2000, 00:01

So kann man das nun wirklich nicht sehen.
Dafür ist das Forum doch da, daß wir uns über unsere Lieblingsspiele unterhalten und die Spiele die halt besonders gut oder besonders schlecht sind, kommen halt öfter dran.
Es reden hier auch kaum Verlagsangestellte mit. Die schreiten nur ein, wenn irgendeine Kritik vorliegt oder sowas. Die puschen ihre Spiele halt nicht hoch.
HIG oder Kosmos haben halt mal gute und sehr gute Spiele. Ist halt so. Die spielt man gerne und oft und man redet auch gerne und oft drüber.
Das sind alles keine "Fakes" sondern wirklich Fakten.

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Carsten Wesel

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Carsten Wesel » 27. Dezember 2000, 09:16

Du siehst Gespenster
Gruß Carsten (vom Forum begeistert)

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Ralf Bielenberg

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Ralf Bielenberg » 27. Dezember 2000, 09:59

Hi Franky,
>>Manche Verlage sind immer dabei. Das ist echt nervig. Kann man diese Selbstbeweihräucherung nicht irgendwie unterbinden.<<
Worüber sollen die Leute hier denn sonst schreiben als über ihre Lieblingsspiele, die aus ihrer Sicht heraus besten Neuheiten und natürlich über die Verlage, die sich durch besondere Spiele auszeichnen. Und wenn ich z.B. etwas zu einem aus meiner Sicht besonders guten neuen Spiel poste, kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was das mit Selbstbeweihräucherung zu tuen haben soll, da ich meilenweit von jedem Verlag oder Spieleautor meine Arbeit verrichte.
Gruss
Ralf (mag das Forum und spielt seit einiger Zeit gerne das oftgenannte ...... vom .....-Verlag)

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Helmut Lehr

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Helmut Lehr » 27. Dezember 2000, 20:37

Ach, du liebe Zeit, jetzt kommt jemand daher und meint, wir wäre alle verkappe Verlagsangestellte, die ihre Spiele hochpushen würden.
Nu gut, also ich bin Schulleiter einer kleinen Grunschule und beweihräuchere mich jetzt mal selbst:
Wir haben zu Weihnachten zum ersten Mal gespielt:
- Carcassonne(wir waren begeistert!)
- Carthagena (toll: leichte Spielregel, Superidee)
- Attila: nur angespielt, noch nicht den Clou entdeckt
- Al Cabohne (schöne Variante)
- Java (super, besser als Tikal)
Ende der Beweihräucherung - dabei bin ich evanglisch!
Helmut

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Erhard Portner

[OT] Java wirklich super?

Beitragvon Erhard Portner » 28. Dezember 2000, 10:42

Hallo Helmut,
wie ich Deinem Beitrag entnehme, hat Dir "Java" also offenbar auch sehr gut gefallen. Damit stehst Du ja im Einklang mit den wohl meisten Meinungsäußerungen hier im Forum.
Ich selbst kann mich diesen durchweg positiven Beurteilungen leider nicht so ganz anschließen. Leider deshalb, weil mir das Spielmaterial schon sehr gut gefällt und dadurch ein großer Aufforderungscharakter von dem Spiel ausgeht; den Spielmechanismus empfinde ich jedoch - wie schon bei "Tikal" - als ziemlich langatmig und - ich sag 'mal - ohne besonderen "Pepp". Nach meinem Geschmack ist das Spiel aufgrung der Aktionspunkte, die der treibende Spielemotor sind, auch zu "berechnend". Wenn ich schon "Denkorgien" spielen möchte, dann greife ich persönlich lieber zu "Schach" oder ähnlichen Spielen.
Von der sog. "Trilogie" hat mir dann "Torres" noch am besten gefallen. Aufgrund der Aktionskarten kam hier wenigstens etwas Leben ins Spiel!
Aber alle drei Kramer-Spiele (mit Koautor M. Kiesling) erreichen nach meinem Dafürhalten nicht das spielerische Spannungselement des Kramer/Ulrich-Spiels "El Grande". (Nein, nein, ich bin kein Lobbyist des "Hans im Glück"-Verlags! Ganz bestimmt nicht! Großes Indianer-Ehrenwort!)
Aber okay, wie sage ich (und Wolfgang Kramer) immer so schön: Spiele sind eben Geschmackssache!
Mit verspielten Grüßen
Erhard (bin katholisch)

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Roman Pelek

re: [OT] Java wirklich super?

Beitragvon Roman Pelek » 28. Dezember 2000, 13:28

Hi Erhard,
>wie ich Deinem Beitrag entnehme, hat Dir "Java" also offenbar auch sehr gut
gefallen. Damit stehst Du ja im Einklang mit den wohl meisten
Meinungsäußerungen hier im Forum.<
Es gab da durchaus verschiedene Meinungen dazu, wenn ich so in die Neuheitenumfrage schaue - nicht alle finden Java gut, schon gar nicht sonderlich viele "super".
>Ich selbst kann mich diesen durchweg positiven Beurteilungen leider nicht so
ganz anschließen. Leider deshalb, weil mir das Spielmaterial schon sehr gut
gefällt und dadurch ein großer Aufforderungscharakter von dem Spiel
ausgeht; den Spielmechanismus empfinde ich jedoch - wie schon bei "Tikal"
- als ziemlich langatmig und - ich sag 'mal - ohne besonderen "Pepp". Nach
meinem Geschmack ist das Spiel aufgrung der Aktionspunkte, die der
treibende Spielemotor sind, auch zu "berechnend". Wenn ich schon
"Denkorgien" spielen möchte, dann greife ich persönlich lieber zu "Schach"
oder ähnlichen Spielen.<
Das ist dann natürlich wirklich eine Geschmacksfrage. Ich selbst genieße es mit den entsprechenden Mitspielern durchaus, mich rein auf strategische Überlegungen zu konzentrieren und eben auch mal nicht sagen zu können "na, ich hab halt Pech gehabt". Wobei für mich persönlich die Aufmachung und das Bauen bei Java ebenfalls hohen Aufforderungscharakter hat und zum Spielspass beiträgt - es ist alleine schon schön mit anzusehen, wie eine Landschaft entsteht. Das lockert für mich Java schön auf, auch wenn dahinter natürlich strategisch härtere Kost steht; Java ist wirklich kein "Bausack" von der Spielart her ;-)
>Von der sog. "Trilogie" hat mir dann "Torres" noch am besten gefallen.
Aufgrund der Aktionskarten kam hier wenigstens etwas Leben ins Spiel!<
Für kürzere und in der Einsteigerversion lockerere Spiele ist Torres sicher die bessere Wahl. Aber auch hier hat man mit der Meisterversion einen rein strategischen Brocken an der Hand, der zudem noch die abstraktere Aufmachung besitzt und mich persönlich optisch nicht ganz so anspricht wie Java. Spielerisch ist das bei uns nur eine Frage der Spielzeit bzw. ob wir etwas lockerer mit Aktionskarten ziehen wollen.
>Aber alle drei Kramer-Spiele (mit Koautor M. Kiesling) erreichen nach
meinem Dafürhalten nicht das spielerische Spannungselement des
Kramer/Ulrich-Spiels "El Grande". (Nein, nein, ich bin kein Lobbyist des
"Hans im Glück"-Verlags! Ganz bestimmt nicht! Großes Indianer-Ehrenwort!)<
Hm, da kann man sich natürlich drüber streiten, ich habe El Grande im vergangenen Jahr nur einmal spielen können, bin aber auch davon nach wie vor begeistert. Ob ich's jedoch besser finde als Java oder schlechter, das könnte ich jetzt nicht entscheiden. Da würde ich abwarten wollen, ob ich in 5 Jahren Java noch hervorhole und schätze, wie es bei El Grande der Fall ist.
Jedenfalls finde ich El Grande von der Spieltiefe her nicht als leichter als Java, manchmal ist es bei EG sogar noch schwerer zu sehen, welche Strategien man einschlagen sollte.
>Aber okay, wie sage ich (und Wolfgang Kramer) immer so schön: Spiele
sind eben Geschmackssache!<
Ich denke auch. Für ein strategisches Spiel finde ich Java hervorragend - nur ich bin weit davon entfernt, dass bei jeder Gelegenheit spielen zu wollen; oft genug will auch ich was leichteres. Nur gibt es natürlich viele Leute, die rein strategische Spiele nicht mögen - für die ist Java auf längere Sicht wahrscheinlich nichts; auch wenn bei uns einige Gelegenheitsspieler an der Bauerei auch ihren Spass hatten, obgleich meist chancenlos bzw. Hilfestellung benötigend.
Ciao,
Roman
Mit verspielten Grüßen
Erhard (bin katholisch)

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Erhard Portner

re: [OT] Java wirklich super?

Beitragvon Erhard Portner » 28. Dezember 2000, 14:12

Hi Roman,
ich stimme Dir - wie natürlich meistens! - in Deiner Beurteilung vollkommen zu. (Ich glaube, wir sind da ja in unserer Grundauffassung auch gar nicht auseinander.)
Bei "El Grande" - der "Spiel-des-Jahres-Version" - finde ich halt die Mischung der Aktionskarten sehr gelungen. Letztlich sorgen sie bei jedem Spiel durch ihre jedesmal andere Verteilung auch für einen anderen Spielverlauf. Ich meine, schon dadurch wird "El Grande" - wenn man das so sagen kann - "lebendiger" als "Java" bzw. "Tikal". Jedenfalls macht mir "El Grande" einfach mehr Spaß.
Mit verspielten Grüßen
Erhard
PS.: Weißt Du schon, was Du Silvester spielen wirst? Sicher werden wir hier in Kürze das Thema erörtern, ob es Spiele gibt, die speziell dafür geeignet sind, in der Silvesternacht gespielt zu werden.

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Kathrin

re: [OT] Spiele zu Silvester

Beitragvon Kathrin » 28. Dezember 2000, 14:26

Hi,
das ist ein tolles Thema: Spiele zu Silvester.... :-)
Bei uns kommt als grosses, langes Spiel das Zeitalter der Renaissance auf den Tisch (letztes Jahr haben wir zu viert eine Partie Civlization als Ganztagesprojekt am 31.12. gespielt; kurz vor Mitternacht waren wir dann durch).
Für den späteren Verlauf (wenn dann auch die Konzentration nachlässt ;-)) dann Siedler (mein Mann hat mir die Siedler von Nürnberg zu Weihnachten geschenkt; das Siedler-Buch haben wir in Essen auf der Messe gekauft) und Cartagena.
Am Samstag zum Warmspielen haben wir noch Carolus Magnus und Herr der Ringe als unsere persönlichen Spiele-Highlights aus Essen...
Viel Spass beim Spielen und einen guten Rutsch wünscht
Kathrin.

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Carsten Wesel

re: Spiele zu Silvester

Beitragvon Carsten Wesel » 28. Dezember 2000, 14:36

[OT] ist "Spiele zu Silvester" doch nie und nimmer.
Ich werde mit diversen Freunden in Hannover spielen und feiern. Die werden einige Spiele da haben und ich werde auch mit 2 Klappkisten dort auftauchen - was allerdings in den Kisten sein wird, weiß ich noch nicht. Aber auf jeden Fall wird viel aus Essen 2ooo dabei sein.
Gruß Carsten (Sylvester: Guter Termin zum Spielen. Heiligabend ging ja auch!)

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Roman Pelek

re: [OT] Java wirklich super?

Beitragvon Roman Pelek » 29. Dezember 2000, 02:57

Hi Erhard,
>Hi Roman,
ich stimme Dir - wie natürlich meistens! - in Deiner Beurteilung vollkommen
zu. (Ich glaube, wir sind da ja in unserer Grundauffassung auch gar nicht
auseinander.)<
Muss ja auch nicht unbedingt sein ;-)
>Bei "El Grande" - der "Spiel-des-Jahres-Version" - finde ich halt die
Mischung der Aktionskarten sehr gelungen. Letztlich sorgen sie bei jedem
Spiel durch ihre jedesmal andere Verteilung auch für einen anderen
Spielverlauf. Ich meine, schon dadurch wird "El Grande" - wenn man das so
sagen kann - "lebendiger" als "Java" bzw. "Tikal". Jedenfalls macht mir "El
Grande" einfach mehr Spaß.<
Das hatte ich aufgrund Deiner Ausführungen zu Torres und den Aktionskarten auch vermutet. Natürlich gewinnt ein Spiel durch solche Überraschungsmomente an Spannung - während bei Torres allerdings das Glücksmoment etwas gewinnt, sind es meines Erachtens bei "El Grande" eher "anstrengendere" strategische Überlegungen, die damit gemehrt werden. Insofern ist El Grande sicherlich abwechslungsreicher, aber damit nicht unbedingt leichter als Java. Aber auch hier glaube ich nicht, dass wir sonderlich abweichende Meinungen haben...
>PS.: Weißt Du schon, was Du Silvester spielen wirst?<
Hm, wahrscheinlich primär Raclette und Sekt :) Wir sitzen wohl mal wieder in einer kleinen Runde zusammen, die ich seit einem Jahr nicht gesehen habe, und von denen ich nicht einschätzen kann, ob sie überhaupt zum Spielen zu motivieren sind. Vielleicht nehmen wir dahin mal so Spiele wie "Tokami" oder "Anno Domini" mit. Schnell erklärt und auch angetrunken mit Spass zu spielen - all unsere Vielspieler oder Spielbekanntschaften scheinen da auch die Präferenzen eher auf grosse Parties gelagert zu haben, so dass wir eher gemütlich essen & trinken gehen.
>Sicher werden wir hier
in Kürze das Thema erörtern, ob es Spiele gibt, die speziell dafür geeignet
sind, in der Silvesternacht gespielt zu werden.<
S.o. Sogenannte Partyspiele sind dafür sicher prädestiniert - weniger die Strategiehämmer. Auch wenn ich persönlich nix gegen eine Spielenacht hätte (habe auch keine Probleme, nach ein paar Gläsern Sekt Java oder Serenissima zu verlieren ;-)
Ciao,
Roman

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Erhard Portner

re: [OT] Java wirklich super?

Beitragvon Erhard Portner » 29. Dezember 2000, 08:33

Hallo,
vielleicht nur noch ein kleiner Nachtrag zu "Java": Auf der neu gestalteten Homepage der Jury Spiel des Jahres ist eine Rezension von dem Jurymitglied Edwin Ruschitzka, die er für die Südwest Presse geschrieben hat, abgedrucht. Ich kann mich der dort abgegebenen doch äußerst kritischen Beurteilung des Spiels nur in vollem Umfang anschließen! Genau meine Meinung!
Guten Rutsch
Erhard

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Markus Barnick

re: [OT] Java wirklich super?

Beitragvon Markus Barnick » 29. Dezember 2000, 23:20

Also mir gefällt Tikal auch besser als Java. Torres war sowieso das beste der 3. Bei Tikal kommt mehr Athmosphähre rüber. Bei Java kommt es drauf an, wer die meisten STeine im Brett hat. Dadurch bin ich allein durch die Schlußwertung vom letzten der erste geworden. Das sollte meiner Meinung nach nicht sein.
Auch ist Java ziemlich langwierig. Man darf also nicht mit Leuten spielen, die jeden Zug stundenlang genau durchrechnen.

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Andreas Keirat

re: Forum der Täuschungen?

Beitragvon Andreas Keirat » 31. Dezember 2000, 15:53

Hallo!
Es ist doch ein ganz natürlicher Vorgang, wenn es über bestimmte Spiele mehr Berichte gibt als über andere. In Essen kann man sich kaum umfassend über alle Spiele informieren und wenn dann einige Leute bestimmte Spiele loben, dann kaufen sich u. U. andere Personen auf dieser Grundlage das Spiel und werden dies dann vielleicht auch loben, wenn es ihrem Geschmack entspricht oder eben zerreissen, wenn es nicht ihren Nerv trifft.
Wenn Du massive Werbevorwürfe gegen bestimmte Personen erhebst, dann solltest Du sie auch nennen und begründen, warum das so ist...

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Roman Pelek

Java: viel hilft viel? Doch eher nicht...

Beitragvon Roman Pelek » 31. Dezember 2000, 17:12

Hi Markus,
>Also mir gefällt Tikal auch besser als Java. Torres war sowieso das beste
der 3. Bei Tikal kommt mehr Athmosphähre rüber. Bei Java kommt es drauf
an, wer die meisten STeine im Brett hat. Dadurch bin ich allein durch die
Schlußwertung vom letzten der erste geworden. Das sollte meiner Meinung
nach nicht sein.<
Diese Aussage kann ich nach mittlerweile 20 Partien ganz und gar nicht nachvollziehen. Natürlich kann man durch geschicktes Spielen vom letzten auf den ersten Platz kommen am Schluss - aber das empfinde ich als positiv, und es ist m.E. keineswegs einfach, wenn die anderen aufpassen!
Des weiteren kommt's bei Java nun wirklich nicht drauf an, wieviele Steine man auf dem Brett hat, sondern welche man wo wie hoch hat - dieser Kritikpunkt mit der Zahl der Steine trifft meines Erachtens eher noch auf Tikal zu. Was nützen einem viele Steine, wenn man mit 3 Steinen auf Platz drei in einem Dorf ist und jemand anderes mit einem auf Platz 1? Was nützen einem viele Steine in vielen Dörfern, wenn man nicht die Karten hat, um andauernd Palastfeste mitzufeiern? Sorry, Markus, Deine Ausführungen habe ich noch bei keinem Spiel so erlebt, im Gegenteil. Ich frage mich manchmal eher, wie man im Viererspiel die ganzen Steine denn jemals sinnvoll einsetzen können soll - ich habe mit meinen knappen Aktionspunkten meist besseres zu tun (Dörfer ausbauen, Seen vervollständigen, mich am höchsten in einem Dorf zu setzen, andere abschneiden etc. etc.).
Seid ihr sicher, dass ihr korrekt nach Regeln gespielt habt und nichts missverstanden? Oder haben Deine Mitspieler so grottenschlecht gespielt, dass Du mit dieser Taktik "viel hilft viel" Erfolg hattest? Ich hätte bei keinem Spiel in keiner Runde bei uns mit der von Dir angesprochenen Spieltaktik auch nur ansatzweise Erfolg gehabt...
>Auch ist Java ziemlich langwierig. Man darf also nicht mit Leuten spielen, die
jeden Zug stundenlang genau durchrechnen.<
Uneingeschränkt: ja :-) Gilt aber auch für Tikal.
Ciao,
Roman

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Markus N.

re: Java: viel hilft viel? Doch eher nicht...

Beitragvon Markus N. » 2. Januar 2001, 00:19

Also...
Tolle Leistung, ein Spiel 20 mal gespielt zu haben... kann ich nicht mal von meinem Lieblingsspiel El Grande sagen. Allerdings von Siedler...
Bei uns liefs immer so ab, daß man sich eher darum bemühte, möglichst überall nach oben zu kommen und dabei vergessen hat, Steine einzusetzen. Da hat bei unseren 2 Spielen immer der gewonnen, der einfach die meisten Steine im Brett hatte - der konnte auch am flexibelsten variieren.
Kann eigentlich sagen, daß von uns keiner besonders gut oder schlecht spielt. Dazu müßte man ein Spiel immer mit den gleichen Leuten immer wieder spielen. Das kann ich bei den vielen unterschiedlichen Leuten, die ich einlade und den vielen (dauernd neuen) Spielen auch nicht.
Die Palastfeste fielen eigentlich mehr oder weniger häufig unter den Tisch. Da hat sich keiner so recht drum bemüht... Will sagen, nicht in allen Tempeln/Städten wurde ein Palastfest ausgerichtet.
Ob ich immer alles nach korrekten Regeln spiele, da bin ich mir seit 2-3 Jahren nicht mehr so ganz sicher (das Alter ;-)

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Roman Pelek

re: Java: viel hilft viel? Doch eher nicht...

Beitragvon Roman Pelek » 8. Januar 2001, 11:54

Hi Markus,
>Also...
Tolle Leistung, ein Spiel 20 mal gespielt zu haben... kann ich nicht mal von meinem
Lieblingsspiel El Grande sagen. Allerdings von Siedler...<
Tja, erstens hat das Spiel viele interessiert (=>Tikal, Torres), zum andern muss ich sagen, dass dies eines der wenigen Spiele ist, bei denen ich wirklich das Gefühl habe, richtige Strategien anwenden zu können (mag auch daran liegen, dass wir's zu Beginn sehr oft gespielt haben, und ich damit gut dahintergestiegen bin - viele andere Spiele spiele auch ich gar nicht so gern oder oft, um alle taktischen Finessen zu verstehen)
>Bei uns liefs immer so ab, daß man sich eher darum bemühte, möglichst überall nach oben
zu kommen und dabei vergessen hat, Steine einzusetzen. Da hat bei unseren 2 Spielen
immer der gewonnen, der einfach die meisten Steine im Brett hatte - der konnte auch am
flexibelsten variieren.<
Ich habe mal drauf geachtet: wir hatten gestern eine Partie: ich als erster hatte 7 Steine im Brett, die zweite (Freundin) ebenso 7, der abgeschlagene dritte 9, der vierte 5. Der Vierte hat's allerdings total vergeigt, eben weil er mehr oder minder nur mit einer Figur alles machen wollte - aber das war wirklich mies gespielt. Meines Erachtens bringen einem viele Steine nur Vorteile, wenn man sie auch geschickt setzen kann - und wie will man das machen, wenn man seine AP's für's Einsetzen bezahlt?
>Kann eigentlich sagen, daß von uns keiner besonders gut oder schlecht spielt. Dazu müßte
man ein Spiel immer mit den gleichen Leuten immer wieder spielen. Das kann ich bei den
vielen unterschiedlichen Leuten, die ich einlade und den vielen (dauernd neuen) Spielen
auch nicht.<
Wir haben als Konstante wenigstens meine Freundin und mich - und einer von uns gewinnt auch in 90% der Partien :)
>Die Palastfeste fielen eigentlich mehr oder weniger häufig unter den Tisch. Da hat sich
keiner so recht drum bemüht... Will sagen, nicht in allen Tempeln/Städten wurde ein
Palastfest ausgerichtet.<
Bei uns kam es eigentlich immer nur ganz am Ende vor, dass mal ein kleiner Palast mit 2-6 nicht abgefeiert wurde mangels AP's für Karten oder für das Reinziehen von Figuren. Die allermeisten Palastfeste werden bei uns gleich nach dem Errichten gefeiert, wenn nicht, rächt sich das ganz böse, da ein anderer meist ohne viel Aufwand dann das Fest mitnehmen kann (bei 4 Spielern findet sich immer jemand, der das günstig machen kann, ausser wie gesagt, am Ende bei kleinen Palästen, wenn's nicht viele Punkte bringen sollte).
>Ob ich immer alles nach korrekten Regeln spiele, da bin ich mir seit 2-3 Jahren nicht mehr
so ganz sicher (das Alter ;-)<
Ich bin mir da meistens auch nicht sicher - oftmals stelle ich hier im Forum fest, dass wir den einen oder anderen Punkt bei manchen Spielen unbesehen anders gespielt haben oder uns Zweifelsfragen nicht so aufgefallen sind. Fluch der modernen Telekommunikation :) Aber bei Java bin ich mir sicher, dass wir's richtig spielen.
Ansonsten: gib Java noch eine Chance, meines Erachtens sind alle Deine Kritikpunkte auf Anfängerfehler zurückzuführen - ich müßte schon arg dämlich sein, wenn mir bei der Menge an Partien grobe Fehler nicht aufgefallen sein sollten :-) Wie gesagt scheint ihr einfach alle bei weitem das Spiel nicht auszureizen, sonst könnte jemand nicht wie von Dir geschildert gewinnen. Alleine schon die Palastfeste zu vernachlässigen ist sträflich...
Nun denn, falls Du's nochmal probieren willst, wünsche ich Dir viel Spass&Erfolg; falls Du noch konkrete Fragen hast, kann ich Dir gerne aus unseren Partien heraus ein paar Spieltipps geben, um o.g. Situationen zu vermeiden bzw. zu Deinem Vorteil auszunutzen.
Ciao,
Roman

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Carsten Wesel

re: Java: viel hilft viel? Doch eher nicht...

Beitragvon Carsten Wesel » 8. Januar 2001, 13:45

> Wir haben als Konstante wenigstens meine Freundin
> und mich - und einer von uns gewinnt auch in 90%
> der Partien :)
Hauptsächlich bei den 2-Personen-Spielen, oder?
> Alleine schon die Palastfeste zu vernachlässigen
> ist sträflich...
Aber wenn ich 2 Tempel erhöht habe, kann ich nur ein Palastfest veranstalten. Also teilweise sträflich?
Gruß Carsten (mag Palastfeste mit seiner Privattänzerin)

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Roman Pelek

re: Java: viel hilft viel? Doch eher nicht...

Beitragvon Roman Pelek » 10. Januar 2001, 11:54

Hi Carsten,
>> Wir haben als Konstante wenigstens meine Freundin
>> und mich - und einer von uns gewinnt auch in 90%
>> der Partien :)
>Hauptsächlich bei den 2-Personen-Spielen, oder?
Wie pöbeln? Selbstverfreilich in den 4-Personen-Java-Partien ;-)
>> Alleine schon die Palastfeste zu vernachlässigen
>> ist sträflich...
>Aber wenn ich 2 Tempel erhöht habe, kann ich nur ein >Palastfest
>veranstalten. Also teilweise sträflich?
Klugscheisser <grins> Aber natürlich: ja. Obwohl es bei uns erstaunlich selten möglich ist, zwei Paläste zu erhöhen, ausser wir spielen mit ganz Unerfahrenen, die noch nicht wissen, wie man Mitspieler blockiert ;-)
>Gruß Carsten (mag Palastfeste mit seiner Privattänzerin)<
Ciao,
Roman (Badet gern in den Seen von Zentraljava).


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