Beitragvon Erhard Portner » 31. Januar 2001, 21:08
Hallo Holger,
"Wykersham" ist in der Tat leider recht unbekannt. (Dabei würde es sich zu unserem Thema "Spiele im Altenheim" hervorragend eignen!) Es ist ein schon vom Design her wunderschönes Spiel aus Holz, das nicht allzu schwer zu spielen ist, aber dennoch Spaß macht und aus einer geschickten Mischung aus Glück und Strategie besteht, wobei - wie bei "Backgammon" - die Strategie überwiegt.
Das Spielbrett erinnert ein wenig an ein großes Kalaha-Spielbrett, das aus fünf Reihen besteht. Die jeweils beiden äußeren Reihen lassen sich verschieben. Eine Abbildung des Spieles kann man unter den u.a. Link finden, wenn man auf der dortigen Seite auf "Spiele 2" klickt.
Beide Spieler versuchen mit ihren Spielsteinen (vergleichbar den Bohnen bei Kalaha) eine senkrechte oder diagonale Reihe der Spielfeldmulden zu besetzen. Bei jedem Zug würfelt der Spieler mit zwei Würfeln. Die Augen bestimmen die bezeichneten Mulden, in die zwei Steine der eigene Farbe platziert werden müssen. Er darf seine Steine aber nicht in eine Mulde legen, in der sich bereits Kugeln des Gegners befinden. Im zweiten Teil des Zuges kann der Spieler dann eine Muldenreihe verschieben. Wenn dadurch eine Reihe aus eigenen Steinen entsteht, können diese (müssen aber nicht) vom Brett genommen werden. Aus strategischen Gründen ist es häufig jedoch besser, seine Steine zunächst noch im Spiel zu belassen, weil man dadurch Mulden für den Gegner blockiert. Man darf aber auch nicht zu lange warten, weil man sonst unter Umständen seine Steine nicht mehr rechtzeitig vom Spielbrett runterholen kann. Das Spiel ist zu Ende, wenn jeder der beiden Spieler seine 30 Spielsteine eingesetzt hat. Wer dann die meisten seiner Spielsteine wieder vom Brett geholt hat, hat gewonnen.
Bis auf einige Feinheiten wäre das im Großen und Ganzen der Spielablauf. Wenngleich das Spiel mit ca. 80,- DM nicht gerade billig ist, kann ich es doch jedem empfehlen, der Spiele in dieser Art mag und für den spielen gleichzeitig auch ein ästhetischer Genuss sein soll.
Mit verspielten Grüßen
Erhard